Es geht um die Fragestellung, wie viel Anteile engagierte Selbstläufer und angepasste Mitläufer eine Non-Profit-Organisation mit klientenorientierten Dienstleistungen braucht respektive aushält. Ziel ist, Umrisse eines Führungsmodells zu skizzieren sowie notwendige Mindeststandards für ein Führungsmodell zu benennen.
Die Arbeit berücksichtigt zwei aktuelle Konzepte von Führung, die eingebunden sind in übergreifende Management- oder Governance-Konzepte. Im Rahmen des Governance Konzepts findet sich ein umfangreicher Diskurs zu Leadership, im Vergleich dazu soll das St. Gallener Managementkonzepts herangezogen werden, um hier Ansätze herauszuarbeiten, die für Non-Profit Organisationen passend sein könnten. Beide Führungsansätze sollen hinsichtlich Anwendbarkeit für Non-Profit-Organisationen überprüft werden. Die Arbeit beginnt mit den Spezifika von Non-Profit Organisationen und arbeitet die wichtigsten Elemente eines Führungskonzepts heraus.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- 1. Einleitung
- 1.1. Problemstellung
- 1.2. Untersuchungsgegenstand
- 1.3. Basismodelle Leadership und Führung
- 2. Die Verortung von pro familia als Nonprofit-Organisation
- 2.1. Merkmale von pro familia
- 2.2. Merkmale von Non-Profit-Organisationen
- 2.3. Logik und Widersprüche: Ideologie und Wirtschaftlichkeit
- 3. Führungskonzepte im Vergleich
- 3.1. Leadership in sozialen Organisationen
- 3.2. MitarbeiterInnen als Mitunternehmer
- 3.3. Diskussion weiterer Führungskonzepte und Einzelbelege
- 4. Angepasste Mitläufer oder engagierte Selbstläufer?
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen der Führung und Leitung bei pro familia im Kontext der Organisation als Non-Profit-Einrichtung. Dabei werden die spezifischen Merkmale von pro familia und die Anforderungen des Non-Profit-Sektors berücksichtigt. Ziel ist es, ein Führungsmodell zu entwickeln, das die Ressourcen und Stärken der Organisation bewahrt und gleichzeitig die Ansprüche des Verbands erfüllt.
- Entwicklung eines Führungsmodells für pro familia
- Balance zwischen Eigenständigkeit und Organisation
- Integration von Expertise und Engagement
- Professionelle Führung und Nachhaltigkeit
- Führung im Non-Profit-Sektor
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Kapitel 1: Die Einleitung stellt die Problemstellung dar, die sich aus dem Generationswechsel und dem wachsenden Bedarf an professioneller Führung bei pro familia ergibt. Die Arbeit fokussiert auf die Entwicklung eines Führungsmodells, das die spezifischen Anforderungen der Organisation berücksichtigt.
Kapitel 2: Dieses Kapitel analysiert die Verortung von pro familia als Non-Profit-Organisation, indem es die Merkmale der Organisation und die Besonderheiten des Non-Profit-Sektors beleuchtet. Es geht auf die Logik und Widersprüche zwischen der Ideologie und der Wirtschaftlichkeit ein, die in diesem Kontext relevant sind.
Kapitel 3: In diesem Kapitel werden verschiedene Führungskonzepte im Vergleich betrachtet. Es werden sowohl Leadership-Ansätze als auch Konzepte aus dem St. Gallener Management-Modell analysiert, um ihre Anwendbarkeit für Non-Profit-Organisationen und speziell für pro familia zu bewerten.
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet Non-Profit-Organisationen (NPOs) von Wirtschaftsunternehmen?
NPOs wie pro familia sind primär wert- und ideologieorientiert statt gewinnorientiert. Sie müssen eine Balance zwischen ihrer sozialen Mission und wirtschaftlicher Überlebensfähigkeit finden.
Was versteht man unter "angepassten Mitläufern" und "engagierten Selbstläufern"?
Selbstläufer bringen hohe Expertise und Eigeninitiative ein, während Mitläufer eher Strukturen folgen. Ein Führungskonzept muss beide Typen integrieren, um die Organisation stabil und innovativ zu halten.
Wie kann das St. Gallener Management-Modell NPOs helfen?
Es bietet ganzheitliche Ansätze, um komplexe Interaktionen zwischen Umwelt, Strategie und Prozessen zu managen, was besonders für wertorientierte soziale Verbände hilfreich ist.
Warum ist professionelle Führung bei pro familia aktuell so wichtig?
Ein anstehender Generationswechsel und steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Qualität erfordern moderne Führungsstrukturen, die über rein ehrenamtliche Leitung hinausgehen.
Was ist das Ziel eines modernen Leadership-Konzepts in NPOs?
Das Ziel ist es, Mitarbeiter als "Mitunternehmer" zu begreifen, Expertise zu bündeln und die soziale Identität der Organisation trotz wirtschaftlicher Zwänge zu bewahren.
- Arbeit zitieren
- Manuela Rettig (Autor:in), 2011, Angepasste Mitläufer oder engagierte Selbstläufer, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/175426