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Welche Stigmatisierungsprobleme bestehen für Jugendliche der 2. und 3. Migrantengeneration in Deutschland und welche Konsequenzen resultieren daraus?

Titel: Welche Stigmatisierungsprobleme bestehen für Jugendliche der 2. und 3. Migrantengeneration in Deutschland und welche Konsequenzen resultieren daraus?

Vordiplomarbeit , 2007 , 32 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dominik Pohl (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit zeigt die Problematik von überwiegend türkischen Jugendlichen der 2. und 3. Migrantengeneration in Deutschland.
Anhand zweier ethnografischen Studien von Sven Sauter „Wir sind Frankfurter Türken“ sowie Hermann Tertilt „Turkish Power Boys“ möchte ich verdeutlichen, wie Statusprobleme innerhalb der Gesellschaft, in Form von kulturellen Gruppierungen unter den Jugendlichen, einen Versuch der Bewältigung erfahren.
Ich habe diese beiden Studien ausgewählt, da sich beide Autoren innerhalb von Frankfurt über einen vergleichbaren Zeitraum mit einer überwiegend türkischen Gruppierung in Form einer teilnehmenden Feldforschung, auseinandersetzten. Trotz aller Ähnlichkeiten, gibt es diverse Unterschiede in der Arbeitsweise und den Ansätzen von Thesen, sowie deren Darlegung und Begründungsgesuche.

Ziel dieser Arbeit ist es, einen Einblick in die Stigmatisierungsproblematik ausländischer Migranten zu erhalten und die daraus resultierenden Verhalten-sabweichungen dieser Jugendlichen, innerhalb der gesellschaftlichen Norm näher zu bringen.
Um einerseits einen geschichtlichen Einblick der Entstehung von „Jugend“, als auch eine Position was „Jugend“ überhaupt bedeutet zu erfahren, werde ich im Anschluss über die Entwicklung des jungen Menschen als Objekt für wissenschaftliche Forschung, referieren.

Des Weiteren folgt eine Darstellung von abweichendem Verhalten und des damit verbundenen Verständnisses der gesellschaftlichen Norm. Während ich mich zunächst mit der Bandendelinquenz der „Turkish Power Boys“ auseinandersetzen werde, folgt im Zusammenhang der Assimilationsprozess der „Frankfurter Türken“ nach Sauter. So gesehen wird abweichendes Verhalten einerseits als Weg der Kriminologie dargestellt, andererseits erhält man durch den Kulturkonflikt Sauters einen Einblick in das abweichende Kulturverständnis zwischen der deutschen Gesellschaft und der türkischen Migranten.
Fortfahren werde ich mit den Gemeinsamkeiten beider Studien, was den Aspekt einer Schutzfunktion der Gruppen angeht und den damit verbundenen Beweg-gründen einzelner Personen in den Kreis eines Bündnisses beizutreten.

Im Anschluss wird im Bezug auf die beiden Studien, unter Einbezug von Erving Goffman, die Fragestellung beantwortet, welche differenzierbaren Stigmatisierungs-probleme für die Migrantenjugendlichen innerhalb der deutschen Gesellschaft bestehen und welche Konsequenzen daraus entstehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. DIE ETHNOGRAFISCHEN STUDIEN UND IHRE BESONDERHEITEN

1.1 Die unterschiedlichen Forschungsmethoden

1.2 Perspektive und Augenmerk der Autoren

2. WAS BEDEUTET „JUGEND“?

2.1 Welche Rolle spielt sie in unserer Gesellschaft?

2.2 Wie sie zum Spielball der Wissenschaft wurde

3. „NORM“ UND „ABWEICHUNG“

3.1 Der Labeling Approach

3.2 Bandendelinquenz nach Tertilts „Power Boys“

3.3 Assimilationsprozess nach Sauters „Frankfurter Türken“

3.4 Schutzfunktion der Gruppe beider Studien

4. STIGMATISIERUNGSPROBLEMATIK DER MIGRANTENGENERATIONEN

5. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Stigmatisierungsproblematik von Jugendlichen der 2. und 3. Migrantengeneration in Deutschland anhand zweier ethnografischer Studien. Dabei wird analysiert, wie gesellschaftliche Ausgrenzung, der Druck der Mehrheitsgesellschaft und kulturelle Konflikte zur Bildung von Jugendgruppierungen und zu abweichendem Verhalten führen.

  • Vergleichende Analyse der Studien von Hermann Tertilt und Sven Sauter
  • Konzeptualisierung von „Jugend“ und deren wissenschaftliche Erforschung
  • Mechanismen des Labeling Approach bei Stigmatisierungsprozessen
  • Untersuchung von Bandendelinquenz und Assimilationsprozessen
  • Die Schutzfunktion von Peer-Groups in einer ausgrenzenden Umgebung

Auszug aus dem Buch

3.2 Bandendelinquenz nach Tertilts „Power Boys“

Um die Problematik der Gruppendelinquenz direkt aufzugreifen, möchte ich vertiefend auf die Straftaten der „Turkish Power Boys“ eingehen. Tertilt beschreibt in seiner Studie zunächst übergreifend die Bandbreite der beobachteten Diebstähle, Körperverletzungen und den illegalen Drogenkonsum, sowie seiner eigenen Befangenheit als Mitwisser von geplanten Raubzügen. Er beschreibt, wie er in solchen Situationen keine Möglichkeit besaß, auf die Jugendlichen einen Einfluss zu nehmen und sie somit von einer Straftat abzuhalten. „Ich war gezwungen, gegenüber einem Verhalten <> zu bleiben, das nicht nur in der Gesellschaft als <> betrachtet wird, sondern mich selbst in ein Dilemma brachte. Denn mein Interesse bestand keineswegs darin, Straftaten zu decken, sondern ein realistisches Bild vom Verhalten der Gruppe zu gewinnen“ (Tertilt, 1996, Seite 14).

