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Gab es einen Wandel in der Behandlung der Sklaven zur Zeit der römischen Antike?

Titel: Gab es einen Wandel in der Behandlung der Sklaven zur Zeit der römischen Antike?

Seminararbeit , 2011 , 17 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Stefan Gnehrich (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike

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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Das ganze Leben ist eine Knechtschaft. Deshalb muß man sich an seine Lage gewöhnen und so wenig wie möglich darüber klagen, was sie aber angenehmes an sich hat, ergreifen.“ 1 Bereits der römische Philosoph und Staatsmann Seneca beschrieb das gesamte Leben des Menschen als Unterjochung, mit welcher sich der Mensch besser arrangieren sollte. So ist es nicht verwunderlich, dass die Sklaverei der Antike auch in der Geschichtswissenschaft der Gegenwart eine wichtige Position einnimmt und zum Verständnis der antiken Gesellschaft beiträgt. So ist jene Abhängigkeit des Menschen als Antagonist zur wichtigsten Eigenschaft gegenwärtiger westlicher Kulturgemeinschaften anzusehen, nämlich als Widersacher zur Freiheit des Menschen. Schon ein flüchtiger Blick in die ersten Seiten des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland lässt erkennen, dass dem Bürger diverse Freiheiten, wie etwa die allgemeine Handlungsfreiheit oder die Meinungsfreiheit, gewährt werden und somit völlig neue Gestaltungsspielräume des Menschen eröffnet werden, welche im Spiegel der Antike zu betrachten sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Definition der Sklaverei

1.2 Die Stellung des Sklaven in der Gesellschaft Roms

1.3 Zielstellung der Arbeit

2. Die Behandlung der Sklaven zur Zeit der römischen Antike

2.1 Maßnahmen zur Bestrafung der Sklaven

2.2 Die Behandlung der Sklaven im Allgemeinen

3. Die Behandlung der Sklaven zur Zeit der Republik

4. Die Behandlung der Sklaven in der Kaiserzeit

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedingungen der Sklavenhaltung in der römischen Antike mit dem Ziel, einen möglichen Wandel in der Behandlung von Sklaven von der Epoche der Republik bis zur Kaiserzeit zu analysieren und kritisch einzuordnen.

  • Grundlegende Definition und soziologische Einordnung des Sklavenbegriffs
  • Analyse verschiedener Bestrafungsmethoden und deren gesellschaftlicher Akzeptanz
  • Unterscheidung zwischen städtischen Sklaven und Landsklaven
  • Untersuchung wirtschaftlicher und sozialer Veränderungen unter Autoren wie Cato und Varro
  • Kritische Diskussion der Frage nach einer Humanisierung der Sklavenbehandlung

Auszug aus dem Buch

2.1 Maßnahmen zur Bestrafung der Sklaven

Zunächst sollte die gebräuchlichste und gewissermaßen leichteste Form der Bestrafung benannt werden, die Prügelstrafe. Dieses Verfahren wurde allgegenwärtig und vielseitig eingesetzt. Zahlreiche antike Quellen berichten über Schläge, Geißelung oder das Auspeitschen. Auch der griechische Arzt Galenos von Pergamon, welcher auch in Rom praktizierte, berichtete, dass sich die Gewalt des Herrn „häufig gegen die Körperteile der Sklaven richtete, mit denen diese Fehlhandlungen begangen hatten.“ Ein anderes Beispiel für die gesellschaftliche Akzeptanz des Schlagens benennt Plutarch in der Biografie des Cato, wo es heißt: „Wenn er aber […] Freunde und Arbeitskollegen zu Tisch hatte, bestrafte er gleich nach der Mahlzeit diejenigen, die beim Aufwarten oder Zubereiten etwas versehen hatten, mit Peitschenhieben.“ Daran zeigt sich, dass diese Art der Bestrafung keinesfalls gesellschaftlich umstritten war, da sie eben gerade auch in der Öffentlichkeit vollzogen wurde.

Eine weitere Form der Unterdrückung stellt die Fesselung dar, bei welcher die Sklaven beispielsweise an Halseisen oder Eisenringen fixiert waren. Diese Maßnahme sollte die Unfreien von einer möglichen Flucht in die Freiheit abhalten. Aufgrund dessen fesselte beispielsweise Lucius Iunius Moderatus Columella, ein römischer Landwirtschaftsautor, seine Sklaven, die für den Weinanbau zuständig waren, da er ihre Flucht aufgrund ihrer ausgeprägten Intelligenz fürchtete. Diesen Spezialkräften vertraute er „offenbar recht wenig und glaubte, diese Sklaven eher durch strenge Aufsicht als durch Aussicht auf Belohnung zu guter Arbeit anhalten zu können.“ An dieser Stelle muss darüber hinaus auch auf das ergastulum verwiesen werden, welches als römisches Straflager zu bezeichnen ist. Dieses ergastulum muss als drastischer Vorläufer des gegenwärtigen Gefängnisses verstanden werden, in welchem die Sklaven, auch als servi conpediti bezeichnet, „dauernd Fesseln trugen und bei Nacht in einer Art Sklavenkaserne […] eingesperrt waren.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Sklaverei als zentrales Phänomen der Antike und definiert diese als Form der Unterjochung, wobei auch die Schwierigkeiten einer eindeutigen Begriffsbestimmung aufgezeigt werden.

