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Das Performative in Peter Handkes Theaterstück "Kaspar"

Titel: Das Performative in Peter Handkes Theaterstück "Kaspar"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ievgeniia Bogomolova (Karashchuk) (Autor:in)

Theaterwissenschaft, Tanz

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit ist, Performativität im postdramatischen Theater am Beispiel von Peter Handkes Theaterstück Kaspar zu skizzieren. Dazu werde ich zunächst den Begriff Performativität betrachten und dabei näher auf die theoretischen Ansätze von John L. Austin und Judith Butler eingehen. Danach werde ich bestimmte Aspekte des Performativen aus diesen dargestellten Theorien herausfiltern, die die Sicht auf das Stück Kaspar um eine performativitäts-theoretische Lesart erweitern können. Dabei möchte ich überprüfen, inwiefern die Kategorie der Performativität für die Betrachtung eines modernen Theaterstückes hilfreich sein kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum Begriff der Performativität

3. Das Performative in Peter Handkes Theaterstück Kaspar

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Anwendung des Konzepts der Performativität auf Peter Handkes Theaterstück „Kaspar“ (1968). Ziel ist es, das Stück durch eine performativitätstheoretische Linse neu zu lesen und zu analysieren, inwiefern diese Kategorie für das Verständnis zeitgenössischer Theaterstücke als handlungsorientiertes Ereignis hilfreich ist.

  • Theoretische Grundlagen der Performativität (Austin, Butler)
  • Konstitution von Identität durch performative Akte
  • Sprache als Instrument der Macht („Sprechfolterung“)
  • Transformation des Zuschauers vom Beobachter zum Handelnden
  • Bühne und Inszenierung als performatives Ereignis

Auszug aus dem Buch

3. Das Performative in Peter Handkes Sprechstück Kaspar

„Kaspar“ (1968) ist eines der bekanntesten Theaterstücke von Peter Handke. In der Sekundärliteratur ist das Stück lange entweder unter dem Aspekt der Sprache oder der Gesellschaftskritik interpretiert worden. Die in dieser Arbeit betrachtete Kategorie des Performativen kann jedoch einen neuen Blick auf das Stück werfen.

Im Folgenden möchte ich also betrachten, inwieweit das Performative bestimmte Momente besser zu erfassen helfen kann.

Indem der Autor bei der Bezeichnung seines Stückes auf den Namen Kaspar zurückgreift, ruft der Titel zahlreiche Erwartungen beim Rezipienten hervor. Jedoch schon im eingangs als Motto aufgeführten Gedicht „16 jahr“ von Ernst Jandl und später auch im Vorwort konkretisiert Peter Handke den Bedeutungshorizont auf den Kaspar-Hauser-Stoff. Dieser handelt von dem Findling Kaspar Hauser, der im Jahre 1828 in Nürnberg bei einem Rittmeister auftauchte. Seit 1812 war er in einem dunklen Raum aufgezogen worden und hatte keine Möglichkeit gehabt, mit der ihm umgebenden Welt in Kontakt zu treten. Etwa bis zum Alter von 16 Jahren lernte er kaum sprechen und schreiben. Der einzige Satz, den er kannte war, dass er wie sein Vater einmal Soldat werden wollte: „A söchener Reiter möcht i wärn wie mein Voter aner gween ist“ (Ein solcher Reiter möchte ich werden wie mein Vater gewesen ist).

Peter Handke setzt sich jedoch keineswegs zum Ziel, den Kaspar-Hauser-Stoff „realistisch-dokumentarisch“ zu behandeln. Schon zu Beginn des Vorwortes löst er die bei den Zuschauern erzeugten Erwartungen auf: „Das Stück ‚Kaspar‘ zeigt nicht, wie ES WIRKLICH IST oder WIRKLICH WAR mit Kaspar Hauser. Es zeigt, was MÖGLICH IST mit jemandem. Es zeigt, wie jemand durch Sprechen zum Sprechen gebracht werden kann“. Handke grenzt sich also vom individuellen Fall der rätselhaften historischen Gestalt Kaspar Hausers ab und thematisiert nur seinen Prozess des Spracherwerbs durch eine „Sprechfolterung“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert den Perspektivwechsel im zeitgenössischen Theater von der Werkinterpretation hin zum performativen Ereignis und definiert das Ziel der Arbeit, Handkes „Kaspar“ mithilfe performativitätstheoretischer Ansätze zu untersuchen.

