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Individualisierung und Sozialisation durch die Medien - Talkshows als Richtlinie für die gesellschaftliche Entwicklung?

Titel: Individualisierung und Sozialisation durch die Medien - Talkshows als Richtlinie für die gesellschaftliche Entwicklung?

Seminararbeit , 2011 , 10 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Andy Kujath (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wenn ich mir heutzutage das Fernsehprogramm ansehe, so fällt es mir schwer die Informations- und Unterhaltungsfunktion der Medien noch ernst zu nehmen. Nachmittags werden Banalitäten ausgetauscht und abends wird das Showprogramm immer spektakulärer und aufwendiger. Doch spannender und attraktiver wird es für die meisten Menschen nur selten. Auf Sat.1 wird zum Beispiel in der Talkshow „Britt“ über so geistreiche Themen wie „Abartig! Deine Freundin könnte deine Mutter sein“ oder „Britt deckt auf: Hochbrisante Sexabenteuer“ (Themen der Woche vom 06.12.2010 zum 10.12.2010) geplaudert. Im Gegenprogramm bei RTL laufen wiederum die zur Zeit sehr erfolgreichen Doku-Soaps, ob sie nun auf echte Tatsachen beruhen oder nicht, mag dahin gestellt sein. Dort ging es diese Woche unter anderem darum, wie eine Frührentnerin versucht von ihrer Männersucht loszukommen oder wie eine überforderte Mutter mit ihrer Angst vor der Obdachlosigkeit umgeht. So banal diese Geschichten doch sind, so liegt es nahe, dass sie zu den alltäglichen Geschehnissen in Deutschland gehören und uns somit soziale und gesellschaftliche Entwicklungen zeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Defintion Sozialisation

2. Individualisierung durch Medien

3. Das Fernsehverhalten und die Mediennutzung verschiedener sozialer Schichten

4. Medien und dessen Wirkungen als Sozialisationsfaktor

4.1 Medienwirkungen

4.2 Medien als Sozialisationsagenturen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss des Fernsehens, insbesondere von Talkshows und Doku-Soaps, auf die Individualisierung und Sozialisation in der heutigen Gesellschaft. Es wird der Frage nachgegangen, wie Mediennutzung und soziale Milieus miteinander korrelieren und inwieweit das Fernsehen gesellschaftliche Entwicklungen widerspiegelt oder gar aktiv mitformt.

  • Wechselwirkung zwischen Medienkonsum und individueller Persönlichkeitsentwicklung
  • Die Rolle der Individualisierung im Medienzeitalter und deren Standardisierung
  • Analyse des Fernsehverhaltens anhand von sozialen Schichten und Milieumodellen
  • Medien als Sozialisationsagenturen und deren Einfluss auf Verhaltensmuster
  • Die Funktion von Talkshows als Spiegel gesellschaftlicher Realitäten

Auszug aus dem Buch

2. Individualisierung durch Medien

Für die eigene Persönlichkeitbildung sind Richtlinien und Erfahrungswerte wichtig, denn dadurch kommt es zu einer Abgrenzung zu anderen Individuen. Diesen Richtlinien finden sich nicht nur in der realen Welt, sondern werden auch durch Medien vorgegeben beziehungsweise vorgelebt. In Daily Talkshows werden so zum Beispiel Verhaltensweisen gezeigt, welche eine bestimmte Gruppe von Menschen vorweist und wodurch sich Zuschauer mit ihnen identifizieren können. Dieser Vorgang kann unter dem Begriff der Individualisierung zusammengefasst werden. Jedoch ist die Individualisierung keine Erfindung des letzten Jahrhunderts und somit des Medienzeitalters, sie ist vielmehr eine Konstante, die sich durch die Menschheitsgeschichte zieht (Beck 2007: 206). Früher übernahmen traditionelle Wertansichten eines Berufs oder die Standeszugehörigkeit die Funktion, welche heutzutage durch die Medien vermittelt wird. Jedoch kam es im Laufe der Zeit zur „Herauslösung aus historisch vorgegebenen Sozialformen und -bindungen im Sinne traditioneller Herrschafts- und Versorgungszusammenhänge“ (Beck 2007: 206), welche eine Individualisierung nach eigenen Interessen mehr und mehr ermöglichte. Diese Entwicklung wurde durch die Medien jedoch wieder teilweise gestoppt, denn obwohl sie eine Individualisierung ermöglichen, bewirken sie laut Beck (2007: 210) auch gleichzeitig eine Standardisierung.

