Zunehmende Komplexität, kontinuierliche Veränderung und globale Vernetzung der Wirtschaft und Gesellschaft sind neue Herausforderungen für moderne Städte. Das urbane Leben bekommt eine neue Bedeutung (vgl. Frey, 2011, o.S.). Moderne Städte konkurrieren heutzutage so intensiv wie noch nie um die kreativen Köpfe (z.B. Berlin und Hamburg), Touristen, Familien, zukünftige Steuerzahler und Investoren. Um konkurrenzfähiger zu sein und um sich besser „zu verkaufen“, entwickeln Städte eine eigene Stadt-Marke. Eine gute Stadtmarke kann indirekt die gesamte Regionalentwicklung vorantreiben und den gesamten Wert des Ortes erhöhen, sie gibt den Einwohnern ein Ziel und den Auswärtigen eine Attraktion (Turner, 2008, S. 14).Exponentiell im Internet verbreitete visualisierte Botschaften werden Viral Video genannt. Eine Stadtmarke kann von einer gezielten Verbreitung guter Virales nur profitieren. Ein gelungenes Viral Video ist ein Geheimrezept für die erfolgreiche Vermarktung einer Stadt (Rodlauer, 2007, S. 2), eine neue Form der Realisierung des Kommunikationsmusters
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.1.1 Relevanz
1.1.2 Zielsetzung
1.1.3 Methoden
1.1.4 Vorgehensweise
1.2 Begriffserklärung
1.2.1 Stadtmarke
1.2.2 Kommunikationsmuster
1.2.3 Netzwerk, Netzwerkplattformen
1.2.4 Virales Marketing
1.2.5 Viral Video
2. Viral Video in der Kommunikation einer Stadmarke
2.1 Stadtmarke: Stadtentwicklung als Innovation
2.1.1 Was ist eine Stadtmarke?
2.1.2 Ziele des Stadtmarketing
2.1.3 Funktionen der Stadtmarke
2.1.4 Wie wird die Stadtmarke kommuniziert?
2.1.5 Möglichkeiten der viralen Vermarktung der Stadt
2.2 Viral Video
2.2.1 Bewertungskriterien für ein Viral Video
2.2.2 Verbreitungswege der Viral Videos
2.2.3 Social Media und Viral
2.2.4 Viral Video Seeding: Promotion und Platzierung in Social Media
2.2.5 Messbarkeit der Viral
3 Marke Hamburg und Viral Videos
3.1 Markenbausteine
3.1.1 Wie stark ist die Marke Hamburg?
3.2.1 Kommunikationsmuster der Marke Hamburg
3.2 HamburgVirals
3.2.1 Virales Potenzial der Imagefilme und Trailer
3.2.2 Beispiele und Statistiken der HamburgVirals bei YouTube
3.2.3 Themenpool für HamburgVirals
4 Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Viral Videos als innovatives Kommunikationsinstrument für die Vermarktung von Stadtmarken. Ziel ist es, Erfolgsbausteine für virale Kampagnen zu identifizieren und die Anwendbarkeit am Beispiel der Stadt Hamburg zu analysieren.
- Theoretische Grundlagen von Stadtmarken und Viral Marketing.
- Analyse der Erfolgsfaktoren und Messbarkeit viraler Kampagnen.
- Untersuchung des Kommunikationsmusters der Marke Hamburg.
- Evaluation von Hamburg-bezogenen Viral Videos auf YouTube.
- Entwicklung von Themenpools für zukünftige virale Stadtkommunikation.
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Bewertungskriterien für ein Viral Video
Ein gutes Viral zu produzieren ist eine Kunst. Nach Angaben N. Andres von Brand Science Institute GmbH & Co sind 91% aller Virals „Flops“ Aber 4% aller von BSI untersuchten Virals tragen zu 87% des Markterfolgs bei (vgl. Andres, 2009, o.S.). 41% der Befragten erwarten von Virals Unterhaltung.
