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Sozial-liberale Umweltpolitik 1969-1982

Vom Konsens zur Krise

Titel: Sozial-liberale Umweltpolitik 1969-1982

Hausarbeit , 2010 , 26 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Julian Ostendorf (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Hausarbeit untersucht die Umweltpolitik der Koalition aus SPD und FDP in den Jahren von 1969 bis 1982. Das Thema greift damit einen Aspekt des „gesellschaftlichen Aufbruchs“ der 70er auf, in denen weitere Phänomene sozialer Mobilisierung zu verschiedenen politischen Themen auftraten und sich unter Willy Brandts Reformpolitik zu formieren begannen.
Im Zentrum des Themas steht die innenpolitische Auseinandersetzung der Umweltpolitik. Es werden die konzeptionellen Merkmale der umweltpolitischen Ausrichtung und der soziale Wahrnehmungsprozess der Umweltpolitik in der Bundesrepublik analysiert. Dies erfolgt in vier Teilschritten. Zunächst wird kurz der Umweltschutz vor 1969 dargestellt. Im zweiten Kapitel steht die umweltpolitische Wende im Mittelpunkt. Zentral ist hierbei, dass das Thema des Umweltschutzes in Form eines globalen Problemphänomens durch die vorangegangene Umweltdebatte in den USA und den darauffolgenden internationalen Foren durch die Regierung auf die politische Agenda gebracht wurde. Außerdem wird die Abstimmung der Umweltpolitik mit der Wirtschaft analysiert, die sich vorerst im Konsens mit den Zielen der Politik befand.
Im dritten Teil der Hausarbeit stehen die institutionelle Struktur und die Kommunikation der Umweltprobleme im Mittelpunkt. Die Kommunikation der umweltpolitischen Maßnahmen von den regierungsamtlichen Stellen zu Umweltverbänden und den Medien wird dargestellt. Es wird deutlich, dass die Architektur der Umweltpolitik von einem technokratischen Planungsverständnis gekennzeichnet war und wichtige Aspekte vernachlässigte.
Der vierte Teil wird aufgrund der vorangegangenen Analyse die These aufstellen, dass der technokratische Umgang mit dem Umweltschutz eine Abkehr der Umweltverbände und der Bevölkerung verursachte. Diese kritisierten das Fehlen eines ökologischen Fundaments in der Umweltpolitik. Die Ölkrise von 1973 gab dazu den entscheidenden Anlass, weil die Anfälligkeit und Zerstörungskraft der Industrie die natürlichen Existenzgrundlagen in den Augen der Kritiker bedrohte. Die aufkommenden Proteste gegen Atomkraftwerke, als Sinnbild der Zivilisationskritik, werden als unmittelbare Folge der staatlichen Umweltpolitik dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Literaturgrundlage

1.2 Umweltschutz in der Bundesrepublik vor 1969

2. Sozial-liberale Umweltpolitik: Auf neuem politischen Terrain 1969-1974

2.1 Die internationale Umweltdebatte und die Folgen für die deutsche Umweltpolitik

2.2 Grundsätzlicher Konsens mit der Wirtschaft

3. Die Architektur der staatlichen Umweltpolitik 1969-82

3.1 Die Ziele des Regierungsprogramms

3.2 Kommunikation der Umweltprobleme

3.3 Maßnahmen: Technischer Umweltschutz im Vordergrund

4. Umweltschutz als Konfliktthema: Kontrollverlust 1974-1982

4.1 Veränderte Rahmenbedingungen: Die Wirtschaftskrise und öffentliche Unzufriedenheit

4.2 Abkehr der Verbände von der staatlichen Umweltpolitik

4.3 Atomenergie: Antrieb der Protestbewegungen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und den Wandel der Umweltpolitik der sozial-liberalen Koalition in der Bundesrepublik Deutschland zwischen 1969 und 1982, mit besonderem Fokus auf das Spannungsfeld zwischen technokratischer Regierungsplanung und aufkeimendem gesellschaftlichem Protest.

  • Konzeptionelle Merkmale und institutionelle Architektur der staatlichen Umweltpolitik
  • Die Rolle internationaler Umweltdebatten und der Einfluss der Ölkrise von 1973/74
  • Kommunikationsstrategien der Regierung gegenüber Verbänden und Medien
  • Ursachen für die Abkehr der Umweltverbände und die Radikalisierung des Atomkonflikts
  • Die Herausbildung der Ökologiebewegung und die Gründung der Partei „Die Grünen“

Auszug aus dem Buch

3.3 Maßnahmen: Technischer Umweltschutz im Vordergrund

Die technische Problemsicht auf die Umweltpolitik war dominierend. Die Luftreinhaltung war einer der zentralen Felder Umweltpolitik in den 70er Jahren. Die Regierung griff durch den technischen Umweltschutz aber nicht in wirtschaftliche Strukturen ein. Bis 1974 wurden unter anderem ein Benzinblei-Gesetz, Abfallbeseitigungsgesetz und ein Bundes-Immissionsschutzgesetz verabschiedet. Jedoch wurden die Schwefelemissionen von Kraftwerken und die Abgase von Autos nicht durch Gesetze reglementiert. Lärm- und Abgasrechte wurden durch die ECE verabschiedet. Die Ministerien arbeiteten eng mit dem VDI zusammen, der die entsprechende Expertise für die Ausarbeitung von Gesetzesvorlagen für technische Problemlösungen bereitstellte.

