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Die Rolle der Öffentlichkeit auf dem 1. Vatikanischen Konzil und bei der Unfehlbarkeitsdebatte im Vorfeld

Titel: Die Rolle der Öffentlichkeit auf dem 1. Vatikanischen Konzil und bei der Unfehlbarkeitsdebatte im Vorfeld

Hausarbeit , 2010 , 12 Seiten

Autor:in: Kilian Georg Wolf (Autor:in)

Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das 1. Vaticanum (8.12.1869-20.10.1870) war nach dem Tridentinum das erste ökumenische Konzil der katholischen Kirche und somit das erste Konzil einer Zeit, in der die moderne Öffentlichkeit eine wichtige Rolle spielte. Anhand exemplarischer Analysen zeitgenössischer Schriften wird zum Einen der heftige öffentliche Schlagabtausch zwischen Gegnern und Befürwortern der päpstlichen Unfehlbarkeit dargestellt. Zum Anderen legt der Autor dar, welche wichtige Rolle die "private Öffentlichkeit" rund um das Konzil für die Außenwirkung des Konzils spielte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A Einleitung

B Öffentlichkeit vor und während des Konzils

I Die Debatte um die Unfehlbarkeit im Vorfeld des Konzils

1 Infallibilistische Vorstöße der Civiltá Cattolica

2 Reaktionen in Deutschland und Frankreich

II Öffentlichkeit im Konzilsverlauf

1 „Private Öffentlichkeit“: Gesellschaftliches Leben in Rom

2 Die „Römischen Briefe“ des Quirinus und Gegenmaßnahmen der Kurie

C Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der modernen Öffentlichkeit auf das Erste Vatikanische Konzil (1869-1870), insbesondere im Hinblick auf die Debatte um die päpstliche Unfehlbarkeit. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie sich öffentliche Diskurse vor und während des Konzils entwickelten, welche Rolle die Presse und das gesellschaftliche Umfeld in Rom spielten und wie der Vatikan auf diese für ihn neue Form der Transparenz und Kritik reagierte.

  • Die Entstehung und Eigendynamik der Debatte um päpstliche Unfehlbarkeit.
  • Die Rolle der ultramontanen versus der liberalen Presse als Meinungsmacher.
  • Die Auswirkungen der „privaten Öffentlichkeit“ und der Salonkultur in Rom.
  • Die Strategien der Kurie zur Geheimhaltung und ihre Grenzen.
  • Die historische Bedeutung des „Quirinus“ als Informationsquelle und Kritiker.

Auszug aus dem Buch

2 Reaktionen in Deutschland und Frankreich

Obwohl auch in anderen europäischen Ländern zum Teil eine gewisse öffentliche Auseinandersetzung im Hinblick auf das Konzil stattfand, waren Frankreich und vor allem Deutschland die Länder, in denen es die heftigsten Diskussionen gab. Die erste bedeutende Reaktion auf den Februar-Artikel der Civiltá war im März die anonym veröffentlichte Artikelserie „Das Concilium und die Civiltá“ des bedeutenden Münchner Theologen Ignaz von Döllinger. In diesen „heftige[n] und einseitige[n] Artikel[n]“ behauptet er, die im Civiltá-Artikel geäußerten Ziele entsprächen genau denen des Papstes, dies bedeute aber eine totale Absage an die Moderne und eine Isolation der Kirche von der Gesellschaft. Er greift darüber hinaus die Lehre der Unfehlbarkeit („Wahn, [...] Hirngespinst“) und überhaupt den päpstlichen Primat scharf an. Erst diese Angriffe waren es wiederum, die dafür sorgten, dass sich in Deutschland die durchaus inhomogene Gruppe ultramontaner Katholiken solidarisierte: In Anbetracht des nun öffentlich hervorgetretenen gemeinsamen Feindes wurde eventuelle eigene Kritik an der Civiltá zur Nebensache.

Zusammenfassung der Kapitel

A Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach dem Einfluss der Öffentlichkeit auf das Erste Vatikanische Konzil vor und erläutert die methodische Entscheidung, sich auf exemplarische Quellen und ausgewählte Forschungsliteratur zu stützen.

B Öffentlichkeit vor und während des Konzils: Dieses Kapitel analysiert die Dynamik der Unfehlbarkeitsdebatte im Vorfeld durch ultramontane und liberale Veröffentlichungen sowie die Herausforderungen, die sich durch die Presse und das gesellschaftliche Leben in Rom während des Konzils ergaben.

I Die Debatte um die Unfehlbarkeit im Vorfeld des Konzils: Der Abschnitt beleuchtet die Rolle der jesuitischen Zeitschrift „La Civiltá Cattolica“ als Impulsgeber für die Infallibilitätsdebatte sowie die polarisierten Reaktionen in Deutschland und Frankreich.

