Die folgende Arbeit behandelt die Inhalte der Vorlesung „Die Evangelien – Bibelkunde und Einleitungsfragen“, sowie des Seminars „Grundkurs Neues Testament“. Die Arbeit geht dabei näher auf die Inhalte und die inhaltlichen Zusammenhänge, sowie die Entstehung der jeweiligen Schriften des neuen Testamentes ein. Im Zuge dessen werden den Schriften ihre Abfassungszeiträume, Autoren, sowie die Gründe ihrer Entstehung zugeordnet. Hierfür werden vor allem die vier biblischen Evangelien, die Apostelgeschichte und die Paulusbriefe betrachtet. Die Arbeit geht weiterhin auf Schlüsseltexte innerhalb der Schriften ein und gibt Beispiele für die Anwendbarkeit von neutestamentlichen Schriften im Schulischen Unterricht.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Inhalt des neuen Testamentes
2.1. Die Entstehung des Kanons des Neuen Testaments
2.2. Neutestamentliche Schriften und ihre Zeit
3. Die Evangelien
3.1. Die synoptischen Evangelien
3.1.1. Das Evangelium nach Markus
3.1.2. Die Logienquelle Q und die Zwei-Quellen-Theorie
3.1.3. Das Evangelium nach Matthäus
3.1.4. Das Evangelium nach Lukas
3.2. Die Vorgeschichten der synoptischen Evangelien
3.3. Die Passionserzählung in den synoptischen Evangelien
3.4. Das Evangelium nach Johannes
4. Die Apostelgeschichte
5. Paulus und seine Briefe
5.1. Das Leben des Paulus
5.2. Die Missionsreisen des Paulus
5.3. Die Briefe des Paulus
5.3.1. Der erste Thessalonicherbrief
5.3.2. Der erste und der zweite Korintherbrief
5.3.3. Der Römerbrief
5.3.4. Der Galaterbrief
5.3.5. Der Philipperbrief
5.3.6. Der Philemonbrief
6. Fazit
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über das Neue Testament, indem sie die Entstehung, die theologischen Schwerpunkte und die historische Einordnung der zentralen neutestamentlichen Schriften analysiert. Das primäre Ziel ist es, ein grundlegendes Verständnis für die Evangelien, die Apostelgeschichte und die paulinischen Briefe zu vermitteln und deren Bedeutung für die frühe christliche Gemeinschaft sowie deren Anwendbarkeit im schulischen Kontext aufzuzeigen.
- Struktur und Kanonbildung des Neuen Testaments
- Die synoptischen Evangelien und die Zwei-Quellen-Theorie
- Das Johannesevangelium und die Apostelgeschichte
- Das Leben, das Wirken und die Missionsreisen des Apostels Paulus
- Analyse ausgewählter Schlüsseltexte und Briefe des Paulus
Auszug aus dem Buch
3.1.1. Das Evangelium nach Markus
„Die große theologische Leistung des Markus besteht darin, dass er als erster die Jesusüberlieferungen in die Form einer Biographie mit chronologisch geographischem Rahmen gegossen hat, um sie für die Zukunft der Kirche zu bewahren“.11 Der Verfasser des ersten biblischen Evangeliums wird als Markus benannt. Nach der altkirchlichen Tradition soll Markus der Dolmetscher des Simon Petrus (Kephas) gewesen sein. So beschreibt es der frühchristliche Bischof und Theologe Papias von Hierapolis.12 Dies würde miteinschließen, dass der Verfasser ein Judenchrist war. Von Theologen wird dies jedoch als unwahrscheinlich angenommen. Wahrscheinlicher sei es, dass es sich bei dem anonymen Verfasser um einen aus dem ländlichen Raum stammenden Heidenchristen handelt, da der Verfasser sich weniger gut mit den jüdischen Bräuchen auskennt und sich von diesen distanziert (Mk 7, 3)13. Andere Theologen halten es dagegen durchaus für möglich, dass es sich bei dem Verfasser des Markusevangeliums um Johannes Markus handelt. Dieser stammte aus Jerusalem und war ein Begleiter des Petrus (1.Petr 5, 13).14
Ebenso umstritten wie der Verfasser des Markusevangeliums ist auch der Ort der Abfassung. Die traditionelle Kirchliche Annahme ist hierbei, dass das Markusevangelium in Rom entstanden ist, da es verschiedenste Lateinische Begriffe enthält. Für wahrscheinlicher wird es jedoch gehalten, dass das Markusevangelium in Syrien entstand, da die vom Verfasser verwendeten Latinismen auch der Militärsprache der Römischen Besatzer entstammen können. Einig ist man sich bei der Abfassungszeit des Evangeliums. Der Beginn des 13. Kapitels lässt auf die Zerstörung des Tempels in Jerusalem um 70 n.Chr. schließen. Da der Verfasser offenbar von diesem Ereignis wusste (vaticinium ex eventu) nimmt man heute an, dass das Markusevangelium um etwa 70 n.Chr. entstand.15 Die Adressaten des Markusevangeliums waren, so vermutet man, eine heidenchristliche Gemeinde bzw. eine gemischte Gemeinde mit heidenchristlicher Prägung. Symbolisch für den Evangelisten Markus steht der Löwe.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit erläutert das Ziel, die Grundlagen des Neuen Testaments sowie die methodische Vorgehensweise und die Relevanz der neutestamentlichen Schriften für den Religionsunterricht darzulegen.
