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Die Popularisierung des Revolutionären am Beispiel der schwedischen Hardcore-Punkband REFUSED

Titel: Die Popularisierung des Revolutionären am Beispiel der schwedischen Hardcore-Punkband REFUSED

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Michael Cyris (Autor:in)

Musik - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

0. Einleitung
“It is impossible to take part of a revolutionary program when every aspect
of existence has to be projected as entertainment and music, a tradition
that both in expression and creation has been dead for far too long. - Es ist
unmöglich, in einem revolutionären Programm zu partizipieren, wenn
jeder Aspekt der Existenz als Unterhaltung oder Musik dargestellt werden
muss, eine Tradition, die sowohl in Ausdruck als auch in Kreativität seit
langem tot ist."1
So lautet das letzte offizielle Presserelease einer Band, die sich von den Medien scheinbar
unverstanden fühlt und ihre Kreativität der Unterhaltungsindustrie nicht zum Fraß
vorwerfen will.
Was die Gruppe jedoch dazu bewegt hat ein solches Statement abzugeben und sich kurz
nach der Veröffentlichung eines der vielseitigsten Alben der Geschichte des Hardcore
aufzulösen soll im Folgenden untersucht werden. Dazu soll die im Seminar „Popmusik
und Revolution?“ vorgestellte Literatur herangezogen und auf das Phänomen Refused
angewendet werden. Sicherlich stellt die Band keinen Einzelfall, nämlich den des
missverstandenen Künstlers dar und somit finden sich in der Literatur zur
Popularmusikforschung, Soziologie, Philosophie und Kulturwissenschaft vielerlei
Ansätze, welche versuchen die Erscheinung des scheiternden Künstlers am
kommerziellen Massenmarkt zu erklären.
Anfangs sollen jedoch zunächst einmal die Band und ihre programmatischen Vorhaben
vorgestellt und analysiert werden. Dazu wird die musikalische und textliche Entwicklung
der Band im Bezug auf Songtexte und revolutionäre Beihefte2 bis zu ihrer Auflösung im
Jahre 1998 nachgezeichnet und beobachtet werden. Dies erfolgt größtenteils durch
Internetquellen, da es so etwas wie eine wissenschaftlich verfasste Biographie der Band
noch nicht gibt. Im Anschluss daran soll dann der bereits erwähnte Bezug zu
1 http://www.laut.de/Refused
2 Die Band tauft diese Beihefte selbst in Manifeste um. (vgl. Kuhn 2010, S. 66)
3
ausgewählter Literatur zum Thema „Pop und Politik“ erkennbar gemacht und vorgestellt
werden um dann zu einem zusammenfassenden Fazit zu gelangen.
Dieses kann dann eventuell Antworten auf brennende Fragen geben, wie: Ist es legitim
sich aufzulösen, weil die politischen Botschaften der Texte nun auf MTV laufen und ein
breiterer Zugang herrscht? Oder: Wo genau ist der Punkt an dem ein revolutionäres
Programm kippt und aufgrund von den Strukturen des Mainstream nicht mehr realisierbar
ist?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Geschichte der Band

1.1. Gründung, Vorbilder und Ursprünge (1992-1994)

1.2. Die ersten beiden Studioalben (1994-1996)

1.3. „The Shape Of Punk To Come“: Songwriting, Kommerzialisierung und Auflösung (1997/98)

2. Manifeste und andere politische Stellungnahmen

2.1. Betrachtung eines Auszugs aus einem Manifest

2.2. Beispielhafte Interviewauswertung (Dennis Lyxzen)

3. Bezüge zur Seminarliteratur

3.1. Helmut Rösings Modellentwurf zum Beziehungssystem Musik

3.2. Simon Frith und die Ästhetik der populären Musik

3.3. Reebee Garofalo und die Relativität der Autonomie

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand der schwedischen Hardcore/Punk-Band Refused das Phänomen der Popularisierung revolutionärer Inhalte innerhalb des musikindustriellen Massenmarktes. Dabei wird analysiert, inwieweit die beabsichtigte politische Wirkung der Band durch die Strukturen der kommerziellen Vermarktung konterkariert wurde und ob der daraus resultierende Widerspruch zwangsläufig zur Auflösung der Band führen musste.

  • Bandbiografie und Entwicklung der politischen Ausrichtung von Refused
  • Analyse von Manifesten und Interviews als Instrumente politischer Kommunikation
  • Anwendung musikwissenschaftlicher und soziologischer Theorien auf das Wirken der Band
  • Spannungsfeld zwischen revolutionärem Anspruch und kommerzieller Vermarktung
  • Reflexion über das Scheitern von Künstlern am kommerziellen Massenmarkt

Auszug aus dem Buch

2.1. Betrachtung eines Auszugs aus einem Manifest

Wie bereits in Kapitel 1.1. dargestellt sind die Texte von Refused zu Beginn ihrer Karriere noch eher von persönlichen Inhalten geprägt. Die Anfänge tiefster Kapitalismuskritik und politischen Stellungnahmen liegen in dem Album This Just Might Be The Truth und gehen wie gesagt größtenteils von Sänger Dennis Lyxzen aus. In einem Interview zum Re-Release des Albums The Shape Of Punk To Come äußert sich Gitarrist Kristoffer Steen zur Aufgabenverteilung innerhalb der Band und beteuert, dass die Musik, also das Songwriting, ebenfalls sehr ernst genommen wurde, aber eben hauptsächlich von den anderen drei Bandmitgliedern. So betitelt Kristoffer Steen das letzte Refused-Album als „Juwel“, während Dennis Lyxzen dieses Werk nur in einer Reihe mit vielen anderen Platten sieht, die er mit Refused und anderen Nachfolgeprojekten eingespielt hat.

