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"Karate-Do" - Der Weg der leeren Hand

Warum ist Karate eine Kampfkunst?

Titel: "Karate-Do" - Der Weg der leeren Hand

Studienarbeit , 2009 , 19 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Jeannette Prescher (Autor:in)

Sport - Theorie und Praxis der Sportarten

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die wissenschaftliche Arbeit „Karate Do – Der Weg der leeren Hand“ verdeutlicht, warum Karate für Karateka zu den Kampfkünsten zählt und nicht zu den Kampfsportarten, bei denen ein Gegner rein funktionale Zwecke erfüllt. Kampfkünste wie das traditionelle Karate haben als Ziel die eigene Charakterbildung und Hilfestellung im täglichen Leben zu bieten.
Auf der Insel Okinawa, dem heutigen Japan, war Karate zur Entstehungszeit im 14. Jahrhundert zunächst eine Leibesertüchtigung. In der Entwicklungsgeschichte trugen zahlreiche Meister jedoch dazu bei, die Karate-Lehre so aufzubauen, dass der respektvolle Umgang miteinander, mit sich selbst und dem Leben geübt wird.
Eine traditionelle Übungseinheit setzt sich aufbauend aus Kihon, Kata und Kumite zusammen. Während im Kihon die Basistechniken zur Körperbeherrschung trainiert werden, stehen in der Kata in einem imaginären Kampf festgelegte, sich wiederholende Bewegungsabläufe im Vordergrund. Durch diese Vorbereitung ist der Karateka schließlich in der Lage, sich im Kumite mit einem realen Gegner auseinanderzusetzen. Durch dieses Training entwickelt sich für denjenigen, der dem Weg der leeren Hand folgt, nicht nur eine Perfektion der Bewegung, sondern eine veränderte Einstellung zum Leben.
Unterstützung findet der Karate-Schüler in Riten, die die respektvolle Haltung zum Übungsraum, zur Kleidung und dem Meister prägen. Der Umgang mit diesen drei Elementen der Lehre hat für den fortgeschrittenen Schüler eine so wesentliche Bedeutung, dass diese meditative Züge annimmt.
Die Kunst des Karate ist es, das der Schüler sich mit seinem Selbst auseinanderzusetzt, dabei seinen Charakter prägt und dadurch das Leben meistert. Die kurzsichtige Betrachtungsweise und verstärkte Ausübung des Karate als Kampfsport ist auf Dauer der Kampfkunst eines Altmeisters unterlegen, da dieser Karate als Bestandteil seines Lebens betrachtet. Die vorliegende Arbeit geht unter anderem auf historische und kulturelle Aspekte ein, um diese These zu belegen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung des Karate

3. Aufbau einer traditionellen Übungseinheit

3.1. Die Vorbereitung

3.2. Das Kihon

3.3. Die Kata

3.4. Das Kumite

4. Riten

4.1. Das Dôjô – ein Raum der Erleuchtung

4.2. Der Dôgi – ein Begleiter auf dem Weg

4.3. Der Sensei – ein Wegweiser

4.4. Die Meditation – ein Pflasterstein auf dem Weg

5. Zusammenfassung und Ausblick

6. Glossar

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Reduktion von Karate auf einen reinen Kampfsport auseinander. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Karate ursprünglich eine traditionelle Kampfkunst zur Charakterbildung ist, die durch körperliches Training und fest verankerte Riten geprägt ist, und somit weit über sportliche Wettkampfaspekte hinausgeht.

  • Historische Entwicklung von Karate als traditionelle Kampfkunst auf Okinawa.
  • Struktur und Bedeutung einer traditionellen Übungseinheit (Kihon, Kata, Kumite).
  • Die Rolle von Riten (Dôjô, Dôgi, Sensei) in der persönlichen Entwicklung eines Karateka.
  • Die Bedeutung von Karate als Lebensweg und Methode zur Charakterbildung.
  • Gegenüberstellung von traditionellem Karate und modernem Wettkampfsport.

Auszug aus dem Buch

3.3. Die Kata

Die Kata (deutsch: Form, Gestalt) wird oft als „Herz der Kampfkunst“ bezeichnet und gilt als Bindeglied zwischen dem Kihon und dem Kumite (siehe nachfolgendes Kapitel). Sie beinhaltet festgeschriebene Bewegungsabläufe gegen mehrere imaginäre Gegner. Für den Nicht-Karateka wirkt eine Kata wie eine Aneinanderreihung von Schlag-, Stoß-, Tritt- und Abwehrtechniken in verschiedene Himmelsrichtungen.

Karateka hingegen setzen sich während des Ablaufes mit den eigenen Schwächen und Stärken auseinander. Daher wird der Ablauf nach dem deutschen Bundestrainer Karamitsos [BiK92] auch als „Meditation in der Bewegung“ verstanden. Im Buch „Karate – die Kunst des leeren Selbst“ [Web89] des Karate-Meisters Terrence Webster-Doyle wird dieser Aspekt so verdeutlicht: „Wenn wir die Kunst des Karate mit Liebe, Hingabe und mit Schönheit in den Bewegungen ausüben, gibt sie unserem Körper Würde und Anmut, was wiederum unserem Geist Würde und Anmut verleiht. Unsere Bewegungen werden ebenmäßig, fließend und elegant. Verfeinerung in der Form und in der Art, wie wir uns bewegen, wirkt sich auf unsere Beziehung mit anderen Menschen aus“ [Web89].

