Jeder Zweite in Deutschland hat laut einer Kölner Studie schon mal von Facebook gehört. Mit dieser Popularität und einer aktuellen Anzahl von über 400 Millionen Facebook Mitgliedern gewinnt Facebook an Relevanz im Internet. Neben der Präsentation von realen Personen haben Unternehmen schon längst das Potential von Facebook erkannt und sich über Facebook-Seiten dargestellt. Facebook kann mittlerweile nicht nur über den Browser sondern auch über Desktopanwendungen und mobile Endgeräte erreicht werden. Des Weiteren geht Facebook dem Trend Schnittstellen für Dritte über Application Program- ming Interfaces (API) anzubieten nach. So zieht Facebook mit diesem Schritt mit Twitter, eBay, Amazon oder Google gleich. Seit Ende Mai 2010 ist es möglich neben Mitgliedern innerhalb des Facebook Netzwerkes auch externe Internetseiten in das Facebook Netzwerk über Social Plugins als Objekt hinzuzufügen. So scheint Facebook seine Grenzen zu öffnen und das Web zu erobern.
Um als Unternehmen für Facebook Mitglieder interessant zu sein ist es nötig in regelmäßigen Abständen Postings über die Firmeneigene Facebook-Seite zu veröffentlichen. Als große Unternehmen werden große Kapitalgesellschaften nach §267 des Handelsgesetzbuches gesehen. So werden zwei von drei folgenden Kriterien für eine große Kapitalgesellschaft vorausgesetzt: über 250 Beschäftigte, über 38,5 Mio. Euro Umsatzerlös oder über 19,25 Mio. Euro Bilanzsumme.
Ziel dieser Ausarbeitung ist es nach einer Einführung in die Theorie von Web Services, Weborientierter Architekturen (WOA) und der Offenlegung der Facebook Schnittstellen, einen Überblick der Möglichkeiten von automatisierten Facebook Postings für Groß- und Kleinunternehmen zu geben. Darüber hinaus werden Anwendungsmöglichkeiten von automatisierten Postings bezogen auf
die Immobilienbranche anhand von realen Beispielen und eines fiktiven Beispiels veranschaulicht.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Web Services
2.2 Weborientierte Architektur
2.3 Webservices vs. WOA
3 Facebook Grundlagen und Architektur
3.1 Facebook Grundlagen
3.2 Facebook Programmschnittschellen
4 Automatisierungsmöglichkeiten von Facebook Postings
4.1 Facebook Anwendungen
4.2 Externe Webanwendungen
4.2.1 API
4.2.2 Zeitsteuerung
4.2.3 Medien
4.2.4 Preis
4.3 Eigenentwicklung
5 Case Study
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Potenziale und technischen Möglichkeiten zur Automatisierung von Facebook-Beiträgen für Unternehmen. Ziel ist es, einen Überblick über interne sowie externe Werkzeuge zu geben, mit denen Unternehmen ihre Kommunikation effizienter gestalten und in bestehende IT-Architekturen integrieren können, um den manuellen Aufwand zu reduzieren.
- Grundlagen weborientierter Architekturen (WOA) und Web Services.
- Analyse der Facebook-Architektur und deren Programmierschnittstellen (API).
- Vergleich von Automatisierungsmethoden (interne Apps vs. externe Webanwendungen).
- Bewertung von Automatisierungsansätzen anhand einer Case Study aus der Immobilienbranche.
- Strategische Überlegungen zur Prozessoptimierung für Großunternehmen und KMU.
