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Das räumliche Unmöglichkeitstheorem

Titel: Das räumliche Unmöglichkeitstheorem

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2011 , 19 Seiten

Autor:in: Elmar Hüskes (Autor:in)

VWL - Wettbewerbstheorie, Wettbewerbspolitik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die von Wettbewerbsparadigmen beherrschte wirtschaftliche Theorie blendete das Phänomen der Zusammenballung von Menschen und ökonomischen Aktivitäten (Agglomeration) bisher aus, obwohl schon seit Beginn der Industrialisierung eine positive Korrelation zwischen Urbanisierung und dem Entwicklungsstand eines Landes zu erkennen ist. Als ein Beispiel hierfür wären Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt zu nennen, die zusammen mit einem Anteil von 0,7 % an der Gesamtfläche der Bundesrepublik Deutschland und einem Anteil von 15,9 % an der Gesamtbevölkerung 15,9 % der Wertschöpfung (1994) erwirtschafteten. Das Beispiel macht deutlich, dass in einem entwickelten Land die Wirtschaftsleistung zunehmend in Ballungszentren erbracht wird. Dies ist umso verwunderlicher, da esbei einer solchen Agglomeration offensichtlich zu Ballungskosten kommt. Diese negativen externen Effekte reichen von Umweltverschmutzung bis hin zu erhöhter Lärmbelästigung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Versagen des Preismechanismus in der räumlichen Ökonomie

2.1 Vollständige Konkurrenz und neoklassisches Gleichgewicht

2.2 Unzulänglichkeiten der Wettbewerbsannahmen für eine räumliche Ökonomie

2.2.1 Bedeutung der Konvexität

2.2.2 Quadratisches Zuweisungsproblem (externer Beweis der Theorie)

3 Räumliches Unmöglichkeitstheorem

3.1 Modell-Setup (statisches Modell)

4. Schlussfolgerung

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den theoretischen Widerspruch zwischen der klassischen Wettbewerbstheorie und der empirisch beobachtbaren Agglomeration von ökonomischen Aktivitäten. Das zentrale Ziel besteht darin, darzulegen, warum das neoklassische Arrow/Debreu-Modell bei der Erklärung räumlicher Konzentration scheitert und das sogenannte räumliche Unmöglichkeitstheorem zu begründen.

  • Analyse des neoklassischen Wettbewerbsmodells und seiner Grenzen.
  • Untersuchung der Bedeutung der Konvexitätsannahme für räumliche Strukturen.
  • Demonstration des räumlichen Unmöglichkeitstheorems mittels eines quadratischen Zuweisungsproblems.
  • Einführung in die Problematik positiver Transportkosten in homogenen Räumen.
  • Diskussion der Implikationen für die Neue Ökonomische Geographie.

Auszug aus dem Buch

3. Räumliches Unmöglichkeitstheorem

Das räumliche Unmöglichkeitstheorem sagt aus, dass kein Wettbewerbsgleichgewicht in Verbindung mit Handel zwischen den Regionen in einem homogenen Raum existieren kann, wenn positive Transportkosten entstehen. Das allgemeine Wettbewerbsmodell setzt zur Schaffung von wirtschaftlicher Agglomeration räumliche Heterogenität voraus. Gemäß Starret kommt ein Transport von Gütern, der Ressourcen verbraucht, im Modell der vollständigen Konkurrenz nicht zustande. Entweder gibt es kein Gleichgewicht oder es steht im Widerspruch zu der Annahme der vollständigen Konkurrenz.

Konstante Skalenerträge implizieren zudem, dass der Produzent aus der räumlichen Konzentration der Produktion keinen Vorteil generiert. D. h., egal wo er sich ansiedelt, seine Produktionskosten ändern sich nicht. Sein Anreiz besteht nun darin, sich dort anzusiedeln, wo die Nachfrage am größten ist, um sich so die Transportkosten zu sparen. Den regional herrschenden Gleichgewichtspreis vergrert er aber nicht um die eingesparten Transportkosten, sondern behält diese Kosten als zusätzlichen Gewinn. Gütertransport wäre so nicht möglich, es sei denn, man nehme steigende Skalenerträge an oder eine Annahme der vollständigen Konkurrenz wäre verletzt.

