Management remuneration has become a public and political issue over the last
years of recession and one of the largest economic crisis all over the world. Since
decades there are scandals of managers cheating in their balances or laying off
thousands of employees to raise the price of the shares of their corporations to
earn a high bonus. How much managers should be allowed to earn and how performance
contracts should look like is as well a controversial topic that on the one
hand is more and more under public pressure and regulated by politicians, but on
the other hand not very well defined by law and corporate governance codices.
This thesis describes the problem of moral hazard with the theoretical background
of the principal-agent-theory and in praxis and then tries to answer the question if
there is any relationship of economic performance of a corporation and the remuneration
of its managers. Later on systems and tools of fixed and variable remuneration
will be described with a focus on stock options and the ways how they
can set wrong incentives. After that it will be shown how these tools can be used in
a sustainable way and how remuneration of managers could look like that provide
long term incentives for them and lead to a sustainable economic performance.
But not only economic sustainability will be discussed, but also social and ecological
aspects of remuneration contract incentives will be a topic of this thesis.
But after a lot of scientific background given in the thesis there will be a description
of some Austrian corporations that are listed on the stock market and how their
remuneration systems looks like and has changed over the last years. In this
chapter theory will be put into practice and it will be shown how those tools are
used in real life.
It will show how sensitive those kinds of contracts are and how many dangers
there are to set wrong incentives. Performance contracts are an important topic
because of that and there are many mistakes to be avoided. That’s why consultants
work constantly to increase their quality but that’s also the reason why they
are getting more and more complex.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Themenstellung
1.2 Relevanz der Themenstellung
1.3 Formulierung der Forschungsfrage
1.4 Methodische Vorgehensweise
1.5 Aufbau der Arbeit
2. Das Agency Problem
2.1 Die Entstehung der Agency Theorie
2.2 Einführung in das Agency-Problem
2.2.1 Der Positivisten-Ansatz
2.2.2 Der Principal-Agent-Ansatz
2.3 Grundannahmen des Agency Problems
2.3.1 Die Problemstellung in der Praxis
2.3.2 Das Grundmodell
2.3.3 Erweiterungen des Modells
2.4 Der Beitrag der Agency-Theorie
2.5 Empirische Ergebnisse
2.6 Kritik an der Agency-Theorie
3. Rechtliche Grundlagen zur Angemessenheit der Managementvergütung
3.1 Die Gesetzeslage in Deutschland
3.1.1 Gesetzesentwurf der deutschen Bundesregierung zur Angemessenheit der Vorstandsvergütungen und Vorschläge des DGB-Bundesvorstandes zur Regulierung der Vorstandsvergütungen
3.1.2 Ergänzung des DGB-Vorstandes
3.2 Die Gesetzeslage in Österreich
3.3 Arbeiterkammerstudie zu Managementvergütung und Vorschläge zu mehr Transparenz und Nachhaltigkeit
3.4 Offenlegung und Transparenz
3.5 Vorstandsvergütung und der Corporate Governance Kodex
3.5.1 Der deutsche Kodex
3.5.2 Der österreichische Kodex
3.6 Die Rolle des Aufsichtsrats
4. Vorstandsvergütung in Relation zur Unternehmensperformance
4.1 DAX
4.2 ATX
4.3 Europa und der Rest der Welt
5. Vergütungskomponenten und Systeme zur leistungsabhängigen Vergütung
5.1 Fixgehalt
5.2 Variable Vergütungen
5.2.1 Aktien
5.2.2 Aktienoptionspläne
5.2.2.1 Anreizwirkung der Optionspläne
5.2.2.2 Anreizmessung von Optionsplänen
5.2.2.3 Repricing
5.2.2.4 Nachteile von Optionsplänen
5.3 Nebenleistungen
5.4 Vergütung auf Basis der Wertsteigerungsanalyse
5.4.1 Perspektive 1: Messung und Bewertung der Qualität von Führungsentscheidungen
5.4.1.1 Methode der wertorientierten Messung des Eigentümerwertes nach Rappaport
5.4.1.2 Szenario-Technik
5.4.2 Perspektive 2: Wertorientierte Bewertung der Qualität strategischer Entscheidungen
6. Neue Instrumente und Modelle
6.1 Formen von Optionsplänen
6.1.1 Performance Aktien
6.1.2 Aktien(-Optionen) mit Verfügungsrestriktionen
6.1.3 Phantom Aktien
6.1.4 Stock Appreciation Rights (SAR)
6.2 Aktienoptionen, direkte und indirekte Partizipation
6.3 Zeitversetzte und langfristige Boni
6.3.1 Konzept der Bonusbank
6.3.2 Konzept der Performancebetrachtung über die Gesamtlaufzeit
6.4 Berücksichtigung sozialer Kriterien
6.4.1 Erfolgskriterien nach dem EFQM-Konzept
6.4.2 Erfolgskriterien der Balanced Score Card
6.4.3 Einbindung der Erfolgsindikatoren in das Managementvergütungssystem
6.5 Das Kienbaum Trust-Modell
6.6 Gesamtvergütungskonzept von Kienbaum
6.7 Long-Term Incentive-Pläne (LTI) in Europa und der Welt
7. Praxisstudien
7.1 Wienerberger AG
7.1.1 Unternehmensvorstellung
7.1.2 Corporate Governance
7.1.3 Vergütung der Vorstände
7.1.4 Vergütungsstruktur 2002 bis 2008
7.1.5 Vergütungsstruktur 2009
7.1.6 Vergütungsstruktur 2010
7.1.6.1 Beispiel anhand des CEOs
7.1.7 Vor- und Nachteile
7.2 OMV AG
7.2.1 Unternehmensvorstellung
7.2.2 Corporate Governance
7.2.3 Vergütung der Vorstände
7.2.4 Vergütungsstruktur 2004 bis 2008
7.2.5 Vergütungsstruktur 2009
7.2.6 Vergütungsstruktur 2010
7.2.7 Nachhaltigkeitsmanagement bei der OMV AG
8. Conclusio
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die komplexe Problematik der Vorstandsvergütung vor dem theoretischen Hintergrund der Principal-Agent-Theorie zu analysieren und praxisrelevante, nachhaltige Vergütungsmodelle zu untersuchen, um Fehlanreize zu minimieren und eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu fördern.
- Analyse des Agency-Problems und der daraus resultierenden Interessenkonflikte zwischen Management und Aktionären.
- Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen und regulatorischen Anforderungen in Deutschland und Österreich.
- Diskussion von Vergütungssystemen, mit besonderem Fokus auf die Wirkung von Aktienoptionen und deren kritische Aspekte.
- Vorstellung moderner, nachhaltiger Vergütungsinstrumente, inklusive sozialer und ökologischer Erfolgskriterien.
- Praktische Anwendung der Konzepte anhand von Fallstudien (Wienerberger AG, OMV AG).
Auszug aus dem Buch
2. Das Agency Problem
Die Agency-Theorie ist Teil der neuen Institutionenökonomik. Die Theorie geht auf die Arbeit von Jensen und Meckling zurück und beschreibt in der betriebswirtschaftlichen Literatur den Zielkonflikt zwischen Inhabern eines Unternehmens (Prinzipal) und den Managern, die das Unternehmen für diese führen (Agent). Dem Agenten werden die Agenden der Geschäftsführung vom Prinzipal übertragen. Dabei hat er teilweise oder ganz die Entscheidungskompetenz im Unternehmen. Dieses Kapitel bezieht sich im Wesentlichen auf das Buch „Managementvergütung, Corporate Governance und Unternehmensperformance“ von Christian Lazar (2007) und auf Eisenhardt (1989).
„The directors of such companies, however, being the managers rather of other people’s money than of their own, it cannot well be expected, that they should watch over it with the same anxious vigilance with which the partners in a private copartnery frequently watch over their own.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende öffentliche und wissenschaftliche Aufmerksamkeit für Vorstandsvergütungen und formuliert die Forschungsfrage zur Entwicklung nachhaltiger Anreizsysteme.
