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Warum greifen Jugendliche zu Drogen?

Title: Warum greifen Jugendliche zu Drogen?

Intermediate Diploma Thesis , 2011 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Natalie Protz (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology

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Summary Excerpt Details

Der Konsum von Rauschmitteln hat eine lange Vergangenheit und lässt sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen. Damals wurden Drogen als Heil- und Schlafmittel sowie als Rauschstoff genutzt und meist bei kultischen oder religiösen Ereignissen eingesetzt. Die wichtigsten Drogen waren die pflanzlichen Stoffe Meskalin und Psilocybin, die von dem Peyotl-Kaktus und den psychotropen Pilzen gewonnen wurden. Diese spezifischen Pflanzen mit halluzinogener Wirkung (Veränderungen der visuellen und akustischen Wahrnehmung, genannt: Halluzinogene) wurden speziell von Schamanen auf ihrer „magischen“ Reise in die Geisterwelt verwendet. Im 19./20. Jahrhundert hielten die Rauschdrogen dann Einzug in die Malerei, Literatur und Musik. Mit dem „Psychedelismus“, am Beginn der Moderne, kamen noch weitere Halluzinogene hinzu wie LSD und Cannabis, die Künstler zu einer spirituellen Reise ins Unterbewusste nutzten, um ihr Bewusstsein aufgrund von intensiven ästhetischen Wahrnehmungen zu verändern und zu erweitern. (vgl. Schmidbauer/Vom Scheidt 1989)
Als Drogen bezeichnet man psychotrope Stoffe, die durch ihre chemische Zusammensetzung auf das Zentralnervensystem einwirken und somit Wahrnehmungen, Emotionen und das Verhalten verändern. (vgl. Freitag/Hurrelmann 1999)
Gegenwärtig wird unterschieden unter gesellschaftlich anerkannten Drogen wie Alkohol, Nikotin und Koffein sowie illegalen Drogen, wie Halluzinogene (LSD, Pilze), Cannabis, Kokain, Opiate (Opium, Heroin usw.), Amphetamine (Speed, Ecstasy) und anderen Substanzen. Neben Alkohol und Zigaretten gehören auch illegale Substanzen zur Alltagserfahrung vieler Jugendlicher und junger Heranwachsender. Infolgedessen nimmt das Drogenproblem weite Ausmaße an, da sich Angebotspalette und Nachfrage kontinuierlich erweitern. Neueste Ergebnisse der Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus dem Jahre 2004 zeigen auf, dass etwa jeder zweite Befragte der Jugendlichen und jungen Heranwachsenden zwischen 12 und 25 Jahren schon einmal mit Drogen experimentiert hat. (vgl. Schille/Arnold 2002)
Als Konsummuster findet man am häufigsten den Probier- oder Erstkonsum. Eine der fatalsten Folgen von Rauschmittelkonsum ist die (chronische) Abhängigkeit. Auf die Frage „Warum greifen Jugendliche zu illegalen Drogen?“ möchte ich in dieser Arbeit nachgehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I) Definitionen

1.1 Begriffserklärung Sucht

1.1.1 Was ist Sucht?

1.2 Illegale Drogenarten und Drogenerleben

II) Suchttheorie

2.1 Die Entwicklung der Suchttheorie

2.2 Suchttheorien

2.2.1 Neurobiologisch orientierte Erklärungsansätze

2.2.2 Psychologisch orientierte Erklärungsansätze

2.2.3 Soziokulturell orientierte Erklärungsansätze

III) Drogengebrauch im Jugendalter

3.1 Drogengebrauch in der Peer-group

3.2 Drogengebrauch und Familie

3.3 Drogengebrauch und Schule

IV) Abhängigkeit

4.1 Abhängigkeitssyndrom

4.1.1 Entzugssymptom

V) Drogenprävention

5.1 Primäre Prävention

5.1.1 Primärprävention in der Familie

5.1.2 Schulische Primärprävention

5.1.3 Primärpräventive Aufklärung

5.2 Sekundäre Prävention

5.3 Tertiäre Prävention

VI) Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen des Drogenkonsums bei Jugendlichen und analysiert die psychologischen, sozialen und neurobiologischen Hintergründe der Suchtentwicklung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, warum Jugendliche zu illegalen Drogen greifen und wie präventive Maßnahmen effektiv gestaltet werden können.

  • Grundlagen der Suchtdefinition und illegale Drogenarten
  • Wissenschaftliche Suchttheorien (neurobiologisch, psychologisch, soziokulturell)
  • Sozialisationsfaktoren: Peer-group, Familie und Schule
  • Präventionsstrategien und Hilfeangebote zur Suchtbekämpfung

Auszug aus dem Buch

3.1 Drogengebrauch in der Peer-group

Die Peer-group ist neben der Familie und Schule eine wichtige Sozialisationsinstanz in der Reifephase der Jugend, da sie als zentrale Identitätsstützung gilt. Ebenfalls fungiert sie als Schutzraum, als „zweite Familie“ und zeichnet sich durch eine eigene Sprache und spezifische Verhaltensweisen (z. B. Handzeichen, bestimmte Kleidungsstile wie Kappen und Jacken sowie Graffittikunst) aus. (vgl. Schille/Arnold 2002) Gemäß I. P. Pawlows Theorie der klassischen Konditionierung wird Drogenkonsum in der Peer-group durch soziale Zuwendung und Anerkennung positiv verstärkt und infolgedessen stabilisiert. In vielen Jugendgruppen gehört der Konsum von Drogen zum Lebensstil, welcher als Statussymbol angesehen und von den Mitgliedern als positiv beurteilt wird. Insofern kommt es am Beginn des Drogenkonsums bei der Mehrzahl der Jugendlichen zu einem gelegentlichen Probierkonsum, da sie sich in die Peer-group sozial integrieren („In-Sein“), als gleichberechtigt anerkannt werden und einen möglichst hohen Status genießen wollen. Die zentrale Ideologie der Gruppe umfasst neben dem Konsum von illegalen Drogen die Protesthaltung gegen die Gesamtgesellschaft.

