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Portugal unter spanischer Herrschaft (1580 - 1640)

Titel: Portugal unter spanischer Herrschaft (1580 - 1640)

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Peter Neumann (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Palacio Episcopal in Castelo Branco befindet sich im Schlossgarten eine Treppe, die die Statuen der Könige Portugals von Afonso I. bis zu Josè I. zeigt. Sie ist noch heute begehbar und weithin ein Anziehungsmagnet für viele Touristen. Während die portugiesisch stämmigen Könige alle in einer einheitlichen Größe dargestellt sind, findet man die spanischen Habsburger, die Portugal einst 60 Jahre lang regierten, nur halb so groß vor. Ist dies ein Versehen? Oder Zufall? Wenn nicht, zeigt diese Art der Kunst dann vielleicht politische Tendenzen? Könnte es etwa Ausdruck der Verachtung gegenüber dem iberischen Nachbarn sein? Wie kam es überhaupt dazu, dass Portugal die politische Verantwortung an ein fremdes Königreich abgab?
Diese Arbeit soll versuchen jene Fragen zu klären und dabei die wichtigsten Ereignisse und Personen der sechzig jährigen Herrschaft der Spanier behandeln. Dabei soll nicht nur deutschsprachige Literatur im Mittelpunkt stehen, sondern auch englische und spanische, um einen Blick für die Gesamtheit der Informationen über dieses Thema zu erhalten. Ebenso scheint es interessant zu sein, die verschiedenen Sichtweisen der betroffenen Nationen (Spanien und Portugal) zu betrachten und zu untersuchen.
Einsteigend ist es nötig zu beleuchten, was die tieferliegenden Ursachen der Fremdherrschaft waren, wie es dazu kam, dass ein spanischer König die Macht übertragen bekam Portugal zu regieren.
Den zweiten Teil bilden dann vor allem die Regierungszeiten der drei Habsburger, wobei natürlich die Gründe für die Bewertung zu einer guten bzw. schlechten Herrschaft kenntlich werden sollten. Dabei ist aber stets auch auf die äußeren und inneren Umstände zu achten, die zu jenen Regierungszeiten gehörten, denn sie sind oft die Ursache für politische Entscheidungen und spiegeln nicht immer die Einstellung bzw. das Wesen des Monarchen wieder.
Zum Abschluss werden Gründe, Ursachen und Durchführung des Unabhängigkeitsstrebens der Portugiesen den Weg darstellen, der zur endgültigen Vertreibung der Spanier aus ihrem Land führte und die ehemalige politische Selbstständigkeit wiederherstellte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entwicklung und Ursachen der Vereinigung Portugals mit Spanien

3. Die Iberische Union – Portugal

3.1 unter Philipp II. (von Spanien)

3.2 unter Philipp III. (von Spanien)

3.3 unter Philipp IV. (von Spanien)

4. Unabhängigkeitsbewegung und Ende der spanischen Herrschaft

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe, den Verlauf und das Ende der sechzigjährigen spanischen Herrschaft über Portugal im Zeitraum von 1580 bis 1640. Ziel ist es, die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Dynamiken dieser Personalunion sowie die Ursachen für das Scheitern und die letztendliche Restauration der portugiesischen Unabhängigkeit zu analysieren.

  • Ursachen und Entwicklung der Vereinigung mit Spanien
  • Die Regierungszeit der drei Habsburger Monarchen
  • Wirtschaftliche Krisen und kolonialer Bedeutungsverlust
  • Phänomene wie der Sebastianismo als Widerstandssymbol
  • Die Unabhängigkeitsbewegung von 1640

Auszug aus dem Buch

3.1 unter Philipp II. (von Spanien)

„I inherited it, I bought it and I conquered it.“3 Als Philipp II. von Spanien diesen Satz formulierte, wurde er schon König Philipp I.von Portugal genannt. Denn nach seinem Einmarsch im Sommer 1580 dauerte es nur noch bis zum April des Folgejahres, dass er in Tomar von einer Ständeversammlung zum Herrscher über die portugiesische Lande ausgerufen wurde. In jenen acht Monaten in denen er schrittweise die Städte Portugals eroberte, zeigte er sein politisches und taktisches Fingerspitzengefühl. So befahl er seinen Soldaten auf dem Weg nach Lissabon strengste Disziplin unter Androhung harter Strafen. Ebenso wurden die Behörden der besetzen Städte und Ortschaften meist in ihren Ämtern bestätigt, nachdem sie Spanien den Treueeid geleistet hatten. Selbst die namentlich bekannten Anhänger von Antonio von Crato wurden mit Milde behandelt. Dass er dabei die Sprache der Portugiesen von Kind an beherrschte, spielte ihm hier wohl in die Karten.

