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Das Phänomen Billy Graham: Evangelisationsrhetorik als Sonderfall der Predigtrhetorik?

Titel: Das Phänomen Billy Graham: Evangelisationsrhetorik als Sonderfall der Predigtrhetorik?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Katharina E. Thomas (Autor:in)

Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Billy Graham – mit diesem Namen verbindet sich viel, Kontroversen wie Superlative. Laut Auskunft der Billy Graham Evangelistic Association (BGEA) hat er während seiner Zeit als Evangelist vor fast 215 Millionen Menschen in mehr als 185 Ländern gesprochen, ganz zu schweigen von denen, die ihn über Fernsehen und Satellitenübertragung sahen. 48 mal, laut einer Gallup Studie, wurde er unter die zehn am meisten bewunderten Männer der USA gewählt. Er erhielt unzählige Auszeichnungen und Preise und wurde u.a. 1999 erstes Mitglied der Gospel Music Hall of Fame – als Nichtmusiker, wohlgemerkt.
Angesichts dieser Zahlen ist es erstaunlich, daß es im deutschsprachigen Raum keine Untersuchungen zu Graham gibt, weder aus theologischer noch aus soziologischer, geschweige denn aus rhetorischer Perspektive. Dabei haben Grahams Evangelisationen in Deutschland – zwischen 1954 und 1993 – nicht nur die deutsche Kirchen-, sondern auch die Medienlandschaft geprägt. Dies trifft wohl vor allem für die Euro ’70 in Dortmund zu, die in dieser Form erste und bis dato einzigartige massenmediale Veranstaltung in Deutschland. Nicht zuletzt haben sich an der Person Grahams und seinem Predigtstil viele Gemüter erhitzt, uneins darüber, wie man einem so charismatischen, erfolgreichen Redner gegenüberstehen solle – vor allem in Deutschland, das ja nun aus historischen Gründen ein sehr zwiespältiges Verhältnis zu solchen Rednern hat.
Man fragt sich also mit Wolf von Lojewski: „Was ist das Besondere an Billy Graham?“ Diese Frage mit „seine Rhetorik“ zu beantworten, ist wohl kaum zufriedenstellend, auch wenn viele sich offensichtlich bislang damit abgefunden haben. Trotzdem: Wieso kommen zehntausende Menschen zu seinen Veranstaltungen; was bewegt viele von ihnen, seinen Aufrufen zu folgen und schließlich nach vorne zu kommen? Liegt das Besondere in Grahams Vermittlung seiner Reden, dem Einsatz von Technik und Massenmedien? Kann, muß man dabei von Manipulation oder gar Massenpsychose sprechen? Und wie hebt ihn „seine Rhetorik“, die ja Predigtrhetorik ist, möglicherweise von zeitgenössischer Predigtlehre ab? Kann man möglicherweise davon sprechen, daß Graham mit einer „Evangelisationsrhetorik“ eine gesonderte Form der Predigtrhetorik begründet?
Diesen Fragen soll an dieser Stelle einmal nachgegangen werden, um zu sehen, was die Faszination und den Erfolg Grahams als Redner, als Prediger ausmacht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist eigentlich „evangelikal“ ? - Überlegungen zur Begriffsbestimmung

3. Evangelisation und Rhetorik

3.1 Billy Graham in Seattle 1976 – eine rhetorische Analyse

3.2 Evangelisation im Spannungsfeld der Multimedialität

4. Abschließende Überlegungen: Evangelisationsrhetorik als Sonderfall der Predigtrhetorik?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das rhetorische Phänomen Billy Graham und analysiert, inwieweit seine spezifische Form der Evangelisationsrhetorik als Sonderfall der klassischen Predigtrhetorik betrachtet werden kann. Dabei wird insbesondere der Einfluss von Medientechnik auf die Struktur seiner Reden und die Wirkung beim Publikum untersucht.

  • Rhetorische Analyse einer Predigt Grahams von 1976
  • Differenzierung der Begriffe „evangelikal“ und „fundamentalistisch“
  • Untersuchung der Rolle von Massenmedien und Technik in der Evangelisation
  • Auseinandersetzung mit Vorwürfen der Manipulation und Kommerzialisierung
  • Bewertung des ethischen Ansatzes von Grahams Predigtstil

Auszug aus dem Buch

3.1 Billy Graham in Seattle 1976 – eine rhetorische Analyse

Der Mitschnitt dieser Rede, die Billy Graham während der 200-Jahr-Feiern der Unabhängigkeitserklärung der USA hielt, beginnt recht unvermittelt mit den Worten: „Nun möchte ich gemeinsam mit euch das zweite Kapitel des Johannesevangeliums aufschlagen, das zweite Kapitel – ich hoffe, daß jeder heute abend eine Bibel hat.“ Es ist nicht eindeutig erkennbar, ob diesem Satz etwas vorausgegangen ist – als Einstieg in eine Predigt erscheint er doch ziemlich abrupt. Auch Mitschnitte von anderen Predigten beginnen derart unvermittelt, so etwa der einer Predigt in Kalifornien aus dem Jahr 1981. Bei näherer Betrachtung scheint es jedoch, daß dieser abrupte Einstieg durchaus typisch für Billy Grahams Predigten ist und nicht bloß der Fernseh- oder Satellitenmitschnitt nach einer vorhergegangenen Einleitung einsetzt.

