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"May the road rise up to meet you" - Tod und Bestattung in Irland

Titel: "May the road rise up to meet you" - Tod und Bestattung in Irland

Hausarbeit , 2010 , 13 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Katrin Hillenbrand (Autor:in)

Soziologie - Kultur, Technik, Völker

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Viele traditionellen Bilder und Erzählungen, die mit der Identität eines Volkes zu tun haben, greifen auf Motive von Leben, Lebensdauer, Leiden oder Tod zurück. Die neuen dynamischen Ikonen, wie Fußball oder Popmusik, sind eher kosmopolitischer, weltlicher, weniger einheimischer Natur.
In Irland mischen sich diese Traditionen besonders. Volkstümliche, oft Tod-zentrierte Bräuche vermengen sich mit modernen Gewohnheiten. Besonders dem ärmeren Landvolk dienen sie, um zu zeigen, dass sie, trotz ihrer Armut, das Wesentlichste im Leben besitzen: Seele, Vorstellungskraft, Tradition.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Übergangsrituale nach Van Gennep

2. Bedeutung von Traditionen

3. Theatrum Mortis

4. Politik und der Tod

5. Die Totenwache – The Irish Wake

6. Der Ablauf der Totenwache

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die tief verwurzelten Bestattungsrituale und die damit verbundene Trauerkultur in Irland. Dabei wird analysiert, wie der Umgang mit dem Tod nicht nur ein privates Ereignis, sondern ein hochgradig symbolisches und politisches Instrument darstellt, das Identität stiftet und gesellschaftliche sowie politische Prozesse in der irischen Geschichte und Gegenwart beeinflusst.

  • Die anthropologische Bedeutung von Übergangsriten nach Van Gennep
  • Die Rolle von Traditionen für die nationale Identität in Irland
  • Die Metapher des "Theatrum Mortis" in der irischen Kultur
  • Politische Instrumentalisierung von Begräbnisriten und Trauer
  • Soziale und religiöse Bräuche während der traditionellen Totenwache

Auszug aus dem Buch

3. Theatrum Mortis

Das Theatrum Mortis“ als Metapher für die irische Kultur geht zurück auf Peter Brook’s Definition des theatralischen Aktes: Ich kann einen leeren Platz nehmen und es eine freie Bühne nennen. Ein Mann läuft darüber während jemand ihn beobachtet. Und das ist alles, was es braucht, um als Theater begriffen zu werden. Ein Ort, der geteilt ist in die, die zuschauen und die, die auftreten. Im irischen Theatrum Mortis beobachtet das untere Land das obere Land. Die Toten und die Lebenden bilden den Schnitt zwischen Bühne und Zuschauern. 5

Die Schlüsselstelle des Theatrum Mortis ist nicht so sehr das stimmige Auftreten, als vielmehr ein ehrenhafter Abgang: „ The most anxious thoughts of the Irish peasant through life revert to death and he will endure extreme poverty in order that he may scrape together the means of obtaining the wake and a decent funeral.”6

Der Begräbnisort wird als Ehrenort gesehen, noch bevor er sich auf den Toten bezieht. Das Wichtigste wird hier eingefangen, der statusbezogene Charakter der Beerdigung spielt in der irischen Mythologie eine tragende Rolle.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Übergangsrituale nach Van Gennep: Einführung in die Einteilung von Bestattungszeremonien in Trennungs-, Übergangs- und Eingliederungsriten anhand der Theorie von Van Gennep.

2. Bedeutung von Traditionen: Erörterung, wie sich traditionelle, oft todzentrierte Bräuche mit modernen Gewohnheiten in Irland vermengen und zur Identitätsstiftung beitragen.

3. Theatrum Mortis: Analyse der Bestattung als theatralische Bühne, auf der das soziale Ansehen des Verstorbenen und die Abgrenzung zwischen Lebenden und Toten verhandelt werden.

4. Politik und der Tod: Untersuchung der Instrumentalisierung von Bestattungen und Trauerprozessionen für politische Zwecke und als Ausdruck nationaler Identitätskämpfe.

5. Die Totenwache – The Irish Wake: Betrachtung der historischen und kulturellen Bedeutung der Totenwache als soziales Rehabilitationsinstrument und typisch irische Praxis.

6. Der Ablauf der Totenwache: Detaillierte Beschreibung der rituellen Abfolge vom Tod bis zur Beerdigung sowie der sozialen Interaktionen während der Trauerzeit.

Schlüsselwörter

Irland, Bestattungskultur, Übergangsriten, Totenwache, Van Gennep, Traditionen, Politische Instrumentalisierung, Identität, Theatrum Mortis, Trauer, Totenkult, Bestattung, Soziale Gemeinschaft, Grabriten, Irische Geschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die irische Bestattungskultur und zeigt auf, wie der Umgang mit dem Tod tief in die sozialen, kulturellen und politischen Strukturen des Landes eingebettet ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören anthropologische Übergangsriten, die Bedeutung von Traditionen, das Konzept des "Theatrum Mortis" sowie die politische Vereinnahmung von Trauerfeiern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Verständnis für die irische Identität zu schärfen, indem die symbolische und soziale Bedeutung von Abschiedsritualen und deren Wandel beleuchtet wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein kulturwissenschaftlicher und anthropologischer Ansatz gewählt, der theoretische Modelle (wie die von Van Gennep) mit historischer und aktueller empirischer Beobachtung verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Totenwache, der Grabkultur, der politischen Verwendung von Begräbnisrhetorik und der Rolle von Traditionen in der modernen irischen Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Übergangsriten, irische Identität, Bestattungsrituale, Totenwache, politische Instrumentalisierung und symbolische Kommunikation.

Warum wird die Totenwache als soziales Theater bezeichnet?

Sie dient der sozialen Rehabilitation des Verstorbenen, indem sein Leben durch Reden und gemeinschaftliche Erinnerung in einen positiven Kontext gerückt wird, unabhängig von seinem Status zu Lebzeiten.

Inwiefern beeinflusst Politik die irische Bestattungskultur?

Politische Konflikte, insbesondere der Nordirlandkonflikt, haben dazu geführt, dass Begräbnisse und Grabreden oft als Demonstrationen politischer Stärke oder als nationale Statements inszeniert wurden.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"May the road rise up to meet you" - Tod und Bestattung in Irland
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
1,5
Autor
Katrin Hillenbrand (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
13
Katalognummer
V173736
ISBN (Buch)
9783640940325
ISBN (eBook)
9783640940516
Sprache
Deutsch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katrin Hillenbrand (Autor:in), 2010, "May the road rise up to meet you" - Tod und Bestattung in Irland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173736
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Leseprobe aus  13  Seiten
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