2. Die Behandlung der Sklaven zur Zeit der römischen Antike: In diesem Kapitel werden drastische Züchtigungsverfahren wie Prügelstrafe, Fesselung und Folter sowie das allgemeine Bild des Sklaven als Arbeitskraft und Sache (res) detailliert analysiert.

3. Die Behandlung der Sklaven zur Zeit der Republik: Dieses Kapitel thematisiert den Anstieg der Sklavenzahlen durch Kriege und die rein ökonomische Ausbeutung, insbesondere in der landwirtschaftlichen Gutswirtschaft unter dem Einfluss von Cato.

4. Die Behandlung der Sklaven in der Kaiserzeit: Hier werden die zunehmende gesellschaftliche Stabilität und der Einfluss von Gesetzen (unter Hadrian) sowie christlichen Einflüssen beleuchtet, die zu einer allmählichen, wenn auch langsamen Verbesserung der Lebensbedingungen führten.

5. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel führt die Erkenntnisse zusammen und relativiert die These einer wirklichen „Humanisierung“, indem es den Wandel eher als Anerkennung der Sklaven als wertvolle Wirtschaftsstütze interpretiert.

Schlüsselwörter

Römische Antike, Sklaverei, Sklavenbehandlung, Humanisierung, Republik, Kaiserzeit, Arbeitskraft, Willkür, Rechtlosigkeit, Gutswirtschaft, Cato, Varro, soziale Entwicklung, Wirtschaftsgeschichte, Ausbeutung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit der Situation von Sklaven in der römischen Antike und untersucht, ob und wie sich deren Behandlung über die Zeit hinweg verändert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die rechtliche und soziale Stellung von Sklaven, die angewandten Bestrafungsmodi sowie die wirtschaftliche Bedeutung der Sklavenarbeit in verschiedenen Epochen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob ein tatsächlicher Wandel in der Sklavenbehandlung stattgefunden hat und ob man dabei von einer „Humanisierung“ sprechen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer historisch-kritischen Auswertung antiker Quellen sowie einschlägiger Forschungsliteratur zur römischen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bestrafungsmethoden, die Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Sklaven sowie die Entwicklung vom Sklaven als „Produktionsmittel“ hin zu einer anerkannten, wenn auch weiterhin unterdrückten, Wirtschaftsstütze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Römische Antike, Sklavenbehandlung, ökonomische Ausbeutung, Humanisierungsprozess, Republik und Kaiserzeit.

Warum spielt der Unterschied zwischen Stadt- und Landsklaven eine so wichtige Rolle?

Der Autor zeigt ein „Stadt-Land-Gefälle“ auf, da städtische Sklaven (familia urbana) häufiger intellektuelle Aufgaben übernahmen und ein milderes Leben führten als Landsklaven (familia rustica), die körperlich schwere Arbeit leisteten.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Kaisers Hadrian im Kontext der Sklavenbehandlung?

Hadrian wird als wichtiger Impulsgeber für gesetzliche Änderungen genannt, der unter anderem den Verkauf von Sklaven in Bordelle oder Gladiatorenschulen untersagte, was als Schritt zu einer ethischen Weiterentwicklung gewertet wird.

Kann man von einer echten Humanisierung der Sklavengesellschaft sprechen?

Der Autor negiert den Begriff der „Humanisierung“ im modernen Sinne, räumt aber ein, dass der Wandel in der Kaiserzeit zumindest eine Aufwertung der gesellschaftlichen Anerkennung und eine Verbesserung der Lebensbedingungen darstellte.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gab es einen Wandel in der Behandlung der Sklaven zur Zeit der römischen Antike?
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Geschichte)
Note
2,3
Autor
Stefan Gnehrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V175662
ISBN (eBook)
9783640966158
ISBN (Buch)
9783640966219
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Antike Behandlung Wandel römische Antike
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Gnehrich (Autor:in), 2011, Gab es einen Wandel in der Behandlung der Sklaven zur Zeit der römischen Antike?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/175662
Blick ins Buch
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