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Die Institutionalisierung des Kursächsischen Ingenieurkorps u.b.B. der Auswirkungen des Großen Nordischen Krieges

Titel: Die Institutionalisierung des Kursächsischen Ingenieurkorps u.b.B. der Auswirkungen des Großen Nordischen Krieges

Bachelorarbeit , 2010 , 49 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Bachelor of Arts Paul Schrön (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Neuere Geschichte

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das späte 17. und frühe 18. Jahrhundert sahen einen tiefgreifenden Umschwung in nahezu allen Bereichen des Militärs. An die Stelle wuchtiger Trutzburgen traten flache, mit geometrischer Exaktheit geplante, Festungen. Der Söldner musste dem „miles perpetuus“ (Soldat eines stehenden Heeres) weichen. Die Artillerie entwickelte sich von einer Waffe, die hauptsächlich Angst verbreiten sollte, aber wenig Wirkung „im Ziel“ hatte, zu einer schlagkräftigen Waffengattung. Der Aufbau einer „[…] große[n] Anzahl der Befestigungen veränderte ohne Frage das Verhältnis der Belagerungen zu den Schlachten erheblich“. Obwohl einem späteren Zeitalter zuzuordnen sollte in diesem Atemzug Clausewitz zitiert werden: „Eine Festung, die eine wirkliche Belagerung veranlaßt und aushält, drückt natürlich mit einem stärkeren Gewicht auf die Waagschale des Krieges als eine, welche durch ihre Werke bloß den Gedanken einer Wegnahme dieses Punktes entfernt […]“. Damit stieg sowohl der Bedarf an geeigneten Erbauern dieser Festungen als auch an geeigneten Fachkräften und Möglichkeiten zu ihrer Belagerung.
Einzelne Truppengattungen begannen sich im Laufe dieser Entwicklung herauszubilden. So wurden aus Artilleriehandwerkern sehr schnell Pontoniere, Sappeure, Mineure und schließlich Pioniere. Festungsbaumeister, die, zeitweilig angestellt und der Artillerie angegliedert, das militärische und teilweise auch zivile Bauwesen leiteten, wurden schließlich ein separater Teil des Heeres und in dauerhaften Diensten gehalten.
Doch lief die Entwicklung in diesem Bereich wirklich so geradlinig ab? Was veranlasste das militärisch rückständige Sachsen dazu, ein Ingenieurkorps aus der Taufe zu heben – noch weit vor der Führungsmacht dieser Zeit, Frankreich, und vor dem militärisch dominanten Brandenburg-Preußen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

a. Herleitung des Themas

b. Forschungs-/Literaturbericht

c. Definitionen

2. Ingenieure vor dem Nordischen Krieg

a. Numerische Entwicklung

b. Ausbildung und Festungsbau

c. Organisation

d. Einsatz

3. Ingenieureinsatz im Nordischen Krieg

a. Riga 1700

b. Thorn 1703

c. Stralsund 1715

4. Aufstellung eines Korps und Heeresreform 1730-33

a. Numerische Entwicklung

b. Ausbildung und Festungsbau

c. Organisation

d. Einsatz

5. Vergleich mit anderen Staaten

a. Frankreich

i. Entwicklung

ii. Ausbildung/Professionalisierung

iii. Organisation

b. Brandenburg-Preußen

i. Entwicklung

ii. Ausbildung/Professionalisierung

iii. Organisation

6. Zusammenführung der Ergebnisse/Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die These, dass die Institutionalisierung des kursächsischen Ingenieurkorps eine direkte Folge der militärischen Erfordernisse und Erfahrungen während des Großen Nordischen Krieges war.

  • Historische Entwicklung der militärischen Ingenieurwesen in Sachsen.
  • Analyse der Ingenieureinsätze bei den Belagerungen von Riga, Thorn und Stralsund.
  • Vergleich der sächsischen Entwicklung mit Frankreich und Brandenburg-Preußen.
  • Bewertung des Einflusses von Ausbildung, Organisation und Professionalisierung auf den Kriegserfolg.
  • Untersuchung der Heeresreformen und der Etablierung eines eigenständigen Ingenieurkorps.

Auszug aus dem Buch

c. Stralsund 1715

Die Belagerung von Stralsund hatte ihre hohe Bedeutung nicht nur, weil „zwei Könige an der Spitze ihrer Heere mit den Truppen eines dritten Königs verstärkt, […] gegen den Vierten […] [kämpften]“, sondern weil ebenjener vierte König, Karl XII., damit seine finale Niederlage auf dem Reichsgebiet hinnehmen musste.

Am 17. Juli 1715 trafen die sächsischen Truppen mit den Preußen und Dänen vor Stralsund zusammen. Geführt wurden die Heere von Leopold v. Anhalt-Dessau (Preußen), v. Wackerbarth (Sachsen) und dem Herzog v. Württemberg (Dänemark). Im Zuge dieser Vereinigung gelang es sächsischen und preußischen Truppen unter v. Arnim am 21.August 1715, die Peenamünder Schanze auf Usedom zu nehmen. Nachdem die Stadt von der Landseite weitgehend abgeschnitten war, wurden am 19. Oktober 1715 die Laufgräben eröffnet.

