Wie oft begegnen uns heutzutage in den Weiten des Internets Infografiken, um Informationen geeignet darzustellen. Durch die unaufhörliche Informationsflut der heutigen Zeit müssen sich auch die
Handbücher, Online-Dokumentationen oder Bedienungsanleitungen von den anderen Informationsquellen abheben, um überhaupt gelesen zu werden. Mit diesem Gedanken soll auf das Ziel dieser Arbeit eingegangen werden. Den Kernpunkt dieser Arbeit stellt eine Untersuchung der Infografik als Informationsmedium im Bezug auf Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit dar.
In Kapitel 2 werden die wichtigsten Begriffe für diese Arbeit festgelegt. Anschließend wird in Kapitel 3 der derzeitige Forschungsgegenstand beobachtet, woran in Kapitel 4 eine Hypothese aufgestellt wird. Anschließend wird diese Hypothese in Kapitel 5, anhand der zur Verfügung stehenden Theorie, mithilfe einer Infografik auf ihre Funktion und Dysfunktion analysiert. Nach der Gegenüberstellung der positiven und negativen Eigenschaften von Infografiken wird mit einem Ausblick und weiteren Fragen für eine
mögliche Anwendung und Verifikation zur Zusammenfassung und zum Fazit dieser Arbeit übergeleitet. Im folgenden Kapitel werden die wichtigsten Begrifflichkeiten für diese Arbeit geklärt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definition
2.1 Institution
2.2 Technische Redaktion
2.3 Code, Medium und Massenmedien
2.4 Funktion vs. Dysfunktion
2.5 Terror-Management
2.6 Nachhaltigkeit vs. Zukunftsfähigkeit
3 Beobachtung
3.1 Einordnung des Themas in den Forschungsbereich
3.1.1 Wissenschaftliche Visualisierung (Scientific Visualization)
3.1.2 IV (Information Visualization)
3.2 Datenmodelle der Visualisierung
3.2.1 Eindimensionale Datenstruktur
3.2.2 Multi-Dimensionale Datenstruktur
3.3 IV in der TR
3.3.1 Text vs. Bild
3.3.2 Zielgruppe
4 Hypothese
5 Funktionale Analyse
5.1 Nachteile für den Einsatz von Infografiken
5.2 Vorteile für den Einsatz von Infografiken
6 Ausblick
7 Anwendung und Verifikation
8 Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Infografik als Informationsmedium im Bereich der Technischen Redaktion unter besonderer Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie der Einsatz von Informationsvisualisierung zur Verbesserung der Informationsvermittlung und zur Zukunftsfähigkeit des Berufsfeldes beitragen kann.
- Grundlagen der Informationsvisualisierung (IV)
- Abgrenzung von wissenschaftlicher Visualisierung und IV
- Kognitive Aspekte der Text- und Bildverarbeitung
- Funktionale Analyse von Infografiken mittels Praxisbeispielen
- Herausforderungen und Chancen für die Technische Redaktion
Auszug aus dem Buch
3.3.1 Text vs. Bild
Im Bezug auf geschriebene Sprache muss gesagt werden, dass mit Texten sowohl Konkreta als auch Abstrakte gut dargestellt werden können. Zudem werden Texte linear und sukzessive, also Satz für Satz wahrgenommen. Die kognitive Verarbeitung von Texten findet hauptsächlich in der linken Gehirnhälfte statt, in welcher sich sowohl das analytische, als auch das rationale Denken befindet. Was die semiotische Struktur von Texten angeht, befindet sich eine arbiträre Bezeichnung zwischen dem einzelnen Zeichen und dem Bezeichneten. Demnach sind Buchstaben symbolische Zeichen. Sie bilden nicht das Reale ab. Im Bezug auf die Dimension Raum und Zeit sind Texte von Vorteil, da mit ihnen Zeitpunkte, Zeiträume und Zeitverläufe dargestellt werden können. Wenn man die Gedächtnisleistung betrachtet, die beim Lesen von Texten erbracht wird, können nach Engelkamp (1981, S. 291) konkrete Gegenstände besser als abstrakte behalten werden, wenn sie als Text dargestellt sind. Was das Visuelle oder Nichtvisuelle angeht, können Texte alle Sinneswahrnehmungen beschreiben, aber nicht real abbilden, womit wir schon bei dem zweiten Element, bei den Bildern sind.
