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Prädikatsbegriffe in Grammatik und Logik

Title: Prädikatsbegriffe in Grammatik und Logik

Term Paper , 2008 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Lena H. (Author)

Didactics for the subject German - Grammar, Style, Working Technique

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Summary Excerpt Details

1. Einleitung

"Ein Prädikat ist das, was das Subjekt eines Satzes tut."
Solche oder ähnliche Merksätze lernt man in der Schule. Unreflektiert nimmt man sie als Erklärung hin, ohne weiter zu fragen, was unter diesem Tun alles gefasst werden kann. [...]
Weitgehend einig sind sich moderne Grammatiken darüber, dass ein Prädikat bezeichnet, was über ein Subjekt ausgesagt wird. Als Subjekt bezeichnet wird das, worüber ein Prädikat ausgesagt wird (Satzgegenstand). Das Prädikat wird demgemäß auch Satzaussage genannt. Nach Christa Dürscheid (2007: 35) ist das Prädikat durch ein formales, semantisches und morphologisches Kriterium gekennzeichnet. Das formale Kriterium meint, dass dem Prädikat nur eine Wortart – und zwar die des Verbs bzw. Verbkomplexes – entspricht. Diese Definition teilt Dürscheid mit Vertretern eines eher eng gefassten Prädikatbegriffs. Da das Prädikat grundsätzlich eine auf das Subjekt bezogene Handlung, einen Vorgang oder Zustand beschreibe, müsse ferner auch das semantische Kriterium erfüllt sein. Die Kongruenz des Prädikats mit dem Subjekt macht nach Dürscheid schließlich das morphologische Kriterium aus.
[...]
In den von mir betrachteten Grammatiken gehen die Antworten auf diese Fragen weit auseinander. Zusammengefasst finden sich drei Grundauffassungen, von denen ausgehend es zahlreiche Zwischenpositionen gibt. Die drei Grundauffassungen vertreten Konzeptionen eines eher „engen“, „weiten“ oder „gemäßigten“ Prädikatbegriffes. Unter Punkt drei meiner Hausarbeit möchte ich diese differenziert betrachten.
Wie kommt es zu diesen divergenten Konzepten? Zur Beantwortung dieser Frage habe ich traditionelle Theorien über den Prädikatbegriff untersucht. Es stellte sich heraus, dass die neueren Darstellungen wesentlich von ihrer zu Grunde gelegten historischen Tradition beeinflusst worden sind. Insbesondere sind zwei Linien deutlich erkennbar: Der Weg von der modernen Prädikatenlogik hin zu einem engen Prädikatbegriff, sowie die von Aristoteles ausgehende traditionell-logische Definition zu einem weit gefassten Begriff. Diese „logischen Traditionen“, in denen die konzeptionell unterschiedlichen Vertreter stehen, möchte ich unter Punkt zwei darstellen.
Ein wesentliches Teilgebiet der modernen Logik ist die so genannte Prädikatenlogik. Diese spielt – wie der Name erahnen lässt – eine wesentliche Rolle bei dem Begriffsverständnis des Prädikats in modernen logischen Konzepten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Logische Traditionen

2.1. Prädikatbegriff in der klassischen Logik

2.2. Prädikatbegriff in der modernen Logik

3. Neuere Grammatiken

3.1. Enge Prädikatbegriffe

3.2. Weite Prädikatbegriffe

3.3. Gemäßigte Prädikatbegriffe

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die historische Entwicklung des Prädikatbegriffs in Grammatik und Logik, um die Divergenz zwischen engen, weiten und gemäßigten Definitionen zu analysieren und deren Auswirkungen auf die linguistische Satzanalyse aufzuzeigen.

  • Traditionelle logische Definitionen des Prädikats
  • Prädikatenlogische Ansätze in der modernen Logik
  • Valenz- und dependenzgrammatische Konzepte
  • Ansätze der generativen Grammatik
  • Syntaktische versus semantische Prädikatdefinitionen

Auszug aus dem Buch

2.2 Prädikatbegriff in der modernen Logik

Die moderne Logik ist im Gegensatz zur klassischen Logik nicht nur formale, sondern auch symbolische Logik. Sie bedient sich verschiedener Symbole und Formeln, um Aussagen darzustellen. Durch diese Umformung von Wörtern oder Satzteilen zu festgelegten Symbolen ist die moderne Logik überschaubarer als die klassischen Konzepte. Nachfolgend werde ich mich ausschließlich auf das Gebiet der Prädikatenlogik beziehen, da mir diese für die Darstellung des modernen logischen Prädikats geeignet erscheint.