Diese geschieht durch die Gleichschaltung verschiedener Medien in die selbe Richtung. So wie sich die Nachmittagsprogramme der verschiedenen Sender nicht unterscheiden, so kommt es auch bei den Zuschauern immer mehr zu einer Vereinheitlichung. In gleichen Zielgruppen findet somit eine ähnliche Identifizierung und Meinungsbildung statt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Defintion Sozialisation: Die Einleitung beleuchtet das aktuelle Fernsehprogramm und führt in die theoretische Definition von Sozialisation als Prozess der Persönlichkeitsentwicklung im Kontext sozialer Bedingungen ein.

2. Individualisierung durch Medien: Dieses Kapitel erörtert, wie Medien einerseits Individualisierung ermöglichen, andererseits aber durch Standardisierungsprozesse zu einem „individualisierten Massenpublikum“ beitragen.

3. Das Fernsehverhalten und die Mediennutzung verschiedener sozialer Schichten: Anhand des Milieumodells von Schulze wird aufgezeigt, wie verschiedene soziale Schichten Medien nutzen und wie das Fernsehverhalten eng mit der eigenen Identität verknüpft ist.

4. Medien und dessen Wirkungen als Sozialisationsfaktor: Hier werden die verschiedenen Wirkungsmechanismen von Massenkommunikation sowie die Rolle des Fernsehens als Sozialisationsagentur für Heranwachsende und Erwachsene untersucht.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Fernsehen eine unstreitbare Konstante bei der gesellschaftlichen Formung darstellt und ein hohes Potenzial zur Analyse sozialer Prozesse bietet.

Schlüsselwörter

Sozialisation, Individualisierung, Fernsehen, Mediennutzung, Milieumodell, Talkshows, Doku-Soaps, Massenkommunikation, Standardisierung, Sozialisationsagenturen, Medienwirkung, Gesellschaft, Rezipientenforschung, Identitätsbildung, Medienkonsum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss des Fernsehens auf die Sozialisation und Individualisierung von Menschen in der modernen Gesellschaft, wobei Talkshows und Doku-Soaps als zentrale Analyseobjekte dienen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die soziologische Bedeutung des Medienkonsums, die Auswirkungen der Medien auf die Persönlichkeitsbildung sowie der Zusammenhang zwischen sozialer Schichtzugehörigkeit und Fernsehpräferenzen.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor mit dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, wie Medien soziale Kompetenzen vermitteln, zur Identitätsbildung beitragen und inwieweit sie als Spiegel oder gar Konstrukteure gesellschaftlicher Realität fungieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden bzw. Ansätze werden verwendet?

Der Autor stützt sich primär auf eine theoretische Auseinandersetzung mit soziologischen Konzepten, insbesondere das Milieumodell nach Schulze sowie Erkenntnisse zur Mediensozialisation nach Beck und Kunkel.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Individualisierung durch Medien, die Differenzierung der Mediennutzung nach sozialen Schichten sowie die Untersuchung der Wirkmechanismen des Fernsehens als Sozialisationsagentur.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Mediensozialisation, Milieutheorie, individualisiertes Massenpublikum und mediale Wirkungsforschung beschreiben.

Inwiefern beeinflussen Talkshows die gesellschaftliche Wahrnehmung?

Laut dem Text bieten Talkshows Deutungsangebote für psycho-soziale Wirklichkeiten, durch die Zuschauer Verhaltensweisen erlernen oder abgleichen, was zu einer parasozialen Integration in die Gesellschaft führt.

Was ist das „Niveaumilieu“ im Kontext der beschriebenen Mediennutzung?

Das Niveaumilieu beschreibt eine Bevölkerungsgruppe mit gehobener Ausbildung, die hohe Qualitätsansprüche an Medien stellt und sich somit deutlich von der Zielgruppe populistischer Daily-Talks abhebt.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Individualisierung und Sozialisation durch die Medien - Talkshows als Richtlinie für die gesellschaftliche Entwicklung?
Hochschule
Universität Leipzig
Note
2,3
Autor
Andy Kujath (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
10
Katalognummer
V174771
ISBN (Buch)
9783640954162
ISBN (eBook)
9783640954308
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologie Individualisierung Sozialisations Reality-TV Talkshows Britt Mediensozialisation Medienindividualisierung Mediale Sozialisation Vorbild TV Medienaneignung Medien Vera Sonja Fernsehen Sozialisationsfunktion Sozialisation Aneignung Gesellschaft Doku-Soap Sat1 Sat-1
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andy Kujath (Autor:in), 2011, Individualisierung und Sozialisation durch die Medien - Talkshows als Richtlinie für die gesellschaftliche Entwicklung?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/174771
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Leseprobe aus  10  Seiten
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