Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Archaeology

Pfostenringe der Mittelbronzezeit

Title: Pfostenringe der Mittelbronzezeit

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 13 Pages , Grade: 2

Autor:in: Magister Artium Christian E. Schulz (Author)

Archaeology

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Der Brauch, einen Hügel über einer Bestattung zu errichten, ist in Mittel- und
Nordwesteuropa über einen Zeitraum von über 1000 Jahren praktiziert worden. In den
Niederlanden waren es Angehörige der endneolithischen Glockenbecherkultur, die als
Erste Grabhügel aufschütteten. Dort finden sich auch die ältesten Belege für Pfostenringe
um Grabhügel.1 In der Folgezeit wurden Pfostenringe von Steinringen und anderen Arten
der Hügelumhegung abgelöst. In der beginnenden Mittelbronzezeit wandte man sich auch
wieder den Pfostenringen zu. Die ältesten Befunde dafür stammen aus England und den
Niederlanden, von wo aus sich diese Grabsitte über große Teile Nordwestdeutschlands bis
nach Dänemark und südlich bis nach Hessen und Baden ausbreitete.2 Pfostenringe sind in
der Bronzezeit zwar kein neues Phänomen, erreichten dort aber ein weit größeres
Formenspektrum als je zuvor und sind im Gegensatz zu ihren neolithischen Vorläufern
nicht in einen Kreisgraben eingetieft.
Es soll im Folgenden zunächst ein Überblick über die Forschungsgeschichte der
mittelbronzezeitlichen Pfostenringe gegeben werden. Im Anschluß daran wollen wir
anhand einiger Beispiele die Typen der Pfostenringe nach Glasbergen sowie deren
Verbreitung und Datierung behandeln, ebenso wie die Sonderform Polygonalhügel und
pfostengesäumte Zugänge zu Grabhügeln mit Pfostenringen. Auf die Verbreitung und
Datierung wird beim jeweiligen Typ eingegangen werden. Zuletzt soll versucht werden, astronomische Gesichtspunkte bei der Ausrichtung von mittelbronzezeitlichen
Grabhügelanlagen zu ermitteln.

1 Glasbergen, Palaeohistoria 3, S. 178-180.
2 Herrmann/Jockenhövel, Fundberichte Hessen 15, S. 126; Wilhelmi, Archäologisches Korrespondenzblatt
15, S. 154f.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Forschungsgeschichte

III. Typologie der Pfostenringe nach Glasbergen

V. Grabhügelanlagen mit Pfostenring und pfostengesäumtem Zugang

IV. Funktion von Pfostenringanlagen

VI. Astronomische Gesichtspunkte?

VII. Fazit

VIII. Literatur

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit widmet sich der wissenschaftlichen Untersuchung mittelbronzezeitlicher Pfostenringe an Grabhügeln in Nordwesteuropa. Ziel ist es, die Entwicklung, Typologie und Funktion dieser Anlagen aufzuzeigen, wobei insbesondere die Ausbreitung der Sitte von England über die Niederlande bis nach Nordwestdeutschland und deren kulturelle Bedeutung beleuchtet werden.

  • Historische Forschungsgeschichte der Grabhügelerforschung.
  • Detaillierte Analyse der Pfostenring-Typologie nach Glasbergen.
  • Bedeutung pfostengesäumter Zugänge als kultische Elemente.
  • Funktionale Deutung der Pfostenringanlagen im Kontext von Bestattungsritualen.
  • Chronologische Einordnung der Befunde mittels stratigraphischer und naturwissenschaftlicher Daten.

Auszug aus dem Buch

III. Typologie der Pfostenringe nach Glasbergen

Wie bereits erwähnt, wurde von Glasbergen eine Typologie der mittelbronzezeitlichen Pfostenringe erstellt, die wir nun betrachten wollen. Die Typen 1 und 2 beinhalten Pfostenringe bei Grabhügeln des Endneolithikums, die sich von den Folgenden in einem wichtigen Punkt unterscheiden: anders als die bronzezeitlichen Vertreter sind bei ihnen die Pfosten innerhalb eines Kreisgrabens eingetieft. Auf sie wird im Weiteren nicht eingegangen werden. Auf einer Vielzahl von Gräberfeldern kommen mehrere Typen von Pfostenringen vor. Teilweise ist dies schon bei einem einzelnen Hügel der Fall, wo durch die Pfostenringe verschiedene Bauphasen markiert werden.