Mit Bildern können hingegen konkrete Dinge gut, abstrakte Dinge nur indirekt dargestellt werden (z.B. Embleme, Symbole, Piktogramme etc.). Die Wahrnehmung von Bildern ist, bis auf den Sonderfall Bildfolgen, simultan und zeitgleich. Die kognitive Verarbeitung von Bildern findet hauptsächlich in der rechten Gehirnhälfte statt, in der sich die Emotionen befinden. Im Bezug auf die semiotische Struktur von Bildern zeigt sich, dass Bilder hauptsächlich aus ikonischen Zeichen bestehen und es demnach zwischen dem Zeichen und dem Bezeichnetem eine Ähnlichkeit gibt. Betrachtet man die Dimension Raum und Zeit weiter, so fällt auf, dass innerhalb eines Bildes räumliche-visuelle Dinge sehr gut abgebildet werden können.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Infografiken in einer informationsüberfluteten Zeit dar und definiert das Ziel, diese als Medium für Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit in der Technischen Redaktion zu untersuchen.
2 Definition: In diesem Kapitel werden zentrale Begriffe wie Institution, Technische Redaktion, Code, Medium, Funktion, Dysfunktion, Terror-Management sowie Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit für die Arbeit theoretisch verankert.
3 Beobachtung: Es erfolgt eine Einordnung der Informationsvisualisierung (IV) in den wissenschaftlichen Kontext, eine Klassifizierung von Datenmodellen und eine spezifische Betrachtung der IV innerhalb der Technischen Redaktion.
4 Hypothese: Aufbauend auf den theoretischen Grundlagen wird die Hypothese aufgestellt, dass Infografiken als Mittel der Informationsvermittlung zur Nachhaltigkeit in der Technischen Redaktion beitragen können.
5 Funktionale Analyse: Anhand einer konkreten Infografik werden die Vor- und Nachteile der Visualisierung von Informationen im redaktionellen Kontext analysiert.
6 Ausblick: Der Ausblick diskutiert die notwendige Förderung von Ressourcen und Schulungen, um komplexe Informationen effizienter zu visualisieren und die Akzeptanz zu erhöhen.
7 Anwendung und Verifikation: Es werden zentrale Fragestellungen für eine praktische Umsetzung und Überprüfung des Einsatzes von Infografiken in Unternehmen formuliert.
8 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit bestätigt das große Potenzial der Informationsvisualisierung für ein modernes, zukunftsfähiges Berufsbild der Technischen Redaktion durch die effektive Kombination von Bild und Text.
Schlüsselwörter
Informationsvisualisierung, Technische Redaktion, Infografik, Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit, Datenstruktur, Textverarbeitung, Bildverarbeitung, Wissensvermittlung, Information Visualization, Terror-Management, Kommunikation, Kognition, Zielgruppenanalyse, Online-Dokumentation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und dem Potenzial von Infografiken als Informationsmedium innerhalb der Technischen Redaktion.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen theoretische Definitionen zur Informationsvisualisierung, kognitive Aspekte der Text-Bild-Kombination sowie die praktische Analyse von Infografiken hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen und die Notwendigkeit von Infografiken in technischen Dokumentationen zu untersuchen, um zur Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit dieses Berufsfeldes beizutragen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und eine funktionale Analyse eines konkreten Infografik-Beispiels.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Beobachtungsphase zu Visualisierungstechniken, eine Hypothesenbildung sowie eine detaillierte funktionale Analyse der Infografik-Nutzung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Informationsvisualisierung, Nachhaltigkeit, Technische Redaktion und kognitive Verarbeitung charakterisiert.
Warum spielt das Terror-Management (TMT) eine Rolle für die Analyse?
Das TMT dient dazu, die menschlichen Abwehrmechanismen gegenüber Veränderungen und neuen Arbeitsweisen im redaktionellen Alltag psychologisch zu erklären und kritisch zu hinterfragen.
Wie wirkt sich der Einsatz von Infografiken auf die Zielgruppe aus?
Durch die Kombination von Bild und Text können Informationen zielgruppengerecht aufbereitet werden, was insbesondere für visuell geprägte Leser oder Menschen mit Sprachbarrieren einen erheblichen Vorteil bietet.
- Quote paper
- Stefanie Pfeiffer (Author), 2011, Informationsvisualisierung in der Technischen Redaktion, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173694