Am 24. Juni 1581 zog Philipp II.von Spanien in Lissabon ein. Nach A.R.Disney war es für ihn wohl der „[...] eindrucksvollste und befriedigendste Moment seiner Herrschaft“.4 Dass die nun bestehende iberische Union laut Vitorino Magalhães Godinho „[...]viel mehr ein Zielpunkt als ein Ausgangspunkt“5 war, zeigt dabei ebenso positive Grundzüge, wie folgende Erkenntnis von David Birmingham: „First and foremost it ended centuries of border conflict which, while it may have benefited soldiers, mercenaries, horse breeders, arms dealers and smugglers, had absorbed too much of the nation's political energy.“6 Durch weitgehende Zugeständnisse kam er den Portugiesen klug und berechnend entgegen, dass deren Empfindung für ihn stark beeinflusste. So blieb er drei Jahre in Lissabon bevor er endgültig nach Spanien zurückkehrte. In dieser Zeit rief er zwei Mal die Cortes zusammen, um ihnen einen gewissen Anschein von Stärke zu geben. Dahinter steckte jedoch eher der Gedanke, sich dadurch die Unterstützung des Volkes zu sichern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt die Ausgangssituation dar, hinterfragt die Symbolik der habsburgischen Herrschaft in Portugal und definiert die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Entwicklung und Ursachen der Vereinigung Portugals mit Spanien: Dieses Kapitel behandelt die dynastischen Verflechtungen, das Aussterben der portugiesischen Königsfamilie und die kritische Thronfolgekrise von 1580.

3. Die Iberische Union – Portugal: Dieser Hauptteil analysiert die politische Herrschaftsstruktur unter den drei aufeinanderfolgenden spanischen Königen.

3.1 unter Philipp II. (von Spanien): Fokus auf die Konsolidierung der Macht, Zugeständnisse an Portugal und die Gewährleistung einer gewissen Autonomie.

3.2 unter Philipp III. (von Spanien): Darstellung der Vernachlässigung portugiesischer Interessen, zunehmender Wirtschaftskrisen und des wachsenden Widerstandsgeistes.

3.3 unter Philipp IV. (von Spanien): Analyse der Reformversuche unter Olivares, der Verschärfung der Krise durch den Dreißigjährigen Krieg und des zunehmenden Identitätsverlustes.

4. Unabhängigkeitsbewegung und Ende der spanischen Herrschaft: Das Kapitel beschreibt den erfolgreichen Aufstand von 1640, die Krönung von Johann IV. und die langfristige Restauration.

5. Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Vor- und Nachteile der 60-jährigen Fremdherrschaft und Würdigung des habsburgischen Erbes.

Schlüsselwörter

Portugal, Spanien, Iberische Union, Habsburger, Unabhängigkeit, Philipp II., Philipp III., Philipp IV., Herzog von Olivares, Sebastianismo, Cortes, Restauration, Johann IV., Kolonialreich, Personalunion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische Periode zwischen 1580 und 1640, in der Portugal unter spanischer Herrschaft stand, und beleuchtet die komplexen politischen und gesellschaftlichen Folgen dieser Personalunion.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Thronfolgekrise, die Verwaltung der drei Habsburger-Monarchen, die wirtschaftliche Situation des Landes sowie die Ursachen und die Durchführung der Unabhängigkeitsrevolution.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung der Frage, wie es zur Machtabgabe Portugals kam, welche Auswirkungen die spanische Politik hatte und wie der Prozess zur Wiedererlangung der nationalen Souveränität verlief.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer breiten Auswertung deutsch-, englisch- und spanischsprachiger Literatur basiert, um verschiedene Sichtweisen auf die Ereignisse zu integrieren.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Regierungszeiten der drei spanischen Könige und beschreibt deren spezifische Politik gegenüber Portugal sowie die zunehmende Entfremdung und den kolonialen Druck.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Iberische Union, Habsburger, Unabhängigkeitsbewegung, Sebastianismo und die Rolle der portugiesischen Krone im 17. Jahrhundert.

Welche Rolle spielte der Sebastianismo in der untersuchten Zeit?

Der Sebastianismo diente in der Bevölkerung als Ausdruck des Widerstands gegen die spanische Herrschaft und als Hoffnung auf die Rückkehr zu einer glorreichen portugiesischen Vergangenheit.

Warum war der Aufstand von 1640 letztlich erfolgreich?

Der Erfolg wird durch den günstigen Zeitpunkt – insbesondere die gleichzeitige Rebellion in Katalonien – sowie durch die geschickte Vorbereitung und die diplomatische Absicherung gegenüber dem Ausland erklärt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Portugal unter spanischer Herrschaft (1580 - 1640)
Hochschule
Universität Leipzig
Note
2,0
Autor
Peter Neumann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V174415
ISBN (Buch)
9783640949472
ISBN (eBook)
9783640949656
Sprache
Deutsch
Schlagworte
portugal herrschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Neumann (Autor:in), 2010, Portugal unter spanischer Herrschaft (1580 - 1640), München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/174415
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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