Die Bedeutung der Gruppe für die einzelnen Mitglieder der „Power Boys“ werde ich zu einem späteren Zeitpunkt genauer betrachten. Fakt ist jedoch, dass der tägliche Umgang innerhalb der Gruppierung zu einem vermehrten kriminellen Interesse führte. „Gemeinsames <> der Clique war die Ausgangslage für einen Überfall. Er wurde weder geplant noch organisiert, sondern ergab sich <> aus der jeweiligen Situation heraus“ (Tertilt, 1996, Seite 31). Cengizhan, ein Bandenmitglied, schilderte hierbei wie es zum ersten Straßenraub gekommen war: Cengizhan: „[…] Die anderen haben Bier und so was im Penny-Markt geklaut. Morgens war das, so zwölf oder ein Uhr, da haben wir alle Bier getrunken, die ganze Gruppe, so fünfzehn Leute waren wir mindestens. Und von oben kam ein Junge mit Rennrad, der hatte so einen Walkman. Ich habe gesagt: <> […] Wir haben dann den Walkman genommen. Dann hat einer ihm ne Faust gegeben. […] Und wir sind alle weggerannt. […] Und danach sind wir alle zu Fuß, mindestens 30 Leute, auf der Straße nach Seckbach gegangen, die ganze Gruppe, alle, alle. Alle waren dabei.“ (Tertilt, 1996, Seite 30f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. DIE ETHNOGRAFISCHEN STUDIEN UND IHRE BESONDERHEITEN: Vergleich der methodischen Vorgehensweisen und Perspektiven der Autoren Hermann Tertilt und Sven Sauter in ihren jeweiligen ethnografischen Feldforschungen.

2. WAS BEDEUTET „JUGEND“?: Historische Einordnung des Jugendbegriffs und Analyse der Entwicklung des jungen Menschen zum Objekt der wissenschaftlichen Forschung.

3. „NORM“ UND „ABWEICHUNG“: Erläuterung des Labeling Approach sowie Untersuchung von Bandendelinquenz und Assimilationsprozessen in Bezug auf gesellschaftliche Normen.

4. STIGMATISIERUNGSPROBLEMATIK DER MIGRANTENGENERATIONEN: Analyse der Diskriminierung von Migrantenjugendlichen und der Folgen stigmatisierender Zuschreibungen auf deren Zukunftsidentität.

5. RESÜMEE: Persönliche Einschätzung der Studien, ihrer Relevanz für das Verständnis migrantischer Lebenswelten und Fazit zur Bedeutung ethnografischer Forschung.

Schlüsselwörter

Jugend, Migration, Stigmatisierung, Labeling Approach, Bandendelinquenz, Assimilation, Ethnografie, Gruppendynamik, Integration, Identitätsfindung, türkische Jugendliche, soziale Ausgrenzung, Jugendforschung, Kulturkonflikt, Peers.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Stigmatisierungsproblematik von Jugendlichen der 2. und 3. Migrantengeneration in Deutschland und analysiert die daraus resultierenden Konsequenzen für das Verhalten der Betroffenen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Felder sind die ethnografische Jugendforschung, die Entstehung von abweichendem Verhalten, der Einfluss von gesellschaftlichen Stigmata sowie die Bedeutung von Peer-Groups und Familienstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein Verständnis für die Stigmatisierungsproblematik ausländischer Migranten zu entwickeln und zu untersuchen, wie diese die Verhaltensweisen der Jugendlichen innerhalb der gesellschaftlichen Norm beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine literaturbasierte Analyse und einen Vergleich zweier bereits existierender ethnografischer Feldstudien (von Tertilt und Sauter) durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die methodischen Besonderheiten der gewählten Studien, die soziologische Definition von „Jugend“, Konzepte von „Norm“ und „Abweichung“ (insb. Labeling Approach) sowie die spezifischen Prozesse der Delinquenz und Assimilation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Jugend, Migration, Stigmatisierung, Labeling Approach, Bandendelinquenz, Assimilation und Ethnografie.

Wie unterscheidet sich die methodische Herangehensweise von Tertilt zu Sauter?

Tertilt führt eine intensive, teilnehmende Beobachtung im täglichen Lebensumfeld der „Turkish Power Boys“ durch, während Sauter primär auf selbstreflexive Gruppengespräche in einem Migrantentreff setzt.

Welche Rolle spielt die „Schutzfunktion“ für die untersuchten Jugendlichen?

Die Gruppe fungiert als Schutzraum, in dem die Jugendlichen Geborgenheit und Anerkennung finden, die ihnen in einer stigmatisierenden Mehrheitsgesellschaft oft verwehrt bleibt, was jedoch teils in delinquente Verhaltensweisen umschlägt.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Welche Stigmatisierungsprobleme bestehen für Jugendliche der 2. und 3. Migrantengeneration in Deutschland und welche Konsequenzen resultieren daraus?
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
2,0
Autor
Dominik Pohl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
32
Katalognummer
V173029
ISBN (eBook)
9783640931408
ISBN (Buch)
9783640931507
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stigmatisierung Migranten ethnografische Studien Jugend Norm Abweichung Labeling Approach Delinquenz Power Boys Frankfurter Türken
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dominik Pohl (Autor:in), 2007, Welche Stigmatisierungsprobleme bestehen für Jugendliche der 2. und 3. Migrantengeneration in Deutschland und welche Konsequenzen resultieren daraus?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/173029
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Leseprobe aus  32  Seiten
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