Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Unfassbar! Schein-wahre Geschichten aus dem Gruselkabinett

Filmische Authentizität als Gestaltungsmittel von Horrofilmen anhand von Beispielen

Titel: Unfassbar! Schein-wahre Geschichten aus dem Gruselkabinett

Hausarbeit , 2011 , 41 Seiten , Note: 2

Autor:in: Raliza Petrova (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Dämonen, Vampire, Hexen sowie andere Monster und Bösewichte sind keine Erfindung des Kinos. Bereits in der „ältesten Schrift der Menschheit“ , dem „Gilgamesch-Epos“, werden die Grenzen des menschlichen Daseins sowie die Suche nach dem ewigen Leben thematisiert. Dämonische Wesen wachen über den Wald, Götter entscheiden über das Leben... Helden, die gegen Monster und Ungeheuer kämpfen, kommen oft in der antiken Mythologie der Griechen und der Römer vor. Zahlreiche Phantasiewesen verewigen im Märchen den Kampf zwischen Gut und Böse. Zahlreiche Schriftsteller, Philosophen und andere Wissenschaftler beschäftigen sich mit dem Phänomen des Bösen sowie dessen Platz in der menschlichen Weltanschauung. Quellen und Vorbilder des Grauens, die den Filmemacher zu guten Horrorgeschichten inspirieren und anregen, finden sich überall, selbst in den Träumen. Und es ist kein Geheimnis, dass Horrorfilme mit den Ängsten des Menschen spielen.

Doch in dieser Arbeit wird nicht nach dem Sinn des Bösen gesucht und auch nicht nach der besten Gruselgeschichte aller Zeiten. Vielmehr sind verschiedene Verkörperungen des Bösen Hauptakteure in einer Auswahl von Filmbeispielen, die angeblich das Eintreffen des so genannten Bösen in die Welt des Menschen dokumentieren. Dabei geht es bei der Untersuchung dieser Filme hauptsächlich um die Frage nach der Simulation von Wahrheiten und dem Glaubwürdigkeitsfaktor dieser: Mit Hilfe welcher Darstellungsmitteln werden aus fiktiven Inhalten möglichst authentisch wirkende Filme produziert? Wo ist dabei die Grenze zwischen Realität und Fiktion? Sollte man alles glauben, was man zu sehen bekommt oder sollte man es doch nicht glauben, weil es so unfassbar zu sein scheint, dass es gar nicht wahr sein kann? Letzten Endes ist alles eine Frage der Einstellung.
Zum Begriff der filmischen Authentizität hat der Filmwissenschaftler Manfred Hattendorf folgende Definition vorgeschlagen: „Authentizität ist ein Ergebnis der filmischen Bearbeitung. Die >Glaubwürdigkeit< eines dargestellten Ereignisses ist damit abhängig von der Wirkung filmischer Strategien im Augenblick der Rezeption. Die Authentizität liegt gleichermaßen in der formalen Gestaltung wie der sozialen Rezeption mitbegründet.“ Aber es ist letzten Endes der Rezipient, der bewusst oder unbewusst darüber entscheidet, ob er eine Geschichte als authentisch und glaubwürdig empfinden möchte oder nicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Grundlagen

2.1. Dokumentarfilm vs. Spielfilm

2.2. Found-Footage-Film

2.3. Horror

3. Filmuntersuchungen

3.1. Ruggero Deodatos Film Cannibal Holocaust (1980)

3.2. The Blair Witch Project (1998)

3.3. Paranormal Activity (2007)

3.4. [REC] (2007)

3.5. The Last Exorcism (2010)

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie verschiedene Horrorfilme durch das Genre der Fake-Dokumentation oder des Found-Footage-Films die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschmelzen lassen. Im Zentrum steht die Analyse der angewandten Darstellungsmittel und filmischen Strategien, mit denen Regisseure ihre fiktiven Inhalte für das Publikum als authentische und glaubwürdige Dokumente ihrer Zeit inszenieren.

  • Untersuchung von filmischen Strategien zur Authentizitäts-Simulation
  • Analyse der Wirkung des Found-Footage-Verfahrens auf die Zuschauerwahrnehmung
  • Die Rolle des Horrorgenres bei der Gestaltung glaubwürdiger Fiktion
  • Fallstudien zu wegweisenden Fake-Dokumentationen wie Cannibal Holocaust und The Blair Witch Project
  • Differenzierung zwischen dokumentarischem Anspruch und Spielfilm-Inszenierung

Auszug aus dem Buch

2.1. Dokumentarfilm vs. Spielfilm

Als Dokumentarfilm wird in der Regel ein Film verstanden, der „Ereignisse u. Zustände tatsachengetreu zu schildern sucht“. Dabei soll diese Schilderung möglichst objektiv und wirklichkeitsgetreu stattfinden und auf Fakten basieren, die der Wahrheit entsprechen. Originalschauplätze und O-Töne, Interviews mit Zeitzeugen und Experten, nicht gestellte Protagonisten und Überraschungsereignisse als Teil des dokumentierten Geschehens sowie verschiedene Beweismittel aus Archiven und anderen nachvollziehbaren Quellen, sind typische Merkmale eines Dokumentarfilms. Der Dokumentarfilm hat nicht als Ziel der reinen Unterhaltung zu dienen, sondern viel mehr der Bildung und Aufklärung des Zuschauers, indem er ihm neues Wissen und neue Erkenntnisse über die Welt zu vermitteln versucht oder bereits vorhandene zu vertiefen. Vielleicht ist auch das der Grund, warum Zuschauer Dokumentarfilme blind vertrauen. Vielleicht ist aber der Zuschauer selbst einfach zu bequem gar faul oder ungebildet, um dokumentarische Inhalte zu hinterfragen. Vielleicht.

