Unterrichtsentwurf zum Thema "Verlorenen Sohn". Darin geht es um die Umsetzung des Gleichnisses in einer 2. Klasse. Nach der Sachanalyse und der Auslegung der Perikope, sowie einem synoptischem Vergleich finden sich eine didaktische und methodische Analyse sowie die Verlaufsskizze
Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsanalyse
1.1. Rahmenbedingungen
1.2. Klassensituation
1.3. Arbeitsweise
1.4. Methodenkompetenz
1.5. Sozialkompetenz
1.6. Einzelne Schüler
2. Sachanalyse
2.1. Definition Gleichnis
2.2. Gattungsbestimmung des Gleichnisses
2.3. Realienabklärung
2.4. Auslegung der Perikope
2.5. Intention des Textes
2.6. Synoptischer Vergleich
2.7. Der Kontext bei Lukas
3. Didaktische Analyse
3.1. Bezug zum Bildungsplan
3.2. Ziele und Kompetenzen
3.3. Einbettung der Stunde in die Unterrichtseinheit
3.4. Didaktische Reduktion
3.5. Elementarisierung
3.5.1. Elementare Zugänge
3.5.2. Elementare Erfahrungen
3.5.3. Elementare Wahrheiten
4. Methodische Analyse
4.1. Ritual
4.2. Einstieg
4.3. Hinführung
4.4. Erarbeitung
4.5. Sicherung
4.6. Abschluss
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, einen ausführlichen Unterrichtsentwurf für die zweite Klasse im Fach Katholische Religion zum Gleichnis vom verlorenen Schaf (Lk 15, 1-7) vorzulegen. Dabei soll den Schülern durch eine altersgerechte Didaktik vermittelt werden, dass Gott wie ein guter Hirte für jeden Einzelnen sorgt, auch in Situationen, in denen sich Kinder verloren oder einsam fühlen.
- Sachanalyse und Auslegung des Gleichnisses vom verlorenen Schaf
- Didaktische Einbettung in die Unterrichtseinheit "Jesus in seiner Zeit kennen lernen"
- Elementarisierung der biblischen Botschaft für Grundschüler
- Methodische Planung der Unterrichtsstunde mit Fokus auf Bodenbildern und Ritualen
Auszug aus dem Buch
2.3. Realienabklärung
Den ursprünglichen Adressaten des Gleichnisses war die darin geschilderte Situation bekannt. Die Welt, in der die Handlung spielt, entsprach Ihrem Alltag. Dieses Wissen ist nötig, um die Übertragung verstehen zu können.
Schafe sind Herdentiere, denen es an solchen Fähigkeiten mangelt, die ihnen eine sichere Flucht, ein schützendes Verbergen oder eine Täuschung ermöglichen. Bei Gefahr scharen sie sich zusammen. So kann ein Schaf kaum alleine überleben und findet nicht von selbst zur Herde zurück. Ein von der Herde abgekommenes Schaf, das umhergeirrt ist, legt sich nieder und ist nicht mehr zu bewegen aufzustehen und zu laufen. So bleibt dem Hirten nichts anderes übrig, als es zu tragen.
Hirten waren zur damaligen Zeit einfache und gesellschaftlich gering angesehene Menschen. Allerdings wurde ihnen große Verantwortung über den Besitz anderer gegeben, wenn sie auf deren Schafe aufpassten. Zu ihren Aufgaben zählen, neben dem Beschützen vor Gefahren auch die Versorgung der Tiere, indem sie von Weidefläche zu Weidefläche gingen. „Während eines regenarmen Sommers mussten die Hirten mit ihren Schafen und Ziegen weit umherziehen (um gute Weideplätze zu finden). (…) In der winterlichen Regenzeit trieben die Hirten ihre Herden in die nach Osten abfallenden Täler bis in die Jordansenke hinab. Im Spätfrühling wanderten sie die Trockentäler wieder hinauf, bis sie bei den abgeernteten Weizen- und Gerstenfeldern Bethlehems angelangt waren.“ für diese Aufgaben brauchte es also gestandene Männer, die oft ihr Leben riskierten um die ihnen anvertrauten Schafe zu schützen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel beschreibt die Rahmenbedingungen, die Klassensituation, die Arbeitsweise sowie die Kompetenzen der Schüler in der betreffenden zweiten Klasse.
2. Sachanalyse: Hier werden das Gleichnis definiert, die Gattung bestimmt, Realien geklärt, die Perikope ausgelegt, synoptisch verglichen und in den Kontext des Lukas-Evangeliums eingeordnet.
3. Didaktische Analyse: Dieser Teil befasst sich mit dem Bezug zum Bildungsplan, den Lernzielen, der Einbettung in die Unterrichtseinheit sowie der Reduktion und Elementarisierung des Inhalts.
4. Methodische Analyse: Hier wird der konkrete Verlauf der Unterrichtsstunde in Ritual, Einstieg, Hinführung, Erarbeitung, Sicherung und Abschluss detailliert geplant.
Schlüsselwörter
Religionsunterricht, Gleichnis vom verlorenen Schaf, Jesus, Gott, Guter Hirte, Grundschule, Didaktik, Elementarisierung, Bodenbild, Rituale, Glaubensentwicklung, Zuwendung, Verloren sein, Lebenswirklichkeit, Unterrichtsentwurf
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit präsentiert einen vollständigen, fachdidaktisch fundierten Unterrichtsentwurf für den Religionsunterricht in einer zweiten Grundschulklasse zum Gleichnis vom verlorenen Schaf.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die fachliche Exegese des Gleichnisses, dessen didaktische Aufbereitung für Kinder und die methodische Gestaltung einer Unterrichtsstunde unter Nutzung spezifischer kindgerechter Arbeitsformen.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Die Schüler sollen erkennen, dass Gott wie ein guter Hirte für die Menschen sorgt, und sie sollen lernen, ihre eigenen Gefühle des Alleinseins in Bezug zur biblischen Erzählung zu setzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin verwendet eine Kombination aus exegetischer Sachanalyse und religionspädagogischer Didaktik, die sich an Prinzipien wie der Elementarisierung nach Hilger/Ritter und entwicklungspsychologischen Ansätzen nach Fowler und Piaget orientiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Sachanalyse der biblischen Quelle, eine didaktische Begründung der Stundenplanung und eine methodische Aufarbeitung der einzelnen Unterrichtsphasen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören Religionsunterricht, Gleichnis vom verlorenen Schaf, Guter Hirte, Elementarisierung, Bodenbild und kindliche Glaubensentwicklung.
Warum wird das Gleichnis für die Kinder in Teilen erzählt?
Die Autorin entscheidet sich für die abschnittsweise Erzählung, um in den Zwischenphasen die Schüler aktiv einzubinden, etwa durch das Äußern von Gedanken und Gefühlen, was bei einer Erzählung "am Stück" schwieriger wäre.
Welche Rolle spielen die Rituale im Entwurf?
Rituale, wie die "Drück-Runde" oder das Anzünden der Kerze, dienen der Rhythmisierung des Unterrichts, der Förderung des Klassenzusammenhalts und der Schaffung einer Atmosphäre, in der sich die Schüler sicher fühlen.
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- Marina Stern (Author), 2011, Unterrichtsstunde: Gleichnis vom verlorenen Schaf, Klasse 2, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172751