2. Zum Begriff der Performativität: Dieses Kapitel zeichnet die theoretische Entwicklung des Begriffs der Performativität von der Sprachphilosophie (Austin) bis zur Kulturtheorie (Butler) nach und arbeitet dessen Bedeutung für die Theaterwissenschaft heraus.

3. Das Performative in Peter Handkes Theaterstück Kaspar: Der Hauptteil analysiert Handkes „Kaspar“ als Sprechstück, in dem Spracherwerb als „Sprechfolterung“ und identitätsstiftender, gewaltvoller Prozess inszeniert wird, wobei die Rolle des Zuschauers und die Selbstreflexivität der Bühne im Vordergrund stehen.

4. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass die Anwendung performativer Ansätze auf das Stück „Kaspar“ fruchtbar ist, da sie den Fokus auf den prozessualen Charakter der Aufführung und die aktive Rolle des Zuschauers schärft.

Schlüsselwörter

Performativität, postdramatisches Theater, Peter Handke, Kaspar, Sprechfolterung, John L. Austin, Judith Butler, Spracherwerb, Identitätskonstruktion, Aufführungscharakter, Sprachphilosophie, Kulturtheorie, Sprechstück, Identitätsverlust, Zuschauerrolle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Theaterstück „Kaspar“ von Peter Handke unter dem Aspekt des Performativen, um einen neuen Blick auf die Thematisierung von Sprache, Identität und Theateraufführung zu ermöglichen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die zentralen Felder umfassen die sprachphilosophischen Grundlagen der Performativität, die kulturtheoretische Identitätskonstruktion sowie die Analyse der spezifischen Inszenierungsstrategien in Handkes „Kaspar“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Kategorie des Performativen aufzuzeigen, wie „Kaspar“ als prozessuales Ereignis verstanden werden kann und inwiefern dies für die Betrachtung moderner Theaterstücke nützlich ist.

Welche wissenschaftlichen Ansätze finden Anwendung?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Sprechakttheorie von John L. Austin und die kulturtheoretischen Ansätze von Judith Butler zur performativen Identitätskonstruktion.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Spracherwerb des Protagonisten Kaspar als gewaltvolle „Sprechfolterung“, die Rolle des Zuschauers als handelndes Subjekt und die Selbstreflexivität der Bühne.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Performativität, postdramatisches Theater, Identitätskonstruktion, Sprechfolterung und Aufführungscharakter.

Wie verändert sich die Rolle des Zuschauers in diesem Stück laut der Autorin?

Der Zuschauer verliert seine passive Rolle als reiner Beobachter und wird innerhalb der Aufführung zu einem handelnden Subjekt, da die Inszenierung explizit auf die Aktivität des Zuschauens abzielt.

Inwiefern ist das Konzept der „Sprechfolterung“ für Kaspar zentral?

Die „Sprechfolterung“ verdeutlicht, dass Sprache nicht bloßes Kommunikationsmittel ist, sondern ein Machtinstrument, durch das Kaspar normiert, sozialisiert und letztlich seiner ursprünglichen Identität beraubt wird.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Performative in Peter Handkes Theaterstück "Kaspar"
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
2,0
Autor
Ievgeniia Bogomolova (Karashchuk) (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
14
Katalognummer
V173434
ISBN (Buch)
9783640937486
ISBN (eBook)
9783640937554
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Performativität Das Performative Peter Handke Kaspar Theater postdramatische Theater
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ievgeniia Bogomolova (Karashchuk) (Autor:in), 2010, Das Performative in Peter Handkes Theaterstück "Kaspar", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173434
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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