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Predicates of Personal Taste

Einteilung der Prädikate und strukturelle Schwierigkeiten

Titel: Predicates of Personal Taste

Referat (Ausarbeitung) , 2011 , 9 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Katharina Weber (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

(1) A: Die Pizza ist lecker. p
B: Die Pizza ist nicht lecker. ¬ p

(2) A: Hans ist groß. p
B: Hans ist nicht groß. ¬ p

(3) A: Anna ist schwanger. p
B: Anna ist nicht schwanger. ¬ p

Wer hat Recht, Sprecher A oder B?
Wenn in Beispiel 3 einer der beiden Sprecher Recht hat, muss der andere Unrecht haben. Entweder ist Anna schwanger oder eben nicht. Beide Aussagen zusammen führen zu einem Widerspruch (p ˄ ¬p), p und ¬p können nicht gleichzeitig gelten. In Beispiel 2 lässt sich allerdings nicht eindeutig entscheiden, ob einer der beiden Sprecher Recht hat.
Intuitiv würde man vermuten, dass die beiden Urteile aus verschiedenen Perspektiven gefällt worden sind und sich die Maßstäbe von Sprecher A und B unterscheiden. Auch in Beispiel 1 ist es schwierig, sogar unmöglich, einem Sprecher Recht zu geben. (p ˄ ¬p)bilden hier keine Kontradiktion mehr, sondern es ist "halt Geschmackssache". Das relationale Verhältnis der drei Beispiele scheint sich zu verändern. Erstaunlich, denn prima facie wirken Beispiel 1, 2 und 3 strukturell identisch. Worin liegt also der semantische Unterschied, der Beispiel 3 widersprüchlich macht und Beispiel 1 und 2 nicht?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Einteilung der Prädikate

2.1 Graduierbare Prädikate

2.1.1 Predicates of Personal Taste (PTs)

2.1.2 Vage Prädikate

2.2 Nicht-graduierbare Prädikate

3. Proben und versteckte Vergleiche

3.1 Ergänzungsprobe mit finden

3.2 Gradpartikel zu

3.3 Modalverben

4. Tabelle

5. Strukturelle Unterschiede

5.1 θ-Rolle

5.2 Dativ-Argumente

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die semantischen und strukturellen Unterschiede zwischen verschiedenen Arten von Prädikaten, insbesondere zwischen graduierbaren und nicht-graduierbaren Adjektiven, sowie deren Interaktion mit sprachlichen Konstruktionen wie Vergleichen und Argumentstrukturen.

  • Klassifizierung von Prädikaten in vage und solche des persönlichen Geschmacks (PTs).
  • Untersuchung der Verwendung von "finden" als Graduierungshilfe.
  • Analyse der Rolle von Gradpartikeln wie "zu" bei nicht-graduierbaren Prädikaten.
  • Erforschung der Argumentstruktur und θ-Rollen bei Prädikaten des persönlichen Geschmacks.
  • Untersuchung von Dativ-Argumenten bei spezifischen Prädikaten.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Predicates of Personal Taste (PTs)

Prädikate, die einen persönlichen Geschmack ausdrücken, werden Predicates of Personal Taste (PT) genannt. Bei ihrem Gebrauch kann der Aussage kein eindeutiger Wahrheitsgehalt zugesprochen werden, und sie implizieren Subjektivität, da beide Sprecher aus ihrer subjektiven Perspektive Recht haben können. Werden sie einerseits affirmativ andererseits negierend eingesetzt – wie in Beispiel 1 –, entsteht ein faultless disagreement. Beispiele für solche Prädikate sind u.a. lecker, hübsch, spannend, interessant. Der Umschlagspunkt, an dem der Sachverhalt gemessen und das PT zu- oder abgesprochen wird, wird subjektiv festgelegt und kann als eine subjektive mentale Norm verstanden werden. Es existiert keine Maßeinheit, anhand derer ein leckerer oder ein spannender feststellbar wäre. Die PTs sind vage in zweifacher Hinsicht: sie referieren auf keine objektiv feststellbare Tatsache in der Welt und sie lassen sich nicht auf einer Messskala ordnen. Ihre Bewertungskriterien sind rein subjektiv.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Es wird die Problemstellung anhand der unterschiedlichen Wahrheitsbedingungen bei Aussagen mit verschiedenen Prädikaten skizziert.

