Ein Praktikum dient der Erfahrungssammlung sowie der Praxisorientierung. Es soll darüber hinaus einen Einblick in einen selbst gewählten Berufszweig ergeben. Die Anwendung der theoretischen Kenntnisse sollen in die Praxis umgesetzt werden. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse sind ein wichtiges Element im Werdegang eines Studenten.
Ich absolvierte mein Praktikum, vom 3. März bis zum 25. Mai, für das Hauptfach Geschichte bei der XX AG in W. Genauer gesagt bei der Historischen Kommunikation. Mein Interesse dort zu arbeiten lag mit der Rechtfertigung des Praktikums zusammen. Die Historische Kommunikation stellt die Schnittstelle mit zwischen meinem Studienfach Geschichte und einem Unternehmen der Wirtschaft dar. Hier bot sich die Gelegenheit in einem Unternehmen zu Arbeiten und gleichzeitig den Aspekt der Zwangsarbeit zu betrachten. Die Historische Kommunikation setzt sich gleichermaßen mit aktuellen Fragen zur Geschichte des Konzerns auseinander, sowie auch mit deren Geschichte im Nationalsozialismus. Hier betreibt die Historische Kommunikation eine „Erinnerungsstätte an die Zwangsarbeit auf dem Gelände des XX-Werks“ und arbeit bezüglich dessen historische Fragen auf. Dieser Aspekt ist sowohl für das Arbeitsgebiet der Zeitgeschichte, als auch für mich interessant.
Mit dem eben beschrieben waren auch meine Zielsetzungen und Erwartungen verbunden. Zum einen wollte ich meine theoretischen Kenntnisse, welche ich im Laufe des Studiums z.B. auf dem Feld der Zeitgeschichte erworben habe, in der praktischen Arbeit anwenden. Zum anderen wollte ich den praktischen Ablauf eines Unternehmens wie der XX AG kennen lernen. Darüber hinaus schwebte mir die Betrauung eines eigenständigen Projektes vor, welches den Rahmen des Praktikums bieten sollte.
Im Folgenden wird dieser Bericht eine kurze Vorstellung der Historischen Kommunikation bieten. Des Weiteren werde ich im Hauptteil des Werkes den Arbeitsablauf des Praktikums beschreiben, Kennen gelerntes darstellen, sowie einer Schilderung des von mir durchgeführten Projektes, in welchem ich mich mit einem Konzeptvorschlag zur Einrichtung von Hörstationen in der Erinnerungsstätte beschäftigte. Abschließend mündet dieser Bericht in ein Fazit und ein Resümee.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 VORSTELLUNG DER HISTORISCHEN KOMMUNIKATION
3 ARBEITSABLAUF, PRAKTISCHE ARBEIT UND PROJEKT
4 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND FAZIT
Zielsetzung & Themen
Dieser Praktikumsbericht dokumentiert die Erfahrungen des Autors während seines Praktikums bei der Historischen Kommunikation der XX AG. Das primäre Ziel der Arbeit besteht darin, theoretische geschichtswissenschaftliche Kenntnisse in der beruflichen Praxis anzuwenden, betriebliche Abläufe in einem Großkonzern kennenzulernen und ein eigenständiges Projekt zur Konzeption von Hörstationen in der unternehmenseigenen Erinnerungsstätte zu realisieren.
- Struktur und Aufgaben der Historischen Kommunikation in einem Großunternehmen
- Einblicke in die Arbeit des Unternehmensarchivs und der Bibliotheksverwaltung
- Vermittlung von Unternehmensgeschichte und Erinnerungskultur
- Konzeptionelle Arbeit an der Erinnerungsstätte zur Zwangsarbeit
- Betreuung von Zeitzeugen und Gedenkarbeit
Auszug aus dem Buch
3 Arbeitsablauf, praktische Arbeit und Projekt
Die folgende Schilderung befasst sich mit der Darstellung dessen, was ich während meines Praktikums kennen gelernt habe und stellt einen Überblick über den Ablauf meines Praktikums bei der Historischen Kommunikation dar. Neben den allgemeinen Tätigkeiten eines Praktikanten wie: Botengänge, Kurierfahrten, kennen lernen des Arbeitsablaufes usw., gliederte sich das Praktikum in zwei Richtungen. Zum einen hatte ich die Aufgabe in den einzelnen Aufgabenfeldern wie: Bibliothek, Archiv und Erinnerungsstätte zu arbeiten. Zum anderen beschäftigte ich mich mit dem selbst gewählten Projekt eines Konzeptvorschlages zur Errichtung von Hörstationen in der Erinnerungsstätte.
