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Nationalsozialistische Herrschaft im Elsass und in Lothringen 1940 - 1944

Zwei Gauleiter im Vergleich

Title: Nationalsozialistische Herrschaft im Elsass und in Lothringen 1940 - 1944

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 39 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Wenzel Seibold (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II

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Summary Excerpt Details

„Wir haben vom Führer den schönsten Auftrag unseres Lebens erhalten. Wir werden den Auftrag lösen mit nationalsozialistischer Gründlichkeit. Wenn ein Jahrfünft gemeinsamer Arbeit abgeschlossen sein wird, dann wird es kein elsässisches Problem mehr geben!“ [Zitiert nach: Lothar Kettenacker: Nationalsozialistische Volkstumspolitik im Elsass. Stuttgart 1973, S.74.]

Mit diesen Worten schloss Gauleiter Robert Wagner eine programmatische Rede vor den Funktionsträgern seiner Zivilverwaltung in Straßburg. Wie diese „nationalsozialistische Gründlichkeit“ aussah, welche Personen diese für sich in Anspruch nahmen und was mit den Termini „elsässisches Problem“ gemeint ist, soll in der Folgenden Untersuchung beantwortet werden. Anhand eines kritischen Vergleichs der beiden Gauleiter Robert Wagner und Josef Bürckel soll unter anderem die Frage geklärt werden, ob führende Nationalsozialisten, insbesondere jene, die in autonomer Weise eigene Territorien verwalteten, eine ähnliche Persönlichkeitsstruktur und/oder gleiche Charaktereigenschaften besaßen.

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Robert Wagner - Jugend und Kriegserlebnisse

III. Josef Bürckel - Jugend und Kriegserlebnisse

IV. Sozialisation und Herkunft – ein früher Vergleich

V. Der Weg zur Macht – Vom „alten Kämpfer“ zum Gauleiter

VI. Gauleiter Robert Wagner – Kampf und Herrschaft in Baden

VII. Gauleiter Josef Bürckel –Hitlers Mann für die Rückgliederung ans Reich

VIII. Das Elsass und Lothringen – Ein historischer Abriss

IX. Eine „verschleierte Annexion“?

X. Die Herrschaft der Chefs der Zivilverwaltung am Beispiel Elsass

XI. Bürckels Herrschaft in Lothringen – ein später Vergleich

XII. Kompetenzkonflikt und Unmittelbarkeit – Die Rolle der „Vizekönige“

XIII. Volkstumspolitik – „Germanisierung“ und „Entwelschung“

XIV. Die Bevölkerung – öffentliche Meinung und Widerstand

XV. Bürckels Ende – ein Freitod?

XVI. Wagners Ende – Prozess und Hinrichtung

XVII. Die Gauleiter im Vergleich – ein Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht anhand eines vergleichenden Porträts der Gauleiter Robert Wagner und Josef Bürckel die Persönlichkeitsstrukturen und Herrschaftsmethoden führender Nationalsozialisten, die während der Besatzung im Elsass und in Lothringen eine autonome Verwaltung innehatten. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, inwiefern ähnliche biographische Prägungen in der Zeit des Ersten Weltkriegs und der Nachkriegsära zu einer vergleichbaren, radikalen Ausgestaltung ihrer Besatzungspolitik und ideologischen Festigung führten.

  • Biographische Analyse der Persönlichkeitsentwicklung von Robert Wagner und Josef Bürckel
  • Strukturen der nationalsozialistischen Besatzungsherrschaft im Elsass und in Lothringen
  • Vergleich der Germanisierungsstrategien und der Volkstumspolitik
  • Untersuchung des Verhältnisses zwischen regionaler Verwaltung und den obersten Reichsbehörden
  • Analyse der Reaktionen der Bevölkerung und des Widerstands gegen das NS-Regime

