Ein vordergründiges Gesundheitsproblem im Kindesalter ist der zunehmende Bewegungsmangel, der schon früh zu degenerativen Erkrankungen führen kann. Bewegungsmangel im schulischen Setting: Mit dem Schuleintritt wird das vorher sehr aktive Kind zum „Sitzkind“. Eine Analyse von Huber und Köppel (2017) zeigt, dass Kinder und Jugendliche werktags durchschnittlich 10,58 Stunden sitzen – davon entfallen 57 % (4,86 Stunden) auf die Schule. Die schulische Norm des langen, unbewegten Sitzens stellt ein eigenständiges Gesundheitsrisiko dar (Hamilton, Healy, Dunstan, Zderic & Owen, 2008). Sitzperioden über 2–3 Stunden ohne Unterbrechung erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Dunstan, Thorp & Healy, 2011), sowie das metabolische Syndrom (Edwardson et al., 2012). Bewegungsarmut in der Schule begünstigt Haltungsschwächen, beeinträchtigt die Rückengesundheit und ist mit leistungsschwachem Herz-Kreislauf-System, Koordinationsdefiziten, Übergewicht und psychosozialen Auffälligkeiten verbunden (Breithecker, 1998). Die Schule gilt damit als besonders bewegungsunfreundliches und potenziell gesundheitsgefährdendes Setting.
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- Anonym (Author), 2025, Analyse der gesundheitlichen Situation von "Kindern" im Setting der Grundschule, sowie Identifizierung praxistauglicher Handlungsansätze zur Gesundheitsförderung und Prävention, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1732180