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Der Topos einer kriegsbegeisterten deutschen Gesellschaft im Ersten Weltkrieg – ein anhand literarischer Quellen dekonstruierbares Bild?

Titel: Der Topos einer kriegsbegeisterten deutschen Gesellschaft im Ersten Weltkrieg – ein anhand literarischer Quellen dekonstruierbares Bild?

Hausarbeit , 2011 , 22 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Bakkalaureus Artium Steffen Radtke (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Es stellt sich die Frage, ob das klassische Bild umfassender gesellschaftlicher Kriegseuphorie aufrechterhalten werden
kann. In der neueren Forschung ist es bereits stark relativiert worden, daher ist der Ansatz einer Dekonstruktion dieses Bildes nichts außergewöhnlich Neues. Die Leitfrage der Arbeit,
ob der Topos einer kriegsbegeisterten deutschen Gesellschaft im Ersten Weltkrieg anhand literarischer Quellen dekonstruiert werden kann, lässt jedoch genügend Spielraum für neuere Ansätze. Unter literarischen Quellen werden die Feldpostbriefe deutscher Soldaten verstanden, die einen profunden Einblick in deren Denken
über das Kriegsgeschehen geben. Darüber hinaus wird das Werk des kriegskritischen elsässischen Bauern Dominik Richert „Beste Gelegenheit zum Sterben“ als Hauptquelle herangezogen. Dies ist ein in der Forschungsliteratur noch recht junger Ansatz, für den sich kaum Literatur findet.
Durch das Aufgreifen einer Fragestellung, die sich nicht auf die militärischen Ereignisse an sich fokussiert, geht die Arbeit den Ansatz der neueren Militärgeschichte. Diese ist keine „Generalstabs- und Pulverdampfmilitärgeschichte“ mehr, sondern stellt z.B. auf ziviler Ebene den Soldaten mit seinen Kriegserlebnissen in den Vordergrund der Analyse.
Zunächst wird der Topos einer kriegsbegeisterten deutschen Gesellschaft im Ersten Weltkrieg dargestellt. Dabei wird zuerst auf den Zusammenhang zwischen Wehrpflicht und Kriegsbegeisterung eingegangen, wobei eine dazu passende These von Gerhard Ritter den Ausgangspunkt des später zu dekonstruierenden Bildes umfassender Kriegsbegeisterung bildet. Des Weiteren wird im zweiten Kapitel die soziale Verwurzelung der Kriegsbegeisterung thematisiert, bevor zu
dessen Abschluss der heroisierende Bericht Ernst Jüngers „In Stahlgewittern“ über seine Kriegserlebnisse prägnant dargestellt wird. Im Anschluss daran wird das Werk Dominik Richerts „Beste Gelegenheit zum Sterben“ unter Einbeziehung des historischen Kontextes zusammenfassend vorgestellt. Das Werk Richerts wird aufgrund seiner ablehnenden Haltung zum
Krieg die Hauptrolle dabei spielen, das Bild umfassender Kriegsbegeisterung zu dekonstruieren. Im vierten
Kapitel werden nicht nur die kritischen Feldpostbriefe der Soldaten untersucht, ebenso soll auf die zivile Ebene eingegangen werden, die eine gegenüber den Frontsoldaten leicht
differierende Reaktion zeigte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Topos einer kriegsbegeisterten deutschen Gesellschaft im Ersten Weltkrieg

2.1 Der Zusammenhang zwischen Wehrpflicht und Kriegsbegeisterung

2.2 Die soziale Verwurzelung der Kriegsbegeisterung

2.3 Ernst Jüngers „In Stahlgewittern“ als Beispiel für heroisierende Kriegsberichte

3. Dominik Richerts Werk als Gegenbeispiel zur Kriegsbegeisterung

3.1 Methodische Vorbetrachtungen

3.2 Die Schlüsselpassagen des Werkes

4. Die Desillusionierung der Kriegsbegeisterten

4.1 Die Desillusionierung der Soldaten

4.2 Der Stimmungswandel in der Gesellschaft

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch den in der historischen Forschung verbreiteten Topos einer umfassenden kriegsbegeisterten deutschen Gesellschaft zu Beginn des Ersten Weltkrieges. Ziel ist es, durch die Analyse literarischer Quellen – insbesondere Feldpostbriefe und die Erinnerungen des Elsässer Bauern Dominik Richert – aufzuzeigen, inwieweit dieses Bild dekonstruiert werden kann und welche Phasen der Desillusionierung bei Soldaten und Zivilbevölkerung zu verzeichnen waren.

  • Historische Untersuchung des Verhältnisses von Wehrpflicht und Kriegsbegeisterung.
  • Analyse des Einflusses von Nationalismus und Militarismus im Deutschen Kaiserreich.
  • Kontrastierung heroisierender Kriegsberichte (z.B. Ernst Jünger) mit kritischen, desillusionierten Quellen.
  • Mikrohistorische Perspektive auf das Erleben und Denken der Soldaten an der Front.
  • Bewertung der Diskrepanz zwischen politischer Führung und der Realität der Bevölkerung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Die Schlüsselpassagen des Werkes

Richert erlebte alle fünf Kriegsjahre und wurde dabei an mehreren Fronten eingesetzt. Er kam zu Kriegsbeginn an die Westfront, wobei er mit seiner Einheit an den sich bis Ende September hinziehenden Grenzschlachten beteiligt war. Ende September wurde die Einheit zum Nordabschnitt der Westfront verlegt, wo die für den Ersten Weltkrieg so charakteristischen Schützengräben das Bild prägten. Im Folgenden wird die chronologische Gliederung hin und wieder verlassen, um spätere Erlebnisse gleicher Art zusammenhängend darstellen zu können.

