Wir haben uns dafür entschieden, uns mit der empirischen Studie „Dropouts am Gymnasium“ von der Autorin Margrit Stamm auseinander zu setzen, weil wir uns schon seit Längerem die Frage stellen, welche Motive Gymnasialschüler dazu bewegen, die Schule vor Erreichen der Matura freiwillig zu verlassen und in eine andere Schule überzutreten, obwohl ihre Schulleistungen an sich nicht schlecht so sind, dass sie gezwungen wären, ihre Schulkarriere am Gymnasium vorzeitig aufzugeben. Wir werden in unserer Arbeit die In-halte der Studie, die Methoden der Erhebung und der Ausarbeitung, sowie die Ergebnisse zusammenfassen und anschließend analysieren, inwiefern die angewandten Methoden zur Beantwortung der oben genannten Frage geeignet sind, welche Fragen dadurch noch offen geblieben sind und anschließend werden wir zu klären versuchen, was man diesbezüglich hätte anders machen können. Wir werden nun mit der inhaltlichen Zusammenfassung beginnen.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Theoretischer Hintergrund
Forschungsfragen der Studie
Angewandte Methoden
1. Stichprobe
2. Erhebungsinstrumente
3. Auswertung
Ergebnisse
1. Merkmale von Dropouts und Stabilen
2. Gründe für den Schulabbruch
3. Unterschiede in den Einstellungs-, Verhaltens- und Beziehungsmustern
Diskussion
Analyse der Methodenanwendung in der Studie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der empirischen Studie „Dropouts am Gymnasium“ von Margrit Stamm auseinander, um die Motive für den vorzeitigen Schulabbruch trotz ausreichender Leistungen zu identifizieren und die methodische Qualität der Untersuchung zu evaluieren.
- Analyse der Beweggründe für den vorzeitigen Abbruch der gymnasialen Laufbahn
- Vergleich von Schulabbrechern (Dropouts) und stabil verbleibenden Schülern (Stabile)
- Untersuchung von Einflüssen durch Schulklima, Leistungsmotivation und soziale Herkunft
- Kritische Reflexion der quantitativen Methodik im Vergleich zum explorativen Anspruch der Originalstudie
Auszug aus dem Buch
Analyse der Methodenanwendung in der Studie
Margrit Stamm verwendete zur Erhebung der Daten einen Fragebogen. Dies ist eine klassische Methode der quantitativen Befragung. Man könnte demzufolge die Behauptung aufstellen, dass es sich bei der vorliegenden Studie nicht, wie von Stamm behauptet, um eine qualitative, also explorative Studie, wie sie es beschreibt handelt, sondern vielmehr um eine Quantitative. Dies begründe ich damit, dass es sich bei den gewählten Fragen um geschlossene Fragen handelt, die mit ja oder nein beantwortet werden oder bei denen verschiedene Antworten zur Auswahl stehen, um dann von den befragten Personen angekreuzt zu werden. Die angewandten Methoden der Literaskala und der Dummy Codierung sind meiner Ansicht nach typisch für eine quantitative Studie. Bei einer qualitativen Studie dagegen würde man offene Fragen verwenden um tiefer in das Themengebiet einzudringen.
Weiters sind typische Erhebungsmethoden der qualitativen Studie zum Beispiel qualitative Interviews, die Gruppendiskussion oder das Rollenspiel. Des Weiteren verwendete Margrit Stamm nicht qualitative, sondern wiederum quantitative Auswertungsmethoden. Es wird nämlich der Bonferoni-Test, Chi-Quadrat- Analysen, Varianzanalysen und Regressionsanalysen zum Einsatz gebracht. Würde es sich tatsächlich um eine qualitative Studie handeln, hätte man wohl typische Verfahren wie die qualitative Inhaltsanalyse oder die Analyse der Körpersprache oder Ähnliches angewandt.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort: Die Autoren begründen ihr Interesse an der Dropout-Problematik am Gymnasium und skizzieren das Vorgehen zur Analyse der vorliegenden Studie.
Theoretischer Hintergrund: Es werden statistische Daten zum Schulabbruch in verschiedenen Ländern dargelegt und die Forschungsrelevanz sowie mögliche Einflussfaktoren wie Über- oder Unterforderung erörtert.
Forschungsfragen der Studie: Die zentralen Ziele der Untersuchung, insbesondere die Identifikation von Abbruchgründen und die Differenzierung zwischen Abbrechern und verbleibenden Schülern, werden definiert.
Angewandte Methoden: Die Rekrutierung der Stichprobe, der Aufbau des Fragebogens sowie die statistischen Auswertungsverfahren werden detailliert beschrieben.
Ergebnisse: Die empirischen Daten zu Merkmalen, Abbruchmotiven sowie Einstellungs- und Verhaltensmustern werden dargestellt und geschlechtsspezifisch analysiert.
Diskussion: Die Resultate werden reflektiert und in den Kontext des Bildungssystems gesetzt, wobei die Komplexität des Dropout-Phänomens hervorgehoben wird.
Analyse der Methodenanwendung in der Studie: Die Autoren kritisieren die Diskrepanz zwischen dem behaupteten explorativen Charakter der Studie und der tatsächlich angewandten quantitativen Forschungsmethodik.
Schlüsselwörter
Gymnasium, Schulabbruch, Dropout, Motivationsprobleme, empirische Studie, quantitative Methode, Schulklima, Leistungsmotivation, Stabile, Bildungsforschung, Sozialer Status, Fragebogen, Leistung, Karrierepläne, Schülereinstellungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die empirische Studie „Dropouts am Gymnasium“ von Margrit Stamm, um zu verstehen, warum leistungsfähige Jugendliche die Schule vorzeitig verlassen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Zentrum stehen die Motive für den Schulabbruch, der Vergleich zwischen Abbrechern und stabilen Schülern sowie der Einfluss von Schulklima und persönlichen Einstellungen.
Was ist das primäre Ziel der untersuchten Studie?
Das primäre Ziel ist es, persönliche und externe Gründe für den Schulabbruch zu identifizieren und Faktoren zu finden, die eine Zugehörigkeit zur Gruppe der „Dropouts“ voraussagen können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Originalstudie verwendet quantitative Methoden wie schriftliche Fragebögen mit geschlossenen Fragen sowie statistische Verfahren wie Varianz- und Regressionsanalysen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Zusammenfassung der theoretischen Grundlagen, die Beschreibung der Datenerhebung, die Darstellung der Ergebnisse sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der angewandten Methodik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Dropout, Gymnasium, Leistungsmotivation, Schulklima, Schulabbruch, quantitative Befragung und Vergleichsgruppen.
Inwieweit unterscheiden sich die untersuchten Gruppen?
Die Studie zeigt Unterschiede in der Leistungsmotivation, der Beziehung zu Lehrkräften, dem Schulschwänzen und der sozialen Herkunft des Vaters auf.
Welche methodische Kritik äußern die Autoren der Analyse?
Die Autoren kritisieren, dass die Originalstudie zwar als explorativ/qualitativ deklariert ist, jedoch rein quantitative Instrumente und statistische Auswertungsverfahren nutzt.
- Arbeit zitieren
- Manuela Aberger (Autor:in), Florian Ebner (Autor:in), 2011, Analyse der Studie von Margrit Stamm "Dropouts am Gymnasium. Eine empirische Studie zum Phänomen des Schulabbruchs", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172975