Auszug aus dem Buch
3.1 Facebook Grundlagen
User in dem Facebook Netzwerk besitzen ab dem Zeitpunkt der Anmeldung an der Plattform ein Profil, welches je nach individueller Eingabe persönliche Daten über Alter, Wohnort oder Geschlecht beinhalten kann. Des Weiteren können Profilfotos, Interessen, Beziehungen und weiteres zur eigenen Person vom User in sein Profil eingepflegt werden. Neben dem Profil hat ein User eine individuelle Pinnwand, auf der Facebook Freunde Fotos, Videos und Internetseiten teilen können. So ähnelt dies einem personalisiertem Forum, welches für jeden sichtbar ist, der Zugang zu dem jeweiligen Profil hat. Jeder Eintrag auf der individuellen Pinnwand ist ein Posting. Schwindt definiert Posting wie folgt: „Das Veröffentlichen von Beiträgen wird auch Posten – vom Englischen „to post“ – genannt. Etwas, das man gepostet hat, nennt man auch ein Posting, d.h. einen veröffentlichten Beitrag“.17 Ein Posting kann neben einer Textnachricht Bilder, Videos, Veranstaltungen oder Links beinhalten. 18 Dabei ist zu beachten dass jeweils nur ein Medium an ein Posting angehangen werden kann. Der Einsatz von nur einem Medium kann umgangen werden in dem ein Link auf eine externe Internetseite genutzt wird, welche mehrere Medien nutzt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die zunehmende Relevanz von Facebook für Unternehmen und definiert das Ziel der Arbeit, einen Überblick über automatisierte Posting-Möglichkeiten zu geben.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden Konzepte wie Web Services (SOA) und die Weborientierte Architektur (WOA) definiert, um die technischen Rahmenbedingungen für spätere Automatisierungslösungen zu schaffen.
3 Facebook Grundlagen und Architektur: Das Kapitel beschreibt die Funktionsweise von Facebook-Profilen und -Seiten sowie die Rolle der offenen Programmierschnittstellen (API) für externe Entwickler.
4 Automatisierungsmöglichkeiten von Facebook Postings: Es folgt eine detaillierte Darstellung verschiedener Automatisierungsansätze, unterteilt in interne Apps, externe Webdienste und individuelle Eigenentwicklungen.
5 Case Study: Anhand von Immobilienunternehmen wird praktisch illustriert, wie Unternehmen Facebook derzeit nutzen und wo Potenziale zur Automatisierung von Exposé-Postings liegen.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer strategischen Einschätzung ab, wie Unternehmen je nach Budget und Bedarf ihre Social-Media-Prozesse durch Automatisierung effizienter gestalten können.
Schlüsselwörter
Facebook, Automatisierung, Postings, Web Services, Weborientierte Architektur, WOA, REST, API, Social Media Marketing, Immobilienbranche, Prozessoptimierung, Web 2.0, SOAP, Schnittstellen, Softwarearchitektur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der technischen Integration und Automatisierung von Beiträgen auf Facebook-Unternehmensseiten, um Marketingprozesse effizienter zu gestalten.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind weborientierte Architekturen, die Facebook-Plattformarchitektur, APIs und verschiedene Softwarelösungen zur automatisierten Inhaltsveröffentlichung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Großunternehmen und KMU einen Überblick über die Möglichkeiten zu geben, wie sie den manuellen Arbeitsaufwand bei Facebook-Postings durch Automatisierung senken können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung der Web-Technologien sowie einer praxisorientierten Case Study in der Immobilienbranche.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden erst die theoretischen Grundlagen (WOA, REST) erläutert, dann die Facebook-Infrastruktur analysiert und schließlich konkrete Tools sowie Eigenentwicklungsansätze vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Facebook-Automatisierung, Weborientierte Architektur, API-Integration und Social Media Prozessmanagement.
Welche Rolle spielt die Immobilienbranche in der Case Study?
Sie dient als Anwendungsbeispiel, um zu zeigen, wie reale Unternehmen (z.B. Engel & Völkers) Facebook nutzen und wo ungenutzte Potenziale bei der automatisierten Veröffentlichung von Immobilien-Exposés bestehen.
Warum ist eine Eigenentwicklung für Großunternehmen oft sinnvoll?
Eine Eigenentwicklung ermöglicht den höchsten Grad an Individualisierung und die direkte Kopplung mit internen Systemen, wie etwa Immobiliendatenbanken.
Was ist die Kernbotschaft bezüglich der Automatisierung?
Automatisierung spart Personalkapazitäten und vermeidet Redundanzen, sollte aber strategisch geplant sein, um eine qualitativ hochwertige Kommunikation beizubehalten.
- Quote paper
- Jonathan Rivera (Author), 2010, Automatisierung von Facebook Postings, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173335