Durch Überläufer wurde bekannt, dass die Seeseite der Festung bei Ebbe begehbar war, weshalb der Angriffsplan darauf ausgerichtet wurde. Von Seckendorf sollte mit einem frontalen Angriff den Gegner ablenken, während ein größeres Korps unter Obrist Köppen von der Seeseite in die Verschanzungen eindringen sollte. Die Überraschung gelang. Am Verschanzungstor konnten drei Regimenter überrumpelt und gefangen genommen werden. Damit war die Festungsbesatzung auf das eigentliche Bauwerk zurückgedrängt worden. Ein Gegenangriff der schwedischen Besatzung scheiterte, obwohl die Verbündeten bereits den Sieg feierten „wobei es nicht ganz ohne Unordnung zugieng, indem viele Soldaten sich von dem mächtigen Reitze des in den Linien und der Vorstadt in Menge gefundenen Bieres und Branntweins hinreißen ließen, und auf Vernunft und Manneszucht Verzicht thaten“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Herleitung des Themas und Überblick über den Forschungsstand sowie die Definition der zentralen Begriffe.

2. Ingenieure vor dem Nordischen Krieg: Analyse der numerischen Entwicklung, Ausbildung und Organisation der frühen Kriegsbaumeister.

3. Ingenieureinsatz im Nordischen Krieg: Untersuchung der spezifischen Belagerungsszenarien in Riga, Thorn und Stralsund als Fallbeispiele für die Arbeit der Ingenieure.

4. Aufstellung eines Korps und Heeresreform 1730-33: Darstellung der Institutionalisierung zum selbstständigen Korps und der strukturellen Veränderungen im Rahmen der Heeresreformen.

5. Vergleich mit anderen Staaten: Einordnung der sächsischen Entwicklung im Vergleich zu den militärischen Standards von Frankreich und Brandenburg-Preußen.

6. Zusammenführung der Ergebnisse/Fazit: Synthese der Erkenntnisse und Validierung der Ausgangsthese zur Entstehung des Ingenieurkorps als Folge des Nordischen Krieges.

Schlüsselwörter

Großer Nordischer Krieg, Kursächsisches Ingenieurkorps, Festungsbau, Belagerung, Militärgeschichte, Institutionalisierung, Professionalisierung, August der Starke, Kriegsbaumeister, Heeresreform, Stralsund, Riga, Thorn, Wackerbarth, Militärische Organisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entstehung und Institutionalisierung des kursächsischen Ingenieurkorps im Kontext des Großen Nordischen Krieges Anfang des 18. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Entwicklung der Ingenieurskunst, die Organisation technischer Truppen, die Rolle des Festungsbaus sowie die militärischen Ausbildungsgänge jener Zeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob die Gründung des eigenständigen sächsischen Ingenieurkorps eine unmittelbare Konsequenz aus den gemachten militärischen Erfahrungen während des Nordischen Krieges war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf der Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Quellenberichten und vergleichenden Studien zu anderen europäischen Armeen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ingenieure vor dem Krieg, deren praktischen Einsatz in bedeutenden Belagerungen sowie den Vergleich mit den Entwicklungen in Frankreich und Preußen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Institution, Ingenieurkorps, Nordischer Krieg, Festungsbau, Professionalisierung und Militärorganisation.

Warum war das Scheitern vor Riga 1700 entscheidend für die spätere Organisation?

Die Belagerung vor Riga offenbarte gravierende Mängel in der Planung und Koordination, die den Schluss zuließen, dass die Ingenieure nur als beratendes, aber nicht entscheidungsbefugtes Element tätig waren.

Inwiefern unterschied sich die Rolle von Wackerbarth bei der Belagerung Stralsunds?

Wackerbarth agierte als General und Ingenieur und integrierte das nun als Korps formierte Ingenieurwesen direkt in die operative Planung, was den Erfolg der Operation maßgeblich beeinflusste.

Warum stagnierte die Entwicklung des sächsischen Korps nach 1730?

Während andere Staaten wie Brandenburg-Preußen massiv in die Modernisierung ihrer technischen Truppen investierten, blieb Sachsen auf dem erreichten Status quo stehen und vernachlässigte notwendige Reformen.

Ende der Leseprobe aus 49 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Institutionalisierung des Kursächsischen Ingenieurkorps u.b.B. der Auswirkungen des Großen Nordischen Krieges
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften)
Note
2,0
Autor
Bachelor of Arts Paul Schrön (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
49
Katalognummer
V174056
ISBN (eBook)
9783640944187
ISBN (Buch)
9783640944347
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Artillerie Ingenieur Ingenieurkorps Nordischer Krieg Karl XII August der Starke Schweden Brandenburg Preußen Frankreich Festung Festungswesen Belagerung Sappeure Mineure Pontoniere Frühe Neuzeit Militärgeschichte Sachsen Pioniere sächsische Krieg Kriegsbaumeister Geschichte technische Truppen Stralsund Riga Kriegführung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Paul Schrön (Autor:in), 2010, Die Institutionalisierung des Kursächsischen Ingenieurkorps u.b.B. der Auswirkungen des Großen Nordischen Krieges, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/174056
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Leseprobe aus  49  Seiten
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