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Männliche Körpernormen als Ausdruck hegemonialer Männlichkeit

Herausforderungen für eine geschlechterreflektierte Jungenarbeit

Title: Männliche Körpernormen als Ausdruck hegemonialer Männlichkeit

Term Paper , 2026 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Gender Studies

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Summary Excerpt Details

Männliche Körperideale prägen die Entwicklung von Jungen und stehen in engem Zusammenhang mit gesellschaftlichen Vorstellungen von Männlichkeit. Die vorliegende Arbeit untersucht, wie männliche Körpernormen als Ausdruck hegemonialer Männlichkeit wirken und welche Auswirkungen sie auf die Identitätsbildung von Jungen haben. Auf Grundlage der Männlichkeitstheorie von Raewyn Connell wird analysiert, wie Körperbilder, Leistungsanforderungen und soziale Hierarchien unter Jungen reproduziert werden. Abschließend werden Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten für eine geschlechterreflektierte Jungenarbeit aufgezeigt, die Jungen bei der Entwicklung vielfältiger und selbstbestimmter Männlichkeitsentwürfe unterstützen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

2. Theoretischer Rahmen - Hegemoniale Männlichkeit

2.1 Hegemoniale Männlichkeit

2.2 Weiterentwicklung und Kritik

3. Männliche Körpernormen als Bestandteil hegemonialer Männlichkeit

3.1 Körper als Ort sozialer Normierung

3.2 Männliche Körperideale im Kontext hegemonialer Männlichkeit

3.3 Ausschlüsse und Hierarchien unter Jungen

4. Herausforderungen für eine geschlechterreflektierte Jungenarbeit

4.1 Reproduktion vs. Reflexion von Männlichkeitsnormen in der Sozialen Arbeit

4.2 Bezugspunkte hegemoniale Männlichkeit und Jungenarbeit

4.3 Praktische Implikationen

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern männliche Körpernormen als Ausdruck hegemonialer Männlichkeit verstanden werden können und welche Herausforderungen dies für eine geschlechterreflektierte Jungenarbeit darstellt.

  • Analyse von hegemonialen Männlichkeitskonzepten nach Raewyn Connell.
  • Untersuchung des Körpers als Ort sozialer Normierung und geschlechtlicher Inszenierung.
  • Diskussion der Auswirkungen von Körperidealen auf die Identitätsbildung von Jungen.
  • Reflexion der Rolle der Sozialen Arbeit im Spannungsfeld zwischen Normreproduktion und pädagogischer Intervention.
  • Identifizierung von Möglichkeiten für eine geschlechterreflektierte Praxis.

Auszug aus dem Buch

3.2 Männliche Körperideale im Kontext hegemonialer Männlichkeit

Im Kontext hegemonialer Männlichkeit ist der männliche Körper nicht neutral, sondern ein Ausdruck von Macht, Leistungsfähigkeit und Dominanz. Diese Dominanz wird nicht nur über Institutionen oder Diskurse gesichert, sondern auch über körperliche Inszenierungen und Normen (Connell. 2015:130).

Das hegemoniale Körperideal zeichnet sich durch Stärke, muskulöse und große Körper, Kontrolle und Belastbarkeit aus. Der männliche Körper soll leistungsfähig sein, Konkurrenz aushalten und keine Schwäche zeigen. Insbesondere der Sport, welcher auch in der Jungenarbeit einen zentralen Teil der Freizeitgestaltung darstellt, ist ein Raum, in dem diese Eigenschaften öffentlich inszeniert und sozial anerkannt werden. Sportliche Wettbewerbsräume stabilisieren hierarchische Ordnungen unter Männern und bestimmen, wer körperlich dominiert und somit als anerkennungswürdig gilt. Dort werden Ausdauer, Kraft, Durchsetzungsfähigkeit und Ehrgeiz nicht nur sichtbar, sondern auch aktiv gefeiert und gefördert. Stärke bedeutet ein hoher Status und Unterlegenheit führt zu einer klaren Abwertung (Connell 2015:105f).

