Diese theoretischen Projektarbeit untersucht am Beispiel der Deutschen Börse AG in Frankfurt (DAX), wie schnell aktuelle Informationen zu einer Veränderung der jeweiligen Börsenkurse führen. Die Schnelligkeit der Informationsverarbeitung schlägt sich auf die Kurse nieder, dies stellt eine detaillierte Betrachtung der Informationseffizienz auf dem Kapitalmarkt dar. Am Beispiel der Deutschen Börse AG untersucht die Autorin die Verarbeitung dieser Informationseffizienz genauer.
Hierbei wird folgende Problemstellung in Betracht gezogen: Die Kapitalmärkte haben drei Hauptfunktionen, nämlich die Risikotransformation, die Losgrößentransformation und zuletzt die Fristentransformation. Das Zusammenspiel dieser Hauptfunktionen ist verantwortlich für die funktionierende Effizienz des Kapitalmarktes. Auch die Institutionen der Kapitalmärkte spielen eine wichtige Rolle in dieser Betrachtung. Am Ende der Arbeit soll aufgezeigt werden, ob das vorgenommene Ziel anhand des oben genannten Beispiels erreicht wurde.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung und Zielsetzung
2. Aufbau und Struktur
3. Finanzmarkt
3.1 Ein historischer Überblick über den Finanzmarkt
3.2 Der Kapitalmarkt
3.2.1 Aufbau des Kapitalmarktes
3.2.2 Determinanten eines funktionsfähigen Kapitalmarktes
4. Die Börse im Allgemeinen
4.1 Der Börsenbegriff
4.2 Die Aufgabe der Börse
4.3 Die Träger der Börse
4.4 Die Funktion der Börse
5. Theoretische Grundlagen der Informationseffizienz
5.1 Der Begriff Informationseffizienz
5.2 Die Theorie von Fama
5.2.1 Die Ausprägungen der Informationseffizienz
5.3 Kriterien zur Beurteilung der Informationseffizienz an Börsen
6. Die Deutsche Börse AG
6.1 Das Unternehmensportrait
6.1.1 Die Aktionärsstruktur
6.1.2 Die Unternehmensidentität
6.2 Die Marktsegmente
6.3 Die Beurteilung im Hinblick auf die Informationseffizienz
7. Abschließende Beurteilung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert am Beispiel der Deutschen Börse AG in Frankfurt, wie schnell aktuelle Informationen zu einer Veränderung der Börsenkurse führen, um so die Informationseffizienz auf dem Kapitalmarkt zu untersuchen und die Eignung der Deutschen Börse AG in diesem Kontext zu bewerten.
- Historische Entwicklung der Finanzmärkte
- Aufbau und Funktionen des Kapitalmarktes
- Theoretische Konzepte der Informationseffizienz nach Fama
- Struktur und Marktsegmente der Deutschen Börse AG
- Beurteilung der Informationseffizienz an der Börse
Auszug aus dem Buch
3.1 Ein historischer Überblick über den Finanzmarkt
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die westlichen Finanzmärkte von einer starken Regulierung geprägt. Die Kommunikationstechnologie erlaubte keinen raschen internationalen Datentransfer, internationaler Handel und Direktinvestitionen spielten eine untergeordnete Rolle.
In den 60er Jahren änderte sich die Situation grundlegend. Zinsregulierungen und Kapitaltransferbeschränkungen in nationalen Finanzplätzen begünstigten die Entwicklung von Offshore-Finanzplätzen. Diese Finanzplätze, die auf Regulierung, Kapitaltransferbeschränkungen und Mindestreserve weitgehend verzichteten und oft Steuervorteile boten. Die Geldaufnahme bzw. Geldanlage erwies sich an solchen Plätzen als günstiger.
Große Banken waren gezwungen durch Tochtergesellschaften oder Filialen an den Offshore-Standorten Präsenz zu zeigen und sich neu zu etablieren. Im Gegensatz zum nationalen Kapitalmarkt, war die Konkurrenz an den neu erschlossenen Offshore-Standorten bedeutend größer. Geldnehmer und Anleger erkannten bald die Vorzüge des Offshore- oder Euromarktes, so dass sein Volumen stark anstieg.
