Franz von Assisi war ein christlicher Heiliger, der sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Seine Popularität lässt sich schon alleine an der Häufigkeit der Darstellungen in der christlichen Kunst nachweisen. Nach der Gottesmutter Maria ist er der am häufigsten dargestellte Heilige. Doch was machte ihn in der Vergangenheit und Gegenwart für christliche Anhänger - und sogar darüber hinaus – so faszinierend? Ist es der Friedensgedanke, der in Franziskus Lehre inhärent ist, mit der sich viele Menschen verbunden fühlen? Oder war es seine Liebe zu Tieren, was besonders den modernen Menschen im Zuge von Tierschutz und Tierrecht ansprechen kann? Oder war es die Liebe zu seinen Mitmenschen? Mit Sicherheit waren all dies wichtige Punkte in der Faszination des Heiligen, dennoch bin ich der Meinung, dass ein Merkmal besonders heraussticht, da es gleichermaßen innovativ als auch faszinierend ist: das Motiv der Selbsterniedrigung in einer Zeit, als die katholische Kirche teilweise eher mit Macht und Geld liebäugelte als mit den Lehren Jesu Christi. Nicht umsonst wurde er „der menschlichste von allen Heiligen“ genannt.
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- Romana Laws (Author), 2020, Die Selbsterniedrigung als Mittel zur Erhöhung beim heiligen Franziskus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1736171