Für die Bewertung der Virals wurden Kriterien wie Kreativität, Emotionalität, Relevanz, aber auch Klickrate und View-to-End-Rate herangezogen (vgl. Saal, 2010, o.S.). Der Nutzer wird so animiert, weitere Nutzer zu gewinnen (Wegener, 2011, S. 14). Folgenden Merkmalen muss ein gutes Viral entsprechen (Steinert & Schnoor, 2010):
kurzes Video mit dramaturgischem Spannungsbogen
unterhaltsame Inhalte
eine zielgruppengerechte Ansprache
Neugierde muss geweckt werden
Platzieren des Videos in relevanten Umfeldern
Vertrauen durch glaubwürdige und aktive Verbreitung
Nutzung der Kraft von Social Networks
professionelle Auswertungen und Erfolgsmessungen
kein Zufall bei Viral Video Seeding
Fragwürdig ist aber der Humor für den Erfolg eines Virals. „Humor findet in wenigen Fällen einen gemeinsamen Nenner“(vgl. Andres, 2009, o.S.).
Ein wichtiges Kriterium für die Bewertung des guten Virals ist die Klicks-Quote (Klicks pro Sekunde bei YouTube) (Range & Schweins, 2007, S. 46, 51):
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen moderner Städte im globalen Wettbewerb und die Notwendigkeit, klassische Kommunikationsinstrumente durch interaktive, virale Modelle zu ergänzen.
2. Viral Video in der Kommunikation einer Stadmarke: Analysiert Stadtmarketing als innovativen Prozess und definiert virale Videos als zentrale Instrumente zur emotionalen Markenbildung.
3 Marke Hamburg und Viral Videos: Überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf das Fallbeispiel Hamburg und bewertet bestehende Videokampagnen hinsichtlich ihres viralen Potenzials.
4 Fazit: Fasst zusammen, dass virale Videos als wirksames Hilfsmittel zur modernen und professionellen Stadtvermarktung dienen können, sofern sie auf einem starken Konzept basieren.
Schlüsselwörter
Stadtmarke, Viral Video, Virales Marketing, Social Media, Kommunikationsmuster, Hamburg, Standortfaktoren, Seeding, Markenimage, Online-Kommunikation, Markenführung, Internet, Zielgruppen, Involvement, Stadtmarketing.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Nutzung von Viral Videos als modernes Instrument innerhalb der Unternehmens- und Stadtkommunikation.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Stadtmarken, die Mechanismen des viralen Marketings, die Rolle von Social Media sowie die praktische Anwendung durch Hamburg-spezifische Videoanalysen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu analysieren, wie Stadtmarken durch strategisch geplante Viral Videos ihre Attraktivität steigern und Zielgruppen moderner ansprechen können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Es werden allgemeine wissenschaftliche Methoden eingesetzt, darunter System-Verfahren, strukturfunktionale Analyse, Beobachtung, Komparativanalyse, Content-Analyse und Statistikanalyse.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des viralen Marketings und die detaillierte Untersuchung der Hamburg-Marke, inklusive einer Analyse der Verbreitungswege und Klick-Statistiken.
Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Zu den prägenden Begriffen gehören Stadtmarke, virales Marketing, Social Media, Markenbausteine und die Fallstudie Hamburg.
Welche Rolle spielt die "Creative Class" für die Hamburger Stadtmarke?
Diese Gruppe ist für Hamburg eine besonders wichtige Zielgruppe, da sie sich intensiv im Internet bewegt und über virale Videoinhalte gezielt angesprochen werden kann.
Warum schneiden manche Hamburg-Virals besser ab als andere?
Erfolgreiche Videos nutzen spezifische Themen wie den Hafen oder musikalische Aspekte und profitieren von einem gezielten Seeding-Prozess, während rein informatorische Imagefilme ohne virale Strategie oft weniger Aufmerksamkeit erzielen.
Hat der Humor in viralen Videos einen direkten Einfluss auf den Erfolg?
Der Autor stellt fest, dass Humor als Erfolgsfaktor fragwürdig ist, da er nur selten einen gemeinsamen Nenner findet, und betont stattdessen die Bedeutung emotionaler Ansteckung und dramatischer Spannung.
Wie lässt sich die Wirksamkeit von viralen Kampagnen messen?
Neben der Klickrate existieren vielfältige quantitative und qualitative Methoden, wie die Beobachtung von Forendiskussionen, die Reichweite in sozialen Netzwerken und die Korrelation mit der Markenwahrnehmung.
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- Larisa Schmidt (Author), 2011, Viral Videos in der Kommunikation einer Stadtmarke, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173096