2. Der Inhalt des neuen Testamentes: Dieses Kapitel behandelt die Struktur des Neuen Testaments als Sammlung von 27 Büchern und erläutert die Kriterien der Kanonbildung sowie die zeitliche Einordnung der Entstehung der Schriften.
3. Die Evangelien: Hier werden die vier Evangelien definiert, in synoptische und johanneische Schriften unterteilt und deren Bedeutung als Basis des christlichen Glaubens hervorgehoben.
4. Die Apostelgeschichte: Dieses Kapitel beschreibt die Fortsetzung des lukanischen Doppelwerks und schildert die Ausbreitung der christlichen Gemeinde sowie die Missionsreisen des Paulus.
5. Paulus und seine Briefe: Der Abschnitt beleuchtet das Leben und Wirken des Apostels Paulus sowie die inhaltliche Analyse seiner sieben authentischen Briefe und der deuteropaulinischen Schriften.
6. Fazit: Das Kapitel fasst zusammen, dass das Neue Testament eine vielseitige Sammlung darstellt, die von Berichten des Wirkens Jesu bis hin zur theologischen Reflexion in den Briefen reicht.
Schlüsselwörter
Neues Testament, Evangelien, Kanonbildung, Synoptiker, Zwei-Quellen-Theorie, Apostelgeschichte, Paulus, Missionsreisen, Paulusbriefe, Heidenmission, Auferstehung, Theologie, Christentum, Urgemeinde, Bibel
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen systematischen Überblick über die Schriften des Neuen Testaments, ihre Entstehung, ihre Autoren und ihre historische Bedeutung für das frühe Christentum.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Evangelien, die Apostelgeschichte, das Leben des Paulus und die Analyse ausgewählter paulinischer Briefe.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die inhaltlichen Zusammenhänge der neutestamentlichen Schriften darzustellen und Beispiele für deren Anwendung im schulischen Religionsunterricht zu liefern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer literaturbasierten Aufarbeitung theologischer und historischer Standardwerke zur Bibelkunde und Einleitungsfragen des Neuen Testaments.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die synoptischen Evangelien, das Johannesevangelium, die Apostelgeschichte sowie die Biographie und die Briefe des Apostels Paulus detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen das Neue Testament, Evangelien, Paulus, Kanonbildung, Missionsreisen und die Zwei-Quellen-Theorie.
Was besagt die Zwei-Quellen-Theorie konkret?
Sie postuliert, dass Matthäus und Lukas als Vorlage für ihre Evangelien das Markusevangelium sowie eine zusätzliche gemeinsame Logienquelle (Q) genutzt haben.
Warum ist das lukanische Doppelwerk für Theologen besonders interessant?
Es ist insofern besonders, da Lukas als einziger Evangelist sein Werk mit der Apostelgeschichte fortsetzt und somit eine historische Verbindung zwischen dem Wirken Jesu und der frühen Kirche herstellt.
Welche Bedeutung kommt dem ersten Korintherbrief zu?
Er adressiert soziale Missstände und innere Spaltungen der korinthischen Gemeinde und dient zudem als wichtige Quelle für Paulus' Verständnis von Gemeinschaft und Auferstehung.
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- Anonym (Author), 2017, Das Neue Testament. Ein Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1736681