2. Einteilung der Prädikate: Es erfolgt eine Kategorisierung von Adjektiven in graduierbare, vage und Prädikate des persönlichen Geschmacks sowie nicht-graduierbare Prädikate.

3. Proben und versteckte Vergleiche: Verschiedene sprachliche Tests wie die Ergänzungsprobe mit "finden", die Nutzung von "zu" und Modalverben werden vorgestellt, um Prädikatstypen zu unterscheiden.

4. Tabelle: Eine zusammenfassende Übersicht vergleicht die unterschiedlichen Eigenschaften der PTs, vagen Prädikate und nicht-graduierbaren Prädikate.

5. Strukturelle Unterschiede: Die Arbeit beleuchtet syntaktische Aspekte wie die θ-Rolle des Experimentators sowie die Lizenzierung von Dativ-Argumenten.

6. Fazit: Die Ergebnisse zur Differenzierung der Prädikate und deren Einfluss auf die Satzstruktur werden zusammengefasst.

Schlüsselwörter

Prädikate, persönlicher Geschmack, Predicates of Personal Taste, vage Prädikate, Graduierbarkeit, Semantik, Syntax, Argumentstruktur, θ-Rolle, Dativ-Argumente, Gradpartikel, Modalverben, Sprachanalyse, Wahrheitsgehalt, faultless disagreement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die sprachliche Einordnung von Prädikaten und untersucht, warum bestimmte Aussagen subjektiv sind und warum sich manche Prädikate graduieren lassen, während andere dies nicht zulassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Semantik von Adjektiven, dem Verhalten in Vergleichskonstruktionen und der syntaktischen Lizenzierung von Argumenten.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, warum bestimmte Aussagen (wie bei Prädikaten des Geschmacks) zu einem "faultless disagreement" führen können, während dies bei anderen Prädikaten nicht der Fall ist, und wie sich diese Unterschiede strukturell manifestieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine linguistische Analyse angewendet, die Sprachbeispiele durch Proben (z.B. mit "finden", "zu" oder Modalverben) auf ihre Grammatikalität und semantische Interpretation hin untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Klassifizierung der Prädikate, die Anwendung von Testproben zur Überprüfung ihrer Eigenschaften und die Untersuchung tieferliegender struktureller Unterschiede wie θ-Rollen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Predicates of Personal Taste (PTs), Graduierbarkeit, Subjektivität, Semantik und Argumentstruktur.

Warum spielt die Ergänzungsprobe mit "finden" eine wichtige Rolle?

Sie dient als Test, um zu bestimmen, ob ein Prädikat eine subjektive Bewertung (graduierbar) zulässt oder eine objektive Tatsache beschreibt.

Welche Besonderheit weisen Dativ-Argumente bei bestimmten Prädikaten auf?

Einige Prädikate des persönlichen Geschmacks können Dativ-Argumente lizenzieren, die eine zusätzliche Variable in die Satzstruktur einführen, was bei nicht-graduierbaren Prädikaten meist nicht der Fall ist.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Predicates of Personal Taste
Untertitel
Einteilung der Prädikate und strukturelle Schwierigkeiten
Hochschule
Universität zu Köln  (Deutsche Sprache und Literatur)
Veranstaltung
Vergleiche
Note
2,0
Autor
Katharina Weber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
9
Katalognummer
V172786
ISBN (Buch)
9783640927944
ISBN (eBook)
9783640928323
Sprache
Deutsch
Schlagworte
predicates personal taste einteilung prädikate schwierigkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Weber (Autor:in), 2011, Predicates of Personal Taste, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172786
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  9  Seiten
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