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Drogensubstitutionsprogramme in der Medizin

Titel: Drogensubstitutionsprogramme in der Medizin

Hausarbeit , 2009 , 17 Seiten

Autor:in: Dominik Pohl (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Wort „Substitution“ hat nicht nur eine Bedeutung. Je nach Kontext steht dieser Begriff für durchaus unterschiedliche Dinge. In der Chemie beispielsweise versteht man unter Substitution das Ersetzen von Atomen, Atomgruppen oder Molekülen. Im mathematischen Bereich findet die Substitution demgegenüber im Zuge der Integralrechnung Anwendung. Unabhängig davon, welchen Kontext man nun genauer betrachtet, Substitution meint in den meisten Fällen das Ersetzen von etwas durch etwas anderes. So auch innerhalb der Drogensubstitution, bei der man versucht die von Opiatabhängigen konsumierten illegalen Drogen im Rahmen so genannter Substitutionsprogramme oder Substitutionstherapien durch legale Ersatzstoffe („Ersatzdrogen“) zu ersetzen. Den Süchtigen soll durch diesen „Austauschprozess“ geholfen werden ihre Abhängigkeit besser kontrollieren zu können und letztendlich den Substanzkonsum gänzlich einzustellen. In diesem Zusammenhang kann durchaus auf die Sphäre der Ethik verwiesen werden, innerhalb derer Substitution die „Hilfe zur Selbsthilfe“ meint.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Kapitel I: (Drogen-)Substitution

I.I Was ist (Drogen-)Substitution

I.II Der Zugang zu Substitutionsprogrammen

I.III Wichtige Aspekte innerhalb der Substitutionsprogramme

I.IV Während der Substitutionsprogramme

I.V Die verwendeten Ersatzstoffe

I.V.I Die Vor- und Nachteile von Methadon

I.VI Die Rechtsgrundlage für die legale Substitution in Deutschland

Kapitel II: Die Heroin-Substitution

II.I Modellprojekt zur heroingestützten Substitution

II.II Der Weg zur Regelversorgung Heroinabhängiger

Kapitel III: Vorstellung von JES und INDRO

III.I Jes – Junkies Ehemalige Substituierte

III.II Indro e.V.

III.III Zahlen

Kapitel IV: Problembereiche der Substitution

IV.I Jes – Probleme seitens der Patienten

IV.II Probleme Seitens der Ärzte

IV.III Rechtliche Probleme

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert das medizinische und soziale Konzept der Substitution von Opiatabhängigen in Deutschland. Ziel ist es, die strukturellen Rahmenbedingungen, die Wirksamkeit der heroingestützten Behandlung sowie die Herausforderungen für Patienten und Ärzte aufzuzeigen.

  • Grundlagen der (Drogen-)Substitution und verwendete Ersatzstoffe
  • Evaluation des Modellprojekts zur heroingestützten Behandlung
  • Vorstellung der Interessenvertretungen JES und INDRO
  • Analyse von Patienten- und Ärztespezifischen Problemen in Substitutionsprogrammen
  • Diskussion rechtlicher Rahmenbedingungen und Hindernisse

Auszug aus dem Buch

I.I Was ist (Drogen-)Substitution

Das Wort „Substitution“ hat nicht nur eine Bedeutung. Je nach Kontext steht dieser Begriff für durchaus unterschiedliche Dinge. In der Chemie beispielsweise versteht man unter Substitution das Ersetzen von Atomen, Atomgruppen oder Molekülen. Im mathematischen Bereich findet die Substitution demgegenüber im Zuge der Integralrechnung Anwendung. Unabhängig davon, welchen Kontext man nun genauer betrachtet, Substitution meint in den meisten Fällen das Ersetzen von etwas durch etwas anderes. So auch innerhalb der Drogensubstitution, bei der man versucht die von Opiatabhängigen konsumierten illegalen Drogen im Rahmen so genannter Substitutionsprogramme oder Substitutionstherapien durch legale Ersatzstoffe („Ersatzdrogen“) zu ersetzen. Den Süchtigen soll durch diesen „Austauschprozess“ geholfen werden ihre Abhängigkeit besser kontrollieren zu können und letztendlich den Substanzkonsum gänzlich einzustellen. In diesem Zusammenhang kann durchaus auf die Sphäre der Ethik verwiesen werden, innerhalb derer Substitution die „Hilfe zur Selbsthilfe“ meint.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel I: (Drogen-)Substitution: Definition des Begriffs Substitution im drogenmedizinischen Kontext und Erläuterung der Zugangskriterien, Ersatzstoffe und Rechtsgrundlagen.

Kapitel II: Die Heroin-Substitution: Darstellung der Ergebnisse des bundesweiten Modellprojekts zur heroingestützten Behandlung sowie der politische Weg zur Etablierung als Regelversorgung.

Kapitel III: Vorstellung von JES und INDRO: Einführung der Organisationen JES und INDRO als wichtige Akteure in der Drogenhilfe und Interessenvertretung.

Kapitel IV: Problembereiche der Substitution: Aufarbeitung der strukturellen, sozialen und rechtlichen Hürden, mit denen sowohl Patienten als auch behandelnde Ärzte im Alltag der Substitution konfrontiert sind.

Schlüsselwörter

Substitution, Heroin, Opiatabhängigkeit, Substitutionsprogramme, Methadon, Modellprojekt, Drogenhilfe, JES, INDRO, Suchtmedizin, Substitutionsregister, BtMVV, Patientenrechte, ärztliche Versorgung, Drogenpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der medizinischen Substitution bei Drogenabhängigen in Deutschland, insbesondere mit der Behandlung von Heroinabhängigkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Grundlagen der Substitution, die Wirksamkeit der Heroinabgabe, die Rolle von Selbsthilfenetzwerken wie JES und die bestehenden Probleme für Ärzte und Patienten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse der Wirksamkeit von Substitutionsprogrammen sowie die Aufzeigung struktureller und rechtlicher Herausforderungen für Betroffene und Mediziner.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Ausarbeitung, die auf Fachliteratur, Berichten von Hilfsorganisationen sowie der Auswertung rechtlicher und medizinischer Daten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die verschiedenen Ersatzstoffe, die Ergebnisse des Modellprojekts zur heroingestützten Substitution und die praktischen Hindernisse in der täglichen Substitutionsarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Substitution, Heroin, Opiatabhängigkeit, Suchtmedizin und rechtliche Rahmenbedingungen.

Welche Vorteile bietet die Substitution gegenüber dem illegalen Konsum?

Die Substitution ermöglicht eine gesundheitliche und soziale Stabilisierung, die Verringerung der Beschaffungskriminalität und den Schutz vor lebensgefährlichen Verunreinigungen durch Straßendrogen.

Warum gibt es rechtliche Probleme für substituierende Ärzte?

Ärzte bewegen sich aufgrund widersprüchlicher Leitlinien und strenger Dokumentationspflichten in einem rechtlich unsicheren Raum, wobei ihre Arbeit teils kriminalisiert wird.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Drogensubstitutionsprogramme in der Medizin
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Autor
Dominik Pohl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V173039
ISBN (Buch)
9783640931583
ISBN (eBook)
9783640931804
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Drogen Drogensubstitution Medizin Substitution Heroin Abhängigkeit Junkies Drogenersatz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dominik Pohl (Autor:in), 2009, Drogensubstitutionsprogramme in der Medizin, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173039
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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