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Das Sozialkapital nach Pierre Bourdieu innerhalb der Familie. Ungleich verteilte Bildungserfolge und -chancen bei Kindern

Titel: Das Sozialkapital nach Pierre Bourdieu innerhalb der Familie. Ungleich verteilte Bildungserfolge und -chancen bei Kindern

Hausarbeit , 2011 , 28 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Thea Hartig (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse internationaler Vergleichsstudien wie PISA sind sozial immer noch ungleich verteilte Bildungserfolge und -chancen zunehmend Gegenstand öffentlicher Diskussion geworden. In Anlehnung an den Beitrag „Soziale Beziehungen und Bildungserwerb“ von Jutta Allmendinger, Christian Ebner und Rita Nikolai (2007) zielt die vorliegende Hausarbeit darauf ab, die Bedeutung der von Bourdieu eingeführten Kapitalsorten, insbesondere aber des Sozialkapitals, in Zusammenhang mit in Deutschland bestehenden sozialen Disparitäten hinsichtlich Bildungschancen und -erfolgen zu bringen.
Dazu wird in Kapitel 2.1 eine kurze, grundlegende Erläuterung der Bourdieu´schen Kapitalsorten (ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital sowie soziales Kapital) vorgenommen. Vervollständigt wird dieser knappe Überblick durch eine Übersicht über den Forschungsstand (Kapitel 2.2). Gemäß dem Fokus der Ausarbeitung auf Bildungschancen und -erfolge bemüht sich Kapitel 3 um eine Darstellung der gegenwärtigen Bildungssituation in Deutschland, bevor in Kapitel 4 anhand einiger in der Literatur aufgezeigten Erklärungsansätze Bezug auf die Fragestellung genommen wird. Dabei konzentriert sich die Ausarbeitung auf die innerfamiliären Kapitalien, jedoch werden auch Bezugspunkte zu außerhalb der Familie nutzbaren Kapitalien aufgezeigt. Kritische Anmerkungen hinsichtlich des der Arbeit zugrunde liegenden Kapitalkonzeptes finden sich in Kapitel 5 und schlussendlich wird in Kapitel 6 neben einer bündigen Zusammenfassung ein Ausblick gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kapitalsorten nach Pierre Bourdieu

2.1 Definitionen

2.2 Forschungsstand zum Sozialkapital

3. Bildung in Deutschland

4. Einfluss der Kapitalsorten auf die Bildungsbiografie

4.1 Primäre und sekundäre Herkunftseffekte nach Boudon (1974)

4.2 Primäre Effekte

4.3 Sekundäre Effekte

4.4 Die Bedeutung von innerfamiliären sozialen Beziehungen

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der von Pierre Bourdieu eingeführten Kapitalsorten – insbesondere des Sozialkapitals – für die ungleich verteilten Bildungschancen und -erfolge von Kindern in Deutschland. Dabei wird analysiert, wie sich das elterliche Kapitalvolumen sowie die Qualität innerfamiliärer Beziehungen auf die Bildungsbiografien auswirken und inwieweit das deutsche Bildungssystem zur Reproduktion sozialer Disparitäten beiträgt.

  • Kapitalbegriff nach Pierre Bourdieu (ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital)
  • Entwicklung des Bildungssystems in Deutschland und Bildungsexpansion
  • Primäre und sekundäre Herkunftseffekte nach Raymond Boudon
  • Bedeutung innerfamiliärer Beziehungen für den Bildungserfolg
  • Soziale Selektivität und Bildungsgerechtigkeit in Deutschland

Auszug aus dem Buch

4.2 Primäre Effekte

Mit empirischen Untersuchungen (z.B. Hill et. al. (2004)) wurde bestätigt, dass sich die Klassenzugehörigkeit der Eltern bzw. der Familie als primären Sozialisationsinstanz auf Bildung und Schulleistungen der Kinder auswirkt. Je nach Schichtzugehörigkeit kann den Kindern ein gewisses Startkapital an Bildung (inkorporiertes bzw. institutionalisiertes kulturelles Kapital), Besitz (objektiviertes kulturelles Kapital, ökonomisches Kapital) und sozialen Beziehungen (Sozialkapital) zur Verfügung gestellt werden (Vgl. Vester 2004: 19).