Doch was ist, wenn sich ein Dokumentarist irrt? Was ist, wenn er bewusst oder unbewusst dokumentarische Inhalte in den falschen Zusammenhang bringt oder vom Zeitzeugen belogen wird? Angefangen mit der angestrebten Objektivität des Dokumentarischen: Eine absolut objektive Erzeugung von Filminhalten ist aus vielfältigen Gründen nicht möglich. Der subjektiv gefärbte Blick des Filmemachers stellt die Kamera ein und positioniert diese. Er entscheidet was, wo, wann und wie gedreht wird, er entscheidet über Dramaturgie, Montage und Filmästhetik, er entscheidet darüber, was wahr ist und was nicht, selbst wenn seine Entscheidungen auf Tatsachen berufen. Letzten Endes ist der Dokumentarist ein Erzähler von Geschichten wie jeder anderer Filmemacher auch. Zwar haben seine Geschichten einen größeren Anspruch darauf, der Wirklichkeit zu entsprechen, doch auch sie sind möglicherweise nur ein Produkt medialer Manipulation, den zwischen „die Wirklichkeit und die Darstellung der Wirklichkeit durch einen Film schiebt sich auch immer die Wirklichkeit des Filmemachens selbst, die sich der unmittelbaren Vereinnahmung der Wirklichkeit beharrlich entgegenstellt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Inszenierung des Bösen in Horrorfilmen ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Glaubwürdigkeit und Authentizität medialer Inhalte.

2. Grundlagen: Das Kapitel beleuchtet die schwierige Abgrenzung zwischen Realität und Fiktion im Film, definiert Dokumentarfilm sowie Found-Footage-Stile und analysiert die psychologische Funktion von Horror.

3. Filmuntersuchungen: In diesem Hauptteil werden fünf spezifische Horrorfilme anhand ihrer filmischen Mittel, ihres Aufbaus und ihrer Authentizitätsstrategien detailliert analysiert.

4. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass keine starren Grenzen zwischen Realität und Fiktion existieren und dass zur Erzeugung eines realistischen Eindrucks oft einfache Mittel ausreichen.

Schlüsselwörter

Fake, Authentizität, Dokumentarfilm, Spielfilm, Found-Footage, Horrorfilm, Manipulation, Realität, Fiktion, Mediale Wahrnehmung, Inszenierung, Filmästhetik, Genre, Täuschung, Horror

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie moderne Horrorfilme durch spezifische filmische Stilmittel und die Mimikry an Dokumentarformate eine hohe Glaubwürdigkeit erzeugen und das Publikum hinsichtlich der Authentizität des Gezeigten täuschen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Differenzierung zwischen Dokumentation und Fiktion, die Entwicklung des Found-Footage-Genres sowie die filmwissenschaftliche Analyse von Authentizitätsstrategien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Darstellungsmittel und Montagetechniken zu identifizieren, mit denen fiktive Geschichten als "wahre" Dokumente inszeniert werden, um die Wahrnehmung des Zuschauers zu beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt die qualitative Filmanalyse, indem sie Aufbau, Narration und inszenatorische Techniken von fünf ausgewählten Fallbeispielen untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung von Cannibal Holocaust, The Blair Witch Project, Paranormal Activity, [REC] und The Last Exorcism in Bezug auf ihre narrativen und formalen Strategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Fake, Authentizität, Found-Footage, Horrorfilm, Mediale Manipulation und Konstruktivismus.

Wie unterscheidet sich die Inszenierung in Cannibal Holocaust von The Blair Witch Project?

Während Cannibal Holocaust auf explizite Gewaltdarstellungen und eine komplexe Rahmenhandlung setzt, arbeitet The Blair Witch Project fast ausschließlich mit dem Entzug von Bildern und verlässt sich auf die subjektive Wahrnehmung der Protagonisten.

Welche Rolle spielt der Begriff "Fake" im Kontext der untersuchten Filmbeispiele?

Im Kontext dieser Arbeit bezeichnet "Fake" nicht die Fälschung einer realen Filmproduktion, sondern die gezielte Manipulation der Realität, um den Zuschauer glauben zu lassen, er sehe authentische Dokumentationen.

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Unfassbar! Schein-wahre Geschichten aus dem Gruselkabinett
Untertitel
Filmische Authentizität als Gestaltungsmittel von Horrofilmen anhand von Beispielen
Hochschule
Universität der Künste Berlin  (Gestaltung: Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation)
Veranstaltung
Fake und Authentizität
Note
2
Autor
Raliza Petrova (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
41
Katalognummer
V173393
ISBN (eBook)
9783640939282
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fake Authentizität Realität Wirklichkeit Horrorfilm Found-Footage-Film Dokumentarfilm Spielfilm Medienmanipulation Macht der Medien Fiktion Cannibal Holocaust Blair Witch Project [.REC] Paranormal Activity The Last Exorzism Kannibalen-Film Dämonen Besessenheit Zombiefilm Fake-Dokumentation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Raliza Petrova (Autor:in), 2011, Unfassbar! Schein-wahre Geschichten aus dem Gruselkabinett, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173393
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  41  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum