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Vienen y se van. Neuinterpretationen einer Moche-Ikonographie und der Tourismus in Magdalena de Cao, Nordperu

Title: Vienen y se van. Neuinterpretationen einer Moche-Ikonographie und der Tourismus in Magdalena de Cao, Nordperu

Bachelor Thesis , 2010 , 44 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Mader (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology

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Summary Excerpt Details

Der Tourismus in Magdalena de Cao, einem Küstendorf im Norden Perus, kann in seiner Anfangsphase beobachtet werden. Für eine Etablierung des Dorfes mit dem fünf Kilometer entfernten Ausgrabungskomplex El Brujo und seinem Museum als festen Bestandteil des nordperuanischen touristischen Programms wurden strategische Initiativen ins Leben gerufen, die von zahlreichen Akteuren mitgetragen werden. Der Ausgangspunkt einer touristischen Entwicklung in Magdalena de Cao ist das archäologische Projekt El Brujo, welches insgesamt in seiner wirtschaftlichen Bedeutung für das Dorf nicht zu unterschätzen ist. Es ist jedoch auch festzustellen, dass die touristischen Entwicklungen in der Gemeinde Magdalena de Cao nicht nur positiv von statten gehen und vor allen Dingen im Dienstleistungsbereich eine wachsende Unzufriedenheit und Unruhe zu beobachten ist. Am Beispiel der Restaurants in Magdalena de Cao wird aufgezeigt, dass von der steigenden Präsenz touristischer Besucher nicht alle Bewohner profitieren können, da das Dorf oftmals nur zur Durchfahrt der Reisenden zum El-Brujo-Komplex dient. Die meist externen Institutionen, die sich für die Planung und Organisation der touristischen Aktivitäten verantwortlich zeigen, stellen eine große Macht dar, die es für die Magdaleneros schwierig gestaltet, eigene Wünsche und Interessen durchzusetzen. Trotzdem gehen mit der Tourismusförderung ökonomische Entwicklungen in der Gemeinde einher, die als positiv wahrgenommen werden. Die Wandmalereien des Dorfes Magdalena de Cao werden in dieser Bachelorarbeit als Ausgangspunkt der Überlegungen genommen. Der Tourismus hat schon jetzt das Erscheinungsbild Magdalena de Caos erheblich geprägt. Die weit verbreiteten Wandmalereien mit ihrer Moche-Symbolik aus der Huaca Cao Viejo des Ausgrabungskomplexes, die sich an den Fassaden von Restaurants, Kunsthandwerkerläden und öffentlichen Einrichtungen befinden, sind also im Kontext der Entwicklung des Tourismus zu verstehen. Die aktuellen Bedeutungen dieser Wandmalereien sind hierbei nicht festgesetzt, sondern befinden sich in einem Zustand der Aushandlung und Entwicklung. Da es sich hierbei um Symbole handelt, die erst seit kurzer Zeit von den Bewohnern Magdalena de Caos täglich wahrgenommen werden, kann man den Prozess nachvollziehen, in dem Bedeutungen entstehen, sich verschieben und hinterfragt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Methodischer Ansatz

1.2 Theoretische Grundlagen der Arbeit

2 Geschichtlicher Hintergrund und die Entstehung des Tourismus in Magdalena de Cao

2.1 Historischer Überblick Magdalena de Caos

2.2 Initiativen der Tourismusentwicklung und ihre Akteure

3 Wirtschaftliche Dynamiken durch den Tourismus in Magdalena de Cao

3.1 Zur Herstellung der Wandmalereien in Magdalena de Cao

3.2 Der Tourismus als Erweiterung der lokalen Ökonomie

3.3 Touristen ohne Appetit? Die Verweildauer der Reisenden aus gastronomischer Perspektive

4 Überlegungen zur Beziehung der Wandmalereien mit einer kulturellen Identität in Magdalena de Cao

5 Zusammenfassung und Ausblick

6 Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Wandmalereien mit präkolumbischen Motiven im Dorf Magdalena de Cao, Nordperu, und analysiert deren Funktion im Kontext der beginnenden touristischen Entwicklung. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage gestellt, welche Rollen und Bedeutungen diese Darstellungen für das Dorf einnehmen und inwieweit der Tourismus als wirtschaftlicher Motor die lokale Identitätsbildung und sozioökonomische Situation beeinflusst.

  • Analyse der Entstehungsgeschichte und Motive der Moche-Wandmalereien
  • Untersuchung des Tourismus als Faktor für die lokale Ökonomie und Gastronomie
  • Kritische Beleuchtung der Partizipation der lokalen Bevölkerung an Tourismusprojekten
  • Diskussion über Identitätskonstruktionen im Spannungsfeld von Tradition und Moderne
  • Evaluierung der Auswirkungen von extern gesteuerten Tourismusinitiativen auf das Dorfleben

Auszug aus dem Buch

Zur Herstellung der Wandmalereien in Magdalena de Cao

Nachdem im vorherigen Kapitel die Bemühungen für den Tourismus in Magdalena de Cao dargestellt wurden, möchte ich nun in die Entstehung der Wandmalereien im Dorf genauer einführen, bevor Aspekte des Tourismus als zusätzliche Einkommensquelle der lokalen Wirtschaft aufgezeigt werden.

Es wurde bereits erläutert, dass die nahezu allgegenwärtige Existenz der Wandmalereien mit Moche-Motiven in Magdalena de Cao im Zuge des in seiner Anfangsphase stehenden Tourismus entstanden ist. Man kann sagen, dass mit der Öffnung des Ausgrabungskomplexes El Brujo für die Öffentlichkeit beziehungsweise der Entdeckung der Señora de Cao auch die Wanddarstellungen im Dorf und seiner Umgebung mit Motiven der Huaca Cao Viejo in der immer noch anwachsenden Häufigkeit auftreten. Vereinzelt gab es aber schon vorher solche Abbildungen mit einer präkolumbischen Symbolik im Ort und Magdalena de Cao ist auch nicht das einzige Dorf mit Malereien an den Fassaden der Restaurants. Es ist oft zu beobachten, dass die in den archäologischen Stätten zu findende Symbolik auch im Kunsthandwerk und an den Wänden der an sie grenzenden artesanía-Läden und Gaststätten in Peru sowie in anderen Ländern anzutreffen ist.

Eine Besonderheit der Moche-Wandmalereien in Magdalena de Cao ist sicherlich ihre hohe Anzahl, in der sie im Dorf vorhanden sind. Sie sind zusätzlich im Kontext von Wandmalereien für Werbezwecke zu verstehen. So ersetzten die jetzigen Malereien an der Fassade des Restaurants „El Tumbo“ Getränkewerbung. Eine der Bedeutungen der Wandmalereien in Magdalena de Cao ist also in zweierlei Hinsicht im Sinne einer Werbung zu begreifen. Erstens wird auf den Ausgrabungskomplex El Brujo aufmerksam gemacht und zweitens präsentiert sich das Dorf oder jeweilige Geschäft als Teil der Touristenattraktion. Diesbezüglich erwiderten meine Interviewpartner des Öfteren auf die Frage, wie sie die Moche-Darstellungen im Dorf verorten, dass sie die Aufmerksamkeit der Touristen wecken („Las pinturas llaman mucho la atención del turista.“).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein der Untersuchung, führt in die Thematik der Wandmalereien in Magdalena de Cao ein und definiert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

1.1 Methodischer Ansatz: Dieses Kapitel erläutert die Feldforschungsmethoden, wie teilnehmende Beobachtung und Interviews, die zur Datengewinnung in Magdalena de Cao genutzt wurden.

1.2 Theoretische Grundlagen der Arbeit: Hier werden der theoretische Rahmen und der aktuelle Forschungsstand bezüglich des Tourismus und der archäologischen Rezeption im Dorf dargelegt.

2 Geschichtlicher Hintergrund und die Entstehung des Tourismus in Magdalena de Cao: Dieses Kapitel bietet einen historischen Überblick über die Region und zeichnet die Entwicklung des Tourismus sowie die beteiligten Akteure nach.

2.1 Historischer Überblick Magdalena de Caos: Eine historische Betrachtung von der Präkeramik bis hin zur modernen Zeit unter besonderer Berücksichtigung der Moche-Kultur.

2.2 Initiativen der Tourismusentwicklung und ihre Akteure: Hier werden die verschiedenen institutionellen Initiativen zur Förderung des Tourismus in der Region detailliert analysiert.

3 Wirtschaftliche Dynamiken durch den Tourismus in Magdalena de Cao: Untersuchung der ökonomischen Effekte der touristischen Erschließung auf das Dorf.