1 Infallibilistische Vorstöße der Civiltá Cattolica: Hier wird untersucht, wie durch gezielte Artikel Forderungen nach einer Definition der päpstlichen Unfehlbarkeit in die Öffentlichkeit getragen wurden und welche Rolle dies bei der Provokation von Gegenreaktionen spielte.

2 Reaktionen in Deutschland und Frankreich: Dieses Kapitel behandelt die öffentliche Gegenwehr liberaler Kräfte, insbesondere durch Ignaz von Döllinger, und zeigt die daraus resultierende Solidarisierung innerhalb ultramontaner Kreise auf.

II Öffentlichkeit im Konzilsverlauf: Die Ausführungen konzentrieren sich auf die Unmöglichkeit einer absoluten Geheimhaltung während des Konzils im Zeitalter der aufkommenden Massenmedien.

1 „Private Öffentlichkeit“: Gesellschaftliches Leben in Rom: Dieses Kapitel beschreibt die Bedeutung der römischen Salons als informelle Kommunikationsorte, in denen sich Diplomaten, Kleriker und Laien über den Verlauf des Konzils austauschten.

2 Die „Römischen Briefe“ des Quirinus und Gegenmaßnahmen der Kurie: Dieser Abschnitt analysiert die unter dem Pseudonym Quirinus veröffentlichten Berichte von Döllinger in der Augsburger Allgemeinen Zeitung als wichtigstes oppositionelles Korrektiv zum offiziellen Informationsmonopol des Vatikans.

C Ergebnisse: Das Fazit fasst zusammen, dass die Unterschätzung der modernen Öffentlichkeit durch die Kurie zu einem verzerrten Bild des Konzils in der Weltöffentlichkeit führte und das Konzil insgesamt eine illiberale Wirkung entfaltete.

Schlüsselwörter

Erstes Vatikanum, päpstliche Unfehlbarkeit, Infallibilität, Öffentlichkeit, Presse, Civiltá Cattolica, Ignaz von Döllinger, Quirinus, Ultramontanismus, Liberalismus, Konzilsgeheimnis, Römische Briefe, Kirchengeschichte, Katholizismus, Pius IX.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der öffentlichen Meinung im Kontext des Ersten Vatikanischen Konzils und wie diese die Debatte um die päpstliche Unfehlbarkeit beeinflusste.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Wechselwirkung zwischen kircheninternen Vorgängen und öffentlicher Wahrnehmung durch Presse, Briefe und den informellen Austausch in der römischen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Einfluss der modernen Öffentlichkeit auf die Debatten im Vorfeld und während des Konzils zu klären und aufzuzeigen, wie die Kommunikation mit der Außenwelt durch die Kurie gehandhabt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine quellenbasierte Analyse, wobei er exemplarisch wichtige zeitgenössische Publikationen (z.B. „Civiltá Cattolica“ und „Römische Briefe“) auswertet und diese in den Kontext der aktuellen kirchenhistorischen Forschung einordnet.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Debatte um die Unfehlbarkeit im Vorfeld des Konzils (mit Fokus auf Deutschland und Frankreich) sowie die Auswirkungen der privaten Öffentlichkeit und der Quirinus-Briefe während des laufenden Konzils.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Infallibilität, Öffentlichkeit, Konzilsgeschichte, ultramontane Propaganda und die Rolle der katholischen Presse definiert.

Welche Funktion erfüllten die „Römischen Briefe“ des Quirinus?

Sie fungierten als wichtigstes oppositionelles Sprachrohr, das die Informationslücke füllte, die durch die Geheimhaltungspolitik der Kurie entstanden war, und boten eine kritische Sichtweise auf die Abläufe des Konzils.

Wie reagierte die Kurie auf die öffentliche Debatte?

Die Kurie versuchte primär durch ein strenges Geheimhaltungsgebot zu agieren, was sich in einer Ära der aufkommenden Presse als weitgehend wirkungslos erwies und letztlich zu einem negativen öffentlichen Bild führte.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle der Öffentlichkeit auf dem 1. Vatikanischen Konzil und bei der Unfehlbarkeitsdebatte im Vorfeld
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Autor
Kilian Georg Wolf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
12
Katalognummer
V174196
ISBN (Buch)
9783640945115
ISBN (eBook)
9783640945214
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vatikanum I Vaticanum I 1. Vatikanum 1. Vatikanisches Konzil Unfehlbarkeit Infallibilität Pius IX moderne Öffentlichkeit Hirtenbriefe moderne Presse Döllinger Civiltá Cattolica Quirinus Veuillot Dupanloup matriarchen rom kirchengeschichte kulturkampf
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kilian Georg Wolf (Autor:in), 2010, Die Rolle der Öffentlichkeit auf dem 1. Vatikanischen Konzil und bei der Unfehlbarkeitsdebatte im Vorfeld, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/174196
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Leseprobe aus  12  Seiten
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