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Bedeutung und Wechselwirkungen von Talenten, Selbst- und Metakompetenzen

Title: Bedeutung und Wechselwirkungen von Talenten, Selbst- und Metakompetenzen

Bachelor Thesis , 2011 , 94 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: David Hauck (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation

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Summary Excerpt Details

Innovation bzw. Innovationsfähigkeit haben sich in den letzten Jahren zu einem entscheidenden Faktor für die Wettbewerbs- und somit Überlebensfähigkeit von Organisationen entwickelt (vgl. Elke, (2007)S.752); Guldin, (2007) S.767). In den vergangenen Jahren erfuhr
das Wort „Globalisierung“ in diesem Zusammenhang einen wahrlich inflationären Gebrauch und es fällt schwer, diesen Begriff ein weiteres mal zu gebrauchen. Gleichwohl ist es geboten,
zentralen Verwerfungen und Herausforderungen des neuen Jahrtausends auf den Ebenen Markt, Organisation und Individuum kurz zu skizzieren:
- Die Liberalisierung des Welthandels (vgl. Fäßler (2007) S. 51) hat den Wettbewerbsdruck auf dem heimischen Markt deutlich erhöht, gleichzeitig müssen in den Schwellenländern neue Märkte erschlossen werden
- Die „neuen Medien“ haben den Informationsfluss geradezu explodieren lassen. Die Märkte werden transparenter, Kunden aber auch Mitarbeiter sind besser informiert und zeigen, auch durch den parallel einhergegangenen
- Wertewandel, weniger Loyalität und eine höhere Wechselbereitschaft (vgl. von Rosenstiel (2007) S.55ff)
- Der demographische Wandel wird einen Fachkräftemangel nach sich ziehen und die Belegschaft durch spezifische Probleme, die das älter werden mit sich bringt, kennzeichnen (vgl. Miller & Rößler (2009) S.12)
Die skizzierten Verwerfungen halten weiter an und erfordern ein hohes Maß an Flexibilität und Erschließung nachhaltiger Potenziale (vgl. Elke (2007) S.752)
Das Personalmanagement bleibt von den Herausforderungen, die das neue Zeitalter mit sich bringt, natürlich nicht unberührt: Dynamische Märkte erfordern flexible, interaktive Arbeitsstrukturen,
an die Stelle fester Organisationen werden zunehmend offene Systeme und Adhoc Netzwerke treten. In virtuellen Organisationsstrukturen müssen zusätzliche Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine optimiert werden. Diese Organisationsformen stellen ganz neue Anforderungen an Führung und Mitarbeiter (Miller & Rößler, (2009) S.12)
Parallel wird sich der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter dramatisch verschärfen. Ein Grund hierfür ist der Fachkräftemangel der sich (insbesondere in den westlichen Industrienationen)
aus der demographischen Entwicklung ergibt. Der damit einhergehende, unbedingt notwendige Wissenstransfer zwischen älteren, erfahrenen Mitarbeitern und nachrückenden „Young Professionals“ erfordert Offenheit, Lernfähigkeit und Lernbereitschaft bei den Betroffenen.[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Talente – Bedeutung und Überblick