3.1 Zur Herstellung der Wandmalereien in Magdalena de Cao: Einblick in die Produktion und die Akteure hinter den präkolumbischen Wanddarstellungen im Dorf.

3.2 Der Tourismus als Erweiterung der lokalen Ökonomie: Analyse der vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten und der Einkommensstruktur durch den wachsenden Tourismussektor.

3.3 Touristen ohne Appetit? Die Verweildauer der Reisenden aus gastronomischer Perspektive: Kritische Untersuchung darüber, warum Touristen trotz Infrastrukturaufbau oft nicht im Dorf verweilen und welche Auswirkungen dies auf die Gastronomie hat.

4 Überlegungen zur Beziehung der Wandmalereien mit einer kulturellen Identität in Magdalena de Cao: Diskussion darüber, inwieweit die Wandmalereien zur Konstruktion einer lokalen Identität beitragen.

5 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Arbeit mit einer kritischen Reflexion über bisherige Entwicklungen und Empfehlungen für zukünftige Planungen.

6 Bibliographie: Auflistung der im Text verwendeten Literatur und Quellen.

Schlüsselwörter

Magdalena de Cao, Moche-Kultur, Tourismus, Wandmalereien, Identitätskonstruktion, El Brujo, Kommodifikation, Kulturanthropologie, Peruanische Küste, Huaca Cao Viejo, Nachhaltigkeit, Partizipation, Gastronomie, Archäologie, Sozioökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung von Wandmalereien mit Moche-Motiven im peruanischen Dorf Magdalena de Cao im Kontext der Tourismusentwicklung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Verflechtung von Tourismus und lokaler Wirtschaft, die Entstehung und Bedeutung der Wandmalereien sowie die Frage nach kultureller Identität im Tourismuskontext.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu verstehen, welche Bedeutungen die Wandmalereien für die Dorfbevölkerung haben und inwieweit sie als Instrument zur Identitätsbildung und touristischen Vermarktung genutzt werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Feldforschung, die teilnehmende Beobachtung sowie 21 geführte halbstrukturierte Interviews umfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung, die touristischen Initiativen, die wirtschaftlichen Dynamiken durch den Tourismus – insbesondere in der Gastronomie – und die soziale Konstruktion kultureller Identität.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Moche-Ikonographie, Tourismusentwicklung, Identitätskonstruktion, Partizipation und sozioökonomische Abhängigkeit charakterisiert.

Warum ist die Verweildauer von Touristen für das Dorf ein Problem?

Viele Touristen fahren direkt zum Ausgrabungskomplex El Brujo und halten sich kaum im Dorf auf, wodurch die lokalen Gastronomen und Kleingewerbe kaum vom Touristenstrom profitieren.

Inwieweit lässt sich hier von einem „nachhaltigen Tourismus“ sprechen?

Die Arbeit hinterfragt kritisch, ob es sich um sozial verantwortlichen Tourismus handelt, da eine echte Partizipation der lokalen Bewohner an der Planung und den Entscheidungsprozessen weitgehend fehlt.

Spielen die Wandmalereien eine Rolle bei der Identitätsbildung?

Ja, sie dienen als dekoratives Element und Symbol für eine kulturelle Verbindung zur Vergangenheit, wobei die Arbeit jedoch aufzeigt, dass es sich dabei oft um eine bewusste Identitätskonstruktion zur Tourismusförderung handelt.

Wie wird das Verhältnis von Einheimischen zu den Wandmalereien beschrieben?

Das Verhältnis ist vielschichtig; während einige Bewohner die Malereien primär pragmatisch als touristisches Werbemittel sehen, identifizieren sich Angestellte des archäologischen Projekts teilweise stärker damit.

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Details

Title
Vienen y se van. Neuinterpretationen einer Moche-Ikonographie und der Tourismus in Magdalena de Cao, Nordperu
College
Free University of Berlin  (Lateinamerika-Institut)
Grade
1,0
Author
Christian Mader (Author)
Publication Year
2010
Pages
44
Catalog Number
V173310
ISBN (Book)
9783640935222
ISBN (eBook)
9783640935284
Language
German
Tags
Moche Tourismus Peru Wandmalerei
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Mader (Author), 2010, Vienen y se van. Neuinterpretationen einer Moche-Ikonographie und der Tourismus in Magdalena de Cao, Nordperu, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173310
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