Bezug nehmend auf die Manifeste, wovon auch auf dem kommerziell erfolgreichen letzten Album der Band ein ausführliches Exemplar als Booklet beigelegt wurde lässt sich die Ernsthaftigkeit mit der Refused ihren politischen Anschauungen Ausdruck verleihen. Hier ein Auszug aus dem Manifest zu The Shape Of Punk To Come:

„The worms of the senses ponder quickly towards destruction. Winning is not everything but in our elitist competitive society it is all that matters. Rice cakes for the people and caviar for the leaders who built our world around machines, money and matter. We were left out of the plan and our destination is set by the used car dealer or the factory boss. Bored we walk home with our heads hanging and our creativity stolen as an effect of capitalist gain. In a dream state there is nothing more than simple abstraction of the mind from the matter and the belief that work will somehow “macht frei”. The theory that Marx recognised from Feuerbach, and now we, the people, need to see the spectacle that binds us to our “destiny”. Alienation is not commodity, figures, statistics or make believe but very much a real tool of oppression and seclusion. If we can’t take our part then we must not take part. The faculties of the skull are another dimension of that which is sucking us dry. The imperialisation of the third world is dominant even in our taste for soft drinks and afternoon snacks. With dry wits and knuckles dragging the ground co-operations claim that profit is rightfully theirs and that the blood squeezed out of Africa, South America, Burma, The Baltic states and South Asia is nothing but market interest and public craving. Their products are death and they are salesmen of corruption and power abuse. They are the slave dealers of our time. They are the inquisition. They are the machine that must be stopped.“

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung und das methodische Vorgehen vor, um das Phänomen der Band Refused im Kontext der Musikforschung zu untersuchen.

1. Geschichte der Band: Dieses Kapitel zeichnet den musikalischen und inhaltlichen Werdegang von Refused von der Gründung bis zur Auflösung nach.

2. Manifeste und andere politische Stellungnahmen: Das Kapitel analysiert die expliziten politischen Botschaften der Band anhand von Manifest-Texten und Interviewaussagen.

3. Bezüge zur Seminarliteratur: Hier werden theoretische Ansätze von Rösing, Frith und Garofalo genutzt, um die Vermarktungs- und Rezeptionsprozesse der Band kritisch zu reflektieren.

4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse über das Spannungsfeld zwischen künstlerischem Anspruch und kommerzieller Realität zusammen.

Schlüsselwörter

Refused, Hardcore-Punk, Politische Musik, Kommerzialisierung, Kapitalismuskritik, Musiksoziologie, Dennis Lyxzen, Manifeste, Populärkultur, Independent-Label, Straight-Edge, The Shape Of Punk To Come, Musikindustrie, Subkultur, Revolution.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen revolutionärem politischen Anspruch und kommerzieller Vermarktung am Beispiel der schwedischen Hardcore/Punk-Band Refused.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Bandbiografie, die Entwicklung politischer Texte, die Rolle von Manifesten in der Musik sowie theoretische Ansätze zur Musikrezeption und Ökonomie der Populärkultur.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu analysieren, warum eine politisch motivierte Band wie Refused am kommerziellen Massenmarkt scheiterte und ob die Auflösung der Band eine logische Konsequenz dieses Prozesses war.

Welche wissenschaftliche Methodik kommt zum Einsatz?

Die Autorin/der Autor nutzt eine literaturbasierte Analyse und verbindet diese mit der Auswertung von Band-Manifesten, Interviews und musikwissenschaftlichen Modellen.

Was genau wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Bandentwicklung, eine Untersuchung der politischen Kommunikation durch Texte und eine theoretische Fundierung durch Fachliteratur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Refused, Politische Musik, Kommerzialisierung, Kapitalismuskritik, Musiksoziologie, Revolution und Subkultur.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Dennis Lyxzen?

Lyxzen wird als treibende Kraft hinter der Politisierung der Band identifiziert, der durch Interviews und Texte den ideologischen Anspruch der Gruppe maßgeblich prägte.

Welchen Stellenwert nimmt das Album „The Shape Of Punk To Come“ ein?

Es wird als Höhepunkt der musikalischen Entwicklung und gleichzeitig als Wendepunkt betrachtet, an dem der Widerspruch zwischen revolutionärem Anspruch und dem Erreichen eines Massenpublikums besonders deutlich wurde.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Popularisierung des Revolutionären am Beispiel der schwedischen Hardcore-Punkband REFUSED
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Musikwissenschaft)
Veranstaltung
Hauptsemionar "Popmusik und Revolution!?
Note
1,7
Autor
Michael Cyris (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
22
Katalognummer
V175004
ISBN (Buch)
9783640958481
ISBN (eBook)
9783640958825
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Refused Band Revolution Popmusik Dennis Lyxzen David Sandstrom Kristoffer Steen Jon Brannström
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Cyris (Autor:in), 2010, Die Popularisierung des Revolutionären am Beispiel der schwedischen Hardcore-Punkband REFUSED, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/175004
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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