2.1 Talent und Talentmanagement - zentrale Themen in unserer Zeit

2.2 Der Einfluss von Anlage und Umwelt auf das Talent

2.2.1 Die Anlage-Umwelt-Problematik

2.2.2 Ein interaktionistischer Ansatz

2.3 Talent als Entwicklungsprozess

2.3.1 Differenzierung zwischen Begabung und Talent

2.3.2 Die Facetten des Einflussfaktors Person

2.4 Heutiges Begriffsverständnis von Talent

2.4.1 Talent als Kompetenzentwicklungspotenzial

2.4.2 Der Ansatz von Heyse & Ortmann

3 Selbstkompetenzen – Bedeutung und Überblick

3.1 Der Kompetenzkontext – Standortbestimmung

3.1.1 Abgrenzung Kompetenz, Wissen, Qualifikation

3.1.2 Die Handlungen des Selbst

3.2 Die fundamentale Bedeutung der Selbstkompetenzen

3.2.1 Übersicht und Definitionen

3.2.2 Auswirkungen auf andere Kompetenzklassen

3.2.3 Persönlichkeitsimmanente Facetten der Selbstkompetenz

3.3 Selbstkompetenz und Selbstorganisation

3.3.1 Systemische Perspektiven

3.3.2 Humanistische Perspektiven

3.3.3 Bedeutung der Selbstorganisation für die Selbstkompetenz

4 Perspektiven der Metakompetenz

4.1 Metakompetenzen als systemmübergreifende Kompetenzen

4.2 Metakompetenz als Weisheit

4.2.1 Bedeutung des Lebensalters

4.2.2 Bedeutung von Persönlichkeitsmerkmalen

4.3 Metakompetenz als universelle Problemlösungsfähigkeit

4.3.1 Positiver Kreislauf explorativen Verhaltens

4.3.2 Genetische Aspekte explorativen Verhaltens

4.4 Metakompetenz als Kompetenzentwicklungskompetenz

4.4.1 Bedeutung der Außenperspektive

4.4.2 Der Ansatz von Briscoe & Hall

4.5 Eigenschaften metakompetenter Personen

5 Wechselwirkungen von Talenten, Selbst- und Metakompetenzen

5.1 Zusammenfassende Gegenüberstellung

5.2 Schnittmengen, Zusammenhänge und Unterschiede

5.2.1 Talent und Selbstkompetenz

5.2.2 Selbstkompetenz und Metakompetenz

5.2.3 Metakompetenz und Talent & konzeptübergreifende Zusammenhänge

6 Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das Wesen und die Wechselwirkungen von Talenten, Selbstkompetenzen und Metakompetenzen. Ziel ist es, diese Konstrukte theoretisch zu fundieren, deren Kernmerkmale herauszuarbeiten und ihre Bedeutung für die heutige, dynamische Arbeitswelt zu beleuchten, um ein tieferes Verständnis für die Kompetenzentwicklung von Individuen in Organisationen zu schaffen.

  • Theoretische Fundierung und Abgrenzung der Begriffe Talent, Selbstkompetenz und Metakompetenz.
  • Analyse der Bedeutung von Anlage- und Umweltfaktoren für die Talententwicklung.
  • Untersuchung der Selbstorganisation als basaler Faktor für Selbst- und Metakompetenz.
  • Gegenüberstellung und Identifikation von Schnittmengen und Wechselwirkungen der drei Konstrukte.
  • Ableitung von Schlussfolgerungen für die berufliche Praxis und moderne Personalentwicklung.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Die Anlage-Umwelt-Problematik

In der frühen Psychologie, war man, je nachdem welcher Denkschule man angehörte, davon ausgegangen, dass entweder die genetische Veranlagung oder die Erziehung bzw. Schulung allein verantwortlich für den Ausbildungsgrad einer Begabung sei (vgl. Stein (2003) S. 41).

Auch heute noch sind gegenläufige Tendenzen zu erkennen: Während die Eignungsdiagnostik bemüht ist, die Person mit den „passenden“ Merkmalen für eine Stelle auszuwählen und somit eher (wenn vielleicht auch implizit) an eine Stabilität der Eigenschaften glaubt, basiert die Arbeit eines Personalentwicklers auf der Annahme, dass die Merkmale einer Person wandelbar seien (vgl. von Rosenstiel (2007) S. 146).

Ein aktueller Trend in der populärwissenschaftlichen „Community“ postuliert, dass im Bezug auf die Erbringung von Spitzenleistungen für fast jeden alles möglich sei (z.B. Siefer (2009), Coyle & Neubauer (2009), Syed & Kretzschmar (2010)). Man beruft sich auf neue neurowissenschaftliche Erkenntnisse, welche sich mit der Entstehung von Talent und Intelligenz beschäftigen und kommt zu dem Schluss, dass Spitzenleistungen nicht auf Veranlagungen beruhten, sondern das Ergebnis von Fleiß, Motivation und einem leistungsförderlichen Umfeld seien.

So gesehen befinden sich die Vertreter dieses Paradigmas nahe bei den „millieutheoretischen Optimisten“, welche vorwiegend im Lager der Lerntheoretiker zu finden sind (z.B. Watson (1913), Skinner (1938), zitiert nach von Rosenstiel (2007) S. 146) und „von einer nahezu unbegrenzten Möglichkeit der Formung menschlichen Verhaltens ausgehen“ (von Rosenstiel (2007) S. 146).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Herausforderungen durch Globalisierung und Fachkräftemangel und führt die Untersuchung der Konstrukte Talent, Selbstkompetenz und Metakompetenz als Antwort auf diese Entwicklungen ein.