Summiert man aus dem quadratischen Zuweisungsproblem die Anreize der beiden Unternehmen, den Standort zu wechseln, erhält man: ∑πir - πjs = (π1B - π1A) + (π2A - π2B) = (t1q1 + t2q2 + RA − RB) + (t2q2 + t1q1 + RB − RA) (5) ∑πir - πjs = 2(t1q1 + t2q2).

Der totale Anreiz beider Unternehmen zu wandern entspricht demnach den zweifachen totalen Transportkosten. Im Konkurrenzgleichgewicht darf dieser Anreiz nicht positiv sein. Transport ist somit nicht vorhanden. Den Zielkonflikt zwischen Wettbewerbspreisen und positiven Transportkosten in einer homogenen räumlichen Ökonomie bezeichnet man als räumliches Unmöglichkeitstheorem. Im Folgenden soll anhand eines Modells gezeigt werden, dass dieser Zusammenhang auch in einem allgemeinen Rahmen Gültigkeit besitzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Diskrepanz zwischen der klassischen Wettbewerbstheorie und der empirischen Realität der Agglomeration ein.

2. Versagen des Preismechanismus in der räumlichen Ökonomie: Hier wird das neoklassische Modell kritisch hinterfragt und aufgezeigt, warum die Konvexitätsannahme räumliche Agglomerationen theoretisch unmöglich macht.

3 Räumliches Unmöglichkeitstheorem: Dieses Kapitel erläutert den Kern des Theorems, wonach in einem homogenen Raum bei Transportkosten kein stabiles Wettbewerbsgleichgewicht existieren kann.

4. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die theoretische Unzulänglichkeit des Arrow/Debreu-Modells für räumliche Analysen zusammen und betont die Notwendigkeit neuer ökonomischer Ansätze.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.

Schlüsselwörter

räumliches Unmöglichkeitstheorem, Agglomeration, Arrow-Debreu-Modell, Wettbewerbsgleichgewicht, Konvexität, Transportkosten, Neue Ökonomische Geographie, räumliche Ökonomie, quadratisches Zuweisungsproblem, Homogener Raum, Standortwahl, Markträumung, Skalenerträge, Landrente.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Unvereinbarkeit von neoklassischen Wettbewerbsannahmen und der Existenz von Ballungszentren (Agglomerationen) in einer räumlichen Ökonomie.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das Marktversagen in homogenen Räumen, die Bedeutung von Konvexität, das Problem positiver Transportkosten und die theoretischen Grundlagen der Neuen Ökonomischen Geographie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist der Nachweis, dass das Standard-Wettbewerbsmodell nach Arrow und Debreu nicht in der Lage ist, räumliche Agglomeration und Handel konsistent zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die modelltheoretische Analyse, insbesondere durch die formale Herleitung mittels eines quadratischen Zuweisungsproblems und die kritische Würdigung des Starrett-Modells.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Versagen des Preismechanismus in räumlichen Kontexten, hinterfragt die Konvexitätsannahme und leitet das räumliche Unmöglichkeitstheorem her.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere das räumliche Unmöglichkeitstheorem, Agglomeration, Arrow-Debreu-Modell sowie der homogene Raum.

Warum spielt die Konvexität eine so entscheidende Rolle in der Argumentation?

Konvexität führt in diesem Modell dazu, dass Akteure ihre Produktion und Konsumation über weite Räume verteilen, was direkt mit dem beobachtbaren Phänomen der Zusammenballung in Ballungszentren kollidiert.

Wie verändert das Hinzufügen von Transportkosten die Modelllogik?

Positive Transportkosten führen in einem homogenen Raum dazu, dass Wettbewerbspreise und die Notwendigkeit für Güterbewegungen in einem stabilen Gleichgewicht nicht kompatibel sind, was das Unmöglichkeitstheorem begründet.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das räumliche Unmöglichkeitstheorem
Hochschule
Universität zu Köln
Autor
Elmar Hüskes (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V174309
ISBN (eBook)
9783640948093
ISBN (Buch)
9783640948253
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unmöglichkeitstheorem
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elmar Hüskes (Autor:in), 2011, Das räumliche Unmöglichkeitstheorem, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/174309
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Leseprobe aus  19  Seiten
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