Auszug aus dem Buch

IX. Eine „verschleierte Annexion“?

Nach dem Beginn der deutschen Westoffensive am 10. Mai 1940 sollte sich bald herausstellen, das die französische Defensivstrategie, beruhend auf der Maginotlinie, nicht mehr dem Stand der Technik entsprach. Binnen eines Monats gelang es der Wehrmacht die französischen Verteidigungslinien zu zerstören. Am 14. Juni 1940 marschierten die Deutschen in Paris ein und am 19. Juni wurde verkündet, dass auf dem Straßburger Münster die Reichskriegsflagge wehe – eine Nachricht, die in der deutschen Bevölkerung mit tiefer Bewegung aufgenommen wurde. Die Französische Armee hatte die östlichen Departements geräumt, die Deutschen kamen in ein entleertes Gebiet, Straßburg glich einer Geisterstadt. Ab dem 1. September 1939 hatten die Franzosen begonnen, in einem 10-15 km breiten Streifen entlang der Frontlinie, alle Zivilisten ins Landesinnere zu evakuieren. Davon waren ungefähr 370.000 Elsässer und 160.000 Lothringer betroffen. In Artikel 16, des am 22. Juni 1940 geschlossenen deutsch – französischen Waffenstillstandvertrages, verpflichtete sich die neugebildete französische Vichy Regierung die Evakuierten in die besetzte Zone zurückzuführen.

Der Waffenstillstandsvertrag war nicht nur eine Demütigung für die Franzosen, die entschlossen waren den Kampf fortzusetzen (De Gaulle), sondern rief auch große Verwunderung auf deutscher und französischer Seite hervor, da er mit keiner Silbe den zukünftigen Status des Elsass und Lothringens erwähnte. Für die Bevölkerung auf beiden Seiten des Rheins galt es als ausgemachte Sache, dass die Ostprovinzen wieder einmal dem Deutschen Reich einverleibt würden. Doch Hitlers Strategie sah anders aus. Ihm kam es in erster Linie darauf an, möglichst günstige Bedingungen für die Fortsetzung des Kampfes gegen England zu haben. Die Kollaboration Vichys sollte verhindern, dass sich die französischen Kolonien den Engländern anschlössen und dürfte demnach nicht durch Territorialkonflikte gefährdet werden. Doch zwischen offizieller Verlautbarung und Handhabung klaffte eine Schlucht. Schon am 20. Juni 1940 erfuhr Robert Ernst, dass Hitler Elsass – Lothringen aus dem Zuständigkeitsbereich des Militärbefehlshabers in Frankreich herausgenommen habe - Robert Wagner und Josef Bürckel seien mit der Zivilverwaltung der Gebiete beauftragt worden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung umreißt die programmatische Zielsetzung der nationalsozialistischen Besatzungspolitik und stellt die forschungsleitende Frage nach den Persönlichkeitsstrukturen von Wagner und Bürckel.

II. Robert Wagner - Jugend und Kriegserlebnisse: Dieses Kapitel zeichnet den Werdegang Wagners nach, wobei der Fokus auf seinen prägenden militärischen Erfahrungen im Ersten Weltkrieg und seiner Radikalisierung in der Nachkriegszeit liegt.

III. Josef Bürckel - Jugend und Kriegserlebnisse: Hier werden Herkunft und erste politische Schritte von Bürckel dargestellt, insbesondere seine Verbindung zum Katholizismus und sein späterer Aufstieg in der NSDAP.

IV. Sozialisation und Herkunft – ein früher Vergleich: Dieser Abschnitt vergleicht die sozialen Wurzeln und die psychologischen Gemeinsamkeiten der beiden Gauleiter in ihrer frühen Entwicklungsphase.

V. Der Weg zur Macht – Vom „alten Kämpfer“ zum Gauleiter: Das Kapitel erläutert die Entstehung der Gauleiter-Posten als Teil von Hitlers zentralistischem Machtgefüge und die Etablierung von Gaucliquen.

VI. Gauleiter Robert Wagner – Kampf und Herrschaft in Baden: Analyse von Wagners Aufbau der NS-Strukturen in Baden und seiner Etablierung als einflussreicher Parteiführer.

VII. Gauleiter Josef Bürckel –Hitlers Mann für die Rückgliederung ans Reich: Darstellung von Bürckels Aktivitäten im Saarland und in Österreich als Experte für politische Integration durch Abstimmungen.

VIII. Das Elsass und Lothringen – Ein historischer Abriss: Ein kurzer geschichtlicher Überblick über die wechselhafte Zugehörigkeit der Regionen zwischen Deutschland und Frankreich bis 1940.

IX. Eine „verschleierte Annexion“?: Untersuchung der politischen Ambivalenz des Begriffs der "verschleierten Annexion" vor dem Hintergrund der militärischen Eroberung 1940.