Im Bereich des Artenschutzes war die Bundesrepublik stärker durch Abkommen der EG, wie z.B. zum Schutz von Wasser- und Watvögeln, gebunden. Erst 1976 konnte ein Bundesnaturschutzgesetz durchgesetzt werden. Der Naturschutz erhielt in der gesamten Regierungszeit bis 1982 eine eher untergeordnete Stellung. Die Gesamtfläche der Naturschutzgebiete nahm zwar von 1965 bis 1983 um circa 77% zu, aber ein Aufhalten des Artensterbens und die Vernichtung von Lebensräumen konnte nicht erreicht werden. Das BML setzte durch, dass die Landwirtschaft durch Ausnahmeregelungen bei Abwägungen von wirtschaftlichen Belangen und Naturschutzinteressen von Regelungen ausgenommen wurde. Biotope waren zusätzlich durch Infrastrukturmaßnahmen belastet. Erst ab 1978 kam es zu neuen Impulsen, wobei z.B. ein Gesetz zur Umweltkriminalität durchgesetzt wurde.

Die Regierung führte in der Atompolitik den Bau von neuen Kraftwerken fort. Jedoch schon Anfang der 70er Jahre kritisierten Umweltschützer die Gefahren der Radioaktivität, die auch bei einer nicht-militärischen Nutzung für die Umwelt bestehen. Die Politik reagierte mit Forschungsprogrammen und Auflagen zur Reaktorsicherheit. Jedoch wurde nur geringfügig öffentliche Aufklärungsarbeit geleistet, weil man dem Thema keinen potentiellen Konfliktstoff beimaß.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt den Untersuchungszeitraum von 1969 bis 1982 und führt in die zentralen Thesen bezüglich der Diskrepanz zwischen staatlichem Handeln und gesellschaftlicher Wahrnehmung ein.

2. Sozial-liberale Umweltpolitik: Auf neuem politischen Terrain 1969-1974: Dieses Kapitel analysiert den Beginn der umweltpolitischen Agenda durch internationale Impulse und den anfangs bestehenden Konsens mit der Wirtschaft.

3. Die Architektur der staatlichen Umweltpolitik 1969-82: Der Abschnitt beschreibt die institutionelle Zersplitterung der Umweltpolitik und den Fokus auf rein technische Problemlösungsstrategien.

4. Umweltschutz als Konfliktthema: Kontrollverlust 1974-1982: Hier wird der Wendepunkt durch die Ölkrise sowie die zunehmende Entfremdung zwischen Regierung, Verbänden und den aufkommenden Protestbewegungen gegen die Atomkraft behandelt.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die sozial-liberale Koalition den Wandel hin zu einem ökologischen Bewusstsein nicht hinreichend bedienen konnte und letztlich eine systemkritische Gegenbewegung provozierte.

Schlüsselwörter

Sozial-liberale Koalition, Umweltpolitik, Technokratie, Bundesrepublik, Ölkrise, Naturschutz, Atomenergie, Bürgerinitiativen, Umweltbewusstsein, Wirtschaftsinteressen, Regierungsreform, Ökologiebewegung, Systemkritik, Umweltprogramm, BBU

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit behandelt die umweltpolitischen Entwicklungen der sozial-liberalen Regierung in der Bundesrepublik von 1969 bis 1982.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen das Regierungsprogramm zum Umweltschutz, die institutionelle Struktur, die Kommunikation mit der Öffentlichkeit und die zunehmende Konflikthaftigkeit, insbesondere bezüglich der Atomenergie.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wie die Regierung den Umweltschutz auf die politische Agenda brachte und warum es ihr trotz umfangreicher Maßnahmen nicht gelang, die aufkommende ökologische Bewegung in ihren Konsens einzubinden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine politikgeschichtliche Analyse, basierend auf Literatur, Regierungsprogrammen, zeitgenössischen Zeitschriften und Daten aus umweltgeschichtlichen Fachpublikationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Phase der Etablierung (1969-1974) mit Fokus auf den wirtschaftlichen Konsens sowie die Phase des Kontrollverlusts (1974-1982), in der wirtschaftliche Krisen und die Anti-Atomkraft-Bewegung die Regierungsarbeit prägten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Sozial-liberale Umweltpolitik, Technokratie, Atomkonflikt und Ökologiebewegung beschreiben.

Wie wirkte sich die Ölkrise von 1973 auf die Umweltpolitik aus?

Die Ölkrise markierte einen Wendepunkt, da sie existenzielle wirtschaftliche Ängste schürte, die Regierung in die Defensive drängte und zu einer Kapitalismus-kritischen Haltung bei den Umweltverbänden führte.

Welche Rolle spielte das "technokratische Planungsverständnis" bei der Ablehnung durch die Bürger?

Das technokratische Verständnis klammerte ökologische Fundamente aus und setzte primär auf technische "End-of-Pipe"-Lösungen, was von den neuen sozialen Bewegungen als unzureichend kritisiert wurde.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sozial-liberale Umweltpolitik 1969-1982
Untertitel
Vom Konsens zur Krise
Hochschule
Technische Universität Darmstadt  (Institut für Geschichte)
Note
1,3
Autor
Julian Ostendorf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
26
Katalognummer
V174439
ISBN (eBook)
9783640950799
ISBN (Buch)
9783640951314
Sprache
Deutsch
Schlagworte
CDU FDP SPD Umweltbewegung Umweltpolitik Umweltministerkonferenz UMK Anti-AKW-Bewegung Hans Dietrich Genscher Willy Brandt Helmut Schmidt Umweltprogramm sozial-liberale Koalition
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julian Ostendorf (Autor:in), 2010, Sozial-liberale Umweltpolitik 1969-1982, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/174439
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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