2 Talente – Bedeutung und Überblick: Dieses Kapitel analysiert das Talentkonzept, beleuchtet den Einfluss von Genetik und Umwelt sowie die Transformation von Begabung in spezifische Talente im Entwicklungsprozess.

3 Selbstkompetenzen – Bedeutung und Überblick: Der Fokus liegt hier auf der Klärung des Kompetenzbegriffs, der Bedeutung der Selbstorganisation und der fundamentalen Rolle der Selbstkompetenz als steuernde Kraft im Individuum.

4 Perspektiven der Metakompetenz: Dieses Kapitel nähert sich der Metakompetenz über verschiedene Ansätze wie Weisheit, Problemlösungsfähigkeit und Kompetenzentwicklung, um die übergeordneten Steuerungsmechanismen des Individuums zu verdeutlichen.

5 Wechselwirkungen von Talenten, Selbst- und Metakompetenzen: Hier werden die drei Konstrukte synthetisiert, ihre Schnittmengen identifiziert und ihre interdependenten Zusammenhänge integrativ dargestellt.

6 Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung der untersuchten Kompetenzen für die moderne Arbeitswelt zusammen und plädiert für eine stärkere Integration von Selbstreflexion und Potenzialentwicklung in die betriebliche Praxis.

Schlüsselwörter

Talentmanagement, Selbstkompetenz, Metakompetenz, Kompetenzentwicklung, Selbstorganisation, Begabung, Lernfähigkeit, Anpassungsfähigkeit, Selbstreflexion, Eigeninitiative, Humanistische Psychologie, Personalmanagement, Potenzialentfaltung, Systemische Perspektive, Berufseignungsdiagnostik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Konstrukte Talente, Selbstkompetenzen und Metakompetenzen sowie deren gegenseitige Abhängigkeiten und Bedeutung für die persönliche Entwicklung und Leistungsfähigkeit im beruflichen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung zwischen Begabung und Talent, der Rolle der Selbstorganisation für die Kompetenzbildung und der Analyse von Metakompetenzen als übergeordnete Steuerungsebene für Problemlösung und Lernen.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Hauptziel ist es, ein einheitliches Verständnis dieser Kernkompetenzen zu entwickeln und aufzuzeigen, wie sie ineinandergreifen, um in einer dynamischen, durch Globalisierung und Fachkräftemangel geprägten Arbeitswelt erfolgreich bestehen zu können.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Der Autor nutzt eine fundierte Literaturanalyse und arbeitet mit theoretischen Modellen aus der Arbeits- und Organisationspsychologie, um die Konstrukte systematisch zu vergleichen, zu strukturieren und in synaptischen Modellen zu visualisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der einzelnen Konstrukte (Talent, Selbstkompetenz, Metakompetenz) und mündet in eine integrative Gegenüberstellung, die deren Interdependenzen und Schnittmengen aufzeigt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Kompetenzentwicklung, Selbstorganisation, Anpassungsfähigkeit, Lernfähigkeit, Potenzialentfaltung und das Konzept der „höheren Warte“ bei der Problembetrachtung.

Warum wird Selbstkompetenz als „fundamentale“ Kompetenz beschrieben?

Da Selbstkompetenz die Basis für das Selbstverständnis und die Steuerung der eigenen Handlungen bildet, beeinflusst sie maßgeblich die Wirksamkeit aller anderen Kompetenzbereiche, wie etwa fachliche oder soziale Fertigkeiten.

Welche Rolle spielt die „Außenperspektive“ bei der Entwicklung von Metakompetenzen?

Die Außenperspektive, beispielsweise durch Coaching oder Supervision, ist notwendig, um unbewusste Verzerrungen, Projektionen und blinde Flecken zu identifizieren, die einer effektiven Selbstreflexion und damit der Kompetenzentwicklung im Weg stehen könnten.

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Details

Title
Bedeutung und Wechselwirkungen von Talenten, Selbst- und Metakompetenzen
Course
Wirtschaftspsychologie (Arbeits- und Organisationspsychologie)
Grade
1,3
Author
David Hauck (Author)
Publication Year
2011
Pages
94
Catalog Number
V174097
ISBN (eBook)
9783640945269
ISBN (Book)
9783640945474
Language
German
Tags
bedeutung wechselwirkungen talenten selbst- metakompetenzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
David Hauck (Author), 2011, Bedeutung und Wechselwirkungen von Talenten, Selbst- und Metakompetenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/174097
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