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Ein Weg aus dem gefangenen Ich?

Methode und Nutzen der Gestützten Kommunikation bei autistischen Menschen

Titel: Ein Weg aus dem gefangenen Ich?

Hausarbeit , 2009 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lena H. (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern die Methode der gestützten Kommunikation in der Kommunikation mit autistischen Menschen hilfreich sein kann. Hierbei werden die entgegengesetzten wissenschaftlichen Auffassungen über die Methode dargestellt und diskutiert. Zur Veranschauluchung der Methode werden die Bücher Birger Sellins (die er durch die Gestützte Kommunikation verfasst haben soll) vorgestellt und analysiert. Zu Beginn der Arbeit werden zudem der Begriff Autismus definiert sowie damit zusammenhängende Kommunikationsprobleme erläutert.

"Die schwerwiegenden Beeinträchtigungen im Bereich der Kommunikation, die mit der autistischen Störung einhergehen, erfordern eine geschulte und gezielte Förderung der vorhandenen Fähigkeiten. Über die Besonderheiten der autistischen Behinderung und den Umgang mit autistischen Personen sollte derjenige, der fördert, stets im Bilde sein. Lange Zeit verharrten Forscher und Eltern in der Annahme, autistische Menschen hätten ihre Sprache verloren - und nicht nur das: mit dem Verlust der Sprache wurde meist auch ein Verlust kognitiver Fähigkeiten vermutet (was verständlich ist - man konnte sie schließlich nicht nachprüfen). Vor circa dreißig Jahren verbreitete sich jedoch das aus Australien kommende Wissen über „Augmentative and Alternative Communication“ (AAC). In Deutschland wird dieser Begriff – nicht ganz treffend – mit „Unterstützte Kommunikation“ übersetzt. Eine Methode der Unterstützten Kommunikation ist die so genannte Gestützte Kommunikation (Facilicated Communication, FC). Menschen, die auf Grund einer Behinderung oder Erkrankung an der alltäglichen Kommunikation nicht teilhaben können, scheinen durch diese Hilfestellung Texte auf hohem schriftsprachlichem Niveau produzieren zu können. "

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Autismus

2.1 Begriffsklärung

2.2 Spannungsfeld Kommunikation

3. Ein Weg aus dem autistischen Kerker?

3.1 Gestützte Kommunikation bei autistischen Menschen

3.2 „[ich] zerreisse die stricke des öden stummen autismus“ - Birger Sellin

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Methode der Gestützten Kommunikation als einen möglichen Weg für autistische Menschen, aus ihrer sozialen Isolation herauszutreten. Das Hauptziel besteht darin, den theoretischen Nutzen der Methode kritisch zu beleuchten, aktuelle wissenschaftliche Kontroversen zu analysieren und anhand der biographischen Fallbeispiele von Birger Sellin zu bewerten, inwiefern durch diese Form der Kommunikation eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird.

  • Grundlagen und Definition der autistischen Störung
  • Die Problematik der Kommunikation im autistischen Spektrum
  • Funktionsweise und wissenschaftliche Kritik an der Gestützten Kommunikation
  • Analyse der persönlichen Aufzeichnungen von Birger Sellin
  • Evaluation der Erfolgschancen und des Potenzials therapeutischer Ansätze

Auszug aus dem Buch

3.1 Gestützte Kommunikation bei autistischen Menschen

Die schwerwiegenden Beeinträchtigungen im Bereich der Kommunikation, die mit der autistischen Störung einhergehen, erfordern eine geschulte und gezielte Förderung der vorhandenen Fähigkeiten. Über die Besonderheiten der autistischen Behinderung und den Umgang mit autistischen Personen sollte derjenige, der fördert, stets im Bilde sein. Lange Zeit verharrten Forscher und Eltern in der Annahme, autistische Menschen hätten ihre Sprache verloren - und nicht nur das: mit dem Verlust der Sprache wurde meist auch ein Verlust kognitiver Fähigkeiten vermutet (was verständlich ist - man konnte sie schließlich nicht nachprüfen). Vor circa dreißig Jahren verbreitete sich jedoch das aus Australien kommende Wissen über „Augmentative and Alternative Communication“ (AAC). In Deutschland wird dieser Begriff – nicht ganz treffend – mit „Unterstützte Kommunikation“ übersetzt. Eine Methode der Unterstützten Kommunikation ist die so genannte Gestützte Kommunikation (Facilicated Communication, FC). Menschen, die auf Grund einer Behinderung oder Erkrankung an der alltäglichen Kommunikation nicht teilhaben können, scheinen durch diese Hilfestellung Texte auf hohem schriftsprachlichem Niveau produzieren zu können.

Ich möchte zunächst die Methode beschreiben und anschließend kurz auf ihre theoretischen Begründungsansätze eingehen. Die Gestützte Kommunikation wird nicht nur bei autistischen Menschen angewandt, sondern auch in der Kommunikation mit geistig oder körperlich behinderten Menschen verwendet. Ich beschränke mich im Folgenden auf den Einsatz der Gestützten Kommunikation bei autistischen Personen.

