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Eiszeitliche Leoparden in Deutschland

Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura

Title: Eiszeitliche Leoparden in Deutschland

Textbook , 2011 , 46 Pages

Autor:in: Ernst Probst (Author)

Biology - Zoology

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Summary Excerpt Details

Der Leopard war im Eiszeitalter vor etwa 600.000 Jahren im Gebiet von Deutschland ein Zeitgenosse des Heidelberg-Menschen. Dies beweisen Fossilien aus Mauer bei Heidelberg in Baden-Württemberg. Damals existierte der Leopard auch in Niederösterreich, wo er in Hundsheim bei Deutsch-Altenburg nachgewiesen ist. Zahlreicher sind Funde des Panthers aus jüngeren Abschnitten des Eiszeitalters vor etwa 125.000 bis 11.700 Jahren. Aus jener Zeitspanne liegen fossile Reste von Leoparden aus Bayern, Hessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg sowie aus Oberösterreich, der Steiermark und Niederösterreich vor. Demnach kannten auch Neandertaler und frühe Jetztmenschen den Leoparden. Das Taschenbuch „Eiszeitliche Leoparden in Deutschland“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst ist Shuhei Tamura aus Kanagawa in Japan gewidmet, der den Autor bei zahlreichen Buchprojekten unterstützt hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort. Leoparden und Urmenschen

2. Eiszeitliche Leoparden in Deutschland

3. Der Autor

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Publikation dokumentiert die Verbreitung und den paläontologischen Nachweis eiszeitlicher Leoparden im heutigen Gebiet von Deutschland und Österreich. Ziel der Arbeit ist es, die fossilen Belege dieser Raubkatzen innerhalb des Pleistozäns zu analysieren und sie in den zeitlichen Kontext der Menschheitsgeschichte sowie in die ökologische Nische mit anderen Raubtieren der Epoche einzuordnen.

  • Paläontologische Fundgeschichte von Panthera pardus im Pleistozän
  • Vergleichende Analyse zu anderen Großraubtieren wie dem Mosbacher Löwen
  • Geografische Verteilung und Fundorte in Deutschland und Österreich
  • Biologische Charakteristika und Überlebensstrategien eiszeitlicher Raubkatzen
  • Chronologische Einordnung der Leopardenfunde in die Warm- und Kaltzeiten

Auszug aus dem Buch

Eiszeitliche Leoparden in Deutschland

Frühe Leoparden sind in Deutschland durch zwei Funde aus den etwa 600.000 Jahre alten Mauerer Sanden von Mauer bei Heidelberg in Baden-Württemberg belegt. Im Urgeschichtlichen Museum im Rathaus von Mauer liegt der Oberkieferzahn eines Leoparden (Panthera pardus). Im Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe befindet sich der Unterkiefer eines Leoparden.

Die in den Mauerer Sanden entdeckten Leopardenreste werden der Unterart Panthera pardus sickenbergi zugerechnet. Jene Unterart wurde 1969 von der Paläontologin Gerda Schütt (1931–2007) beschrieben, die sich um die Erforschung von Raubtieren aus dem Eiszeitalter verdient gemacht hat. Der Name dieser Unterart erinnert an den Hannoveraner Geologen Otto Sickenberg (1901–1974).

Ein Zeitgenosse des Leoparden (Panthera leo sickenbergi) aus Mauer war der Mosbacher Löwe (Panthera leo fossilis), der seinen populären Namen dem ehemaligen Dorf Mosbach zwischen Wiesbaden und Biebrich in Hessen verdankt. Der riesige Mosbacher Löwe gilt mit einer Gesamtlänge bis zu 3,60 Metern, von denen etwa 1,20 Meter auf den Schwanz entfielen, als der größte Löwe in Europa. Nur der Amerikanische Höhlenlöwe (Panthera leo atrox) aus geologisch jüngerer Zeit übertraf ihn mit einer Gesamtlänge bis zu 3,70 Metern noch um rund zehn Zentimeter.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort. Leoparden und Urmenschen: Eine Einführung in die historische Koexistenz von Leoparden und frühen Menschenformen wie dem Heidelberg-Menschen während des Eiszeitalters.

Eiszeitliche Leoparden in Deutschland: Eine detaillierte Aufarbeitung der fossilen Nachweise, Fundorte und Unterarten der Leoparden im pleistozänen Deutschland und Österreich sowie deren Abgrenzung zu anderen Großkatzen.

Der Autor: Ein kurzer biografischer Abriss über den wissenschaftlichen Werdegang und die publizistischen Tätigkeiten von Ernst Probst.

Schlüsselwörter

Eiszeit, Pleistozän, Panthera pardus, Mosbacher Löwe, Mauerer Sande, Paläontologie, Fossilien, Raubkatzen, Heidelberg-Mensch, Panthera pardus sickenbergi, Urgeschichte, Fundorte, Europa, Quartär, Raubtierökologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Präsenz und dem fossilen Nachweis von Leoparden während des Eiszeitalters in Deutschland und Österreich.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentral sind die paläontologischen Funde, die wissenschaftliche Bestimmung der Unterarten sowie der Vergleich mit anderen pleistozänen Raubkatzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Dokumentation der Verbreitungsgeschichte des Leoparden und die Einordnung der Funde in die Chronologie der Eiszeit.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine paläontologische Literatur- und Fundstellenanalyse, die auf der Auswertung fossiler Überreste und wissenschaftlicher Beschreibungen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet spezifische Fundorte wie die Mauerer Sande bei Heidelberg und die Ochsenhalthöhle, sowie die biologischen Merkmale der Raubkatzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Pleistozän, Panthera pardus, Fossilien und Urgeschichte geprägt.

Warum sind Leopardenfunde in Deutschland seltener als Höhlenlöwenfunde?

Die Arbeit weist darauf hin, dass Leopardenfunde merklich seltener geborgen wurden, da Leoparden vermutlich ökologische Nischen besetzten, die ihre Fossilisation oder Entdeckung seltener machten als beim Europäischen Höhlenlöwen.

Welche Rolle spielt der Fund von Mauer bei Heidelberg für die Forschung?

Der Fund in den Mauerer Sanden ist von zentraler Bedeutung, da er einen der ältesten Belege für die Anwesenheit von Leoparden in Mitteleuropa vor etwa 600.000 Jahren darstellt.

Was unterscheidet den Mosbacher Löwen vom modernen Leoparden?

Der Mosbacher Löwe war eine deutlich größere Raubkatze, die als einer der größten Löwen Europas gilt, während der Leopard eine an das Leben im Gebüsch oder auf Bäumen angepasste Jagdstrategie verfolgte.

Welche Bedeutung hatte der Fund in der Ochsenhalthöhle für die Wissenschaft?

Der Fund durch Gernot Rabeder im Jahr 2002 lieferte den ersten Nachweis eines eiszeitlichen Leoparden im Hochgebirge der Ostalpen.

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Details

Title
Eiszeitliche Leoparden in Deutschland
Subtitle
Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura
Author
Ernst Probst (Author)
Publication Year
2011
Pages
46
Catalog Number
V172572
ISBN (Book)
9783640925360
ISBN (eBook)
9783640925414
Language
German
Tags
eiszeitliche leoparden deutschland zeichnungen shuhei tamura
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ernst Probst (Author), 2011, Eiszeitliche Leoparden in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/172572
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