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Risiko und Angst. Die Terrorismusbekämpfung in den Internationalen Beziehungen

Titel: Risiko und Angst. Die Terrorismusbekämpfung in den Internationalen Beziehungen

Hausarbeit , 2011 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Thomas Wagenknecht (Autor:in)

Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Afghanistan, Irak, das Horn von Afrika. Dies sind nur drei Schauplätze, an denen der Internationale Terrorismus derzeit besonders aktiv ist. In der Öffentlichkeit ist er ein Phänomen, das mit aller Deutlichkeit erst wieder mit den Anschlägen vom 11. September 2001 ins Bewusstsein gerutscht ist.
Dabei sind seine Wurzeln viel tiefer liegender. Die Bekämpfung des Terrorismus im Spannungsfeld zwischen Überwachung, Kontrolle und bewaffneten Einsätzen involviert alle Staaten der westlichen Welt und wirft bestehende Macht- und Institutionsgebilde durcheinander. Die vorliegende Arbeit will dabei das Zusammenspiel von Angst und Risiko in den Internationalen Beziehungen beleuchten, welches maßgeblich die Wahrnehmung und die Maßnahmen im Kampf gegen den Terrorismus prägen und wiederum zahlreiche Felder vom alltäglichen Lebens bis hin zu den höchsten multinationalen Organisationen entscheidend beeinflusst.

Zunächst führt die Arbeit in die Emotion der Angst ein und beschreibt, wie sie sowohl in der Politikwissenschaft als auch anderen Wissenschaften bearbeitet wird. Ausgehend von diesen ersten Erkenntnissen wird anschließend auf das Thema Terrorismus näher eingegangen. Dabei wird versucht, eine Definition zu skizieren, es wird auf die Geschichte und die Entwicklungen des Internationalen Terrorismus eingegangen sowie konkrete nationalstaatliche und internationale Bekämpfungsmaßnahmen aufgezeigt. Als spezielles, weil viel reguliertes Beispiel wählt die Arbeit danach den Luftverkehrssektor aus, um auf einige umstrittene Gesetze und Verordnungen einzugehen und am Ende dieses Kapitels die Paradoxie zwischen tatsächlichen Anschlagszielen und dem hohen postulieren Handlungsbedarf im Luftverkehr zu beleuchten. Im letzten Abschnitt geht die Arbeit dann auf die Rezeption von Ulrich Becks „Risikogesellschaft“ und dem sogenannten „Precautionary Principle“ in den Internationalen Beziehungen ein, um dessen Auswirkungen und Anwendung im Kampf gegen den Terrorismus darzulegen. Im Fazit wird danach abschließend eine Bilanz gezogen und ein kleiner Ausblick gegeben.
Dabei fokussiert sich die vorliegende Arbeit stets auf die Auswirkungen des Terrorismus in der westlichen Welt. Immer unter der Fragestellung, wie und in welchem Maße Angst und Risiko zusammen (oder teilweise getrennt voneinander) die Entscheidungen in Politik, Recht und Gesellschaft in der Bekämpfung des Internationalen Terrorismus prägen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Angst

3. Terrorismus

4. Sicherheit & Freiheit

5. Beispiel Luftverkehr

6. Risiko

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Wechselspiel zwischen Angst und Risiko in den Internationalen Beziehungen und analysiert, wie diese Faktoren die Wahrnehmung und staatlichen Maßnahmen im Kampf gegen den internationalen Terrorismus in der westlichen Welt beeinflussen.

  • Die Rolle der Emotion Angst in der Politikwissenschaft und deren Einfluss auf Entscheidungsfindungen.
  • Die Definition und Entwicklung des internationalen Terrorismus sowie dessen Charakter als Kommunikationsstrategie.
  • Die Spannung zwischen Sicherheit und Freiheit im demokratischen Rechtsstaat und die diskriminierende Wirkung sicherheitspolitischer Maßnahmen.
  • Eine kritische Analyse des Risikomanagements und der Theorie der Risikogesellschaft nach Ulrich Beck im Kontext terroristischer Bedrohungen.

Auszug aus dem Buch

3. Terrorismus

Will man Terrorismus definieren, so stellt sich schnell eine wegweisende Frage: Wer ist Terrorist und wer gehört zu den Freiheitskämpfern? Diese Unterscheidung war noch nie leicht, prägt aber die umstrittene Definition von Internationalen Terrorismus maßgeblich. Zwischen Freiheitskämpfern und Terroristen besteht im Kern nur ein winziger Grad, der sich über machtpolitische Festlegungen ergibt. In diesem Sinne stellt der Begriff Terrorismus in den Internationalen Beziehungen eine Art Ausschluss dar (Münkler 2002: 175). Man versteht darunter ein System, das auf Angst basiert und häufig in Verbindung mit politisch motivierten Gewalttaten steht. Der Begriff geht auf die Zeit der Französischen Revolution zurück, in der die Gewaltherrschaft Robbespierres damit bezeichnet wird. Terroristen planen in der Regel systematisch Anschläge, die gegen eine politische Ordnung gerichtet sind und in der Bevölkerung Angst und Schrecken auslösen sollen. Es ist dabei charakteristisch, dass das Ausmaß der Zerstörung sich häufig in Grenzen hält. Stattdessen ist das Hauptziel der Anschläge dem scheinbar übermächtigen Gegner seine sensible Verletzbarkeit zu zeigen, die weniger physische denn psychische Folgen nach sich zieht.