Auf den ersten Blick ist in der Seattler Rede, wie auch in den anderen genannten Beispielen, keiner der drei Aspekte, die ein klassisches exordium meist enthält, vertreten – weder findet sich eine captatio benevolentiae, noch enthält die Einleitung Formulierungen, die sich eindeutig als Mittel des docilem parare bzw. attentum parare identifizieren ließen. Zwar kann man argumentieren, daß Grahams Hörer ohnehin so wohlwollend gestimmt sind, daß es einer captatio benevolentiae nicht bedarf und auch die Aufmerksamkeit schon vorhanden ist. Billy Graham hat es also nicht nötig, seine Predigt durch einen Aufmerksamkeit weckenden Beginn inhaltlich vorzubereiten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die Bedeutung Grahams als weltweit bekannten Prediger und formuliert die zentrale Fragestellung der rhetorischen Untersuchung.

2. Was ist eigentlich „evangelikal“ ? - Überlegungen zur Begriffsbestimmung: Das Kapitel befasst sich mit der begrifflichen Abgrenzung von Evangelikalismus und Fundamentalismus und beleuchtet die historische Entwicklung sowie die unterschiedlichen Konnotationen dieser Begriffe.

3. Evangelisation und Rhetorik: Dieser Hauptteil analysiert eine konkrete Predigt Grahams unter Berücksichtigung rhetorischer Kriterien wie actio und pronuntiatio sowie den Einfluss von Multimedialität auf seine Evangelisationspraxis.

4. Abschließende Überlegungen: Evangelisationsrhetorik als Sonderfall der Predigtrhetorik?: Das Fazit fasst zusammen, dass Graham durch den bewussten Einsatz von Medien und die spezifische Ausrichtung seiner Reden eine neue, eigenständige Form der Predigtrhetorik begründet hat.

Schlüsselwörter

Billy Graham, Evangelisationsrhetorik, Predigtrhetorik, Evangelikalismus, Fundamentalismus, Massenmedien, Rhetorik, Wiedergeburt, Bekehrung, Multimedialität, Manipulation, Ethos, Predigtanalyse, Kommunikation, Religion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die rhetorische Gestaltung und die Wirkung der Predigten von Billy Graham sowie deren Einordnung in den Kontext der Predigtrhetorik.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Zentrale Themen sind die rhetorische Analyse des Predigtstils, die Verwendung von Medientechnik und die Abgrenzung des Evangelikalismus von fundamentalistischen Strömungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist zu klären, was Billy Grahams Faszination als Redner ausmacht und ob seine spezifische Herangehensweise als eine eigenständige „Evangelisationsrhetorik“ zu klassifizieren ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Verfasserin nutzt eine rhetorische Analyse, die neben der inhaltlichen Untersuchung auch Aspekte der actio und pronuntiatio sowie medientheoretische Ansätze einbezieht.

Was bildet den inhaltlichen Kern des Hauptteils?

Im Hauptteil wird eine spezifische Rede Grahams aus dem Jahr 1976 rhetorisch analysiert und die Rolle von Technik und Massenmedien bei seinen Veranstaltungen beleuchtet.

Welche zentralen Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie „Evangelisation“, „Rhetorik“, „Wiedergeburt“ und „Mediennutzung“ geprägt.

Inwiefern unterscheidet sich Billy Grahams Predigtstil von konventioneller Homiletik?

Die Arbeit stellt heraus, dass Graham stark auf eine peroratio-orientierte Struktur setzt, bei der die Entscheidung des Einzelnen im Mittelpunkt steht und mediale Technik gezielt zur Verstärkung eingesetzt wird.

Wie bewertet die Autorin den Manipulationsvorwurf gegenüber Graham?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass der Vorwurf bewusster Manipulation unhaltbar ist, da Graham die Vernunft der Zuhörer einbezieht und auf eine gründliche Nacharbeit der Entscheidungen setzt.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Phänomen Billy Graham: Evangelisationsrhetorik als Sonderfall der Predigtrhetorik?
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Veranstaltung
Allgemeine Rhetorik
Note
1,0
Autor
Katharina E. Thomas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
26
Katalognummer
V172977
ISBN (Buch)
9783640930548
ISBN (eBook)
9783640930821
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Billy Graham Predigtrhetorik Homiletik Massenmedien Evangelisation evangelikal
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina E. Thomas (Autor:in), 2009, Das Phänomen Billy Graham: Evangelisationsrhetorik als Sonderfall der Predigtrhetorik?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172977
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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