Die Gemeindepsychiatrie verfolgt das Ziel, Menschen mit psychischen Erkrankungen bei der Bewältigung ihres Alltags zu unterstützen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Ein zentrales Kriterium für den Erfolg der Unterstützungsangebote ist das Funktionsniveau der NutzerInnen, welches beschreibt, inwieweit Personen in der Lage sind, soziale, berufliche und alltägliche Anforderungen zu bewältigen. Zur Erfassung des allgemeinen Funktionsniveaus wird häufig der Global Assessment of Functioning (GAF)-Wert herangezogen. Dieser bildet das psychische, soziale und berufliche Funktionsniveau auf einer Skala von 1-100 ab und ermöglicht eine umfassende Einschätzung der Alltagsbewältigung.
Ein wichtiger Faktor im Kontext gesellschaftlicher Teilhabe ist die Erwerbstätigkeit. Diese ist häufig mit einer strukturierten Tagestruktur, sozialen Kontakten sowie sozialer Anerkennung und Erleben von Selbstwirksamkeit verbunden. Erwerbstätigkeit gilt daher als zentrale Ressource, die sich positiv auf die psychische Stabilität und das Funktionsniveau auswirken können.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob sich das Funktionsniveau zwischen erwerbstätigen und nicht erwerbstätigen NutzerInnen unterscheidet. Die vorliegende Fragestellung lautet daher: Unterscheidet sich das Funktionsniveau (GAF-Wert) zwischen erwerbstätigen und nicht erwerbstätigen NutzerInnen? Die daraus abgeleiteten Hypothesen sind „Erwerbstätige NutzerInnen weisen ein höheres Funktionsniveau auf als nicht erwerbstätige NutzerInnen“ (H1) und die entsprechende Nullhypothese (H0) lautet: „Es besteht kein Unterscheid im Funktionsniveau zwischen erwerbstätigen und nicht erwerbstätigen NutzerInnen“.
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- Anonym (Author), 2026, Forschungsbericht zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Erwerbstätigkeit und Funktionsniveau in der Gemeindepsychiatrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1737220