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Zur Shop-Startseite › BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Steuerliche Probleme der Funktionsverlagerung ins Ausland

Titel: Steuerliche Probleme der Funktionsverlagerung ins Ausland

Bachelorarbeit , 2010 , 52 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Michael Feldner (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zuge der Globalisierung werden zunehmend, vormals im Inland angesiedelte Unternehmensteile ins Ausland verlagert. Weltweiter Transport und Kommunikation stellen heutzutage kein nennenswertes Problem mehr dar. Entscheidend sind vielmehr Standortfaktoren wie die Qualität der Infrastruktur und die anfallenden Kosten der Funktionsausübung.

Eine Verlagerung von Funktionen ist folglich auch schon vor der großen Unternehmenssteuerreform 2008 ein Verrechnungspreisproblem gewesen. Allerdings wurde bis dahin nur die Überführung immaterieller oder materieller Wirtschaftsgüter ins Ausland der deutschen Besteuerung unterworfen. In einem solchen Fall galt es zu überprüfen, ob die Verlagerung zur Aufdeckung stiller Reserven führte und ob der Leistungsaustausch dem Fremdvergleichsgrundsatz standhalten kann.

Da mit einer Funktionsverlagerung ins Ausland dem deutschen Staat auch immer Steuersubstrat verloren geht, hat der Gesetzgeber mit einer neuartigen Regelung der Besteuerung ebensolcher Verlagerungen im § 1 Abs. 3 AStG versucht, dem Steuerverlust entgegen zu wirken.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Besteuerung der Funktionsverlagerung ab dem Veranlagungszeitraum 2008 darzustellen und die damit verbundenen Probleme und Unsicherheiten aufzuzeigen. Zuerst geht es darum, den Begriff der „Funktion“ und den Begriff der „Verlagerung“ näher zu bestimmen und wenn möglich auch steuerlich haltbar zu definieren.

Im zweiten Teil der Arbeit wird die Bewertung und anschließende Dokumentation der Funktionsverlagerung ins Ausland erläutert. Dabei geht es auch darum, eventuelle Bewertungsprobleme aufzuzeigen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Zum Abschluss wird der Blick auf die rechtlichen Unsicherheiten gelegt werden. Hierbei geht es vor allem um eine eventuelle Verletzung nationaler Besteuerungsprinzipien sowie eine möglicherweise gegebene Europarechtswidrigkeit und die mit den neuen Regelungen verbundenen internationalen Probleme.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der Funktionsverlagerung

2.1 Gesetzliche Grundlagen

2.2 Begriff der Funktionsverlagerung

2.2.1 Begriff der „Funktion“

2.2.2 Begriff der „Verlagerung“

3. Rechtsfolgen

3.1 Bewertung als Transferpaket

3.1.1 Begriff des „Transferpakets“

3.1.2 Fremdvergleich

3.1.2.1 Konkreter Fremdvergleich

3.1.2.2 Hypothetischer Fremdvergleich

3.1.3 Kapitalisierungszinssatz

3.1.4 Preisanpassungsklausel

3.1.5 Bilanzierung des Transferpakets

3.1.6 Beispiel einer Transferpaketbewertung

3.2 Ausnahme: Die Einzelbewertung

4. Dokumentation im Rahmen der Funktionsverlagerung

5. Rechtliche Unsicherheiten der neuen Regelung

5.1 Verletzung nationaler Besteuerungsprinzipien

5.2 Europarechtliche Probleme

5.2.1 Verstoß gegen die Niederlassungsfreiheit

5.2.2 Verstoß gegen die Kapitalverkehrsfreiheit

5.3 Internationale Unsicherheiten

5.4 Folgen der rechtlichen Unsicherheiten

6. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die steuerlichen Problemfelder, die sich durch die Einführung neuer gesetzlicher Regeln zur Funktionsverlagerung in das Ausland ab dem Veranlagungszeitraum 2008 ergeben, und bewertet die damit einhergehenden rechtlichen und praktischen Unsicherheiten für Unternehmen.

  • Grundlagen und Definitionen der Funktionsverlagerung
  • Methodik der Bewertung von Transferpaketen
  • Dokumentationspflichten für Unternehmen
  • Europarechtliche und internationale Problemstellungen
  • Lösungsansätze und Auswirkungen von Doppelbesteuerung

Auszug aus dem Buch

3.1.6 Beispiel einer Transferpaketbewertung

Die oben geschilderte Transferpaketbewertung soll anschließend noch einmal an einem Beispiel zusammengefasst und verdeutlicht werden.

Die Alpha GmbH mit Sitz in Berlin entwickelt, produziert und vertreibt Mobiltelefone. Am Standort in Potsdam werden die Akkus für diese Mobiltelefone produziert. Diese Akkus werden teilweise auch an Fremdfirmen vertrieben. Der typische Produktlebenszyklus für die Akkus liegt bei fünf Jahren.

Der Potsdamer Produktionsstandort erwirtschaftet seit drei Jahren erhebliche Verluste und wird dies aller Voraussicht nach auch in Zukunft tun. Die Höhe der voraussichtlichen Verluste wird mit 200.000 € pro Jahr prognostiziert. Aus diesem Grund beschließt die Firmenleitung in Berlin die Produktion der Akkus in Potsdam einzustellen und auf die Beta S.r.l., eine Tochtergesellschaft in Rumänien, zu übertragen.

Die Alpha GmbH überlässt der Beta S.r.l. einige ihrer Produktionsmaschinen im Wert von 150.000 €. Die restlichen Sachanlagen sind technisch überholt und werden verschrottet. Um die Fertigungsstraße in Rumänien aufzubauen und die Mitarbeiter vor Ort zu schulen, reisen einige Ingenieure der Alpha GmbH für vier Monate nach Rumänien. Zusätzlich werden der Beta S.r.l. alle für die Produktion notwendigen Patente im Wert von 250.000 € übertragen.

Die Schließung des Potsdamer Standorts verursacht der Alpha GmbH Kosten in Höhe von 100.000 €. Alternativ wäre für die Alpha GmbH nur die Liquidation des Produktionsstandortes in Frage gekommen. Dabei hätte sie einen Liquidationserlös in Höhe von 300.000 € erzielen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Funktionsverlagerung vor dem Hintergrund der Globalisierung ein und erläutert die gesetzliche Reaktion des deutschen Staates ab 2008.

2. Grundlagen der Funktionsverlagerung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe "Funktion" und "Verlagerung" und erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen.

3. Rechtsfolgen: Hier werden die Bewertungsprinzipien für Transferpakete, inklusive Fremdvergleich und Kapitalisierungszinssätze, sowie Ausnahmeregelungen detailliert analysiert.

4. Dokumentation im Rahmen der Funktionsverlagerung: Das Kapitel behandelt die spezifischen Mitwirkungspflichten und Dokumentationsanforderungen des Steuerpflichtigen gegenüber den Finanzbehörden.

5. Rechtliche Unsicherheiten der neuen Regelung: Es werden potenzielle Verstöße gegen nationale Besteuerungsprinzipien sowie europarechtliche und internationale Bedenken hinsichtlich der neuen Regelungen diskutiert.

6. Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der gesetzlichen Neuregelungen und einem Ausblick auf die internationale Entwicklung.

Schlüsselwörter

Funktionsverlagerung, AStG, Transferpaket, Fremdvergleich, Unternehmenssteuerreform, Verrechnungspreise, Besteuerung, Gewinnpotenzial, Bewertung, Dokumentationspflicht, Doppelbesteuerung, Europarecht, Niederlassungsfreiheit, Kapitalverkehrsfreiheit, Wirtschaftsgüter

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die steuerlichen Probleme, die durch die seit 2008 in Deutschland geltenden Regelungen zur Funktionsverlagerung in das Ausland entstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernpunkten gehören die Definition der Funktionsverlagerung, die Bewertung von sogenannten Transferpaketen, die Dokumentationspflichten sowie die europarechtliche Vereinbarkeit der deutschen Gesetze.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Besteuerung der Funktionsverlagerung ab dem Veranlagungszeitraum 2008 darzustellen und die damit verbundenen Probleme sowie rechtlichen Unsicherheiten aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Analyse, die gesetzliche Bestimmungen, Verwaltungsvorschriften und die aktuelle Fachliteratur sowie Rechtsprechung auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Bewertung von Transferpaketen, der Preisanpassungsklausel, der Bilanzierung und den verschiedenen Dokumentationsanforderungen, die Unternehmen bei einer Verlagerung erfüllen müssen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Funktionsverlagerung, Transferpaket, AStG, Fremdvergleich, Doppelbesteuerung und Europarechtswidrigkeit.

Welche Rolle spielt die sogenannte "Preisanpassungsklausel"?

Sie ermöglicht den Finanzbehörden unter bestimmten Bedingungen eine Korrektur des Verrechnungspreises zuungunsten des Steuerpflichtigen innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren, was erhebliche Rechtsunsicherheit schafft.

Warum wird die Gesamtbewertung als Transferpaket als problematisch angesehen?

Sie weicht vom etablierten Prinzip der Einzelbewertung ab und erschwert die steuerliche Abgrenzung, da sie auf schwer zu quantifizierende "Gewinnpotenziale" abzielt.

Wie bewertet der Autor die Europarechtskonformität der neuen Regelungen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass ein klarer Verstoß gegen die Niederlassungs- und Kapitalverkehrsfreiheit vorliegen dürfte, da die Regelungen nur grenzüberschreitende Sachverhalte betreffen.

Ende der Leseprobe aus 52 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Steuerliche Probleme der Funktionsverlagerung ins Ausland
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,7
Autor
Michael Feldner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
52
Katalognummer
V172817
ISBN (eBook)
9783640928644
ISBN (Buch)
9783640928859
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Steuerrecht Verrechnungspreise Transfer Pricing Funktionsverlagerung Internationales Steuerrecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Feldner (Autor:in), 2010, Steuerliche Probleme der Funktionsverlagerung ins Ausland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172817
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