Weil Jugendliche weder Macht noch finanzielle Mittel besitzen, lehnen sie sich auf und provozieren (durch Aggression, Drogenkonsum). Der Konsum von Drogen ist also, neben Realitätsflucht und Anpassung an die Peer-group, auch Mittel zur Entfremdung und dem absichtlichen Verstoß gegen Normen, da die Heranwachsenden oftmals ein gestörtes Verhältnis zu Autoritätspersonen haben und das Leistungsprinzip ablehnen. Somit integrieren sie sich in Jugendkulturen, wie etwa die Techno-/House- oder Hippieszene, um die Teilnahme an subkulturellen Lebensstilen zu symbolisieren und/oder flüchten in die Gegenwart, wobei bei hohem Zukunftspessimismus eine „Alles-oder-nichts-Lebenshaltung“ erzwungen wird. (vgl. Schille/Arnold 2002)

Zusammenfassung der Kapitel

I) Definitionen: Erläutert die etymologische Herkunft des Suchtbegriffs sowie die Klassifizierung verschiedener illegaler Drogenarten und deren Wirkung.

II) Suchttheorie: Diskutiert die historische Entwicklung der Suchtforschung und verschiedene Erklärungsansätze aus neurobiologischer, psychologischer und soziokultureller Perspektive.

III) Drogengebrauch im Jugendalter: Untersucht die Rolle von Peer-groups, Familie und Schule als zentrale Sozialisationsinstanzen, die den Drogenkonsum beeinflussen.

IV) Abhängigkeit: Definiert das Abhängigkeitssyndrom nach medizinischen Kriterien und beleuchtet das Phänomen der Entzugssymptomatik.

V) Drogenprävention: Beschreibt die drei Ebenen der Prävention (primär, sekundär, tertiär) und stellt konkrete Hilfskonzepte vor.

VI) Resümee: Fasst die Bedeutung jugendlicher Lebenswelten für den Drogenkonsum zusammen und bewertet Ansätze wie die Teillegalisierung.

Schlüsselwörter

Drogenkonsum, Suchtprävention, Jugendalter, Abhängigkeit, Peer-group, Suchttheorie, Drogenberatung, Sozialisation, Illegale Drogen, Psychische Störung, Schadensminimierung, Substanzmissbrauch, Neurobiologie, Soziokulturelle Ansätze, Lebenswelt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik des Drogenkonsums bei Jugendlichen, untersucht die Ursachen für das Suchtverhalten und analysiert die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die medizinischen Definitionen von Sucht, die theoretische Verankerung in verschiedenen Wissenschaften, die soziale Prägung durch das Umfeld und die verschiedenen Konzepte der Drogenhilfe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweggründe für den Drogengebrauch in der Jugendphase zu verstehen und aufzuzeigen, wie durch gezielte Interventionen und Prävention die Gesundheit geschützt und soziale Teilhabe gesichert werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte, wissenschaftliche Aufarbeitung, die verschiedene psychologische, soziologische und pharmakologische Theorien kombiniert, um den Drogenkonsum bei Jugendlichen zu erklären.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Definitionen, Suchttheorien, soziale Rahmenbedingungen (Familie, Schule, Freunde), die Diagnose von Abhängigkeit sowie eine detaillierte Analyse der Präventions- und Hilfssysteme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Suchtprävention, Jugendalter, Abhängigkeitssyndrom, Drogenkonsum und soziale Sozialisationsinstanzen charakterisiert.

Welche Rolle spielt die Peer-group beim Drogenkonsum?

Die Peer-group fungiert als Identitätsstütze und "zweite Familie". Der Drogenkonsum innerhalb dieser Gruppe dient oft der sozialen Integration, dem Statusgewinn oder als Ausdruck einer Protesthaltung gegen die Gesellschaft.

Warum wird im Dokument das Konzept der Teillegalisierung erwähnt?

Die Autorin argumentiert, dass eine Teillegalisierung psychoaktiver Substanzen den Schwarzmarkt bekämpfen, Beschaffungskriminalität senken und den Zugang zu medizinischer Hilfe und Beratung für Drogenabhängige erleichtern könnte.

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Details

Title
Warum greifen Jugendliche zu Drogen?
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,0
Author
Natalie Protz (Author)
Publication Year
2011
Pages
34
Catalog Number
V173042
ISBN (eBook)
9783640932221
ISBN (Book)
9783640932245
Language
German
Tags
warum jugendliche drogen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natalie Protz (Author), 2011, Warum greifen Jugendliche zu Drogen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173042
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