Zum Aufgabenfeld des Unternehmensarchivs gehörte zu allererst die Sichtung von Zeitungen wie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Wolfsburger Nachrichten und der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung für das Pressearchiv. In diesen wird gezielt nach historisch XX relevanten Artikeln gesucht um diese später zu archivieren. Weiterhin wird nach XX Werbungsartikeln in Illustrierten Zeitschriften gesucht welche ebenfalls für das Pressearchiv verwendet werden. Weiterhin konzentriert sich die Archivarbeit auf Recherchen von Nutzeranfragen im Digitalen Archiv, Fotoarchiv und Pressearchiv. Auch gehört es zum Nutzerservice, dass gewünschte Akten aus dem Archiv ausgehoben werden, sowie nach Rückgabe wieder Reponiert werden. Teilweise werden aus einzelnen Abteilungen nicht mehr benötigte Akten an das Unternehmensarchiv abgegeben. Hier wurde mir die Aufgabe zu Teil diese Akten zu erschließen und zu Verzeichnen. Dazu werden Findlisten und Findbücher beispielsweise nach Provenienz, Art, Umfang und Inhalt verzeichnet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Der Autor erläutert seine Motivation für das Praktikum bei der Historischen Kommunikation der XX AG und definiert seine Lernziele in Bezug auf die praktische Anwendung zeithistorischer Studieninhalte.
2 VORSTELLUNG DER HISTORISCHEN KOMMUNIKATION: In diesem Kapitel werden die organisatorische Struktur der Konzernkommunikation sowie die spezifischen Aufgabenfelder, wie das Unternehmensarchiv und die Erinnerungsstätte, detailliert beschrieben.
3 ARBEITSABLAUF, PRAKTISCHE ARBEIT UND PROJEKT: Dieser Abschnitt bietet einen Einblick in die täglichen Aufgaben eines Praktikanten im Archiv und in der Bibliothek sowie eine Dokumentation des eigenständigen Projekts zur Vertonung von Zeitzeugenberichten.
4 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND FAZIT: Der Autor reflektiert seine gewonnenen praktischen Fertigkeiten und bewertet die Bedeutung der historischen Öffentlichkeitsarbeit für die Präsentation eines modernen Großunternehmens.
Schlüsselwörter
Historische Kommunikation, Unternehmensarchiv, Zwangsarbeit, Erinnerungsstätte, Zeitzeugen, Archivarbeit, Zeitgeschichte, Museumspädagogik, Konzernkommunikation, NS-Geschichte, Praktikumsbericht, Gedenkarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Dokumentationsmanagement, XX AG.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Praktikumsbericht grundsätzlich?
Der Bericht dokumentiert die Erfahrungen des Autors während eines Praktikums in der Historischen Kommunikation eines Industriekonzerns, wobei die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Geschichtswissenschaft im Fokus steht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Verwaltung eines Unternehmensarchivs, die Aufarbeitung der NS-Geschichte durch eine Erinnerungsstätte zur Zwangsarbeit und die Vermittlung historischer Inhalte an die Öffentlichkeit.
Welches primäre Ziel verfolgt der Praktikant?
Das Ziel ist die Verknüpfung des akademischen Studiums der Geschichte mit der Berufspraxis sowie die Umsetzung eines eigenen Projekts zur Verbesserung der Besucherinformation in der Erinnerungsstätte.
Welche wissenschaftlichen Tätigkeiten werden im Praktikum ausgeübt?
Zu den Tätigkeiten gehören die Sichtung und Archivierung von Presseartikeln, die Erschließung und Verzeichnung von Akten sowie die Katalogisierung von Bibliotheksbeständen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Abteilung, eine Beschreibung des Arbeitsalltags sowie eine detaillierte Darstellung des Projekts zur Einrichtung von Hörstationen mittels Zeitzeugeninterviews.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Schlagworte sind Erinnerungskultur, Unternehmensarchiv, historische Dokumentation und Zeitzeugenarbeit.
Was ist das Besondere an der Erinnerungsstätte auf dem Gelände der XX AG?
Es handelt sich um eine Dauerausstellung in einem ehemaligen Luftschutzbunker, die die Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus dokumentiert und als "Gewissen" des Konzerns fungiert.
Wie konkretisiert der Autor seinen Beitrag zur Erinnerungsarbeit?
Er entwickelt ein Konzept zur technischen Vertonung von Zeitzeugenberichten über ein Touchscreen-System, um Besuchern den Alltag der Zwangsarbeiter lebensnaher zu vermitteln.
- Quote paper
- Udo Krause (Author), 2009, Praktikumsbericht über die Historische Kommunikation der XX AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173239