Eine gute finanzielle Situation des Elternhauses schafft mittels materiellem und finanziellem Transfer (Vgl. Stecher 2001: 26) Opportunitäten für kulturkapitalrelevante Akkumulationsfaktoren und bietet Kindern z.B. mit ausreichend Lernmaterialien, Computerzugang, Nachhilfestunden, Kursgebühren, Kauf eines Musikinstrumentes und guter Betreuung bei Abwesenheit der Eltern positive Rahmenbedingungen für die Lernentwicklung. Zudem entlastet ein bestimmtes vorhandenes ökonomisches Kapital die Kinder von der Notwendigkeit, sich durch rein auf Einkommen ausgerichtete Jobs selbst Geld verdienen zu müssen. Dadurch werden zeitliche Freiräume für die (Aus-)Bildung geschaffen, die als Bildungsmoratorium bezeichnet werden (Vgl. Diewald; Schupp 2006: 912 sowie vgl. Allmendinger; Ebner; Nikolai 2007: 493 sowie vgl. Stecher 2001: 22, 26). Jedoch kann nicht jede Familie gleich viel in die Bildung ihrer Kinder investieren, denn da nicht alle Eltern einen ähnlichen finanziellen Hintergrund haben, kann z.B. nicht jedem Kind eine freie, von ökonomischen Zwängen befreite Zeit zur Akkumulation von (Schul-)Bildung garantiert werden (Vgl. Bourdieu 1983: 188).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, die Bedeutung von Bourdieus Kapitalsorten in Bezug auf soziale Disparitäten im deutschen Bildungssystem zu untersuchen.

2. Kapitalsorten nach Pierre Bourdieu: Dieses Kapitel definiert die drei zentralen Kapitalsorten Bourdieus und gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zum Sozialkapital.

3. Bildung in Deutschland: Es wird die historische Bildungsexpansion in Deutschland dargestellt und aufgezeigt, dass trotz gestiegener formaler Bildungsniveaus die soziale Selektivität bestehen bleibt.

4. Einfluss der Kapitalsorten auf die Bildungsbiografie: Dieser Hauptteil analysiert die Mechanismen der Herkunftseffekte, die Rolle primärer und sekundärer Effekte sowie die Bedeutung familiärer Beziehungen für den schulischen Erfolg.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert bildungspolitische Implikationen zur Reduzierung sozialer Ungleichheiten.

Schlüsselwörter

Bildungschancen, Sozialkapital, Pierre Bourdieu, Bildungsbiografie, soziale Herkunft, Bildungsexpansion, primäre Herkunftseffekte, sekundäre Herkunftseffekte, kulturelles Kapital, ökonomisches Kapital, Bildungsungleichheit, Schulsystem, Eltern-Kind-Beziehung, soziale Disparitäten, Selektivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit den Gründen für die sozial ungleich verteilten Bildungserfolge in Deutschland unter Anwendung des theoretischen Rahmens von Pierre Bourdieu.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Analyse der drei Kapitalsorten (ökonomisch, kulturell, sozial), die Bildungsbiografien von Kindern sowie die Wirksamkeit von Herkunftseffekten im deutschen Schulsystem.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, welche Bedeutung die innerhalb der Familie vorhandenen Kapitalsorten, besonders das Sozialkapital, für die ungleichen Bildungschancen in Deutschland haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Forschungsstandanalyse sowie der theoretischen Auseinandersetzung mit Bourdieus Kapitaltheorie und Boudons Herkunftseffekten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Bildungssituation, die theoretische Erläuterung der Herkunftseffekte und eine detaillierte Untersuchung der Auswirkungen von elterlichem Kapital und Beziehungsqualität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bildungschancen, soziale Herkunft, Kapitaltheorie, Bildungsexpansion und Bildungsselektivität.

Wie unterscheiden sich primäre von sekundären Effekten nach Boudon?

Primäre Effekte betreffen Leistungsunterschiede aufgrund des familiären Hintergrunds, während sekundäre Effekte die ungleichen Bildungsentscheidungen bei vergleichbaren Leistungen beschreiben.

Welche Rolle spielen innerfamiliäre Beziehungen laut der Autorin?

Die psychosoziale Qualität der Eltern-Kind-Beziehung ist entscheidend, da sie den Austausch und die Wirksamkeit des elterlichen Kapitals für die Entwicklung des Kindes maßgeblich beeinflusst.

Wie wirkt sich der soziale Status auf Bildungswünsche aus?

Familien mit niedrigem Sozialstatus neigen zu weniger anspruchsvollen Aspirationen, da sie das Risiko des Scheiterns und die Kosten der Bildungsinvestition höher einschätzen als statushohe Eltern.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Sozialkapital nach Pierre Bourdieu innerhalb der Familie. Ungleich verteilte Bildungserfolge und -chancen bei Kindern
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
1,0
Autor
Thea Hartig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
28
Katalognummer
V175691
ISBN (eBook)
9783640969999
ISBN (Buch)
9783640970575
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kapitalsorten Bordieu Bildungschancen Bildung Bildungsungleichheit Kapitaltheorie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thea Hartig (Autor:in), 2011, Das Sozialkapital nach Pierre Bourdieu innerhalb der Familie. Ungleich verteilte Bildungserfolge und -chancen bei Kindern, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/175691
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