Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

The supply of microinsurance: organisational, market and socio-cultural factors

Title: The supply of microinsurance: organisational, market and socio-cultural factors

Seminar Paper , 2011 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Wojciech Juszczak (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Spätestens seit Muhammad Yunus im Jahr 2006 den Nobelpreis für die Kreditvergabe an „arme Menschen“ erhielt, hat Mikrofinanzierung stark an Bedeutung gewonnen. Im Vergleich zu Mikrokrediten oder Mikrosparprodukten entwickelte sich der Markt für Mikroversicherungen jedoch erst spät.

Grundsätzlich unterscheidet sich eine Mikroversicherung nur wenig von einer klassischen Versicherung, abgesehen von der spezifischen Bestimmung der Zielgruppe. In der Literatur wird Mikroversicherung als „the protection of low-income people against specific perils in exchange for regular premium payments proportionate to the likelihood and cost of the risk involved“ definiert.
Noch im letzten Jahrzehnt sträubten sich die Versicherungsunternehmen (VU) Menschen aus dem unteren Ende der Armutspyramide zu versichern. Die geringen Prämieneinnahmen, relativ hohe Transaktionskosten, sowie die fehlende Infrastruktur in Entwicklungsländern schreckten vor einem Einstieg in den Mikroversicherungsmarkt ab. Heute sprechen die VU diesem Markt ein enormes Wachstumspotential zu. Die Entwicklung scheint wenig überraschend zu sein, denn laut einer Studie von „Lloyd´s und dem Microinsurance Center“ wächst die Mikroversicherungsbranche jährlich um 18%. Potentielle Versicherungsnehmer sind genug vorhanden, da 5,5 Mrd. Menschen in Entwicklungsländern leben, in denen kaum Absicherungssysteme existieren. 80% der Menschen in Entwicklungsländern beziehen ihr Einkommen aus dem Informellen Wirtschaftssektor, aufgrund dessen verfügen Sie über keinerlei Absicherung. Die Tatsache das „arme Menschen“ größeren Risiken ausgesetzt sind und von wirtschaftlichen Schocks viel stärker getroffen werden, zeigt dass gerade diese Menschen einen enormen Absicherungsbedarf haben. Trotzdem sind gerade einmal 3% der Bevölkerung in den 100 ärmsten Ländern der Welt versichert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Markt Faktoren

2.1 Ökonomische Rahmenbedingungen

2.2 Mikroversicherungsmarkt in Entwicklungsländern

2.3 Hürden auf dem Mikroversicherungsmarkt

3 Organisationale Faktoren

3.1 Anbieter von Versicherungsarrangements

3.2 Organisationsmodelle

3.3 Politische Rahmenbedingungen

4 Soziokulturelle Faktoren

4.1 Infrastruktur

4.2 Financial Literacy

4.3 Kulturelle Rahmenbedingungen

5 Strategien und Lösungsansätze

5.1 Produktgestaltung und Produktionstechnologie

5.2 Marketing, Vertrieb und Dienstleistungsgeschäft

5.3 Aufklärungs- und Informationsarbeit

5.4 Staat und Aufsichtsorgane

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Anbieterseite des Mikroversicherungsmarktes in Entwicklungsländern, um die spezifischen Faktoren zu identifizieren, die den Erfolg oder das Scheitern solcher Versicherungsarrangements bestimmen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie trotz der Herausforderungen durch mangelnde Infrastruktur und ökonomische Hürden nachhaltige und für die Zielgruppe erschwingliche Versicherungsprodukte implementiert werden können.

  • Marktfaktoren und ökonomische Rahmenbedingungen in Entwicklungsländern
  • Organisationale Faktoren und Kooperationsmodelle (Partner-Agent-Modell)
  • Soziokulturelle Einflüsse wie Financial Literacy und kulturelle Normen
  • Strategien zur Produktgestaltung und innovative Vertriebstechnologien
  • Politische Rahmenbedingungen und die Rolle der staatlichen Aufsicht

Auszug aus dem Buch

3.1 Anbieter von Versicherungsarrangements

Auf dem Mikroversicherungsmarkt gibt es nicht „den Einen“ spezifischen Anbietertyp. Es existiert neben der schwach ausgeprägten staatlichen Sozialversicherung eine Vielzahl von Anbietern und Organisationen, die hier grob in 3 Kategorien eingeteilt werden. Neben kommerziellen VU, sowie Mikrofinanzinstitutionen (MFI) werden Nichtregierungsorganisationen (NRO) und Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (VVAG) in einer Kategorie zusammengefasst. Im Folgenden werden die Stärken und Schwächen der 3 Anbietergruppen beschrieben.

VU haben ihre Kompetenzen vor allem im versicherungsmathematischen und -technischen Know-how, Risiko-Pooling, administrativen Fähigkeiten und Zugang zu Rückversicherungsunternehmen und Kapitalmarkt. Durch diese Stärken können sie vorteilhafte Vertragskonditionen definieren, sowie Prämien effektiv berechnen, was zu Vorteilen in der Produktgestaltung führt. Darüber hinaus haben sie die Möglichkeit ihre Einnahmen gewinnbringend auf dem Kapitalmarkt anzulegen, was die Fähigkeit im Finanzmanagement unterstreicht. Des Weiteren erhöht die Absicherung durch Rückversicherungsunternehmen die Qualität des Risikomanagements. Zudem gibt es im Vergleich zu anderen Anbietertypen Vorteile in Verwaltungsangelegenheiten, bezüglich Steuerung und Controlling, sowie Monitoring der Gesamtrisikosituation.