2. Das Agency Problem: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Kernkonflikt zwischen Prinzipal und Agent sowie die daraus resultierenden Anreizprobleme in Kapitalgesellschaften.
3. Rechtliche Grundlagen zur Angemessenheit der Managementvergütung: Hier werden die gesetzlichen Regelungen und Corporate-Governance-Vorgaben in Deutschland und Österreich dargestellt, die einen Rahmen für die Festlegung angemessener Bezüge bieten.
4. Vorstandsvergütung in Relation zur Unternehmensperformance: Das Kapitel analysiert kurz die historische Korrelation zwischen Vergütungshöhen und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen von Unternehmen in DAX und ATX.
5. Vergütungskomponenten und Systeme zur leistungsabhängigen Vergütung: Es werden die klassischen Vergütungsbestandteile, deren Wirkungsweise sowie die Vor- und Nachteile insbesondere von Aktienoptionsplänen untersucht.
6. Neue Instrumente und Modelle: Hier werden weiterentwickelte Vergütungsansätze vorgestellt, die langfristige Anreize setzen und vermehrt soziale sowie ökologische Kriterien integrieren.
7. Praxisstudien: Anhand der Unternehmen Wienerberger AG und OMV AG wird aufgezeigt, wie theoretische Modelle der Vorstandsvergütung in der realen Unternehmenspraxis implementiert werden.
8. Conclusio: Das Fazit fasst die Trends weg von einfachen Aktienoptionen hin zu komplexeren, nachhaltigkeitsorientierten Vergütungssystemen zusammen.
Schlüsselwörter
Vorstandsvergütung, Agency-Theorie, Corporate Governance, Nachhaltigkeit, Aktienoptionen, Principal-Agent-Problem, Management, Performance, Vergütungsstruktur, Stakeholder-Ansatz, Shareholder-Value, Anreizsysteme, Nachhaltigkeitsmanagement, Vergütungsbericht, Variable Vergütung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit untersucht die Struktur und Entwicklung von Vorstandsvergütungen, wobei der Fokus auf dem Übergang von kurzfristig orientierten zu nachhaltigen, langfristigen Anreizsystemen liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die Principal-Agent-Theorie, rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland und Österreich, die Gestaltung variabler Vergütung sowie die Integration von nicht-finanziellen Nachhaltigkeitskriterien.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Vor- und Nachteile bisheriger Vergütungssysteme aufzuzeigen und darzustellen, wie Unternehmen durch neue Modelle und Berateransätze langfristige Anreize für Vorstände schaffen können.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor stützt sich auf eine intensive Literaturrecherche, die Analyse von Vergütungsberichten sowie qualitative Interviews und Präsentationen von namhaften Unternehmensberatern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Agency-Problems, rechtliche Rahmenbedingungen, eine Analyse von Vergütungskomponenten wie Aktienoptionen sowie die Vorstellung neuer, nachhaltiger Vergütungsmodelle.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Managementvergütung, Corporate Governance, Agency-Theorie, Nachhaltigkeit und langfristige Anreizsysteme charakterisieren.
Wie unterscheidet sich das Kienbaum Trust-Modell von klassischen Bonusplänen?
Im Gegensatz zu klassischen, oft sofort ausgezahlten Boni, wird ein Teil der Vergütung treuhänderisch in Aktien angelegt, unterliegt einer Sperrfrist und wird erst nach mehreren Jahren ausgezahlt, was den Vorstand stärker in die unternehmerische Verantwortung nimmt.
Welche Rolle spielen soziale Kriterien in den untersuchten Vergütungsplänen?
Soziale Kriterien, wie etwa die Mitarbeiterzufriedenheit oder Gesundheits- und Sicherheitsquoten, werden zunehmend als Teil der variablen Vergütung genutzt, um den Fokus vom reinen Shareholder-Value hin zu einer breiteren Stakeholder-Perspektive zu verschieben.
- Quote paper
- Alexander Scherlacher (Author), 2011, Nachhaltige Vorstandsvergütung - Entwicklung und neue Ansätze, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173664