Inhalt dieser Seminararbeit ist eine Defintion der Gentechnik und Sozialer Bewegungen. Der Fokus liegt jedoch auf der Beschreibung von Einflussgrößen in Bezug auf die "Grüne Gentechnik", welche auf die Gesellschaft einwirken und sie nachhaltig beeinflussen. Es werden Non-Profit-Organisationen genannt, ihre Struktur und Zusammenwirken beschrieben. Neue und alte Methoden des Protests wie beispielsweise der Einsatz von Sozialen Netzwerken führen in der abschließenden Diskussion zu einer Bewertung, ob es zu einer Sozialen Bewegung gegen Gentechnik in Deutschland gekommen ist. Der Begriff ‚Protestindustrie‘ seitens der Non-Profit-Organisationen wird eingeführt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Gentechnik
3 Soziale Bewegungen
4 Gesellschaftliche Einflussgrößen auf soziale Bewegungen
5 Diskussion und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob sich in Deutschland gesellschaftliche Gruppierungen gegen die Gentechnik gebildet haben, die eine solche zahlenmäßige und organisatorische Bedeutung erlangt haben, dass man von einer sozialen Bewegung sprechen kann. Dabei wird analysiert, inwieweit klassische Protestformen durch mediale Einflüsse und soziale Netzwerke ergänzt oder abgelöst werden.
- Grundlagen der modernen Gentechnik und Grüne Gentechnik
- Definition und historische Entwicklung Sozialer Bewegungen
- Einflussfaktoren und Organisationen bei Protesten gegen Gentechnik
- Analyse des Mobilisierungspotenzials durch moderne Kommunikationsmedien
- Diskussion zur Existenz einer organisierten sozialen Bewegung
Auszug aus dem Buch
3 Soziale Bewegungen
Für eine fundierte Analyse über den Zusammenhang von „Gentechnik“ und „Soziale Bewegungen“, definiert dieses Kapitel Soziale Bewegungen in Deutschland und geht auf historische Entwicklungen nach 1945 ein.
Opp fasst Soziale Bewegungen als eine Art von Protestbewegung zusammen, die charakteristische Unterschiede in Größe bzw. Teilnehmerzahl und ihrem Organisationgrad hat. Mit dem Begriff können also Protestgruppen beschrieben und voneinander abgegrenzt werden. (Opp 2009, S. 44) Eine Protestgruppe ist per Definition ein Kollektiv von Personen, die ein gemeinsames Ziel erreichen wollen oder Entscheidungen treffen, die zu diesem Ziel hinführen. (Opp 2009, S. 41) Über die Anzahl der Personen gibt es allerdings keine explizite Angabe, um sie zu einer Sozialen Bewegung bzw. Protestbewegung werden zu lassen. Gänzlich anders verhält es sich beim Zweck der Protestbewegung. Als Beispiel führt Opp die Demonstrationen gegen den Golf-Krieg 2003 in Europa an, als insbesondere Studenten Straßenproteste initiierten. Die Form und den Grund des Protestes, können demnach ganz eindeutig identifiziert werden. Protestbewegungen artikulieren sich anhand folgender Maßnahmen:
Unterschriftensammelaktionen Sitzblockaden Boykotte Straßenaufmärsche und -sperre Besetzungen von Häusern o.ä. Etc.
Opp ist der Auffassung, dass weder terroristische Anschläge noch Beschwerden von Studenten über den Unterrichtsplan eines Professors, Arbeiterstreiks, Bürgerbegehren für die Erweiterung eines Kindergartens oder Proteste beim Kellner, dass Essen sei nicht gut gewesen, hinzuzuzählen sind. (Opp 2009, S. 33) Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Studentenorganisationen, Sportvereine, Unternehmen und Parlamente sind ebenso keine Sozialen Bewegungen. Im Gegensatz dazu zählt Opp die Antiatomkraftbewegung, die Bürgerrechtsbewegung, die Friedensbewegung und die Umweltbewegung zu den Sozialen Bewegungen. (Opp 2009, S. 34) Zielobjekt von Protesten und Bewegungen sind beispielsweise
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Gentechnik ein und stellt die Forschungsfrage, ob die aktuellen Proteste eine soziale Bewegung im wissenschaftlichen Sinne darstellen.
2 Gentechnik: Hier werden die historischen Ursprünge, methodische Grundlagen und Anwendungsgebiete der Gentechnik, mit Fokus auf die Grüne Gentechnik, dargelegt.
3 Soziale Bewegungen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der sozialen Bewegung und analysiert die historische Entwicklung in Deutschland nach 1945 sowie deren Abgrenzung zu anderen Protestgruppen.
4 Gesellschaftliche Einflussgrößen auf soziale Bewegungen: Es werden die relevanten Akteure wie NGOs untersucht und die Rolle der medialen Kommunikation, insbesondere moderner sozialer Netzwerke, für die Mobilisierung beleuchtet.
5 Diskussion und Fazit: Die Arbeit diskutiert kritisch die empirischen Daten und kommt zu dem Schluss, dass es nach aktueller Definition keine geschlossene soziale Bewegung gegen Gentechnik gibt, sondern eher eine heterogene Interessenvertretung.
Schlüsselwörter
Gentechnik, Grüne Gentechnik, Soziale Bewegungen, Protestbewegung, NGOs, Mobilisierung, Kommunikation, Facebook, Internet-Demos, Protestindustrie, Gentechnik-Gegner, Umweltorganisationen, Gesellschaft, Medien, Widerstand.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche Reaktion auf die Gentechnik und fragt, ob sich daraus in Deutschland eine organisierte soziale Bewegung entwickelt hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die wissenschaftlichen Grundlagen der Gentechnik, die soziologische Definition sozialer Bewegungen und die moderne mediale Mobilisierung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist festzustellen, ob die Proteste gegen Gentechnik die Kriterien erfüllen, um als eine soziale Bewegung klassifiziert zu werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine theoretische Einführung, kombiniert mit einer Analyse bestehender empirischer Zahlen und einer diskursiven Auseinandersetzung mit der Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition sozialer Bewegungen, der Rolle von NGOs und der Bedeutung digitaler Medien für die aktuelle Meinungsbildung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gentechnik, soziale Bewegungen, Mobilisierung, Protestkultur und Mediennutzung definiert.
Warum bezweifelt der Autor die Existenz einer klassischen sozialen Bewegung gegen Gentechnik?
Der Autor argumentiert, dass die Aktivitäten eher punktuell und durch eine "Protestindustrie" geprägt sind, statt eine kontinuierliche soziale Bewegung zu bilden.
Welche Rolle spielen soziale Netzwerke bei der Mobilisierung?
Sie ermöglichen eine schnelle, kostengünstige und weitreichende Mobilisierung, was jedoch neue Fragen zur Dauerhaftigkeit dieser Proteste aufwirft.
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- B.Eng. Tobias Helmut Freitag (Author), 2011, Inwieweit gibt es eine soziale Bewegung gegen Gentechnik?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/174355