Das Konstanzer Konzil (1414-1418) war wohl das größte Zusammentreffen klerikaler und weltlicher Mächte im Mittelalter. Das Abendländische Schisma sollte beendet und die Einheit der Kirche wiederhergestellt werden. Tausende strömten in die Bodenseestadt. Alle Nationen der christlichen Welt schickten Abordnungen und die Päpste sandten ihre Getreuen. Die Themen waren nicht nur kirchlicher Natur, auch auf weltlicher Ebene wurden Bündnisse geschlossen und Intrigen gesponnen. Der wohl bedeutendste, im Rahmen des Konzils ausgetragene Konflikt war jener zwischen dem Habsburger Friedrich IV. und König Ludwig von Luxemburg. Er hatte weitreichenden Folgen für die Habsburger Herrschaft, insbesondere in den Vorlanden.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung.
- II. Die Flucht des Baldassare Cossa.
- III. Friedrich von Österreich und die Herrschaft der Habsburger in den Vorlanden.
- IV. Machtkonstellationen: Sigmund von Luxemburg kontra Friedrich von Österreich.
- V. Acht und Bann.
- VI. Freiburg und die Breisgaustädte.
- VII. Schlussbetrachtung.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die territorialen Auswirkungen des Konstanzer Konzils auf die Österreichischen Vorlande, insbesondere im Hinblick auf die Habsburgische Herrschaft und die Entwicklungen im Breisgau. Sie beleuchtet den Konflikt zwischen dem Habsburger Friedrich IV. und König Sigmund von Luxemburg, der durch die Flucht des Papstes Johannes XXIII. aus Konstanz ausgelöst wurde. Dabei wird die Bedeutung des Konzils als Ort der Machtpolitik, die strategischen Manöver der beteiligten Akteure und die Auswirkungen auf die Städte des Breisgaus analysiert.
- Die Flucht des Papstes Johannes XXIII. vom Konstanzer Konzil.
- Die Rolle der Habsburger in den Österreichischen Vorlanden und ihre Erwerbspolitik im Breisgau.
- Die Machtkonstellationen zwischen Friedrich IV. und Sigmund von Luxemburg im Kontext des Konzils.
- Die Reichsacht gegen Friedrich IV. und die Folgen für seine Herrschaft.
- Die Auswirkungen des Konflikts auf die Städte des Breisgaus und die Restitution der Habsburgischen Herrschaft.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung
Die Einleitung bietet einen Überblick über die Bedeutung des Konstanzer Konzils als Ort der Machtpolitik und die Konflikte zwischen Friedrich IV. von Österreich und König Sigmund von Luxemburg. Die Arbeit fokussiert auf die territorialen Auswirkungen des Konzils auf die Österreichischen Vorlande, insbesondere auf den Breisgau.
II. Die Flucht des Baldassare Cossa
Dieses Kapitel beleuchtet die Flucht des Papstes Johannes XXIII. vom Konstanzer Konzil im Jahr 1415. Es werden die Vorgeschichte, die Gründe für die Flucht und die Folgen für den Papst, das Konzil und die politische Situation in Konstanz und Umgebung dargestellt.
III. Friedrich von Österreich und die Herrschaft der Habsburger in den Vorlanden
Dieses Kapitel untersucht die Rolle der Habsburger in den Österreichischen Vorlanden und beleuchtet ihre Erwerbspolitik am Beispiel Freiburgs i. Brsg. Es zeigt die Bedeutung der Habsburger für die regionale Machtstruktur und die Entwicklungen im Breisgau auf.
IV. Machtkonstellationen: Sigmund von Luxemburg kontra Friedrich von Österreich
Das Kapitel analysiert die Machtkonstellationen zwischen König Sigmund von Luxemburg und Herzog Friedrich IV. von Österreich im Kontext des Konstanzer Konzils. Es beleuchtet die strategischen Manöver der beiden Kontrahenten und die Auswirkungen dieser Machtkämpfe auf die politische Landschaft.
V. Acht und Bann
Dieses Kapitel behandelt die Reichsacht, die König Sigmund gegen Friedrich IV. verhängte, und die Folgen dieser höchsten Strafe des Mittelalters für die Herrschaft des Herzogs. Es analysiert die politischen und rechtlichen Hintergründe der Ächtung und die Auswirkungen auf die Gebiete, die Friedrich IV. verlor.
VI. Freiburg und die Breisgaustädte
Dieses Kapitel widmet sich den Auswirkungen des Konflikts auf die Städte des Breisgaus, insbesondere auf Freiburg i. Brsg. Es beleuchtet die politische Situation der Städte und die Auswirkungen der Habsburgischen Herrschaft und der Reichsacht auf deren Selbstverwaltung und Entwicklung.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Themen des Konstanzer Konzils, der territorialen Auswirkungen, der Habsburgischen Herrschaft, der Machtpolitik im Mittelalter, des Breisgaus, der Flucht des Papstes Johannes XXIII., der Reichsacht, und der Städtepolitik im Kontext des Konstanzer Konzils.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Ziel des Konstanzer Konzils?
Das Hauptziel war die Beendigung des Abendländischen Schismas und die Wiederherstellung der Einheit der katholischen Kirche zwischen 1414 und 1418.
Wer waren die Hauptkontrahenten im weltlichen Konflikt des Konzils?
Der Konflikt bestand vor allem zwischen dem Habsburger Herzog Friedrich IV. von Österreich und König Sigmund von Luxemburg.
Welche Folgen hatte die Reichsacht für Friedrich IV.?
Durch die Reichsacht verlor Friedrich IV. vorübergehend große Teile seiner Herrschaftsgebiete, insbesondere in den Vorlanden und im Breisgau.
Warum floh Papst Johannes XXIII. aus Konstanz?
Er floh im Jahr 1415, um sich der drohenden Absetzung durch das Konzil zu entziehen, was eine schwere politische Krise auslöste.
Wie wirkte sich das Konzil auf die Stadt Freiburg aus?
Freiburg und andere Breisgaustädte gerieten in den Sog der Machtkämpfe, was Auswirkungen auf ihre Selbstverwaltung und die habsburgische Herrschaft hatte.
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- Wenzel Seibold (Author), 2005, Die territorialen Auswirkungen des Konstanzer Konzils auf die Österreichischen Vorlande, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/174892