Die vorliegende Arbeit enthält theoretische und praktische Elemente des Jahresprojekts zum Thema Identitätsentwicklung im Kindergartenalter. Sie wurde im Anerkennungsjahr der Ausbildung durchgeführt und anschließend der Fachschule für Sozialpädagogik vorgelegt, um den Titel "Staatlich anerkannte Erzieherin" zu erhalten.
Inhaltsverzeichnis
Was bedeutet Identität?
1. Begründung der Einschränkung des Themas
2. Was ist Identität?
Was das Lexikon dazu sagt
Was ist Identitätsfindung?
3. Wie kann man Identitätsentwicklung fördern?
Förderung durch Kontakt zu Gleichaltrigen
Förderung durch Steigerung des Selbstwertgefühls
Förderung durch ansprechende Rahmenbedingungen
4. Verlauf der Identitätsentwicklung
Entwicklungsstufen des Selbstempfindens
5. Definition wichtiger Begriffe
Selbstempfinden
Selbstkonzept/Selbstbild
Selbstwertgefühl
6. Zielsetzung
Hauptziel
Ich-Kompetenz
Sozial-Kompetenz
Sach- Kompetenz
Das Projekt
1. Vorläufiger Projektverlauf
2. Ausführung einzelner Projektschritte
1. Projektschritt
2. Projektschritt
3. Projektschritt
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Kinder in ihrem Prozess der Identitätsentwicklung zu unterstützen, indem sie ein tieferes Verständnis für sich selbst und ihre Mitmenschen entwickeln. Durch die Förderung von Ich-, Sozial- und Sachkompetenzen sollen die Kinder befähigt werden, eigene Merkmale, Bedürfnisse und Fähigkeiten zu erkennen, um ein stabiles und positives Selbstbild aufzubauen.
- Grundlagen der Identitätsentwicklung im frühen Kindesalter
- Methodische Förderung durch Bezugspersonen und Gleichaltrige
- Bedeutung des Selbstkonzepts und Selbstwertgefühls
- Praktische Umsetzung im Rahmen eines Kindergarten-Projekts
- Stärkung der Selbstwirksamkeit durch kreative Angebote
Auszug aus dem Buch
1. Begründung der Einschränkung des Themas
Das Thema Identität wäre beliebig ausdehnbar. Da ich mir aber für mein Projekt einen Zeitrahmen von 4 Monaten gewählt habe, ist es nötig das Thema einzuschränken um auf einzelne Aspekte intensiv und ausführlich eingehen zu können.
Zu Beginn möchte ich den Kindern ein Grundverständnis für ihren Körper vermitteln. Sie sollen einen Einblick in die Funktion des menschlichen Körpers erhalten. „Das Ich ist vor allem ein körperliches“ ist ein Zitat von Sigmund Freud, welches deutlich macht, dass der Körper für die Identitätsentwicklung von entscheidender Bedeutung ist. Die ersten Erfahrungen die Kinder machen, machen sie mit dem Körper.1
Neben dem Körper spielt natürlich auch die Psyche eine wesentliche Rolle in der Identitätsentwicklung. Die Kinder sollen erfahren, welche Grundstimmungen es gibt und wie sie damit umgehen können. Das soll auch dazu beitragen, sich untereinander besser verständigen zu können, indem die Kinder lernen ihre Gefühle auch verbal auszudrücken.
„Eigenverantwortlich zu leben und zu handeln bedeutet, sich seiner selbst bewusst zu sein. Das heißt auch, eigene Gefühle regulieren zu können, sich seiner eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten bewusst zu sein und zu selbstständigem Denken und Urteilen in der Lage zu sein. Dazu gehört, eigene Bedürfnisse und Meinungen zu äußern und Aufgaben selbst zu übernehmen. Das gibt den Kindern die Möglichkeit, sich als selbstwirksam zu erleben.“2
Gefühle ausdrücken zu können, bedeutet, sich selbst zu erkennen und mit anderen in Beziehung treten zu können. Das Thema Gefühle nimmt also auch einen wesentlichen Platz in der Identitätsentwicklung ein und somit habe ich mich entscheiden, das Thema ebenfalls in mein Projekt mit aufzunehmen. Aufgrund der zeitlichen Rahmenbedingungen werde ich diesen Projektschritt einschränken, indem ich nur die Hauptgefühle aufnehme, diese sind Trauer, Liebe und Wut.
Zusammenfassung der Kapitel
Was bedeutet Identität?: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen dar, begründet die Themenwahl und definiert zentrale Fachbegriffe wie Selbstempfinden, Selbstkonzept und Selbstwertgefühl.
Das Projekt: Dieser Abschnitt beschreibt den vorläufigen Projektverlauf im Kindergarten und erläutert die didaktische Ausführung konkreter Projektschritte wie die Einführung in das Thema, Liedvermittlung und die Herstellung von Fühlkästen.
Schlüsselwörter
Identitätsentwicklung, Kindergarten, Selbstbild, Selbstwertgefühl, Ich-Kompetenz, Sozialkompetenz, Sachkompetenz, Projektarbeit, Körperwahrnehmung, Selbstwirksamkeit, frühkindliche Erziehung, Bezugspersonen, Gefühle, soziale Interaktion, Selbstkonzept
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Identitätsentwicklung bei Kindergartenkindern und stellt ein praxisnahes Projektkonzept vor, das Kinder bei der Entdeckung ihrer eigenen Persönlichkeit unterstützt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Felder sind die Bedeutung der Körperwahrnehmung, die Entwicklung des Selbstbildes, der Einfluss von Bezugspersonen und die Förderung durch soziale Kontakte zu Gleichaltrigen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, die Kinder während des Projektzeitraums dabei zu begleiten, ein Bewusstsein für ihre eigenen Bedürfnisse, Fähigkeiten und Merkmale zu entwickeln und so ihr Selbstwertgefühl zu stärken.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autorin stützt sich auf entwicklungspsychologische Theorien (u.a. Daniel Stern, Martin Dornes) und verknüpft diese mit pädagogischen Konzepten der Projektarbeit im Kindergarten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Definition und Förderung von Identität sowie einen praktischen Teil, der konkrete Planungsschritte für das Projekt „Ich bin ich“ detailliert beschreibt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Identitätsentwicklung, Selbstkonzept, Ich-Kompetenz, Selbstwirksamkeit und die praktische Projektgestaltung im Kindergartenalltag.
Welche Rolle spielt der Körper bei der Identitätsfindung der Kinder?
Der Körper dient als erste Erfahrungsebene. Ein Grundverständnis für den eigenen Körper und dessen Funktionen ist laut der Arbeit eine fundamentale Voraussetzung für die Identitätsentwicklung.
Wie werden die Eltern oder andere Kinder in das Projekt eingebunden?
Durch öffentliche Ausstellungen, wie die Präsentation der Fühlkästen, und einen abschließenden Elternnachmittag wird das Projekt für das soziale Umfeld transparent und erlebbar gemacht.
- Arbeit zitieren
- Katrin Hillenbrand (Autor:in), 2008, Ich bin ich - Identitätsentwicklung im Kindergarten, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173739