Neben dem psychologischen Aspekt dient die Kata unter anderem der Technik-, Atmungs- und Rhythmusschulung. Ferner steigert Kata-Training die Konzentrations- und Koordinationsfähigkeit.

Wie bereits im ersten Kapitel erwähnt, wurde Karate im Geheimen trainiert. Man übte meist verschiedene Kata, da in ihnen das Wissen der Kampfkunst liegt. Dieses wird heute noch vom Meister zum Schüler weitergegeben. Sascha Wagner sieht in seinem Buch „Bumon – Das Wissen der Kampfkunst Karate-do“ die Kata „[…] als Schatz voller Wissen, der Schritt für Schritt entschlüsselt werden muss“ [Wag07]. Dies ist ein Grund, warum es in jedem Karatestil eine Vielzahl von verschiedenen Bewegungsformen gibt. Die einzelnen Kata unterscheiden sich in ihrer Komplexität bezüglich des Ablaufs der kombinierten Einzeltechniken und den damit verbundenen Körperpositionen sowie dem Rhythmus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, Karate primär als Kampfsport zu betrachten, und definiert das Ziel, es als traditionelle Kampfkunst zur Charakterbildung darzustellen.

2. Entstehung des Karate: Dieses Kapitel erläutert die historischen Wurzeln des Karate auf Okinawa als Kampfkunst und Leibesertüchtigung sowie dessen spätere Entwicklung und Transformation durch den Einfluss japanischer Stile.

3. Aufbau einer traditionellen Übungseinheit: Hier werden die drei Kernsäulen des Karate – Kihon, Kata und Kumite – sowie die notwendige rituelle Vorbereitung detailliert vorgestellt.

4. Riten: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung ritueller Elemente wie dem Übungsort, der Kleidung und der Lehrer-Schüler-Beziehung für die ganzheitliche Praxis des Karate.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Diese Zusammenfassung reflektiert die Rolle von Karate als Weg zur Persönlichkeitsentwicklung und warnt vor einem Identitätsverlust des traditionellen Karate durch die zunehmende Fokussierung auf reinen Wettkampfsport.

6. Glossar: Das Glossar liefert Definitionen für die im Text verwendeten japanischen Fachbegriffe.

Schlüsselwörter

Karate Dô, Kampfkunst, Kampf, Sport, Kihon, Kata, Kumite, Riten, Dôjô, Dôgi, Sensei, Meditation, Charakterbildung, Okinawa, Tradition

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt Karate als traditionelle Kampfkunst und untersucht, warum die Einordnung als bloßer Kampfsport zu kurz greift. Der Fokus liegt auf der Charakterbildung und dem ganzheitlichen Lebensweg.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die historischen Ursprünge, die Struktur des Trainings (Kihon, Kata, Kumite) sowie die begleitenden Riten im Dojo.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Karate eine tiefgründige Kampfkunst ist, die durch körperliches Training und Rituale zur persönlichen Entwicklung und Charakterbildung dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Literaturanalyse durchgeführt, um die historische Entwicklung und die philosophischen Aspekte des Karate anhand etablierter Fachliteratur zu erläutern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Übungseinheiten (Kihon, Kata, Kumite) und eine Untersuchung der rituellen Aspekte wie Dojo, Dogi und der Lehrerrolle (Sensei).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Karate Dô, Kampfkunst, Charakterbildung, traditionelles Training und die japanischen Fachbegriffe wie Kihon, Kata und Kumite.

Welche Rolle spielt das Kihon innerhalb der Karate-Ausbildung?

Das Kihon bildet die Basis und den Ursprung jeglicher Karate-Übungen, in denen festgeschriebene Basistechniken vermittelt und durch Wiederholung gefestigt werden.

Warum wird die Reduktion auf reinen Wettkampfsport kritisch betrachtet?

Die Autorin argumentiert, dass dadurch die tieferen kulturellen, philosophischen und religiösen Werte sowie der lebenslange Aspekt der Charakterbildung zugunsten eines kurzfristigen sportlichen Erfolgs verdrängt werden.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Karate-Do" - Der Weg der leeren Hand
Untertitel
Warum ist Karate eine Kampfkunst?
Hochschule
Hochschule Emden/Leer  (Abteilung Technik, Fachbereich E+I)
Note
2,0
Autor
Jeannette Prescher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
19
Katalognummer
V173591
ISBN (eBook)
9783640938209
ISBN (Buch)
9783640939008
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Karate Kampfkunst Kampfsport Shotokan Funakoshi
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jeannette Prescher (Autor:in), 2009, "Karate-Do" - Der Weg der leeren Hand, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173591
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Leseprobe aus  19  Seiten
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