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Warum setzte sich die Frauenbewegung in Deutschland nicht stärker für ihr Wahlrecht ein?

Titel: Warum setzte sich die Frauenbewegung in Deutschland nicht stärker für ihr Wahlrecht ein?

Essay , 2011 , 9 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Antonia Wilmes (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Die Frau des 19. Jahrhunderts erkannte, dass sie in einer Männerwelt lebte; sie sah, dass die Familie, der Beruf, die Bildungsmöglichkeiten, die Stadt, der Staat, die innere und die äußere Politik, ja auch die Kirche von Männern nach Männerbedürfnissen und –wünschen ausgerichtet waren; und sie sah weiter, dass alle diese Bildungen mit schweren Männern behaftet waren.“

In vier Bereichen kämpften die Frauen um ihre Emanzipation: Gleichheit auf dem Gebiet der Bildung, des Erwerbslebens, der Ehe und Familie und des öffentlichen Lebens in Gemeinde und Staat. Das Frauenwahlrecht wurde von der, in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland entstehenden Frauenbewegung als die „Grundbedingung allen Frauenfortschritts“ angesehen.
Doch die Meinungen gingen auseinander, als es darum ging, wie man an das Frauenwahlrecht gelangen kann und wie schnell das passieren sollte. Viele Frauen des 19. Jahrhunderts hatten das Bedürfnis ihre Lebensumstände zu ändern. Dazu gehörte für sie zwar auch, jedoch nicht in erster Linie, die Forderung nach einem gleichen Wahlrecht für Männer und Frauen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ausgangslage der Frauen im 19. Jahrhundert

3. Der Mangel an Bildung und gesellschaftliche Widerstände

4. Politische Restriktionen und Vereinsarbeit

5. Veränderungen nach 1908 und der Weg zum Wahlrecht

6. Fazit und historische Einordnung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für die anfängliche Zurückhaltung der deutschen Frauenbewegung bezüglich der Forderung nach einem allgemeinen Frauenwahlrecht im 19. Jahrhundert und analysiert die soziopolitischen Rahmenbedingungen, die den Kampf um politische Partizipation erschwerten.

  • Soziale und bildungsbedingte Benachteiligung der Frau
  • Einfluss gesellschaftlicher Rollenbilder und männlicher Dominanz
  • Rechtliche Einschränkungen politischer Betätigung
  • Die Taktik der "sanften Waffen" und Vereinsarbeit
  • Einfluss der Novemberrevolution auf die Einführung des Frauenwahlrechts

Auszug aus dem Buch

Die Rolle der Bildung und gesellschaftliche Widerstände

Der Mangel an Bildung führte weiterhin dazu, dass die Frauen im Berufsleben keine große Rolle spielten. Für die Männerwelt, die die Verantwortung für den Fortschritt der Gesellschaft an sich gerissen hatte, wirkten ihre Frauen also als nicht wichtig genug, um politische Entscheidungen zu treffen. Der Anteil an arbeitenden Frauen war zu dieser Zeit zwar schon sehr groß, da durch die Industrialisierung so viele Arbeitsplätze entstanden, dass auch Frauen in den Betrieben arbeiten konnten und mussten. Doch die bürgerlichen Frauen wollten mehr Auswahl als nur den Beruf der Lehrerin, der ihnen damals zustand. Sie wollten die Möglichkeit haben, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen und nicht von einer Heirat abhängig zu sein. Aus diesem Zusammenhang wurde 1865 der „Allgemeine Deutsche Frauenverein“ gegründet. Mit diesem Ereignis beginnt die organisierte Frauenbewegung in Deutschland.

Dass die Frauenbewegung sich nicht stärker für ein eigenes Wahlrecht einsetzte hat auch mit dem großen Widerstand zu tun, dem sie dabei begegneten. Von Anfang an hatte sie mit Gegnern zu kämpfen, die meist männlich waren. Diese versuchten mit pseudo-wissenschaftlichen und religiösen Argumenten, den Frauenvereinen ihr Existenzrecht abzusprechen. Dazu ein Zitat von H. Jakobs: „ Im Übrigen aber ist die durch Natur und Evangelium gebotene Arbeitsteilung die, dass der Mann für Kampf und Arbeit bestimmt ist, die Frau aber in der Pflege reiner, warmer und inniger Gefühle, in der Bewahrung der Güter, die der Mann erworben, in der Ordnung, Leitung und dem Schmuck des Hauses, die von Gott ihnen anvertraute Arbeit suchen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Frauenwahlrechts in Deutschland ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Gründen für die zögerliche Haltung der Frauenbewegung.

2. Die Ausgangslage der Frauen im 19. Jahrhundert: Dieses Kapitel skizziert das damalige Frauenbild und die tiefgreifende gesellschaftliche Benachteiligung, die eine Emanzipation erschwerte.

3. Der Mangel an Bildung und gesellschaftliche Widerstände: Hier wird analysiert, wie fehlende schulische Bildung und patriarchale Strukturen die Forderung nach politischer Mitbestimmung zunächst untergeordnet erscheinen ließen.

4. Politische Restriktionen und Vereinsarbeit: Das Kapitel behandelt die rechtlichen Verbote politischer Betätigung und die daraus resultierende Strategie, sich durch soziale Arbeit Anerkennung zu verschaffen.

5. Veränderungen nach 1908 und der Weg zum Wahlrecht: Dieser Abschnitt beleuchtet die Liberalisierung des Vereinsrechts und die schrittweise Radikalisierung der Forderungen bis hin zum Durchbruch 1918.

6. Fazit und historische Einordnung: Das Fazit bewertet die Leistungen der frühen Frauenbewegung und setzt deren Kampf in einen Kontext historischer Unvermeidbarkeit.

Schlüsselwörter

Frauenbewegung, Frauenwahlrecht, 19. Jahrhundert, Emanzipation, Bildungsbenachteiligung, Allgemeiner Deutscher Frauenverein, Reichsvereinsrecht, Novemberrevolution, politische Partizipation, Frauenstimmrecht, Geschlechterrollen, Sozialdemokratie, Weimarer Verfassung, politische Vereine, Frauenstimmrechtsvereine

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, warum sich die Frauenbewegung in Deutschland im 19. Jahrhundert nicht resoluter für das aktive und passive Wahlrecht einsetzte, obwohl dies ein zentrales Anliegen für die Gleichberechtigung war.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die Bildungsdefizite der Frauen, die rechtliche Unterdrückung politischer Betätigung, der Einfluss traditioneller Rollenbilder und die unterschiedlichen Strategien der Frauenverbände.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, warum der Kampf um das Wahlrecht von vielen zeitgenössischen Frauenvereinen zugunsten sozialer Projekte in den Hintergrund gedrängt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Autorin stützt sich auf eine historische Analyse sowie eine Sekundäranalyse von einschlägigen historischen Quellen, Parteiprogrammen und zeitgenössischer Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch die rechtlichen Rahmenbedingungen wie die Vereinsgesetze, die Bedeutung des Bildungszugangs und die schließlich einsetzenden politischen Veränderungen bis 1918.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten beschreiben?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Frauenbewegung, Frauenwahlrecht, politische Emanzipation, 19. Jahrhundert und gesellschaftliche Restriktionen charakterisieren.

Wie wirkten sich die rechtlichen Bestimmungen von 1850 auf die Frauen aus?

Die Ausführungsbestimmungen zum Artikel 8 der Reichsverfassung verboten Frauen die Teilnahme an politischen Versammlungen, was eine offene politische Agitation praktisch unmöglich machte.

Welche Rolle spielte der "Allgemeine Deutsche Frauenverein"?

Er fungierte als wichtigster Zusammenschluss der Bewegung, verfolgte jedoch lange Zeit eine taktische Strategie der sozialen Arbeit, anstatt die direkte Konfrontation für das Wahlrecht zu suchen.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Warum setzte sich die Frauenbewegung in Deutschland nicht stärker für ihr Wahlrecht ein?
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,7
Autor
Antonia Wilmes (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
9
Katalognummer
V174001
ISBN (Buch)
9783640943173
ISBN (eBook)
9783640943418
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frauenwahllrecht Gender Emanzipation Wahlrecht 19. Jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Antonia Wilmes (Autor:in), 2011, Warum setzte sich die Frauenbewegung in Deutschland nicht stärker für ihr Wahlrecht ein?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/174001
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Leseprobe aus  9  Seiten
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