Doch das hegemoniale Körperideal beschränkt sich nicht nur auf sportliche Räume. In sozialen Medien und unserer Popkultur werden muskulöse und starke Körper ständig reproduziert. Plattformen wie Instagram inszenieren männliche Körperideale als begehrenswert und erfolgreich. Anerkennung wird über Sichtbarkeit, Likes und Reichweite gegeben. Der männliche Körper wird so zur Projektionsfläche für Erfolg, Durchsetzungsfähigkeit und heterosexuelle Attraktivität und stabilisiert hegemoniale Vorstellungen von Männlichkeit, indem sie diese als normal und erreichbar darstellt (Döring 2023:11). Auf der anderen Seite können Soziale Medien mitgestaltet werden und zeigen ein deutlich größeres Spektrum an Geschlechterbildern und Männlichkeitstypen als andere Massenmedien. So werden gleichzeitig zwar rückständige, aber auch sehr fortschrittliche Geschlechterbilder gezeigt, die die Stereotypisierung bewusst in Frage stellen (Döring 2023: 15).

Zusammenfassung der Kapitel

2. Theoretischer Rahmen - Hegemoniale Männlichkeit: Einführung in das Konzept der hegemonialen Männlichkeit nach Raewyn Connell und Diskussion der gesellschaftlichen Machtverhältnisse.

3. Männliche Körpernormen als Bestandteil hegemonialer Männlichkeit: Untersuchung der soziokulturellen Konstruktion von Körperbildern und deren Bedeutung für Status und Identität bei Jungen.

4. Herausforderungen für eine geschlechterreflektierte Jungenarbeit: Auseinandersetzung mit der Rolle der Sozialen Arbeit, die Gefahr der Reproduktion hegemonialer Muster und Anforderungen an eine geschlechtssensible Praxis.

5. Fazit: Zusammenfassende Darstellung der engen Verknüpfung von Körpernormen und Männlichkeitsidealen sowie Notwendigkeit einer reflexiven pädagogischen Haltung.

Schlüsselwörter

Hegemoniale Männlichkeit, Jungenarbeit, Geschlechterforschung, Körpernormen, Identitätsbildung, Soziale Arbeit, Doing Gender, Machtverhältnisse, Körperideale, Sozialisation, Geschlecht, Reflexion, Identitätskritik, Performanz, Anerkennung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen männlichen Körpernormen und dem Konzept der hegemonialen Männlichkeit und deren Auswirkungen auf die Jungenarbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen Männlichkeitsforschung, Körpersoziologie, geschlechterreflektierte Jungenarbeit und die professionelle Reflexion in sozialen Berufen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Erwartungen an den männlichen Körper und der pädagogischen Arbeit mit Jungen zu beleuchten, um eine reflexive Praxis zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Diskussion einschlägiger Fachliteratur der kritischen Männlichkeitsforschung und der Gender Studies.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Männlichkeit, die Bedeutung von Körpernormen für Jungen in der Adoleszenz sowie die Herausforderungen und Ansätze für die Soziale Arbeit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind hegemoniale Männlichkeit, geschlechterreflektierte Jungenarbeit, Körperideale, Identitätsbildung und die reflexive Haltung von Fachkräften.

Wie beeinflussen Soziale Medien laut der Arbeit männliche Körperbilder?

Die Arbeit beschreibt Soziale Medien als ambivalent: Einerseits festigen sie durch Inszenierung muskulöser Körper hegemoniale Ideale, andererseits bieten sie Raum für ein breiteres, teils fortschrittliches Spektrum an Geschlechterbildern.

Warum ist das Konzept des „Cross Work“ für die Jungenarbeit relevant?

„Cross Work“ dient dazu, durch geschlechtsübergreifende Arbeit patriarchale Strukturen aufzubrechen und der Abwertung von Weiblichkeit oder marginalisierten Männlichkeiten entgegenzuwirken.

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Details

Title
Männliche Körpernormen als Ausdruck hegemonialer Männlichkeit
Subtitle
Herausforderungen für eine geschlechterreflektierte Jungenarbeit
College
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2026
Pages
22
Catalog Number
V1737795
ISBN (eBook)
9783389196175
ISBN (Book)
9783389196182
Language
German
Tags
Gender judith butler jungenarbeit toxische Männlichkeit körpernormen soziale Arbeit gender und queer Hegemoniale Männlichkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2026, Männliche Körpernormen als Ausdruck hegemonialer Männlichkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1737795
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