X. Die Herrschaft der Chefs der Zivilverwaltung am Beispiel Elsass: Fokus auf die konkreten Verwaltungsschritte Wagners zur Gleichschaltung des Elsass unmittelbar nach dem Einmarsch.

XI. Bürckels Herrschaft in Lothringen – ein später Vergleich: Gegenüberstellung der Herrschaftsmethoden in Lothringen, insbesondere im Hinblick auf die restriktivere Verwaltung durch Bürckel.

XII. Kompetenzkonflikt und Unmittelbarkeit – Die Rolle der „Vizekönige“: Analyse des Machtkampfes zwischen den lokalen Gauleitern und den Reichsbehörden sowie deren direkte Unterstellung unter Hitler.

XIII. Volkstumspolitik – „Germanisierung“ und „Entwelschung“: Beschreibung der linguistischen und sozialen Maßnahmen zur forcierten Assimilation der Bevölkerung.

XIV. Die Bevölkerung – öffentliche Meinung und Widerstand: Beleuchtung der Stimmungslage in der Zivilbevölkerung und der verschiedenen Formen des aktiven sowie passiven Widerstands.

XV. Bürckels Ende – ein Freitod?: Erörterung der Umstände des Todes von Josef Bürckel gegen Kriegsende.

XVI. Wagners Ende – Prozess und Hinrichtung: Schilderung der Flucht, Verhaftung, des Prozesses und der Hinrichtung Wagners im Jahr 1946.

XVII. Die Gauleiter im Vergleich – ein Fazit: Zusammenfassende Synthese der Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Wirken beider Gauleiter als Hauptvertreter des Nationalsozialismus.

Schlüsselwörter

Robert Wagner, Josef Bürckel, Nationalsozialismus, Elsass, Lothringen, Besatzungspolitik, Germanisierung, Gauleiter, Führerstaat, Zweiter Weltkrieg, Volkstumspolitik, Widerstand, Kollaboration, Vizekönige, De-facto-Annexion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rolle und die Herrschaftsmethoden der Gauleiter Robert Wagner und Josef Bürckel im besetzten Elsass und Lothringen während der Jahre 1940 bis 1944.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die biographische Prägung der Akteure, die Struktur der nationalsozialistischen Besatzungsverwaltung sowie die Auswirkungen der Germanisierungspolitik auf die Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten in der Persönlichkeitsstruktur und im politischen Handeln zweier autonom verwaltender Nationalsozialisten zu identifizieren und deren radikale Umsetzung der Besatzungspolitik zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wählt einen vergleichenden biographischen und historischen Ansatz, um die chronologische Abfolge der Ereignisse mit strukturellen Analysen der NS-Herrschaft zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Werdegänge der Gauleiter, die Genese der Besatzungsverwaltung, die spezifische Volkstumspolitik sowie die Reaktionen der lokalen Bevölkerung und den Widerstand.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind: Nationalsozialismus, Besatzungsherrschaft, Gauleiter, Germanisierung, Volkstumspolitik, Vizekönige und Widerstand.

Warum wird die Annexion als "verschleiert" bezeichnet?

Die Bezeichnung resultiert daraus, dass der offizielle völkerrechtliche Status der Regionen während des Krieges aus strategischen Gründen von Hitler nicht klar definiert wurde, obwohl die praktische Verwaltung einer vollzogenen Annexion entsprach.

Welchen Einfluss hatte die Einführung der Wehrpflicht 1942?

Die Wehrpflicht markierte einen Wendepunkt in der Besatzungsherrschaft, da sie zu massiver Ablehnung in der Bevölkerung führte, eine Welle der Desertionen auslöste und die nationalsozialistische Propaganda des "Aufbaus" als gescheitert entlarvte.

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Details

Title
Nationalsozialistische Herrschaft im Elsass und in Lothringen 1940 - 1944
Subtitle
Zwei Gauleiter im Vergleich
College
University of Freiburg
Grade
1,3
Author
Wenzel Seibold (Author)
Publication Year
2006
Pages
39
Catalog Number
V173712
ISBN (eBook)
9783640939954
ISBN (Book)
9783640940165
Language
German
Tags
Nationalsozialismus Gauleiter Judenverfolgung Germanisierung Robert Wagner Josef Bürckel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Wenzel Seibold (Author), 2006, Nationalsozialistische Herrschaft im Elsass und in Lothringen 1940 - 1944, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173712
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