Dies lässt sich beispielsweise an den Anschlägen von London am 7. Juli 2005 illustrieren. Dort wurden durch vier „Rucksackbomber“ insgesamt 56 Menschen getötet und mehrere hundert verletzt. Der direkt entstandene Sachschaden in den drei U-Bahnen und dem Doppeldecker-Bus war marginal, auch an den Börsen sorgte der Terrorakt für wenige Einbrüche. Dahingegen saß der Schock in der britischen Hauptstadt tief. Und so wird Terrorismus auch als Kommunikationsstrategie bezeichnet, bei der es auf ihre Außenwirkung ankommt und nicht – wie bei üblichen militärischen Aktionen – auf die Ausschaltung der relevanten Infrastruktur (vgl. Münkler 2002: 177). Dies ist für die meisten terroristischen Gruppierung schon deshalb notwendig, weil sie einer direkten Auseinandersetzung mit konventionellen Sicherheitskräften, wie Polizei und Militär, nicht im geringsten gewachsen wären. Daneben wird aber auch Sympathie und Unterstützungsbereitschaft für die politischen Ziele der Terroristen versucht zu erzielen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Spannungsfeld zwischen Überwachung und Terrorismusbekämpfung ein und umreißt die zentrale Fragestellung nach dem Einfluss von Angst und Risiko auf politische Entscheidungen.

2. Angst: Dieses Kapitel beleuchtet die Rolle der Angst als politische Emotion und unterscheidet zwischen diffusen Ängsten und konkreter Furcht innerhalb der Internationalen Beziehungen.

3. Terrorismus: Es wird eine begriffliche Einordnung des Terrorismus vorgenommen, wobei dieser als angstbasiertes System und Kommunikationsstrategie zur Demonstration staatlicher Verletzbarkeit charakterisiert wird.

4. Sicherheit & Freiheit: Das Kapitel analysiert das schwierige Abwägungsverhältnis zwischen staatlicher Sicherheit und individuellen Freiheitsrechten im Kontext der Anti-Terror-Gesetzgebung.

5. Beispiel Luftverkehr: Anhand des Luftverkehrssektors wird aufgezeigt, wie auf terroristische Bedrohungen mit überregulierenden Gesetzen reagiert wird, die oft nur symbolischen Charakter haben.

6. Risiko: Hier wird die Theorie der Risikogesellschaft nach Ulrich Beck auf den Terrorismus angewandt und kritisch hinterfragt, wie Entscheidungsträger mit unvorhersehbaren Risiken umgehen.

7. Fazit: Das Fazit zieht eine Bilanz und mahnt eine kritische Öffentlichkeit an, um den negativen Auswirkungen des Risikomanagements und dem Abbau rechtsstaatlicher Prinzipien entgegenzutreten.

Schlüsselwörter

Terrorismusbekämpfung, Angst, Risiko, Internationale Beziehungen, Risikogesellschaft, Sicherheit, Freiheit, Luftsicherheitsgesetz, Kommunikationsstrategie, Prävention, Rechtsstaat, Ulrich Beck, Politische Entscheidungen, Überwachung, Terrorismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Einfluss der Emotionen Angst und der Wahrnehmung von Risiken auf die Entscheidungsfindung in der Politik, insbesondere innerhalb des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis zwischen Sicherheit und Freiheit, die Definition von Terrorismus als Kommunikationsmittel, die Rolle staatlicher Überwachung und die Anwendung der Risikotheorie im internationalen Kontext.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und in welchem Ausmaß Angst und Risiko staatliche Entscheidungen in Recht und Gesellschaft prägen und welche Auswirkungen dies auf die liberale Demokratie hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche und theoretische Analyse, bei der Konzepte wie die "Risikogesellschaft" von Ulrich Beck oder der "Precautionary Principle"-Ansatz auf aktuelle sicherheitspolitische Ereignisse angewandt werden.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Psychologie der Angst, der Internationalisierung des Terrorismus, dem Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Freiheit sowie einer konkreten Fallstudie zum Luftverkehrssektor.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen die Risikogesellschaft, die Instrumentalisierung von Angst, der Abbau rechtsstaatlicher Prinzipien durch Anti-Terror-Maßnahmen und das Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit und staatlicher Sicherheit.

Inwiefern spielt der Luftverkehrssektor für die Argumentation eine besondere Rolle?

Der Luftverkehr dient als Fallbeispiel für eine überregulierte Branche, in der nach Anschlägen reflexartig Gesetze verabschiedet werden, die oft einen hohen Eingriff in die Privatsphäre darstellen, aber nur einen minimalen Sicherheitsgewinn bieten.

Was bedeutet der "Bumerang-Effekt" im Kontext dieser Arbeit?

Der Bumerang-Effekt beschreibt das Phänomen, dass staatliche Präventionsmaßnahmen gegen ein vermeintliches Risiko neue, zuvor ungekannte Gefahren oder Instabilitäten schaffen können, wie es etwa am Beispiel des Irak-Krieges verdeutlicht wird.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Risiko und Angst. Die Terrorismusbekämpfung in den Internationalen Beziehungen
Hochschule
Universität Erfurt  (Staatswissenschaftliche Fakultät)
Note
1,7
Autor
Thomas Wagenknecht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
21
Katalognummer
V173128
ISBN (eBook)
9783640932818
ISBN (Buch)
9783640933198
Sprache
Deutsch
Schlagworte
International Internationale Beziehungen International Relations IB IR Angst Terror Terrorismus Counter Terrorism Terrorism Anti-Terror Bekämpfung Luftverkehr Flugzeuge Aviation Flugverkehr
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Wagenknecht (Autor:in), 2011, Risiko und Angst. Die Terrorismusbekämpfung in den Internationalen Beziehungen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173128
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Leseprobe aus  21  Seiten
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