a) Typ 3: Pfostenringe des Typs 3 zeichnen sich durch einen einfachen Ring einzeln stehender Pfosten aus, wobei der Durchmesser mit Maßen zwischen ca. 5 m und ca. 20 m variieren kann. Anzahl und Abstand der Pfostensetzungen voneinander sind abhängig vom Durchmesser des Pfostenringes. Bei der Konstruktion eines Pfostenringes orientierte man sich an einem Punkt im Inneren des Ringes. In diesem schneiden sich die Verbindungslinien zwischen gegenüberliegenden Pfosten. Die in diesem Zusammenhang gültige Gerritsen-Regel besagt, daß sich die gegenüberliegenden Pfosten in einem Punkt schneiden, der an der Längsseite der zentralen Bestattung liegt. Der dabei entstehende Pfostenring muß nicht zwangsläufig kreisrund sein, sondern kann durchaus auch eine unregelmäßige Form haben.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die zeitliche und räumliche Verbreitung bronzezeitlicher Pfostenringe sowie Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.

II. Forschungsgeschichte: Überblick über die archäologische Erforschung von Grabhügeln und Pfostenringen seit dem 17. Jahrhundert bis zur modernen Ausgrabungsmethodik.

III. Typologie der Pfostenringe nach Glasbergen: Detaillierte wissenschaftliche Klassifikation der verschiedenen Pfostenring-Typen und deren charakteristische Merkmale.

V. Grabhügelanlagen mit Pfostenring und pfostengesäumtem Zugang: Untersuchung spezifischer Anlagenstrukturen, die durch radiale Pfostenreihen ergänzt werden.

IV. Funktion von Pfostenringanlagen: Diskussion der funktionalen Interpretation als Totenfest-Elemente und kultische Denkmäler statt als reine Hügelbefestigung.

VI. Astronomische Gesichtspunkte?: Kritische Prüfung, ob astronomische Ausrichtungen bei der Konstruktion der Anlagen eine Rolle spielten.

VII. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der kulturellen Verbreitung und chronologischen Einordnung der untersuchten Pfostenringe.

VIII. Literatur: Auflistung der im Werk verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

Mittelbronzezeit, Pfostenringe, Grabhügel, Glasbergen, Bestattungsrituale, Nordwesteuropa, Archäologie, Pfostengesäumte Zugänge, Typologie, Stratigraphie, C-14 Datierung, Totenhaus, Kreisgraben, Bronzebeigaben, Grabkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung mittelbronzezeitlicher Pfostenringe um Grabhügel, einem bedeutenden archäologischen Phänomen in Nordwesteuropa.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Typologie, die Verbreitung, die funktionale Deutung und die chronologische Einordnung der verschiedenen Pfostenring-Bauformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine umfassende Übersicht über die mittelbronzezeitlichen Pfostenringe, deren Konstruktionsmerkmale sowie die Analyse der Bestattungssitten anhand archäologischer Beispiele.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein archäologischer Ansatz gewählt, der auf der Typologie nach Glasbergen basiert und durch stratigraphische Beobachtungen sowie den Vergleich mit C-14-Daten gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Typologie, die Behandlung von Sonderformen wie Polygonalhügeln sowie die Interpretation der Funktion und der astronomischen Möglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mittelbronzezeit, Grabhügel, Pfostenringe, Bestattungsrituale und die spezifische Typologie nach Glasbergen geprägt.

Was besagt die sogenannte Gerritsen-Regel?

Die Regel beschreibt die konstruktive Ausrichtung eines Pfostenrings, bei der sich die Verbindungslinien gegenüberliegender Pfosten in einem Punkt schneiden, der an der Längsseite der zentralen Bestattung liegt.

Sind astronomische Ausrichtungen bei den Pfostenringen nachweisbar?

Nein, eine Deutung als Observatorien lässt sich anhand der archäologischen Befunde nicht belegen, obwohl die radiale Ausrichtung einiger Zugänge auffällig ist.

Welche Bedeutung haben pfostengesäumte Zugänge?

Diese oft sehr langen Anlagen deuten auf eine kultische Dimension hin und könnten als Verbindung oder Absperrung im Rahmen des Totenfestes gedient haben.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Pfostenringe der Mittelbronzezeit
College
University of Münster  (Seminar f. Ur- u. Frühgeschichte)
Course
Geometrische Strukturen in der Vorzeit
Grade
2
Author
Magister Artium Christian E. Schulz (Author)
Publication Year
2003
Pages
13
Catalog Number
V17469
ISBN (eBook)
9783638220446
Language
German
Tags
Pfostenringe Mittelbronzezeit Geometrische Strukturen Vorzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magister Artium Christian E. Schulz (Author), 2003, Pfostenringe der Mittelbronzezeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/17469
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint