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Objektiv-hermeneutische Analyse der Anmoderation des Magazins "Kontraste"

Titel: Objektiv-hermeneutische Analyse der Anmoderation des Magazins "Kontraste"

Hausarbeit , 2007 , 28 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marian Bosse (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit fasst die Ergebnisse der objektiv-hermeneutischen Analyse einer Anmoderation der ARD-Sendung „Kontraste“ vom 7. Dezember 2006 zusammen.
Die Analyse fand im Rahmen des Seminars „Methoden der qualitativen Medienforschung“ von Prof. Dr. Tilmann Sutter im Wintersemester 2006/2007 statt. Dort wurden drei qualitative Forschungsmethoden
vertiefend wiederholt und danach Arbeitsgruppen gebildet, die mit jeweils einer dieser Methoden ein kurzes Datenstück auswählen und analysieren sollten.
Zusammen mit Alexander Hahn und Johannes Richter wählte ich die objektive Hermeneutik als Methode und wir begannen mit der Sichtung möglicher Datenstücke. Dabei fiel uns die Ansage der Kontraste-Sendung besonders auf, da wir beim ersten Sichten bereits das den Eindruck gewannen, das Material biete sich für eine Analyse an. Da das Datenstück verschriftlicht nur einige Zeilen umfasste, entschieden wir uns für die Bearbeitung dieses Datums, da wir sowohl die Möglichkeit sahen eine komplette Analyse in der zur Verfügung stehenden Zeit anfertigen zu können, als auch verwertbare Ergebnisse zu erzielen.
Ich verzichte in meinen Ausführungen bewusst auf ausschweifende theoretische Verortungen bzw. den expliziten Einbezug soziologischer Theorien, um vorrangig die Daten selber sprechen zu lassen.

Leseprobe


Gliederung

1. Einleitung

1.1 Interaktionseinbettung

1.2 Fallbestimmung

1.3 Zur Sendung

2. Analyse

3. Sinneinheiten

3.1 Einführung des Themas

3.2 Dekonstruktion des Zuschauers als eigenverantwortlicher Bürger

3.3 Anrufung der Sanktionsgewalt

3.4 Distanzierung der Sprecherin

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, mittels der objektiven Hermeneutik zu untersuchen, welche kommunikativen Mittel in der Anmoderation des Polit-Magazins „Kontraste“ eingesetzt werden, um die Annahme der Kommunikation durch den Zuschauer zu erhöhen und Interesse für den Beitrag zu wecken.

  • Analyse der medial vermittelten Kommunikation in einer Polit-Sendung.
  • Untersuchung der rhetorischen Strategien und Wissensasymmetrien zwischen Sprecherin und Publikum.
  • Dekonstruktion des vermittelten Menschenbildes in Bezug auf Eigenverantwortung.
  • Herausarbeitung der rhetorischen Funktion von Rhetorischen Fragen und Aufforderungen.
  • Betrachtung der pädagogisierenden und belehrenden Kommunikationsmuster.

Auszug aus dem Buch

(2) Das hier sieht aus wie eine Lampenabdichtung, die man an die Decke schrauben kann.

Während dieses Interaktes wird ein Gegenstand in die Kamera gehalten. Er ist rund, hat einen Durchmesser von ca 10 cm und eine Höhe von etwa 3-4 cm. Er hat kleine Rillen und eine Leuchtdiode, und konnte von uns sofort als Rauchmelder erkannt werden. Dies ist die einzige Stelle unserer der Analyse, an der es notwendig erscheint, die ansonsten ausgeblendete Bildebene des untersuchten Gegenstands mit einzubeziehen.

Mit diesem Interakt wird ein Thema eingeführt: Ein Gegenstand wird gezeigt und assoziativ mit einem anderen in Vergleich gesetzt. Es kann vermutet werden, dass dieser Gegenstand im weiteren eine zentrale Rolle einnehmen wird.

Da dies über einen Vergleich geschieht, wird dem Adressaten implizit zweierlei unterstellt:

1. Der gezeigte Gegenstand ist unbekannt. Sonst wäre die Umschreibung und die unterstellte Assoziation mit etwas Anderem nicht plausibel.

1. Der Zuschauer erkennt das Gezeigte als eine Lampenabdichtung.

Dabei fällt auf, dass wenn das Assoziierte bekannt ist, eine weitere Beschreibung dessen, was man damit anfängt, bzw. wo man es anbringt, überflüssig wird. Trotzdem geschieht genau das - allerdings mit der Einschränkung, dass die Anbringung an die Decke erfolgen „kann“, aber nicht muss.

Uns fiel bei diesem Interakt außerdem auf, dass uns der Begriff „Lampenabdichtung“ nicht geläufig ist. Dies macht die unterstellte Assoziation fraglich. Recherchen haben gezeigt, dass eine Lampenabdichtung mit dem vorgestellten Gegenstand keinerlei Ähnlichkeit aufweist: Es handelt sich dabei um eine Art Gummiring, der zur Dichtung von Bauteilen verwendet wird, z.B. zwischen Glas und Metallteil eines Frontscheinwerfers in Autos. Wir vermuten, dass eine Art Aufputzdose gemeint ist, die verwendet wird um Kabelabzweigungen zu verdecken, sofern diese nicht unter dem Putz gelegt wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Entstehungskontext der Arbeit im Rahmen eines Seminars zur qualitativen Medienforschung und definiert die Leitfrage hinsichtlich der kommunikativen Mittel zur Steigerung der Zuschauerbindung.

2. Analyse: In diesem Kapitel wird das Datenstück der Anmoderation Schritt für Schritt in seine einzelnen Interakte zerlegt und deren rhetorische Wirkung sowie die impliziten Unterstellungen gegenüber dem Zuschauer analysiert.

3. Sinneinheiten: Hier werden die zuvor analysierten Interakte in vier übergeordnete Sinneinheiten zusammengefasst, um die zugrundeliegende Struktur und die kommunikative Strategie der Sprecherin abstrakt zu interpretieren.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert die stilistischen und inhaltlichen Mängel der Anmoderation und stellt fest, dass die gewählte Art der Ansprache das Interesse des Zuschauers eher mindert, da dieser als unmündig dargestellt wird.

Schlüsselwörter

Objektive Hermeneutik, Medienforschung, Anmoderation, Kontraste, Wissensasymmetrie, Kommunikation, Rhetorik, Zuschauerbindung, Rauchmelder, pädagogisierender Ton, Sanktionsgewalt, Entmündigung, Polit-Magazin, Fallanalyse, Fernsehkommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer objektiv-hermeneutischen Analyse einer kurzen Anmoderation der ARD-Sendung „Kontraste“ aus dem Jahr 2006.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Art und Weise der Themenführung, die Konstruktion von Wissensasymmetrien zwischen Sender und Empfänger sowie die Rhetorik des Fernsehens bei der Adressierung des Publikums.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die kommunikativen Mittel zu identifizieren, die eingesetzt werden, um die Zuschauerbindung zu erhöhen, und zu hinterfragen, warum die gewählte Form der Anmoderation das Publikum eher entmündigt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird die Methode der objektiven Hermeneutik angewandt, um die impliziten Regeln und die Struktur der medialen Kommunikation im Datenstück offenzulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Sequenzanalyse der einzelnen Äußerungen der Sprecherin sowie eine Zusammenfassung dieser in übergeordnete Sinneinheiten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Wissensasymmetrie, die pädagogisierende Kommunikation, die rhetorische Frage als anklagendes Mittel und die Inszenierung der Sendung als Anwalt des Volkes.

Warum wird im Text der Begriff „Lampenabdichtung“ so stark hervorgehoben?

Die Analyse zeigt, dass dieser Begriff genutzt wird, um künstlich einen Aufklärungsbedarf beim Zuschauer zu erzeugen, der in der Realität gar nicht besteht, da der gezeigte Gegenstand eigentlich ein Rauchmelder ist.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Rolle des Zuschauers?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Zuschauer im Verlauf der Anmoderation zunehmend als unmündig und handlungsunfähig dargestellt wird, was zu einer Entmündigung des Publikums führt.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Objektiv-hermeneutische Analyse der Anmoderation des Magazins "Kontraste"
Hochschule
Universität Bielefeld  (Fakultät für Soziologie)
Veranstaltung
Methoden der qualitativen Medienforschung
Note
1,7
Autor
Marian Bosse (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
28
Katalognummer
V173621
ISBN (eBook)
9783640938254
ISBN (Buch)
9783640938797
Sprache
Deutsch
Schlagworte
objektiv-hermeneutische analyse anmoderation magazins kontraste
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marian Bosse (Autor:in), 2007, Objektiv-hermeneutische Analyse der Anmoderation des Magazins "Kontraste", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173621
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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