Wie der Name schon sagt wird der kommunikativ eingeschränkte Mensch durch einen Menschen gestützt – und zwar in doppelter Hinsicht. Zum einen stellt der Stützer eine physische Unterstützung dar, indem die Hand bzw. das Handgelenk des Schreibenden stabilisiert und somit erleichtert. Zum anderen sollte der Unterstützende immer auch eine emotionale Stütze darstellen und für ein vertrautes Zusammensein sorgen. Geschrieben wird meist auf einem Computer, es kann jedoch auch eine Schreibmaschine oder eine Buchstabentafel sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre persönliche Motivation, die durch Begegnungen mit autistischen Menschen in der Praxis und im Theater geweckt wurde, und führt in die Thematik der Komplexität autistischer Störungen ein.

2. Autismus: Dieses Kapitel erläutert die medizinischen und pädagogischen Grundlagen des Autismus-Spektrums sowie die speziellen Herausforderungen in der sozialen Interaktion und Kommunikation für Betroffene.

2.1 Begriffsklärung: Der Begriff Autismus wird hergeleitet und die historische sowie wissenschaftliche Entwicklung der Diagnosekriterien und Ursachenforschung dargestellt.

2.2 Spannungsfeld Kommunikation: Hier wird die spezifische Problematik der fehlenden oder gestörten Ausdrucksmöglichkeiten autistischer Menschen thematisiert und das Defizit im sozialen Miteinander verdeutlicht.

3. Ein Weg aus dem autistischen Kerker?: Dieses Kapitel bildet den analytischen Hauptteil, in dem die Methode der Gestützten Kommunikation eingeführt und in ihrem Kontext diskutiert wird.

3.1 Gestützte Kommunikation bei autistischen Menschen: Es werden die Funktionsweise, der Ablauf und die theoretischen Hintergründe der Gestützten Kommunikation sowie die wissenschaftliche Debatte um deren Legitimität dargestellt.

3.2 „[ich] zerreisse die stricke des öden stummen autismus“ - Birger Sellin: Die Autorin analysiert die persönlichen Texte von Birger Sellin als Fallbeispiel für die Anwendung der Gestützten Kommunikation und stellt diese den kritischen Positionen gegenüber.

4. Fazit: Die Autorin resümiert ihre Ergebnisse und kommt zu dem Schluss, dass trotz der methodischen Kritik die biographischen Dokumente von Sellin eine wichtige Perspektive für das Verständnis und die pädagogische Arbeit mit autistischen Menschen darstellen.

Schlüsselwörter

Autismus, Autismus-Spektrum-Störung, Gestützte Kommunikation, Facilitated Communication, Kommunikation, Birger Sellin, Sozialverhalten, Theory of Mind, Sprachentwicklung, Inklusion, Sonderpädagogik, Diagnosekriterien, Fallstudie, therapeutische Praxis, Wahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Methode der Gestützten Kommunikation (Facilitated Communication) und deren Einsatz bei autistischen Menschen, um ihnen eine Form der Teilhabe an der zwischenmenschlichen Kommunikation zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die medizinischen und psychologischen Grundlagen des Autismus, die Herausforderungen der Kommunikation für autistische Menschen sowie die kontroverse wissenschaftliche Debatte um die Gestützte Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, ob und inwiefern die Gestützte Kommunikation autistischen Menschen als „Weg ins Leben“ dienen kann und wie die methodische Kritik mit persönlichen Erfahrungsberichten in Einklang zu bringen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu theoretischen Ansätzen des Autismus sowie der Analyse von biographischen Dokumenten und Fallberichten des Autisten Birger Sellin.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Methode der Gestützten Kommunikation, ihren theoretischen Annahmen, der intensiven wissenschaftlichen Kritik daran sowie der Darstellung und Interpretation der Texte von Birger Sellin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Autismus, Gestützte Kommunikation, Inklusion, Kommunikation, Birger Sellin und pädagogische Förderung charakterisiert.

Welche Rolle spielt die „Triade der Beeinträchtigungen“ in dieser Arbeit?

Die „Triade der Beeinträchtigungen“ dient als theoretische Grundlage, um die spezifischen Schwierigkeiten autistischer Menschen in der sozialen Interaktion, Kommunikation und Phantasie zu systematisieren und die Notwendigkeit alternativer Kommunikationssysteme zu begründen.

Warum wird die Person Birger Sellin so ausführlich thematisiert?

Birger Sellin dient als zentrales Fallbeispiel für die Gestützte Kommunikation. Seine Texte bieten einen seltenen, tiefen Einblick in das Innenleben eines Autisten und veranschaulichen den Konflikt zwischen dem Wunsch nach Kommunikation und der tatsächlichen Fähigkeit dazu.

Wie steht die Autorin zur Kritik an der Gestützten Kommunikation?

Die Autorin erkennt die wissenschaftliche Kritik als berechtigt an, plädiert jedoch im Fazit für einen vorsichtigen Optimismus und betont, dass biographische Zeugnisse auch unabhängig von ihrer wissenschaftlichen Beweiskraft einen wertvollen Beitrag für das pädagogische Verständnis leisten können.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ein Weg aus dem gefangenen Ich?
Untertitel
Methode und Nutzen der Gestützten Kommunikation bei autistischen Menschen
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Rehabilitationswissenschaften)
Note
1,0
Autor
Lena H. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
21
Katalognummer
V172908
ISBN (eBook)
9783640929887
ISBN (Buch)
9783640930012
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Birger Sellin Autismus Gestützte Kommunikation AAC
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lena H. (Autor:in), 2009, Ein Weg aus dem gefangenen Ich?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172908
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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