Immer häufiger wählen junge Menschen und Rentner eine neuartige Form des Verreisens, den Volunteer-Tourismus. Was bedeutet er? In welchen Variationen taucht er auf? Wie berichten Teilnehmer davon? Was veranlasst sie dazu auf diese Art zu verreisen? Welche Chancen und Risiken sind vom Volunteer-Tourismus zu erwarten? Fragen, auf die ich im Folgenden eingehen möchte.
Inhaltsverzeichnis
1. Abstrakt
2. Was bedeutet Volunteer Tourismus?
3. Verschiedene Formen des Volunteer-Tourismus
3.1 Volunteering
3.2 Internationaler Freiwilligendienst (IFD)
3.3 Workcamps
3.4 Freiwilliges Soziales Jahr / Freiwilliges Ökologisches Jahr
4. Persönliche Erfahrungen als Volunteer
4.1 Wie kam es zu meinem Auslandsaufenthalt?
4.2 Was waren prägende Ereignisse?
4.3 Reflexion
5. Motivanalyse
5.1 ‘‘I want to Travel“
5.2 ‘‘I Want to Contribute’’
5.3 ‘‘I Want to See If I Can Do This’’
5.4 ‘‘It’s More Convenient This Way’’
6. Positive Auswirkungen des Volunteer-Tourismus
7. Schattenseiten des Volunteer-Tourismus
8. Urteil
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Phänomen des Volunteer-Tourismus auseinander. Ziel ist es, die Beweggründe der Teilnehmer zu analysieren, die verschiedenen Formen dieser Reiseart zu beleuchten und eine differenzierte Bewertung der Chancen sowie der kritischen Schattenseiten vorzunehmen.
- Definition und verschiedene Formen des Volunteer-Tourismus
- Persönliche Erfahrungsberichte und Reflexion
- Wissenschaftliche Motivanalyse der Freiwilligen
- Positive Auswirkungen auf Empfänger und Organisationen
- Kritische Analyse von Risiken und kommerziellen Tendenzen
Auszug aus dem Buch
3. Verschiedene Formen des Volunteer-Tourismus
In Printmedien und Internet kursieren unterschiedliche Begriffe, Variationen sowie Bedeutungen des Volunteer-Tourismus. Einige davon sollen im Folgenden erläutert werden (RHODE 2011):
3.1 Volunteering
Volunteering oder Freiwilligenarbeit im Ausland stellt einen Sammelbegriff für alle Formen von freiwilliger Arbeit dar, die man im Ausland verrichten kann. Volunteer bezeichnet dabei die Person, die Freiwilligendienst im Ausland ausübt.
3.2 Internationaler Freiwilligendienst (IFD)
Hier werden freiwillige Helfer von einem Träger (Entsendeorganisation) z.B. Kirchen, Wohlfahrtsverbände oder sonstigen Organisationen, die freiwilligen Projekte finanziell unterstützen, entsendet. Die IFD-Projekte dauern in der Regel drei bis achtzehn Monate und liegen vor allem im sozialen, aber auch im ökologischen sowie im kulturellen Bereich.
Ein sehr be- und anerkanntes Beispiel hierfür ist die Organisation weltwärts. Ihre Philosophie stellt sie auf ihrer Internetseite folgendermaßen vor:
„>Lernen durch tatkräftiges Helfen< ist das Motto des Freiwilligendienstes. weltwärts soll das Engagement für die Eine Welt nachhaltig fördern und versteht sich als Lerndienst, der jungen Menschen einen interkulturellen Austausch in Entwicklungsländern ermöglicht. Durch die Arbeit mit den Projektpartnern vor Ort in den Entwicklungsländern sollen die Freiwilligen unter anderem lernen, globale Abhängigkeiten und Wechselwirkungen besser zu verstehen. Den Projektpartnern soll der Einsatz im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe zugute kommen.
weltwärts soll gegenseitige Verständigung, Achtung und Toleranz fördern: Gemeinsames Arbeiten und Lernen kennt weder Rassismus noch Ausgrenzung. Der neue Freiwilligendienst wird einen wichtigen Beitrag zur entwicklungspolitischen Informations und Bildungsarbeit leisten und den Nachwuchs im entwicklungspolitischen Berufsfeld fördern.“ (BAUR 2007).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Abstrakt: Einleitende Zusammenfassung über das zunehmende Interesse an Volunteer-Tourismus und die zentralen Fragestellungen der Arbeit.
2. Was bedeutet Volunteer Tourismus?: Definition des Begriffs durch Einordnung in den Kontext von Tourismus sowie ehrenamtlichem Engagement.
3. Verschiedene Formen des Volunteer-Tourismus: Vorstellung gängiger Formate wie Volunteering, internationaler Freiwilligendienste, Workcamps sowie FSJ/FÖJ.
4. Persönliche Erfahrungen als Volunteer: Darstellung individueller Erlebnisse während eines Auslandsaufenthalts in Nepal sowie deren Reflexion.
5. Motivanalyse: Untersuchung der Beweggründe von Freiwilligen anhand der Kategorien Reisen, Hilfe leisten, Selbstentwicklung und praktische Vorteile.
6. Positive Auswirkungen des Volunteer-Tourismus: Analyse der Benefits für Volunteers, Organisationen und insbesondere die Empfänger der Hilfe.
7. Schattenseiten des Volunteer-Tourismus: Kritische Betrachtung von Risiken wie Ideologievermittlung, fehlender Qualitätssicherung und kommerzieller Vermarktung.
8. Urteil: Abschließende Einschätzung, unter welchen Bedingungen Volunteer-Tourismus eine sinnvolle Bereicherung darstellen kann.
Schlüsselwörter
Volunteer-Tourismus, Freiwilligendienst, Motivanalyse, Entwicklungshilfe, Interkultureller Austausch, Nachhaltigkeit, Weltwärts, Workcamps, Kommerzialisierung, Selbsthilfe, Soziales Engagement, Ehrenamt, Tourismusforschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Phänomen des Volunteer-Tourismus, bei dem Menschen freiwillige Arbeit im Ausland mit touristischen Aktivitäten verbinden.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Neben der Definition der verschiedenen Formen des Freiwilligendienstes stehen die Motive der Reisenden, die Auswirkungen auf die Zielländer sowie die kritische Reflexion der Qualität und Nachhaltigkeit im Fokus.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist eine kritische Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken dieser Reiseform, um zu klären, ob und unter welchen Umständen sie einen fairen Beitrag zur Weltgestaltung leisten kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu theoretischen Ansätzen des Volunteer-Tourismus sowie der Verknüpfung dieser Erkenntnisse mit einem persönlichen Erfahrungsbericht.
Welche inhaltlichen Schwerpunkte setzt der Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Motivanalyse der Teilnehmer, eine Analyse der positiven Effekte und eine kritische Diskussion der negativen Begleiterscheinungen, etwa der Gefahr einer Kommerzialisierung.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind Volunteer-Tourismus, Hilfe zur Selbsthilfe, ethische Verantwortung im Tourismus sowie das Spannungsfeld zwischen Eigennutz und Altruismus.
Wie bewertet der Autor die Rolle kirchlicher Träger?
Der Autor mahnt zur Vorsicht, da bei kirchlichen Organisationen die Gefahr besteht, dass die humanitäre Hilfe mit der Vermittlung religiöser oder ideologischer Werte verknüpft wird.
Was ist die Schlussfolgerung des Autors zum kommerziellen Volunteer-Tourismus?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass rein kommerziell ausgerichtete Angebote nicht vertretbar sind, da hierbei die Gefahr besteht, dass Hilfe zur Selbsthilfe durch Abhängigkeiten ersetzt wird.
- Arbeit zitieren
- Jonas Lövenich (Autor:in), 2011, We safe the world, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173626