Bereits zu Beginn seiner Schilderungen wird deutlich, dass er in keiner Weise die Euphorie seiner Kameraden teilt, was ein konträres Bild zu deren allgemeiner Aufbruchstimmung abgibt. Während diese das Lied „Deutschland, Deutschland über alles“ sangen, war Richert sehr nachdenklich: „Mir war es absolut nicht ums Singen, denn sofort dachte ich, dass man im Kriege nichts so gut wie totgeschossen werden kann.“ Im Zusammenhang mit einem anstehenden Gefecht mit den Franzosen Mitte August in Lothringen beschreibt er, wie die Anfangseuphorie der Kameraden Anspannung und Ernst gewichen ist und meint, niemand habe an das Vaterland oder an „sonstigen patriotischen Schwindel“ gedacht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die Forschungsfrage, ob der Topos der Kriegsbegeisterung durch literarische Quellen und das Werk Dominik Richerts dekonstruiert werden kann.

2. Der Topos einer kriegsbegeisterten deutschen Gesellschaft im Ersten Weltkrieg: Das Kapitel analysiert die theoretischen Grundlagen der Kriegsbegeisterung, geprägt durch Wehrpflicht, Militarismus und heroisierende Literatur wie die von Ernst Jünger.

3. Dominik Richerts Werk als Gegenbeispiel zur Kriegsbegeisterung: Hier wird das Werk von Dominik Richert eingeführt, dessen authentische Schilderungen eine kritische, unheroische Perspektive auf den Krieg bieten und als methodisches Gegenmodell dienen.

4. Die Desillusionierung der Kriegsbegeisterten: Dieses Kapitel zeigt anhand von Feldpostbriefen und der gesellschaftlichen Stimmung auf, wie der Enthusiasmus in Desillusionierung und Kriegsmüdigkeit umschlug.

5. Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und kommt zu dem Schluss, dass der Topos der allgemeinen Kriegsbegeisterung anhand der untersuchten Quellen wesentlich dekonstruiert werden kann.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Kriegsbegeisterung, Dominik Richert, Feldpostbriefe, Militärgeschichte, Wehrpflicht, Nationalismus, Militarismus, Desillusionierung, Kriegsmüdigkeit, Frontalltag, Ernst Jünger, Dekonstruktion, Sozialgeschichte, Opfermythos.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische These einer umfassenden Kriegsbegeisterung in Deutschland zu Beginn des Ersten Weltkrieges und stellt sie anhand von persönlichen Zeugnissen der Soldaten in Frage.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen der Einfluss von Militärvereinen, das soldatische Idealbild, die psychologische Belastung des Grabenkrieges sowie die Kluft zwischen offizieller Propaganda und der Realität an der Front.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Dekonstruktion des Topos einer uneingeschränkten Kriegseuphorie im Jahr 1914 durch eine differenzierte Betrachtung der individuellen Erfahrungen von Soldaten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein mikrohistorischer Ansatz gewählt, der literarische Quellen wie Feldpostbriefe und das Werk Dominik Richerts analysiert, um eine „Militärgeschichte von unten“ zu betreiben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des klassischen Topos der Kriegsbegeisterung, die Einführung kritischer Gegenbeispiele und die Analyse der zunehmenden Desillusionierung in drei Phasen während des Krieges.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kriegsbegeisterung, Dekonstruktion, Dominik Richert, Feldpostbriefe, Kriegsmüdigkeit und Militärgeschichte.

Welche Rolle spielt Dominik Richert für die Argumentation?

Richerts Werk dient als zentrales, glaubwürdiges Gegenbeispiel zum heroischen Bild, da seine Schilderungen konsequent die Sinnlosigkeit des Krieges und die Ablehnung des Tötens betonen.

Was unterscheidet Richert in seiner Darstellung von Ernst Jünger?

Während Jünger den Krieg als Ort für Heldentum und ästhetische Schlachterlebnisse glorifiziert, beschreibt Richert den Krieg als „schreckliches Hundeleben“, das von Zwang und Morden geprägt ist.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Topos einer kriegsbegeisterten deutschen Gesellschaft im Ersten Weltkrieg – ein anhand literarischer Quellen dekonstruierbares Bild?
Hochschule
Universität Rostock
Note
1,7
Autor
Bakkalaureus Artium Steffen Radtke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
22
Katalognummer
V174720
ISBN (Buch)
9783640953080
ISBN (eBook)
9783640953370
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kriegsbegeisterung Erster Weltkrieg literarische Quellen Feldpostbriefe Dominik Richert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bakkalaureus Artium Steffen Radtke (Autor:in), 2011, Der Topos einer kriegsbegeisterten deutschen Gesellschaft im Ersten Weltkrieg – ein anhand literarischer Quellen dekonstruierbares Bild?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/174720
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Leseprobe aus  22  Seiten
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