In den 70er Jahren wurde der Euromarkt durch unterschiedliche Faktoren begünstigt. Neben der raschen Entwicklung der Kommunikationstechnologie, dem Zusammenbruch des Bretton Woods Systems, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt und ist das neu geordnete internationale Währungssystem von festen Wechselkursen, das von dem goldhinterlegten US-Dollar als Leitwährung bestimmt war, spielte auch das enorme Zahlungsbilanzungleichgewicht resultierend aus der Ölkrise 1973 eine Rolle. Zur Senkung der Kosten für internationale Transaktionen und zur enormen Beschleunigung dieser, kam es durch die elektronische Kommunikation.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung und Zielsetzung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Börse als Ort für Investitionen und stellt die Forschungsfrage zur Schnelligkeit der Informationsverarbeitung an der Deutschen Börse AG.
2. Aufbau und Struktur: Dieses Kapitel gibt einen methodischen Überblick über den Aufbau der Arbeit und die thematische Abfolge der einzelnen Kapitel.
3. Finanzmarkt: Hier werden der historische Kontext der Finanzmärkte nach 1945 beleuchtet sowie der Aufbau und die funktionalen Determinanten des Kapitalmarktes definiert.
4. Die Börse im Allgemeinen: Dieses Kapitel definiert den Börsenbegriff, erläutert die Aufgaben und Funktionen einer Börse sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen und Trägerschaften.
5. Theoretische Grundlagen der Informationseffizienz: Der theoretische Kernteil definiert den Begriff der Informationseffizienz und stellt die einflussreiche Theorie von Fama mit ihren verschiedenen Ausprägungsformen vor.
6. Die Deutsche Börse AG: Anhand eines Porträts der Deutschen Börse AG, ihrer Aktionärsstruktur und Marktsegmente wird die praktische Anwendung der Effizienztheorie evaluiert.
7. Abschließende Beurteilung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die starke Informationseffizienz der Deutschen Börse AG im Kontext der theoretischen Vorgaben.
Schlüsselwörter
Informationseffizienz, Kapitalmarkt, Börse, Deutsche Börse AG, Finanzmarkt, Fama, Aktienmarkt, Bewertungseffizienz, Markttransparenz, Transformationsfunktionen, Primärmarkt, Sekundärmarkt, DAX, Börsenhandel, Informationsverarbeitung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Funktionsweise von Kapitalmärkten und analysiert insbesondere das Konzept der Informationseffizienz im Börsenhandel.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentral sind der historische Hintergrund der Finanzmärkte, die Funktionen des Kapitalmarktes, die Theorie der Informationseffizienz sowie die unternehmensspezifische Untersuchung der Deutschen Börse AG.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu analysieren, wie schnell aktuelle Informationen an der Deutschen Börse AG zu Kursveränderungen führen und inwieweit diese als informationseffizient eingestuft werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Projektarbeit, die primär auf einer Literaturanalyse und der Anwendung der Theorie von Fama auf ein konkretes Praxisbeispiel (Deutsche Börse AG) basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Informationseffizienz, eine detaillierte Beschreibung der Börsenstrukturen und die spezifische Evaluation der Deutschen Börse AG.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Informationseffizienz, Kapitalmarkt, Deutsche Börse AG, Börsenhandel, Marktsegmente und die Theorie von Fama.
Welche Bedeutung hat die Theorie von Fama für die Arbeit?
Famas Theorie bildet die wissenschaftliche Basis, um die Informationseffizienz in die drei Grade (schwach, mittelstark, stark) zu unterteilen und den Aktienhandel der Deutschen Börse AG einzuordnen.
Wie unterscheidet sich der Primärmarkt vom Sekundärmarkt?
Der Primärmarkt dient der Emission neu herausgebrachter Wertpapiere, während der Sekundärmarkt den Handel bereits existierender Wertpapiere zwischen den Marktteilnehmern umfasst.
Was ist das Ergebnis der Beurteilung der Deutschen Börse AG?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Aktienhandel an der Deutschen Börse AG eine starke Informationseffizienz aufweist, da Informationen unverzüglich in die Kurse einfließen.
- Arbeit zitieren
- Elmas Kaman (Autor:in), 2010, Die Informationseffizienz auf Kapitalmärkten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/174044