Die Stärken und Schwächen der VU und der NRO/VVAG sind komplementär. Die Schwächen der NRO/VVAG liegen vor allem im versicherungsmathematischen und -technischen Know-How, der geringen Größe und fehlendem Zugang zum Kapitalmarkt. Aufgrund dessen haben diese Anbietertypen Probleme beim Abschätzen von Risiken und Formulieren von finanziell nachhaltigen Verträgen. Bedingt durch die geringe Größe der NRO/VVAG können Schwierigkeiten im Poolen von Risiken entstehen und keine ausreichenden Rückstellungen geleistet werden. Kontakte zu Rückversicherern und Fähigkeiten im Finanzmanagement sind meist auch nicht gegeben. Dafür weisen NRO und VVAG eine große Marktnähe und –kenntnis auf. Sie stehen in engem Kontakt mit den Kunden und verfügen deshalb über Informations- und Vertrauensvorteile. Daraus resultieren niedrige Transaktionskosten, Kosteneffizienz und effiziente Organisationsstrukturen für Marketing und Vertrieb, sowie Dienstleistungsgeschäft.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Mikroversicherung als Instrument zur sozialen Absicherung einkommensschwacher Bevölkerungsschichten und definiert den Fokus der Arbeit auf die Analyse der Anbieterseite.

2 Markt Faktoren: Dieses Kapitel analysiert die ökonomischen Bedingungen in Entwicklungsländern und identifiziert zentrale Hürden für Anbieter sowie das enorme Wachstumspotenzial bei einer bisher geringen Marktdurchdringung.

3 Organisationale Faktoren: Der Abschnitt klassifiziert verschiedene Anbietertypen und beleuchtet deren unterschiedliche Organisationsmodelle sowie die Auswirkungen politischer Rahmenbedingungen auf den Markteintritt.

4 Soziokulturelle Faktoren: Es wird untersucht, wie Infrastrukturdefizite, das Niveau der finanziellen Bildung (Financial Literacy) und lokale kulturelle Normen die Akzeptanz und Umsetzbarkeit von Versicherungsprodukten beeinflussen.

5 Strategien und Lösungsansätze: Hier werden konkrete Lösungswege für Anbieter diskutiert, insbesondere im Bereich innovativer Produktgestaltung, technologischer Vertriebsunterstützung und notwendiger Aufklärungsarbeit.

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Mikroversicherungen trotz der Herausforderungen eine reale Chance auf soziale Sicherheit bieten und durch Kooperationen erfolgreich skaliert werden können.

Schlüsselwörter

Mikroversicherung, Entwicklungsländer, Armutspyramide, Risiko-Pooling, Partner-Agent-Modell, Finanzielle Bildung, Informeller Sektor, Transaktionskosten, Versicherungsprinzip, Produktgestaltung, Vertriebsstruktur, Soziale Sicherheit, Rückversicherung, Finanzdienstleister, Marktdurchdringung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Anbieterseite des Mikroversicherungsmarktes in Entwicklungsländern und analysiert die organisatorischen, marktbezogenen sowie soziokulturellen Herausforderungen bei der Bereitstellung von Versicherungsschutz für einkommensschwache Zielgruppen.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die ökonomischen Rahmenbedingungen, die verschiedenen Anbietertypen, organisatorische Erfolgsmodelle wie das Partner-Agent-Modell sowie die kulturellen und infrastrukturellen Barrieren vor Ort.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Faktoren zu identifizieren, die den Erfolg von Mikroversicherungsarrangements beeinflussen, und Strategien aufzuzeigen, wie Anbieter diese Herausforderungen überwinden können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Untersuchung bestehender Marktmodelle, um die theoretische Diskussion über Mikroversicherungen kritisch aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Marktfaktoren, organisationalen Anbietertypen, soziokulturellen Rahmenbedingungen sowie der Diskussion innovativer Strategien zur Produktgestaltung und zum Vertrieb.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Mikroversicherung, Armutsreduzierung, soziale Absicherung, informeller Sektor und Innovationsstrategien charakterisieren.

Warum spielt das Partner-Agent-Modell in dieser Arbeit eine besondere Rolle?

Das Partner-Agent-Modell wird als überlegenes Organisationsmodell hervorgehoben, da es die komplementären Stärken – das versicherungstechnische Know-how der Versicherer und die Marktnähe lokaler Institutionen – effizient bündelt.

Welche Rolle spielt die Technologie bei der Senkung der Transaktionskosten?

Die Arbeit argumentiert, dass innovative IT-Systeme, wie der Einsatz von Mobiltelefonen oder biometrischen Verfahren, entscheidend sind, um die hohen Verwaltungs- und Transaktionskosten bei der Betreuung großer Mengen kleiner Kunden zu minimieren.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
The supply of microinsurance: organisational, market and socio-cultural factors
College
University of Cologne
Grade
1,7
Author
Wojciech Juszczak (Author)
Publication Year
2011
Pages
23
Catalog Number
V175147
ISBN (eBook)
9783640960439
ISBN (Book)
9783640961023
Language
German
Tags
microinsurance Mikroversicherung Mikrofinanzprodukt microfinance Mikrokredit Mikro micro supply organisational market sozio-cultural soziokulturell Risikomanagement Versicherung insurance Markt Financial Literacy
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wojciech Juszczak (Author), 2011, The supply of microinsurance: organisational, market and socio-cultural factors, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/175147
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint