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Das "Rote Wien" - "Sozialisierung von unten"

Title: Das "Rote Wien" - "Sozialisierung von unten"

Presentation (Elaboration) , 2008 , 9 Pages

Autor:in: André Brüggenthies (Author)

Sociology - Social System and Social Structure

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Das „rote Wien“ – Eckdaten der Reformbewegung

Die Bezeichnung des „roten Wiens“ beschreibt die Jahre Wiens nach Ende des 1. Weltkrieges unter der Regierung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP). War Wien bis 1921 noch Hauptstadt des Bundeslandes Niederösterreich, das von einer schwarz-roten Koalition regiert wurde, kam es in dieser großen Koalition jedoch
immer wieder zu inhaltlichen Auseinandersetzungen, und auch in der Bevölkerung fand die Koalition wenig Rückhalt. So fand sich in großen Teilen Niederösterreichs eine eher konservative Wählerschaft, die sich nicht in der vor allem in Wien verankerten Sozialdemokratie
wiederfand. Auf gemeinsamen Antrag der sowohl konservativ christlich
sozialen Partei und der SDAP kam es zu einer Verfassungsänderung, mit deren Inkrafttreten zum 1. Januar 1922 Wien eigenständiges Bundesland wurde. Durch diese Änderung war die sozialdemokratische Regierung Wiens nun in der Lage, u.a. eigene Gesetze zu beschließen, was für die spätere Reformbewegung von enormer Wichtigkeit sein sollte. So wurden unter der Sozialdemokratischen Regierung u.a.
folgende Gesetze und Reformen verabschiedet:
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Das „rote Wien“ – Eckdaten der Reformbewegung

2. Die drei Säulen der Arbeiterbewegung

2.1. Die Partei und ihr nahe stehende Organisationen und Vereine

2.2. Gewerkschaftsorganisationen

2.3. Die Konsumgenossenschaften

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der politischen und sozialen Reformbewegungen im Wien der Jahre 1918 bis 1934 unter der Regierung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, wobei insbesondere das Konzept der „Sozialisierung von unten“ im Zentrum der Betrachtung steht.

  • Die politische Etablierung des „roten Wiens“ und dessen gesetzliche Rahmenbedingungen.
  • Die Bedeutung der Arbeiterbewegung als Motor für gesellschaftliche Veränderungen.
  • Die Rolle der parteinahen Vereine, Gewerkschaften und Konsumgenossenschaften bei der Partizipation der Bevölkerung.
  • Die praktische Umsetzung von Wohnbau- und Schulreformen als identitätsstiftende Maßnahmen.
  • Die kritische Reflexion von Grenzen der Reformpolitik, dargestellt am Beispiel des „Heimhofs“.

Auszug aus dem Buch

Die Konsumgenossenschaften

Obgleich es die ersten Genossenschaften in Österreich, wie auch in Wien selbst, bereits vor den Zeiten Sozialdemokratischer Regierung in Wien gab, waren es noch 1873 lediglich 540 zumeist kleine und finanzschwache Genossenschaften, die zudem noch schlecht organisiert und „noch kein Instrument der Sozialdemokratie“4 waren.

Erst 1904 wurden sie auf einem Parteitag der SDAP in Prag offiziell anerkannt und mit der offiziellen Erklärung verabschiedet: „….es als die Pflicht aller von Arbeitern geleiteten Konsumvereine, dem Verband der Arbeiter-, Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften beizutreten und dessen Bestrebung zur Zentralisierung zu unterstützen....“ (ebd.). So hatten sich bereits in diesem Jahr 284 kleinere Gewerkschaften unter dem Dach des „Zentralverbandes Österreichischer Konsumvereine“ mit rund 100.000 Mitgliedern zusammengeschlossen.

In Wien selber, in den Jahren zwischen 1918-1934 gab es nur noch eine Konsumgenossenschaft, die „Sozialdemokratische Konsumgenossenschaft Wiens“ (vgl. Novy K.). Ging es dabei zunächst, wie bei anderen Genossenschaften auf Bundesebene auch um die üblichen Vorteile, wie die Risikoverminderung einzelner Arbeiter und Handwerker, profitierte man von den gleichen Vorteilen wie große Unternehmen im Kapitalismus (Großeinkauf, verbesserte Qualitätskontrolle, u.a.). War die Grundidee der Wiener Konsumgenossenschaft somit der aller Genossenschaften gleich, reichte ihr Einfluss doch weiter in die Gesellschaft hinein. Um dies zu verdeutlichen, zitiert Klaus Novy aus einer zeitgenössischen Schrift wie folgt: „Im Zeitalter der Demokratie wird nur jene Organisation sich durchzusetzen vermögen, die wirklich im Volke verankert ist....“5.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das „rote Wien“ – Eckdaten der Reformbewegung: Das Kapitel erläutert die rechtlichen und historischen Rahmenbedingungen, die es der Sozialdemokratischen Regierung ab 1922 ermöglichten, wegweisende Reformen im Wohnungsbau und Schulwesen umzusetzen.

2. Die drei Säulen der Arbeiterbewegung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Träger der „Sozialisierung von unten“, namentlich die Partei, die Gewerkschaften und die Konsumgenossenschaften, als wesentliche Stützen der gesellschaftlichen Partizipation.

2.1. Die Partei und ihr nahe stehende Organisationen und Vereine: Der Abschnitt beleuchtet die Bedeutung zahlreicher Vereine für die Verankerung sozialdemokratischer Grundgedanken wie Emanzipation und Partizipation in der Bevölkerung.

2.2. Gewerkschaftsorganisationen: Hier wird die Rolle der „freien Gewerkschaften“ bei der Verbreitung sozialistischer Ideen und der Organisation der Arbeiterschaft in der Zeit des „roten Wiens“ beschrieben.

2.3. Die Konsumgenossenschaften: Dieses Kapitel analysiert, wie Konsumgenossenschaften über ihre ökonomische Funktion hinaus zur Vermittlung einer neuen Lebensweise und kollektiven Identität beitrugen.

3. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Reformen vor allem durch die Partizipation der Bevölkerung erfolgreich waren, weist jedoch auch auf die Grenzen radikaler Alltagsveränderungen am Beispiel des „Heimhofs“ hin.

Schlüsselwörter

Rotes Wien, Sozialisierung von unten, SDAP, Reformbewegung, Arbeiterbewegung, Wohnbau, Schulreform, Konsumgenossenschaften, Emanzipation, Partizipation, Gewerkschaften, Gemeindebau, Sozialdemokratie, Klaus Novy, Ideologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den gesellschaftspolitischen Reformen im Wien der Zwischenkriegszeit (1918-1934) unter sozialdemokratischer Führung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind der kommunale Wohnungsbau, die Schulreformen sowie die Rolle der Arbeiterorganisationen als identitätsstiftende Instanzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie das Konzept der „Sozialisierung von unten“ durch die aktive Beteiligung der Bevölkerung die Reformen erfolgreich im Alltag verankerte.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine historische und politikwissenschaftliche Quellenanalyse, die maßgeblich auf den Erkenntnissen von Klaus Novy aufbaut.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Reformbewegungen und die detaillierte Analyse der drei Säulen der Arbeiterbewegung: Parteivereine, Gewerkschaften und Konsumgenossenschaften.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den prägenden Begriffen zählen „Rotes Wien“, „Sozialisierung von unten“, Partizipation, Arbeiterbewegung und soziale Reformen.

Welche Rolle spielten die sogenannten „Superblocks“ im Wiener Wohnungsbau?

Die „Superblocks“ waren nicht nur Wohnraum für rund 65.000 Menschen, sondern integrierten Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten und Waschhäuser, um das tägliche Leben kollektiv zu organisieren.

Warum wird im Fazit das Beispiel des „Heimhofs“ angeführt?

Der „Heimhof“ dient als kritisches Beispiel, an dem deutlich wird, dass radikale Alltagsveränderungen durch Planer die Bevölkerung überfordern können, wenn sie nicht subjektiv als sinnvoll wahrgenommen werden.

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Details

Title
Das "Rote Wien" - "Sozialisierung von unten"
College
University of Applied Sciences Bielefeld  (Sozialwesen)
Course
Soziologie
Author
André Brüggenthies (Author)
Publication Year
2008
Pages
9
Catalog Number
V173982
ISBN (eBook)
9783640944194
ISBN (Book)
9783640944415
Language
German
Tags
rote wien sozialisierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
André Brüggenthies (Author), 2008, Das "Rote Wien" - "Sozialisierung von unten", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173982
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