Als Begründer der modernen Logik gilt der Mathematiker und Philosoph Gottlob Frege. Frege löst die Dichotomie des Satzes in Subjekt und Prädikat ab durch eine Gliederung in Funktion und Argument. Eine Funktion bezeichnet hierbei etwas Unvollständiges, das durch Argumente ergänzt werden muss. Frege (1891):

Behauptungssätze im allgemeinen kann man […] zerlegt denken in zwei Teile, von denen der eine in sich abgeschlossen, der andere ergänzungsbedürftig, ungesättigt ist. So kann man z.B. den Satz “Caesar eroberte Gallien” zerlegen in “Caesar” und “eroberte Gallien”. Der zweite Teil ist ungesättigt, führt eine leere Stelle mit sich, und erst dadurch, dass diese Stelle von einem Eigennamen ausgefüllt wird oder von einem Ausdrucke, der einen Eigennamen vertritt, kommt ein abgeschlossener Sinn zum Vorschein. Ich nenne auch hier die Bedeutung dieses ungesättigten Teiles Funktion. In diesem Falle ist das Argument Caesar. (zit. nach Zimmermann 2007: 2)

Die moderne Logik sieht also in einer Aussage – im Gegensatz zu der traditionellen Auslegung – Verbindungen zwischen strukturell unterschiedlichen, uneigenständigen Elementen. Bei einer Aussage handelt es sich daher um eine Vervollständigung von Elementen. Aus dieser Annahme ergibt sich, dass die durch das Prädikat eröffneten Leerstellen vervollständigt werden müssen. Interpretiert man (1) nach prädikatenlogischer Auffassung, ist der unvollständige Satzteil (das Prädikat) ist müde, die Vervollständigung des Satzes (das Subjekt) Peter. Satz (1) wird als Individuenaussage bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten und die Vielfalt der Prädikatdefinitionen im schulischen und wissenschaftlichen Kontext und führt in die drei Hauptgrundauffassungen ein.

2. Logische Traditionen: Dieses Kapitel vergleicht die klassische, aristotelische Logik mit der modernen Prädikatenlogik, wobei insbesondere Freges Unterscheidung zwischen Funktion und Argument analysiert wird.

3. Neuere Grammatiken: Das Kapitel differenziert zwischen engen, weiten und gemäßigten Prädikatbegriffen in der modernen Sprachwissenschaft, wie sie etwa in der Valenzgrammatik oder der Duden-Grammatik vertreten werden.

4. Fazit: Das Fazit bewertet die vorgestellten Ansätze, favorisiert eine gemäßigte Definition und mahnt zur Vorsicht bei der unkritischen Übernahme logischer Notationen in die linguistische Analyse.

Schlüsselwörter

Prädikat, Logik, Grammatik, Valenz, Syntax, Semantik, Subjekt, Funktion, Argument, Prädikatenlogik, Linguistik, Satzbau, Kopula, Prädikativum, Satzglied

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die verschiedenen theoretischen Ansätze zur Definition des Prädikatsbegriffs im Spannungsfeld zwischen logischer Tradition und grammatischer Analyse.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die historische Herleitung der Konzepte (Aristoteles, Frege), moderne grammatische Ansätze (Valenz- und Dependenzgrammatik) sowie die Abgrenzung von Syntax und Semantik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die divergenten Auffassungen von Prädikatbegriffen aufzuzeigen, sie kritisch zu bewerten und die Problematik einer unreflektierten Anwendung logischer Formalisierungen auf die Linguistik zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse verschiedener wissenschaftlicher Positionen und Grammatiktheorien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die logischen Ursprünge des Prädikatbegriffs dargestellt und anschließend drei Strömungen der modernen Grammatiktheorie (enge, weite und gemäßigte Begriffe) gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Prädikat, Logik, Syntax, Valenz, Semantik, Subjekt, Funktion und Argument.

Welche Rolle spielt die aristotelische Logik?

Sie bildet das historische Fundament des Prädikatbegriffs und beeinflusst bis heute viele weit gefasste Definitionen, in denen das Prädikat als alles verstanden wird, was über das Subjekt ausgesagt wird.

Wie unterscheidet die moderne Logik das Prädikat von der klassischen Sicht?

Die moderne Logik (insbesondere durch Frege) ersetzt die traditionelle Dichotomie von Subjekt und Prädikat durch die Unterscheidung von Funktion (Prädikat als unvollständiger Ausdruck) und Argument.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Definition?

Die Autorin plädiert für einen gemäßigten Prädikatbegriff, der sowohl syntaktische als auch semantische Aspekte berücksichtigt, und warnt davor, logische Formalisierungen eins zu eins auf linguistische Strukturen zu übertragen.

Excerpt out of 19 pages  - scroll top

Details

Title
Prädikatsbegriffe in Grammatik und Logik
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für deutsche Sprache und Literatur)
Grade
2,0
Author
Lena H. (Author)
Publication Year
2008
Pages
19
Catalog Number
V172877
ISBN (eBook)
9783640929276
Language
German
Tags
prädikatsbegriffe grammatik logik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lena H. (Author), 2008, Prädikatsbegriffe in Grammatik und Logik, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172877
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